Gastritis oder Magenschleimhautentzündung

Eine Gastritis oder Magenschleimhautentzündung ist die Entzündung der inneren Schutzhaut des Magens, der Magenschleimhaut.

Eine akute Gastritis tritt plötzlich auf und verursacht intensive Schmerzen, während die chronische Gastritis unbehandelt über Jahre laufen kann.

Eine seltenere Form der Krankheit ist die erosive Gastritis, die keine starke Entzündung verursacht, aber Blutungen und Magengeschwüre in der Magenschleimhaut hervorrufen kann.

Die Mageninnenwand enthält spezialisierte Zellen, die Magensäure und Enzyme produzieren, welche die Nahrung zerlegen und die Verdauung unterstützen; außerdem produzieren sie einen zähflüssigen Schleim, der schützend über der Magenschleimhaut liegt.
Sind die Magenwände entzündet, produzieren sie weniger Säure, Enzyme und Schleim.

Die Verbindung zwischen Gastritis und Symptomen ist nicht ganz klar. Gastritis ist eine spezifische Bezeichnung für die Entzündung der Magenschleimhaut. Wer an Gastritis leidet, kann Bauchschmerzen in der oberen Bauchregion verspüren, aber es gibt auch Fälle, bei denen die Gastritis symptomfrei verläuft.
Der Begriff Gastritis wird häufig irrtümlicherweise verwendet, um Schmerzen oder Beschwerden im Oberbauch zu beschreiben; die meisten Personen mit Schmerzen in der oberen Bauchregion haben jedoch keine Gastritis.

 

Formen einer chronischen Gastritis

Gastritis durch Helicobacter pylori-Infefektion
Hier liegt eine primäre Infektion des Magens vor, es handelt sich um die häufigste Gastritisform.

Die lymphozytäre Gastritis ist eine Erkrankung ähnlich der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) und lymphozytären Kolitis.

Die granulomatöse Gastritis kann durch Tuberkolose, Mykose, Morbus Boeck, Morbus Crohn hervorgerufen werden oder ist Teil eines diffusen Vaskulitis-Syndroms.
Die Gastroskopie zeigt einige kleine oberflächliche Granulome und kleine Geschwüre, die durch H. pylori verursacht wurden.

Antrumgastritis
Die Symptome dieses Gastritistyps beginnen mit der Entzündungen des unteren Magenteils, des Antrums. Wenn sich das Magenantrum entzündet, können Verdauungsstörungen, Übelkeit und Gasentwicklung, sowie allgemeine Magenbeschwerden auftreten.

Die atrophische Gastritis kennzeichnet sich durch die Verdünnung der Magenschleimhaut, während die Schleimhaut bei einer hypertrophischen Gastritis an Dicke zunimmt.

 

Ursachen

Eine Schleimhautentzündung kann durch eine Infektion, Reizung, Autoimmunerkrankung (bei welcher der Körper irrtümlich den eigenen Magen angreift) oder den Rückfluss von Galle in den Magen (Gallenreflux) verursacht werden.
Stress, Schuldgefühle, schwierige familiäre oder berufliche Momente können das Auftreten einer nervösen Gastritis begünstigen.
Das erklärt, warum bei manchen Personen mit Magenschleimhautentzündung keine Beschwerden auftreten, während “gestresste” Menschen die Symptome der Gastritis spüren.

Infektionen können folgende Ursachen haben:

  • Bakterien, vor allem Helicobacter pylori
  • Viren, dazu gehören die Herpes-simplex-Viren
  • Parasiten
  • Pilze

Verschiedene Substanzen können eine Magenreizung hervorrufen:

  • Dauerhafte Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, wie Ibuprofen (Dolormin) oder Naproxen (Aleve)
  • Alkohol
  • Rauchen
  • Chronisches Erbrechen
  • Kaffee und säurehaltige Getränke
  • Zu viel Säure im Magen (z.B. durch starken Stress)
  • ätzende oder kaustische Substanzen (wie Gift)
  • Sonstiges (z.B. Strahlentherapie oder Verschlucken eines Fremdkörpers)

Zu den sehr seltenen Ursachen einer Gastritis gehören:

  • Systemische Krankheiten (z.B. Crohn-Krankheit)
  • Sarkoidose

 

Symptome einer Gastritis

Die Symptome einer Magenschleimhautentzündung entsprechen in ihrer Intensität nicht immer den Veränderungen der Magenwände.
Eine schwere Gastritis kann auch dann vorliegen, wenn der Magen keine Beschwerden hervorruft.
Andererseits können starke Beschwerden auftreten, auch wenn die Magenwände nur leicht verändert sind.

Besonders bei älteren Menschen entwickeln sich Schäden am Magen häufig ohne Schmerzen.
Sie bemerken die Erkrankung wohlmöglich nur, wenn eine starke innere Blutung vorliegt.

Zu den typischen Symptomen einer Gastritis gehören Magenschmerzen, vor allem im Oberbauch und unterhalb des Brustbeins, in der sogenannten Magengrube.
Die Schmerzen können auch links oben im Bauch auftreten und in den Rücken ausstrahlen, sie scheinen sich messerstichartig auszubreiten.
Die Betroffenen beschreiben die Symptome als Brennen, anhaltende Schmerzen oder Zwicken.
In der Regel ist ein vages Gefühl des Unwohlseins präsent, aber die Schmerzen können auch akut, stechend und sehr intensiv sein.

Weitere Symptome einer Gastritis:

  • Aufstoßen: Aufstoßen lindert die Schmerzen in der Regel nicht oder nur kurzfristig.
  • Übelkeit und Erbrechen: Das Erbrochene kann hell, grün oder gelb sein, blutige Striemen aufweisen oder gänzlich aus Blut bestehen, je nach Schwere der Magenentzündung.
  • Mundgeruch.
  • Die Schmerzen können nach hinten ausstrahlen und Rückenschmerzen  in der oberen Rückenregion verursachen.
  • Völlegefühl oder Brennen im Oberbauch.

In den schwereren Fällen von Gastritis kann eine Magenblutung auftreten. Neben den bereits genannten Beschwerden kann sich ein beliebiges der folgenden Symptome bemerkbar machen:

  • Blässe, Schweißausbrüche und Herzrasen
  • Ohnmachtsgefühl oder Kurzatmigkeit
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Erbrechen mit einem hohen Blutanteil
  • Äußerst übelriechender Stuhl mit dunklem Blut

Eines oder alle Symptome können ganz plötzlich auftreten. Das gilt vor allem für Menschen jenseits des 65. Lebensjahres.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, und Magenentzündung.
Sie haben einige Risikofaktoren gemeinsam, wie Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Rauchen und Alkohol.

 

Welche Komplikationen kann eine Gastritis mit sich bringen?

Die meisten Formen einer unspezifischen chronischen Gastritis verursachen keine Symptome.
Dennoch stellt diese Erkrankung einen Risikofaktor für Magengeschwüre, Magenpolypen, gutartige und bösartige Magentumoren dar.
Manche Personen mit chronischer Gastritis durch H. pylori oder mit autoimmuner Gastritis entwickeln eine atrophische Gastritis.
Die atrophische Gastritis zerstört die Zellen der Magenwand, die Enzyme und Verdauungssäfte produzieren.
Sie kann zu zwei Formen von Krebs führen: Magenkrebs und Lymphom des Magenschleimhaut-assoziierten lymphatischen Gewebes (MALT).

Die autoimmune atrophische Gastritis oder Typ-A-Gastritis ist eine chronische und progressiv fortschreitende Entzündungskrankheit, bei der das Immunsystem die Zellen der Magenwand und den Intrinsic-Faktor angreift. Diese Substanz ist für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig.
Ein Mangel an Intrinsic-Faktor kann zu perniziöser Anämie führen. Bei dieser Krankheit macht der Mangel an Vitamin B12 die Produktion einer ausreichenden Menge gesunder roter Blutkörperchen schwierig oder unmöglich.

 

Diagnose einer Gastritis

Der Arzt erkundigt zunächst nach der familiären Krankengeschichte; dann folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, die eventuell durch eine der folgenden Untersuchungsmethoden ergänzt wird:

Magenspiegelung (Gastroskopie). Das Endoskop (ein dünner mit Kamera versehener Schlauch) wird durch den Mund eingeführt, um die Magenwände zu untersuchen. Der Arzt begutachtet die Entzündung und kann eine Gewebeprobe entnehmen (Biopsie), die später im Labor untersucht wird.

Blutuntersuchung. Der Arzt kann anhand einer Blutprobe feststellen, ob eine Anämie vorliegt, d.h. ein Mangel an roten Blutkörperchen. Auch eine Infektion durch H. pylori und die perniziöse Anämie lassen sich im Blut nachweisen.

Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl wird zeigen, ob der Stuhl Blut enthält, was ein mögliches Zeichen für Gastritis sein könnte.

 

Therapie und Medikamente

Medikamente bei Gastritis,Tabletten
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Die meisten Menschen gehen bei Magenschmerzen oder Magenbrennen direkt zum Arzt oder nehmen Tabletten, um die Symptome zu lindern.
Leider gibt es keine Pille, die Angst und Stress in Luft auflöst, deshalb ist es oft sinnvoller, Magenschmerzen auf anderem Wege zu vermeiden, ohne dass auf Medikamente mit Kontraindikationen und Nebenwirkungen zurückgegriffen werden muss.

Wie alle Organe muss auch der Magen eine gewisse Bewegungsfreiheit haben; das heißt, er muss sich zur Nahrungsaufnahme ausdehnen, wieder zusammenziehen und die verdaute Nahrung in den Zwölffingerdarm transportieren können.
Wird die Bewegung des Magens durch eine übermäßige Spannung von Muskeln und Bändern behindert, können Magenschmerzen oder Magensäurerückfluss (gastroösophagealer Reflux) auftreten.
In diesem Fall ist die Osteopathie die beste Behandlungsform, eine manuelle Therapie, die dem Körper hilft, seine korrekte Funktionsfähigkeit wiederzuerlangen.

Die Behandlung einer Gastritis richtet sich immer nach der Krankheitsursache. Eine durch entzündungshemmende Medikamente oder Alkohol hervorgerufene akute Gastritis lässt sich bereits durch die Vermeidung dieser Substanzen bessern. Eine chronische Gastritis, die durch eine Helicobacter-Infektion hervorgerufen wurde, wird durch die Ausrottung (Eradikation) der Bakterien behandelt. Die meisten Therapien sehen auch die Einnahme säureneutralisierender Arzneimittel (Antazida) vor, um die Zeichen und Symptome zu mindern.

Medikamente zur Behandlung einer Gastritis:

Antibiotika
Wenn sich H. pylori im Verdauungsapparat befinden, kann der Arzt eine Antibiotika-Kombination verschreiben, die etwa zwei Wochen eingenommen werden muss, um das Bakterium abzutöten.
Zum Beispiel: Amoxicillin (Amoxibeta, Augmentin), Clarithromycin (Biaxin, Klacid), Metronidazol (Flagyl) und Tetrazyklin.

Magensäureblocker
Protonenpumpenhemmer (PPI) sind Arzneimittel, die die Bildung von Magensäure unterdrücken, indem sie die Tätigkeit der magensäureproduzierenden Zellen hemmen. Diese Medikamente sind zum Teil rezeptfrei, zum Teil verschreibungspflichtig.
Einige Vertreter sind: Omeprazol (Antra MUPS, Gastracid), Lansoprazol (Lanzor oder Agopton), Rabeprazol (Pariet), Esomeprazol (Nexium) und Pantoprazol (Rifun, Pantozol, Pantoloc).

Zu den Nebenwirkungen gehört bei längerfristiger Einnahme, insbesondere bei hochdosierter PPI-Therapie, ein erhöhtes Risiko für Frakturen des Hüftgelenks, Handgelenks und der Wirbelsäule.

Säureneutralisierende Medikamente
Säureneutralisierende Mittel, auch Antazida und H2-Rezeptor-Antagonisten genannt, reduzieren die in den Verdauungsapparat abgegebene Menge an Magensäure, was die gastritisbedingten Schmerzen mindert und die Heilung begünstigt.
Zu den Mitteln, die rezeptfrei oder verschreibungspflichtig in der Apotheke erhältlich sind, gehören Ranitidin (Zantac), Famotidin (Pepcid) und Cimetidin (Tagamet).

Antazida neutralisieren die Magensäure. Sie sorgen für eine schnelle Schmerzlinderung, weil sie der Magensäure entgegenwirken. Ein häufig eingesetztes Arzneimittel ist Maalox plus. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Verstopfung oder Durchfall.

 

Umstellung der Lebensgewohnheiten

Die Behandlung einer durch magenreizende Substanzen hervorgerufenen Gastritis basiert darauf, diese Substanzen zu vermeiden.
Dazu gehören:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • kohlensäurehaltige oder säurebildende Getränke, wie Kaffee (auch koffeinfrei), und Fruchtsäfte mit Zitronensäure
  • bestimmte Entzündungshemmer (NSAR), wie Aspirin und Dolormin– es sollten andere Schmerzmittel eingesetzt werden (z.B. Ben-u-ron)

Gegen eine nervöse Gastritis gibt es keine Medizin; hier muss eine andere Behandlungsstrategie verfolgt werden: es empfiehlt sich, Probleme anders anzugehen, mehr Zeit an der frischen Luft zu verbringen und viel Sport zu treiben.

 

Wie lange dauert eine Gastritis?

Die chronische Gastritis kann viele Jahre andauern, man kann nicht sagen, wann sie heilen wird.
Die akute Gastritis kommt und geht, es gibt also Phasen, in denen der Patient häufig darunter leitet und andere, in denen es ihm gut geht. Auch in diesem Fall weiß man nicht, wann sie heilt und ob sie wiederkommen wird, denn ihr Auftreten wird sehr durch persönliche Faktoren beeinflusst, wie beispielsweiser starker Stress.

 

Ernährung

Welche Nahrungsmittel sind zu vermeiden?

Nicht alle Nahrungsmittel haben dieselbe Wirkung auf den Magen. Man muss lernen, welche davon die Symptome auslösen.
Gewürze wie Pfeffer erhöhen den Säuregehalt im Magen und können eine reizende Wirkung haben.
Schokolade, scharfe und sehr fette Speisen können die Beschwerden einer Magenschleimhautentzündung verschlimmern.
Auch alkoholische und koffeinhaltige Getränke können die Symptome hervorrufen.
Folgende Getränke und Lebensmittel sollten eingeschränkt oder gänzlich gemieden werden.
Getränke:

  • heiße Milch, Kakao und Schokolade
  • Vollmilch, Käse, Sahne und Speiseeis
  • Kaffee (mit und ohne Koffein)
  • grüner Tee (mit und ohne Koffein)
  • alkoholische Getränke, z.B. Bier
  • Orangen- und Grapefruitsaft
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser und gezuckerte Erfrischungsgetränke

Gewürze:

  • schwarzer und roter Pfeffer
  • Knoblauchpulver
  • Chilipulver

Sonstige Lebensmittel:

  • aus Vollmilch hergestellte Molkereiprodukte
  • scharfer oder stark aromatisierter Käse
  • gereiftes und fetthaltiges Fleisch, wie Würste, Salami, Bauchspeck, Schinken und andere Wurstwaren
  • Paprika und Chili
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Tomatenprodukte, wie Tomatenpaste, Tomatensaft und Tomatensauce

 

Was darf man essen und trinken?

Wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Die umfasst Obst (beispielsweise Bananen und Äpfel), Gemüse (Zucchini, Brokkoli, Avocado, Kohl usw.), Honig, Quark, Eier, Vollkornprodukte und Milchprodukte mit wenig oder ohne Fett. Zu den Vollkornprodukten gehören Brot, Getreide, Nudeln und Reis. Außerdem, mageres Fleisch, Geflügel (Huhn und Truthahn), Fisch, Bohnen, Eier und Nüsse essen.
Der Ernährungsplan bei Gastritis sieht eine geringe Menge an ungesunden Fetten, Salz und Zuckerzusätzen vor. Zu den gesunden Fetten gehört Olivenöl.
Rotwein steht auch auf dem Diätplan, allerdings nur nur ein halbes Glas, weil es ein ausgezeichnetes Antioxidationsmittel ist.
Gastritis-Patienten leiden oft unter Vitamin B12-Mangel, weil der Magen nicht in der Lage ist, ein Enzym zu produzieren, dass für die Aufnahme von Vitamin B12 verantwortlich, der Intrinsic-Faktor.
Fleisch und Fisch dürfen auf dem Speiseplan eines Gastritis-Patienten nicht fehlen, weil sie den Körper mit ausreichend Vitamin B12 versorgen.

Hilft Glutamin bei Gastritis?
Glutamin ist eine der Aminosäuren mit dem größten Mengenanteil im menschlichen Körper und kann als Ernährungsergänzungsmittel oder über die Ernährung aufgenommen werden. Die entzündungshemmenden Eigenschaften haben eine lindernde Wirkung auf das entzündete Magengewebe. Eine Ernährung mit hohem Glutaminanteil umfasst: Fleisch, Geflügel, Milch, Joghurt, Spinat und Kohl. Nährungsergänzungsmittel gibt es als Pulver, Kapseln und Tabletten.

Funktioniert die basische Ernährung bei Gastritis?
Die basische Ernährung folgt dem Grundsatz, dass alle Nahrungsmittel den pH-Wert verändern können, indem sie den Säuregrad erhöhen oder verringern.
Zum Ausgleich des pH-Wertes im Organismus bevorzugt die basische Ernährung  folgende Lebensmittel: frisches Gemüse, Avocado, Pampelmusen, Zitronen, Tomaten, Mandeln, Linsen, Leinsamen und Kerne. Einige davon (Tomaten, Zitronen und Pampelmusen) sind für einen bereits entzündeten Magen allerdings recht schwer verdaulich.

Hilft Milch bei Gastritis?
Milch ist etwas saurer als Wasser und hat einen relativ hohen Fettanteil. Säure und Fett sind für einen entzündeten Magen schwer verdaulich, deshalb ist Milch zur Heilung einer Gastritis nicht hilfreich.
Der Genuss von Milch und Milchprodukten sollten eingeschränkt werden; vorzugsweise Magermilchprodukte auswählen.

Kann eine kohlenhydratarme Ernährung die Symptome einer Gastritis beseitigen?
Kommen die Kohlenhydrate aus Fertigprodukten wie Kekse, Kräcker, Kuchen, Torten und Weißbrot können die Symptome der Gastritis durch den Verzicht auf diese Lebensmittel gelindert werden.
Es ist jedoch nicht notwendig, eine strenge Diät ohne Kohlenhydrate einzuhalten.
Einige Kohlenhydrate (z.B. in frischem Obst, Bohnen und Vollkorngetreide) sind nützlicher Teil der Ernährung, um die Gastritis zu bekämpfen.
Also darf dieser wichtige Nährstoff nicht grundsätzlich vermieden werden, vielmehr ist sorgfältig darauf zu achten, wo die Kohlenhydrate herkommen.

 

Heilpflanzen und Heilkräuter

Warum Arzneimittel mit diversen Nebenwirkungen zur Behandlung einer Erkrankung einnehmen? Sollte man es nicht zunächst einmal mit natürlichen Heilmitteln versuchen?
Heilpflanzen und Heilkräuter sind in der Regel eine sichere Methode, um den Körper zu kräftigen und anzuregen.
Man kann die Kräuter in Form von Trockenextrakt (Kapseln, Pulver, Kräutertee) oder Tinktur (Alkoholextrakt) verwenden.
Für die Zubereitung von Aufgüssen kommt, falls nicht anders angegeben, ein TL mit Kräutern auf eine Tasse heißes Wasser.
Blätter und Blüten müssen etwa 5-10 Minuten ziehen, Wurzeln 10-20 Minuten.
2-4 Tassen am Tag trinken. Die Konzentrate können allein oder kombiniert verwendet werden.

Cranberry (Vaccinium macrocarpon), 400 mg zweimal täglich – einige Voruntersuchungen haben ergeben, dass die Beere das Wachstum von Helicobacter pylori im Magen hemmen kann.

ginger, Ingwer
Ingwer

Eine der wirkungsvollsten Pflanze zur Behandlung von Gastritis ist Ingwer. Dieses Heilmittel lindern fast alle Magenbeschwerden, wie Verdauungsstörungen und Blähbauch. Ingwer lindert Entzündungen und Geschwüre; er hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Er wird bei Übelkeit eingesetzt, soll die Fettverdauung fördern und ist außerdem ein natürliches Antibiotikum.

Extrakt aus Wilder Pistazie (Pistacia lentiscus), 1-2 g täglich – Wilde Pistazie ist in Labortests ein klassisches Heilmittel bei einer ulzerösen Gastritis und zur Hemmung von Helicobacter pylori. Es sind weitere Studien notwendig, um die Wirkung beim Menschen zu untersuchen.

Standardisierter Extrakt aus Lakritze oder Süßholz (Glycyrrhiza glabra), 250-500 mg dreimal täglich, sowohl eine Stunde vor den Mahlzeiten als auch zwei Stunden danach kauen. Süßholz hilft, den Magen vor der schädlichen Wirkung entzündungshemmender Medikamente zu schützen.

Glycyrrhizin ist ein chemisches Produkt, das in der Süßholzwurzel vorkommt und Nebenwirkungen und pharmakologische Wechselwirkungen verursacht.
Manche Personen, die unter akuter Gastritis leiden, können die Symptome mit schwarzem Tee nach der Mahlzeit lindern, auch wenn von Tee eigentlich abgeraten wird.