Hoher diastolischer Blutdruck – Symptome – Was tun?

Der diastolisch erhöhte Blutdruck ist eine Störung, die entsteht, wenn der Druck, den das Blut auf die Arterienwände ausübt, erhöht ist.

INHALT

  • Normalwerte
  • Ursachen
  • Symptome
  • Diagnose
  • Schwangerschaft
  • Therapie
  • Bei Kindern
  • Naturheilmittel

Faktoren, die diese Druckkraft erhöhen können, sind:

  1. Erhöhung des zirkulierenden Blutvolumens,
  2. Enge Blutgefäße mit starren Wänden oder mit Strömungshindernissen.
Erhöhter diastolischer Blutdruck

Erhöhter diastolischer Blutdruck

Das Ablesen des Blutdrucks umfasst zwei Werte:

  • Der höhere Wert ist der systolische Blutdruck. Der arterielle systolische Druck wird gemessen, wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht.
  • Der niedrigere Wert zeigt den diastolischen Druck an. Der diastolische Druck wird gemessen, wenn sich die linke Herzkammer entspannt.

 

Wenn der maximale Druck (systolisch) über 140 mmHg ansteigt, bedeutet das, dass der Betreffende unter einer systolischen Hypertension leidet.

Gefahren – Erhöhter diastolischer Blutdruck oder Hypertension erhöht das Risiko von Herzkrankheiten:

  • Myokardinfarkt,
  • Herzinsuffizienz,
  • Schlaganfall.

Auch wenn die Hypertension häufiger bei Männern über dem 35. Lebensjahr auftritt, ist sie bei jungen Menschen möglich.

Gewöhnlich leiden ältere Menschen unter der systolischen Hypertonie, während junge Menschen eher zu einem diastolischen Bluthochdruck neigen.

 

Tabelle mit normalen Blutdruckwerten

Systolischer Druck
Normal 120 mmHg
Prä-hypertension 120-140 mmHg
Hypertension über 140 mmHg

 

Diastolischer Druck
Normal 80 mmHg
Prä-Hypertension 80-100 mmHg
Hypertension über 100 mmHg

 

Variationen des Blutdrucks

Im Allgemeinen variiert der Blutdruck während des Tages.

Laut einem Artikel auf einer Website von: mayoclinic.org bestehen während des Tages Druckvariationen:

  1. Die Blutdruckwerte sind im Schlaf auf ihrem Tiefstand (etwa 10-20 % niedriger als am Tag).
  2. Manche Menschen (vor allem nach der Menopause) haben eine Erkrankung, die Non-Dipper-Hypertonie genannt wird, bei der der Blutdruck nachts um weniger als 10 % sinkt..
  3. Beim Erwachen steigt der arterielle Blutdruck leicht an. Bei Menschen mit hochgradiger Hypertonie besteht in den ersten 3 Stunden nach dem Aufwachen die größte Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  4. Am Vormittag erhöht sich der Druck bis zum Maximum am Nachmittag.
  5. Am Abend senkt sich der Druck.

Niedriger diastolischer Blutdruck

Der diastolische Blutdruck wird als Indikator zur Identifikation von Blutdruckproblemen bei jüngeren Menschen gewertet.

Der diastolische Druckwert schwankt je nach Anstrengung und körperlicher Aktivität.

Ein diastolischer Druck unter 60 Millimeter Quecksilbersäule wird als niedrig bewertet (Hypotension).

Bei einem niedrigen diastolischen Druck besteht ein verminderter Blutfluss zu den Körperzellen und Geweben.

Folge ist eine verringerte Zufuhr von:

  • Sauerstoff,
  • Nährstoffen.

Ursachen können sein:

  • Schwangerschaft – Das ist die Folge eines erhöhten Progesteron-Hormon-Spiegels.
  • Herzprobleme – Zu den Ursachen eines erhöhten diastolischen Drucks gehören:
    • Erkrankungen der Herzklappen,
    • Infarkt,
  • Endokrine Probleme – Funktionsstörungen der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse oder Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison).
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (angstlindernde Medikamente, Schmerzmittel, Diuretika, einige Antidepressiva, Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit),
  • Dehydratation, wenn der Körper viel Wasser verliert.

Ursachen des erhöhten diastolischen Blutdrucks

Primäre oder essentielle Hypertonie (ohne eine bestimmte Ursache)

Etwa 90 % der Hypertoniefälle ist von dieser Art (Poulter, NR; Prabhakaran, D; Caulfield, M (22 August 2015). “Hypertension”. Lancet. 386 (9995): 801-12).

Auch wenn Ärzte die Ursache nicht kennen, spielen genetische Faktoren und ein ungesunder Lebensstil eine Rolle bezüglich der Wahrscheinlichkeit, unter Bluthochdruck zu leiden.

Sekundäre Hypertonie

Übergewicht

Ist das Körpergewicht eines Menschen zu hoch, lagern sich die überschüssigen Fette (in Form von Cholesterin) im Körper entlang der Arterienwände an und verursachen eine Verengung.

Aus diesem Grund muss das Herz mehr pumpen und somit erhöht sich der arterielle Druck.

Ernährung

Eine ungeeignete Ernährung ist eine der wichtigsten Ursachen für einen erhöhten diastolischen Druck.

Salz

Gesalzene Lebensmittel erhöhen den Natriumspiegel im Blut, was zur Hypertension führt.

Der Zusammenhang zwischen Salz und Blutdruck wird durch epidemiologische und experimentelle Studien bestätigt.

Diese Substanz ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, eine erhöhte Menge in der Nahrung kann bereits zu leichten Nierenschäden führen.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 5-6 Gramm. Eine Verringerung des täglichen Verbrauchs von 6 Gramm führt zu einem Rückgang des maximalen und minimalen Drucks um:

  • 7 und 4 mmHg bei Patienten mit Bluthochdruck
  • 4 und 2 mmHg bei Menschen mit normalem Druck.

Dieser Rückgang ist für Hypertoniker wichtig, denn er reduziert:

  1. 24 % des Risikos für Schlaganfall,
  2. 15-18 % des Risikos für Erkrankungen der Herzkranzgefäße, also Myokardinfarkt.

Gemäß der Schulmedizin kann eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten und Transfetten ist:

  1. Die Blutgefäße schädigen,
  2. Den arteriellen Blutdruck erhöhen.

Auf der Grundlage der Blutgruppendiät können minimale und maximale Blutdruckwerte je nachdem, was verzehrt wird, ansteigen.

Vor allem ist die Ursache für den erhöhten diastolischen Druck das Vorhandensein von stärkehaltigen Lebensmitteln oder Getreide, zum Beispiel:

  • Nudeln,
  • Pizza,
  • Reis,
  • Brot, Süßigkeiten und Kekse,
  • Dinkel,
  • Mais,
  • Hafer,
  • Kamut,
  • Gerste.

Alkohol und Rauchen

  1. Blutdruckerhöhung ist eine der schädlichen Auswirkungen des Rauchens.

Das im Tabak enthaltene Nikotin schädigt das Herz in vielerlei Hinsicht.

Laut einer Studie von Jolma CD et al. (Department of Pediatrics, The University of Arizona, 1501 N. Campbell Avenue, PO Box 245073, Tucson, AZ 85724-5073, USA) erhöht Nikotin den Blutdruck und verursacht einen beschleunigten Herzschlag.

  1. Alkoholmissbrauch beeinflusst ebenso den Blutdruck.
    Alkoholische Getränke haben viele Kalorien, die zur Gewichtszunahme und indirekt zur Erhöhung des Blutdrucks führen.

Koffein erhöht das Risiko für Bluthochdruck.

Bewegungsmangel,

Fehlendes Training beeinflusst den Blutdruck auf mehrere Arten.

Bewegungsmangel führt zu Gewichtszunahme und Anstieg des Cholesterins.

Alter, Aufregung und Stress sind einige der Ursachen für Hypertonie.

Hypertension kommt aufgrund ihres Lebensstils, einer schlechten Ernährung, Angst und Stress auch bei Jugendlichen vor.

In diesem Fall kann der Betreffende einen hohen Blutdruck und Herzrasen (Tachykardie) haben.

Arzneimittel, die den Blutdruck erhöhen können, sind:

  • Verhütungspille,
  • Kortison,
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR),
  • Rezeptfreie Husten- und Erkältungsmittel,
  • Einige Antidepressiva (SSRI) – wie Venlafaxin.

Hoher Blutdruck kann auch verursacht werden durch:

  • Nierenerkrankungen,
  • Autoimmunkrankheiten wie systemischer Lupus erythematodes,
  • Schlafapnoe – kann das Risiko erhöhen, hohen Blutdruck zu entwickeln und ist bei Menschen mit resistenter Hypertonie häufig.
  • Hormonstörungen wie beim Cushing-Syndrom,
  • Krankheiten oder Tumore der Nebenniere,
  • Alkohol und Drogen, zum Beispiel Kokain. Das ist eine der häufigsten Ursachen für erhöhten diastolischen Blutdruck bei jungen Menschen.

Symptome bei erhöhtem diastolischen Druck

In der Regel verursacht Bluthochdruck keine Symptome.

Ist der Blutdruck jedoch sehr hoch (hypertensive Krise), kann dies folgende Auswirkungen haben:

  1. Müdigkeit,
  2. Schwäche,
  3. Kopfschmerzen,
  4. Verwirrtheit,
  5. Kurzatmigkeit,
  6. Verschwommensehen,
  7. Übelkeit,
  8. Erbrechen,
  9. Tinnitus (Rauschen im Ohr),
  10. Schwindel oder Benommenheit im Kopf.

Diastolisch erhöhter Blutdruck und Niere

Nieren und das Kreislaufsystem hängen voneinander ab.

Die Nieren filtern Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeiten aus dem Blut.

Sie benötigen für ihre Funktion viele Blutgefäße.

Schäden an den Blutgefäßen führen zu einer Verminderung des Sauerstoff- und Nährstofftransports zu den Nephronen.

Deshalb ist Bluthochdruck die zweithäufigste Ursache für Niereninsuffizienz.

Diagnose des diastolischen Hochdrucks

Um den Blutdruck zu messen, verwendet der Arzt ein Instrument, das Blutdruckmesser genannt wird, und das besteht aus:

  • Stethoskop,
  • Armmanschette,
  • Quadrant,
  • Pumpe,
  • Ventil.

Anamnese

Die Beurteilung des Hochdruckpatienten sollte nicht nur die Werte des Blutdrucks berücksichtigen, sondern auch die kardiovaskulären Risikofaktoren, die sich summieren.

Regelmäßig sind zu untersuchen:

  • Nieren,
  • Herz,
  • Gehirn.

Obwohl die primäre Hypertonie am häufigsten vorkommt, müssen die wichtigsten Ursachen für eine sekundäre Hypertonie ausgeschlossen werden:

  • Endokrinologisch (bezogen auf die Drüsen),
  • Nierenbedingt.

Der Arzt muss die familiäre und persönliche Krankengeschichte des Patienten kennen.

Er muss auch wissen, ob der Patient einen Schlaganfall erlitten hatte oder ob er leidet an:

  1. Herzerkrankungen,
  2. Nierenerkrankungen,
  3. Diabetes

 

Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfall, darunter:

  • Tabak,
  • Salzkonsum,
  • Übergewicht,
  • Bewegungsmangel,
  • Höhenaufenthalt, in den Bergen sinkt der Blutdruck
  • Hoher Cholesterinspiegel.
  • Medikamente, die eingenommen werden (zum Beispiel Kortikosteroide).

Untersuchungen und Tests

Leidet der Patient unter hohem Blutdruck, können weitere Tests helfen, zu bestimmen, ob die Hypertonie sekundär ist (verursacht durch eine andere Erkrankung) und ob Schäden an anderen Organen vorliegen.

Untersuchung von Blut und Urin

Diese Tests erfolgen, um verschiedene Faktoren zu ermitteln, darunter:

  • Höhe des Kaliums,
  • Cholesterin,
  • Glykämie (wegen Diabetes),
  • Infektion,
  • Nierenfunktion.

Die Kreatininwerte im Blut sind für alle Patienten mit Hochdruck wichtig, um Nierenschäden zu beurteilen.

Tests zur Bewertung des Herzens umfassen:

  • Elektrokardiogramm (EKG).
  • Ein Belastungs-EKG (oder Belastungstest) kann bei Patienten erforderlich sein, die Symptome einer koronaren Herzkrankheit haben.
  • Ein Echokardiogramm dient dem Arzt dazu zu entscheiden, ob eine Behandlung eingeleitet werden muss.

Wann muss man sich Sorgen machen?

Übersteigt der diastolische Druck 90 mmHg bedeutet das, dass diese Person unter einem erhöhten diastolischen Druck leidet. Es muss also etwas unternommen werden, um den Druck zu senken.

 

Erhöhter diastolischer Blutdruck,SchwangerschaftSchwangerschaft und hoher Blutdruck

Ein generell erhöhter Blutdruckwert wird bereits zu Beginn der Schwangerschaft beobachtet, vor der 16.-20. Schwangerschaftswoche.

Eine plötzliche und schwere Hypertension bei schwangeren Frauen ist Anzeichen einer Erkrankung, die Präeklampsie (oder Schwangerschaftstoxikose) heißt und für Mutter und Kind sehr schwerwiegend sein kann.
Die Präeklampsie zeigt sich bei 10 % aller Schwangerschaften, meist im letzten Schwangerschaftsdrittel (gegen Ende), doch sie vergeht direkt nach der Geburt.

 

Was ist zu tun? Therapie bei hohem diastolischem Druck

Die erste erforderliche Veränderung ist eine Veränderung des Lebensstils, um zur Verringerung des Blutdruckwertes beizutragen.

Der Arzt kann Diuretika empfehlen, die das Ausscheiden von überschüssigem Natrium und Wasser aus dem Körper fördern.
Folge ist eine Verringerung des Blutdrucks.
Auch wenn drei Arten von Diuretika zur Verfügung stehen, werden am häufigsten Thiazide verwendet, zum Beispiel Furosemid (Lasix).

 

Behandlung bei Kindern

Kinder mit erhöhtem Blutdruck sollten zuerst einer Veränderung des Lebensstils unterzogen werden. Darunter fallen Gewichtsreduktion, Steigerung der körperlichen Aktivität und eine angemessene Ernährung.
Sinkt der Blutdruck mit natürlichen Mitteln und Hausmitteln nicht auf einen normalen Wert, kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein.

Ergebnisse aus Studien zur Bewertung von Kindern mit Hypertension zeigen, dass eine frühe Anomalie (wie die dilatative Kardiomyopathie, Anomalien von Nieren und Augen) auch bei Kindern mit leichtgradiger Hypertonie vorliegen kann.
Kinder und Heranwachsende mit Hypertonie sollten beobachtet werden, um Organschäden zu verifizieren.
Eine sekundäre Hypertension (hoher Blutdruck aufgrund einer Krankheit oder eines Medikamentes) ist bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.

 

Naturheilmittel zum Senken des hohen diastolischen Blutdrucks

Eine gesunde Ernährung, was essen?
Eine schlechte Ernährung kann direkt und indirekt eine Hypertonie verursachen.
Zu vermeiden sind alle Nahrungsmittel, die eine große Menge an Natrium, Fetten und Cholesterin enthalten.
Dienlich sind frisches Obst, Gemüse, Knoblauch und Nüsse, um den Blutdruck auf einem normalen Wert zu halten.
Gesundes Essen hilft, das Körpergewicht und damit das Risiko einer arteriellen Hypertension zu senken.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten durchführen
Körperliche Bewegung für 30 Minuten am Tag ist ein Naturheilmittel zur Behandlung des Bluthochdrucks und anderer Erkrankungen.
Man kann in ein Fitnessstudio gehen oder zu Hause die Übungen nach den Richtlinien und den richtige Techniken durchführen.
Man kann alternative Formen von Übungen in Betracht ziehen, wie Schwimmen, Tanzen, Aerobic, Laufen usw.
Man sollte Sport auf Wettbewerbsniveau vermeiden, da Überanstrengung zu einem gefährlichen Ansteigen des Blutdrucks führen kann.

Gewicht reduzieren
Menschen mit einem hohen Bodymaßindex (BMI) und übermäßigem Körpergewicht sollten abnehmen.
Eine angemessene Diät und regelmäßige körperliche Übungen sind die besten natürlichen Methoden, um Gewicht zu verlieren.

Mit dem Rauchen aufhören
Aktives und passives Rauchen sind ebenfalls schädlich.
Deshalb sollte man mit dem Rauchen und Alkoholtrinken aufhören, um einem hohen Blutdruck vorzubeugen.

Heilpflanzen
Weißdorn
(Crataegus oxyacantha) hat eine erweiternde Wirkung auf die peripheren Arterien.
Komponenten, die diese Eigenschaft haben, sind:

  • einige Mineralien, zum Beispiel Kalzium, Kalium und Magnesium,
  • Flavonoide wie Quercetin und Rutin,
  • Vitamin C.

Man kann täglich eine Tasse Weißdorntee trinken.

Limetten (Citrus aurantifolia) dienen dazu, das Gleichgewicht des Nervensystems zu erhalten, weil sich in den Ölen beruhigende Essenzen befinden.

Lavendel (Lavandula officinalis) hilft, den arteriellen Blutdruck leicht zu senken, vor allem wenn dieser durch nervöse Störungen verursacht ist.
Lavendel hat eine diuretische Wirkung. Das bedeutet, dass er zur Beseitigung von Flüssigkeiten geeignet ist.
Zweimal am Tag eine Tasse Lavendeltee trinken.

Süßholz sollte man vermeiden, da es den Blutdruck erhöht.