Bauchkrämpfe: Hausmittel und Therapie

Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen entstehen, wenn sich die Muskeln ungewollt und plötzlich zusammenziehen und ein stechender Schmerz auftritt.
Praktisch jeder Muskel kann einen Krampf oder Spasmus entwickeln, auch die unwillkürliche (glatte) Muskulatur der inneren Organe.


Obere Bauchkrämpfe spürt man in der Magengegend, untere Bauchkrämpfe können im Darm oder in den Fortpflanzungsorganen (z.B. Gebärmutter) entstehen.

 

Therapie bei Bauchkrämpfen

Es gibt verschiedene wirksame Methoden, um die durch Bauchkrämpfe entstehenden Schmerzen zu mindern oder zu beseitigen.
Falls möglich, Nahrungsmittel und Getränke vermeiden, die Beschwerden verursachen, um somit die Auswirkung von Verdauungsproblemen zu reduzieren.

 

Natürliche Heilmittel gegen Bauchkrämpfe

  • Eine schmerzlindernde Wirkung wird häufig bereits durch Hinlegen und Schonung erzielt.
  • Das Anbringen von Wärme (z.B. Wärmflasche) erhöht die Blutzirkulation im Bauch und entspannt die angespannten Muskeln.
  • Koffeinfreier Tee, Fingerdruckmassage und andere Behandlungsmaßnahmen können sehr wirksam sein.

 

Diät und Ernährung bei Bauchkrämpfen


Eine natürliche Ernährung kann fast alle Ursachen von Bauchkrämpfen heilen, bis auf medizinische Notfälle wie eine Blinddarmentzündung, die sich zu einer Peritonitis entwickelt.
Viele Menschen glauben, dass man zur Genesung Medikamente benötigt.
Doch in Wahrheit können Medikamente auch giftig sein. Sie können auf der einen Seite die Symptome lindern, aber gleichzeitig auf der anderen Seite die Selbstheilungssysteme des Körpers behindern.

Wenn der Körper wenig Energie für die Verdauung aufwendet, kann er sich auf die Beseitigung der Gifte und der schädlichen Mikroorganismen (Viren und Bakterien) konzentrieren, die die Krankheiten verursachen.

Das Fasten (höchstens 3 Tage) ist mit Sicherheit die schnellste Therapie, wenn es dafür keine Kontraindikationen gibt.
Wenn man länger als 3 Tage fasten möchte, sollte man dabei von einem Arzt überwacht werden.
Es gibt zwei Ernährungsarten, die bei den Patienten gute Ergebnisse brachten:

Blutgruppendiät – sie basiert auf Proteinen, es gibt zulässige Nahrungsmittel und andere, die man je nach Blutgruppe vermeiden sollte.

  • Zum Beispiel können Menschen der Blutgruppe 0 Fleisch, Fisch und Eier usw. essen, sollten aber Getreideprodukte, Obst und Linsen vermeiden.
  • Eine Person der Blutgruppe A kann erkranken, wenn sie rotes Fleisch, Pistazien usw. isst.
  • Die Blutgruppe B unterliegt weniger Einschränkungen, aber Tomaten könnten bedeutende Symptome hervorrufen.
    Eine Person der Blutgruppe AB sollte keine Butter, keine Krustentiere und keinen Mais essen, da das Immunsystem dadurch Krankheiten auslösen könnte.

Vegane Diät mit mindestens 50% Rohkost. Bei dieser Ernährungsform sollte man vorrangig Gemüse, saftiges Obst oder Schalenfrüchte und Samen zu sich nehmen. Kartoffeln und Hülsenfrüchte sind zulässig, man sollte aber damit nicht übertreiben. Getreideprodukte sollte man vermeiden, da sie viele Krankheiten begünstigen: Anämie, Hämorrhoiden, Diabetes usw.

  • Rohe Lebensmittel enthalten Vitamine und Verdauungsenzyme, aber der Garprozess zerstört diese Substanzen.
  • Pflanzliche Nahrungsmittel werden schnell verdaut und verursachen keine Fäulnis und Gärung im Verdauungstrakt.

Viele Menschen glauben, dass Vollkornprodukte (Nudeln, Reis, Brot usw.) hilfreiche Nahrungsmittel sind.
In Wahrheit jedoch verhindern Kleie und andere ballaststoffreiche Nahrungsmittel die Aufnahme von Mineralien wie Eisen, Calcium und Zink.

Die in Getreideprodukten enthaltenen Ballaststoffe stechen und schneiden in die Darminnenwand und verursachen Blutungen. Unter dem Mikroskop kann man Stacheln und Dornen erkennen.
Getreidefasern verringern die Aufnahme von Mineralien und stellen ein mechanisches Hindernis dar, da sie sich mit ihren unlöslichen Salzen an Eisen binden und damit die Aufnahme der Mineralien unmöglich machen.
Fruchtfasern sind weicher als die Fasern von Getreide und Kleie, quellen im Darmtrakt auf und verursachen keine Verletzungen, sondern fördern die Peristaltik.

Die richtige Nahrungsmittelkombination ermöglicht eine schnelle Verdauung, wodurch keine Fäulnis und Darmgärung auftreten, die für den Organismus schädliche und giftige Substanzen freisetzen.
Zum Beispiel produziert der Körper sehr saure Darmsäfte, um Proteine zu verdauen. Aber diese Säfte verhindern die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, für die eine weniger saure Umgebung erforderlich ist.

 

Medikamente gegen Bauchkrämpfe


Der Arzt kann Buscopan® empfehlen, ein krampflösendes Mittel, das bei Bauchkrämpfen, Schmerzen und Beschwerden sicher wirkt und gut verträglich ist.

Schmerzmittel
Bauchkrämpfe, die als Symptom einer anderen Krankheit (z.B. Verdauungsstörung, Blähungen oder Virusinfektion) auftreten, werden spontan wieder verschwinden, wenn die Krankheit geheilt ist.
Zuweilen lassen leichte Krämpfe in wenigen Stunden oder Tagen von allein nach.
Wenn die Bauchkrämpfe andauern, kann ein leichtes Schmerzmittel helfen.
Wer an Bauchkrämpfen leidet, sollte folgende Medikamente meiden:

Diese Mittel können den Magen zusätzlich reizen.

Paracetamol (Ben-u-ron) ist ein leichtes Schmerzmittel, das weniger Langzeitfolgen mit sich bringt.
Gesunde Menschen können maximal 4.000 mg Paracetamol am Tag einnehmen.
Schmerzmittel dürfen erst nach Rücksprach mit dem Arzt eingenommen werden; er muss auch über die Häufigkeit und Dauer der Einnahme informiert sein.

Magenmittel
Werden die Bauchkrämpfe durch ösophagealen Reflux hervorgerufen, kann der Arzt Antazida wie Maalox empfehlen.