Schäden durch Rauchen

Rauchen kann viele biologische Schäden am menschlichen Körper verursachen.
Die Folgeerscheinungen des Rauchens sind vielfältiger Natur, sie variieren von verschiedenen Arten von Lungentumor, Husten, Lungenentzündung, erhöhter Blutdruck usw.
Wirkung von Tabakrauch auf den Organismus

Das Rauchen hat zunächst negative Auswirkungen auf kardiorespiratorischer Ebene, doch werden fast alle Organe durch den Tabakkonsum geschädigt.

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Rauchen entspannt Körper und Geist, vermindert Stress und Angstzustände, aber die möglichen Gesundheitsschäden sind enorm.
Die Schwere der Folgeerscheinungen des Rauchens hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab:

  1. Tabakdosis
  2. Länge der Aussetzungszeit

Außerdem erhöht der übermäßig enthaltene Teer das Risiko für Komplikationen, die mit dem Rauchen verbunden sind.
Nachfolgend werden die Kurz- und Langzeitfolgen aufgelistet, die das Tabakrauchen mit sich bringt.

Die elektrische Zigarette ist nicht krebserregend, weil hier keine Verbrennung von Tabak und Papier stattfindet.


Kurzzeitschäden

Dazu gehören:

  1. Schwindel
  2. Übelkeit
  3. Mundgeruch
  4. weißer Zungenbelag
  5. Appetitlosigkeit
  6. Akne
  7. Händezittern
  8. Sodbrennen
  9. Bluthochdruck
  10. Tachykardie (Herzrasen)

Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an das Nikotin und die akuten Auswirkungen lassen allmählich nach.

 

Langzeitschäden

Lungen
Das Rauchen trifft das Atmungssystem und verursacht verschiedene Krankheiten des Atmungsapparates.
Durch das Rauchen nimmt die Elastizität der Lungenbläschen (Alveolen) mit der Zeit ab.
Mögliche Folgen sind:

  1. chronischer Husten
  2. Bronchitis
  3. Emphysem
  4. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD, umgangssprachlich „Raucherlunge“)


Herzkrankheiten
Tabakrauch enthält gefährliche Substanzen, was eine schlechtere Durchblutung des Körpers zur Folge hat.
Das im Tabakrauch enthaltene Kohlenmonoxid verbindet sich mit dem Hämoglobin und wirkt sich negativ auf die Sauerstoffversorgung der Organe aus.
Rauchen kann das Risiko für Arteriosklerose erhöhen, das bedeutet die Ansammlung von Fett in den Arterien und somit eine Verengung der Blutgefäße.
Arteriosklerose ist eine wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  1. Schlaganfall
  2. Herzinfarkt
  3. Erkrankungen der peripheren Gefäße

Krebs
Raucher haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken als Nichtraucher. Die krebserregenden Substanzen in den Zigaretten (z.B. Teer) können Lungen-, Hals- und Mundkrebs verursachen.
Kopf-Hals-Krebs kommt bei Rauchern sehr häufig vor, er beginnt in der Regel auf den Lippen oder unter der Zunge.
In etwa 90% der Fälle wird Lungenkrebs durch das Rauchen verursacht.
Raucherinnen haben ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs.
Raucher können auch andere Arten von Tumoren entwickeln:

  1. Kehlkopf- und Rachenkrebs
  2. Leukämie
  3. Magen- und Speiseröhrenkrebs
  4. Neoplasie an Niere und Blase
  5. Leberkrebs
  6. Bauchspeicheldrüsenkrebs

Fruchtbarkeit
Die negativen gesundheitlichen Folgen des Rauchens betreffen auch die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen.
Für eine sichere Schwangerschaft sollten alle schwangeren Frauen mit dem Rauchen aufhören.

Die Funktionstüchtigkeit der männlichen Sexualorgane ist von der Durchblutung abhängig.
Nikotin ist ein stark gefäßverengendes Mittel und trifft die Blutgefäße auf zwei Arten:

  1. Es erzeugt einen direkten arteriellen Spasmus (Kontraktion) der Arterie.
  2. Schädigt die Außenwand der Blutgefäße und beeinträchtigt das Entspannungsvermögen der Gefäße, was die Zunahme des Blutzuflusses bewirkt.
    Das Nikotin schädigt auch die Venen des Penisses, die die Erektion aufrechterhalten.


Haut und Schönheit
Durch das Rauchen verdünnt sich das Unterhautfettgewebe und trocknet aus, wodurch Falten entstehen.
Die Hautschäden finden sich vor allem bei den elastischen Fasern.
Die Gesichtsfarbe wird grau, die Haut trocken und die Fingerkuppen gelb.

Emphysem
Rauchen gehört zu den Hauptursachen eines Emphysems.
Wer mindestens 20 Zigaretten am Tag raucht, leidet in mehr oder weniger starker Form an dieser Krankheit.
Die Giftstoffe, die beim Rauchen inhaliert werden, lagern sich in der Lunge ab und zerstören die kleinen Flimmerhärchen (Zilien).
Die Hauptaufgabe der Zilien liegt darin zu verhindern, dass sich Schleim in den Luftwegen ansammelt.
Die Schädigung der feinen Härchen führt zu einer übermäßigen Ablagerung von Schleim und infolgedessen zu einer Verstopfung.

Außerdem schädigen die im Tabakrauch enthaltenen Substanzen die Lungenbläschen (Alveolen), die an Elastizität einbüßen, sich aufblähen und ihre Fähigkeit verlieren, Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen.
Die Lungen sind weniger elastisch und können sich nicht in ausreichendem Maße dehnen und zusammenziehen.
Die Folge sind Atemnot oder Dyspnoe.
Diese Krankheit wird als Emphysem bezeichnet und verursacht:

  1. Husten
  2. Atemnot
  3. Blausucht (Zyanose) durch Sauerstoffmangel

Zähne
Durch das Rauchen können folgende Schäden für die Zähne entstehen:

  1. Zahnbelag und Zahnstein
  2. Karies
  3. Zahnfleischentzündung
  4. Zahnfleischschwund
  5. Zahnausfall
  6. gelbliche Flecken
  7. Geschmacksstörung

Knochenbrüche
Das Rauchen vermindert die Knochendichte, deshalb erhöht sich bei Frauen die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche, wie beispielsweise:

  1. Hüftfraktur
  2. Handgelenksfraktur
  3. Lendenwirbelfraktur

 

Weitere Schäden durch Rauchen

Starkes Rauchen führt zu einer Degeneration des Gelben Fleckes (Makula) im Auge, wodurch die Sehschärfe immer mehr nachlässt.
Raucher haben auch ein erhöhtes Risiko für grauen Star (Katarakt).
Weitere Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden:

  1. diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung)
  2. Tuberkulose
  3. Heiserkeit (durch die Reizung der Stimmbänder)
  4. multiple Sklerose
  5. Morbus Crohn

 

Rauchen,Schäden,FolgenRaucher haben ein erhöhtes Risiko, an einer Grippe zu erkranken.
Außerdem sind die Grippesymptome stärker ausgeprägt als bei Nichtrauchern.
Die Ärzte gehen davon aus, dass der inhalierte Rauch strukturelle Schäden verursacht und den natürlichen Abwehrmechanismus des Körpers schwächt.
Wer über lange Zeit viel raucht wird also eher an Infektionskrankheiten erkranken als andere.
Heiserkeit wird durch die Reizung der Stimmbänder hervorgerufen.

 

Wann machen sich die ersten Schäden bemerkbar?

Man kann nicht pauschal sagen, dass die Folgeschäden des Rauchens nach 10 oder 20 Jahren auftreten, das ist zunächst davon abhängig, wie lange schon und wie viele Zigaretten geraucht werden; außerdem gibt es individuelle Unterschiede.
Gelegenheitsraucher können mit weniger Konsequenzen rechnen, als starke Raucher, aber Schäden treten in jedem Fall ein.

Reversible und irreversible Schäden
Zu den irreversiblen Schäden gehören Lungenemphysem und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
Die reversiblen Schäden betreffen Haut, Atem, Geschmacksempfinden, Tatkraft, Blutdruck, Atmung und Immunsystem.
Das Krebsrisiko vermindert sich (im Gegensatz zu Rauchern) drastisch 10 Jahre nachdem man mit dem Rauchen aufgehört hat – allerdings nur dann, wenn dies vor dem 40. Lebensjahr geschehen ist.

 

Schäden durch Rauchen in der Schwangerschaft

Rauchen in der Schwangerschaft kann für Mutter und Kind schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Wenn Schwangere regelmäßig rauchen, erhöht sich das Risiko für:

  1. ektopische Schwangerschaft
  2. Lösung des Mutterkuchens von der Gebärmutter
  3. Fehllage des Mutterkuchens (Placenta praevia)
  4. Vaginalblutung

Das in den Zigaretten enthaltene Nikotin kann zu einer Verengung der Blutgefäße in der Nabelschnur führen, wodurch sich die Sauerstoffversorgung des Fötus vermindert.
Risiken für das Kind:

  1. Fehlgeburt
  2. Totgeburt
  3. Frühgeburt
  4. geringeres Geburtsgewicht

Durch passives Rauchen erhöht sich für das Kind massiv das Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben.

Angeborene Fehlbildungen

  • Lippen- und Gaumenspalten (Cheilo- und Palatoschisis): Spaltbildung in der Oberlippe oder im harten Gaumen des Neugeborenen.
  • Klumpfuß: Die Kinder werden mit einer Einwärtsverdrehung der Füße geboren.
  • Missbildung der Gliedmaße: Das Kind kann mit sechs Fingern an einer Hand geboren werden.
  • Bauchspalte (Gastroschisis): Der Darm des Neugeborenen dringt durch ein Loch, das sich in der Bauchwand gebildet hat.
  • Analatresie (verschlossener Anus): Diese Fehlbildung verursacht die Verschiebung oder Blockierung der Anusöffnung.

 

Gefahren von Cannabisrauch

Das Rauchen von Gras oder Marihuana kann verschiedene therapeutische Wirkungen mit sich bringen.
Beispielswiese kann Cannabis zur Schmerzlinderung bei Krebserkrankungen und erhöhtem Augendruck durch Glaukom eingesetzt werden.
Auch zur Beseitigung von Tumorzellen im Gehirn kann es wirksam sein. Die negativen Folgen von Cannabisrauch sind Wahrnehmungsstörungen und negative Beeinflussung des Gedächtnisses.

 

Rauchen,Raucher,LungeSchädliche Folgen des passiven Rauchens für Minderjährige

Man muss kein aktiver Raucher sein, um gesundheitliche Schäden von Zigaretten-, Zigarren- oder Pfeifenrauch davonzutragen.

Föten, Säuglinge und Kleinkinder erleiden durch Passivrauchen schwerste Schäden, weil sich ihre Organe noch entwickeln, vor allem Lungen und Gehirn.

Wenn die Mutter nach der Geburt weiterraucht, verringert sich ihre Milchproduktion.

Kinder

  • Alle Organe des Kindes befinden sich in der Entwicklung und das Einatmen von Tabakrauch kann die Bildung der Lungen und des Gehirns beeinträchtigen.
    Kinder, die passiv rauchen, entwickeln tendenziell Asthma und die Situation kann sich verschlechtern, wenn sie weiterhin Rauch ausgesetzt werden.
  • Tabakrauch kann auch zur Verschlechterung bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, zystischen Fibrose und chronischen Atemwegserkrankungen führen.
    Weitere Krankheiten, die durch das Rauchen verschlimmern können, sind Bronchitis und Lungenentzündung.
  • Kinder, die dem Passivrauchen ausgesetzt sind, entwickeln häufig eine Infektion im Mittelohr (Otitis).
    Der inhalierte Rauch reizt die Ohrtrompeten (Eustachi-Röhren), eine Verbindung zwischen dem hinteren Nasenbereich und dem Mittelohr.
    Als Folge entsteht eine Entzündung und Infektion des Mittelohrs, die für das Kind sehr schmerzhaft ist.
    Bei einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung, kann sie vollständig ausheilen, aber wird zu spät behandelt, kann eine dauerhafte Ertaubung die Folge sein.
    Das Passivrauchen kann verschiedene sofortige Folgeerscheinungen mit sich bringen, dazu gehören:
  1. Husten
  2. Übelkeit
  3. Kopfschmerzen
  4. Augenreizung, Augentrockenheit und Augenbrennen
  5. Halsschmerzen
  6. Schwindel
  7. Atemnot bei Asthmatikern

 

Negative Folgen des Rauchens bei jugendlichen und erwachsenen Sportlern

  1. Schwächung der Muskeln
    Sauerstoff ist für jede Zelle unseres Körpers notwendig, um überleben und ihre Aufgabe erfüllen zu können.
    2. Verminderte körperliche Ausdauer
    3. Rauchen führt zu einer Entzündung der Arterienwand und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen
    4. Erhöhte Herzfrequenz
    5. Atemnot
    6. Rauchen kann eine Ansammlung von Teer und die Entzündung der Schleimhäute in den Atemwegen bewirken.
    Als Folge erhöht sich der Widerstand der Atemwege, wodurch die Sauerstoffzufuhr des Körpers beeinträchtigt wird.