Alveoläre, interstitielle, atypische Pneumonie, Aspirationspneumonie und andere Arten

Die Lungenentzündung ist ein entzündlicher Prozess des pulmonalen Gewebes im Bereich der Alveolen, die sich mit weißen und roten Blutkörperchen sowie mit Fibrin (ein Blutprotein, das sich zusammen mit einem Blutkoagel bildet) füllen.


Sie kann zurückzuführen sein auf:

  • eine Infektion,
  • toxische Substanzen,
  • Umweltursachen.

Einst war die Lungenentzündung eine häufige Todesursache, doch mit der Einführung der Antibiotika wurde sie zu einer gutartigen Erkrankung.
Später bildeten sich aufgrund von unangemessenem und unkorrektem Gebrauch der Antibiotika resistente Bakterienstämme.

Die Folge davon ist, dass die Lungenentzündung heute eine schwierig zu behandelnde Pathologie ist, besonders bei:

  • hospitalisierten Patienten,
  • älteren Personen.

 

Allgemeine, nosokomiale und bei Immunsuppression erworbene Lungenentzündung

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Arzt über die geeignetste Therapie je nach Art der Lungenentzündung entscheidet.

Ambulant erworbene Pneumonie (CAP)

Eine Lungenentzündung wird als ambulant erworben definiert, wenn sie sich bei einem Patienten manifestiert:

  • der nicht im Krankenhaus behandelt wird,
  • der weniger als 48-72 Stunden im Krankenhaus behandelt wurde.

Sie ist die häufigste Art der Lungenentzündung (60-80 % insgesamt).

Sie ist klassifiziert in:

  • Leichtgradig
  • Moderat
  • Schwerwiegend

Je nach Jahreszeit wird unterschieden in:

  • Winterliche Lungenentzündung, eine Komplikation der Influenza,
  • Mykoplasmen-Pneumonie, die vor allem im Herbst auftritt,
  • Legionellen-Pneumonie, die am häufigsten im Sommer auftritt, da sie oft durch Klimaanlagen verursacht wird.


Nosokomial erworbene Lungenentzündung

Diese Art der Lungenentzündung wird im Krankenhaus, in einer Klinik oder in einem Pflegeheim erworben.

Man kann unterteilen in:

HAP: im Krankenhaus erworben (sie wird während eines Krankenhausaufenthaltes erworben und kann je nach Zeitpunkt ihres Auftretens frühzeitig oder verspätet sein). Sie entwickelt sich mindestens 48 Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus oder erscheint 7 Tage nach der Entlassung.

HCAP: Mit medizinischer Behandlung zusammenhängende Lungenentzündung, sie tritt auf bei:

  • Patienten, die mindestens 2 Tage in den letzten 3 Monaten stationär behandelt wurden,
  • Patienten, die aus einem Pflegeheim oder einer Langzeitpflege kommen,
  • durch Hämodialyse.

VAP: Verbunden mit Intubation, assistierter Beatmung und invasiven Behandlungen. Sie tritt weniger häufig auf als die vorab genannten.

Lungenentzündung bei immunsuppressiven Patienten

Diese Art wird durch Viren, Bakterien, Pilze und Einzeller hervorgerufen, die in der Umgebung verteilt sind und gewöhnlich für gesunde Menschen harmlos sind.

Jedoch werden sie zu „pathogenen Opportunisten“, wenn der Patient ein geschwächtes Immunsystem hat.

Je nach den verantwortlichen Mikroorganismen kann die Lungenentzündung sein:

  • Alveolär
  • Interstitiell

Meist ist sie eine Komplikation, die in Verbindung mit anderen Erkrankungen auftritt, die zur Immunsuppression geführt haben.

 

Klassifikation-Lungenentzündung-Gemeinschaft-Krankenhaus-immungeschwächt

 

Aspirationspneumonie


Patienten, die von einer Aspirationspneumonie betroffen sind, inhalieren Substanzen, die aus dem Magen erbrochen wurden.
Dies kommt vor allem bei älteren Menschen in Pflegeheimen vor, seltener zu Hause vor.
Oftmals wird die Aspirationspneumonie durch gramnegative und anaerobe Enterobakterien (deren natürlicher Lebensraum der Darm ist) verursacht.

Die Ursache ist der schlechte Allgemeinzustand des Patienten, die Folgen sind:

  • Verminderung der Magensäuresekretion,
  • Speiseröhrenerkrankung (gastroösophagealer Reflux und Stenose der Speiseröhre),
  • Schluckstörungen,
  • Verringerter oder fehlender Reflex beim Husten. Letzteres ist bei Patienten mit eingeschränktem Bewusstsein oder Bewusstlosigkeit zu beobachten.

Risikofaktoren für Aspirationspneumonie sind:

  • Alkoholismus,
  • Medikamentenmissbrauch,
  • Epileptische Anfälle,
  • Nervenkrankheiten, die eine Dysphagie (Schluckstörungen) verursachen.

Folgen der Aspirationspneumonie sind:

  • Lungenabszess,
  • Empyem (Eiteransammlung).

Diese Art der Lungenentzündung ist ein schwerwiegendes Problem und der Arzt führt in der Regel eine perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) durch, das ist ein chirurgischer Vorgang, bei dem der Magen nach außen mit einem Tubus verbunden wird.

Auf diese Weise kann man Nahrung und Flüssigkeiten direkt dem Magen zuführen, ohne zu riskieren, dass sie fälschlicherweise in die Luftröhre gelangen, anstatt in die Speiseröhre.

 

Klassifikation der Lungenentzündung nach dem Alter

Je nach Lebensalter unterscheiden sich die Mikroorganismen, die die Lungenentzündung verursachen.

  • Neugeborene:
    • Chlamydia trachomatis: In der Regel erwirbt das Neugeborene die Infektion im Geburtskanal der Mutter. Gewöhnlich ist der erste Sitz der Infektion beim Neugeborenen die Konjunktiva (Augenentzündung des Neugeborenen), es kann aber auch eine interstitielle Pneumonie sein.
    • Streptococcus agalactiae: Auch dieses Bakterium befindet sich in den Genitalwegen der Mutter und kann vorhanden sein, ohne Symptome zu verursachen. Jedoch kann es bei Neugeborenen zu schweren und fulminant verlaufenden Lungenentzündungen und sogar zu Meningitis führen.
  • Kinder mit einem Alter über 1 Jahr → Die Lungenentzündungen sind hauptsächlich viral bedingt (verursacht durch das Respiratory-Syncytial-Virus oder das Parainfluenzavirus) oder werden sekundär bei einer Virusinfektion durch Bakterien (zum Beispiel Masern) verursacht.
  • Erwachsene→ Die Lungenentzündungen sind hauptsächlich bakteriell, aber die Mikroorganismen unterscheiden sich von denen bei Kindern vorkommenden und variieren je nach dem Zustand der Person:
    • gesund,
    • stationär im Krankenhaus,
    • immunsupprimiert

 

Alveoläre und interstitielle Lungenentzündung

Je nach Struktur und Stoffwechsel sind schädigende Mikroorganismen lokalisiert:

  1. In den Alveolen: Dies sind Bakterien mit einer festen Kapsel, nicht Phagozytose-geeignet (verdaulich durch weiße Blutkörperchen)
  2. Im Interstitium: Vor allem findet man:
  • Viren,
  • Chlamydien,
  • Mycoplasma pneumoniae.

 

Alveoläre-LungenentzündungAlveoläre Lungenentzündung

Es handelt sich um Entzündungen und Flüssigkeitsansammlungen im Innern der Lungenalveolen.

Gewöhnlich ist die Ursache bakteriell und die verantwortlichen Bakterien sind:

  • In einer Gemeinschaft erworbene Lungenentzündung: Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae (Staphylococcus aureus)
  • Nosokomiale Lungenentzündung (betrifft vor allem Menschen in einer Klinik, die eine assistierte Beatmung, Endotrachealsonden usw. haben):
    • Pseudomonas aeruginosa,
    • Klebsiella pneumoniae,
    • Staphylococcus aureus,
    • Enterobacter,
    • Serratia,
    • Escherichia coli.

Vor allem sind Enterobakterien durch eine erhöhte Medikamentenresistenz gekennzeichnet, weil sie normalerweise im Darm leben, wo Millionen von Mikroorganismen vorhanden sind, und hier erwerben sie oftmals Plasmide (Filamente der DNA im Zytoplasma), die zur Resistenz führen können.

  • Lungenentzündung verursacht durch Umweltkontakt in einer Gemeinschaft oder im Krankenhaus: Legionella pneumophila vermehrt sich nur in der Lunge und kommt nicht in den oberen Atemwegen vor.

 

Interstitielle-LungenentzündungInterstitielle Lungenentzündung

Es handelt sich um eine Entzündung und Verdickung der:

  • Alveolarwände,
  • Alveolarsepten (Bereich zwischen zwei benachbarten Alveolen).

Die Folge ist eine Verringerung des für die Luft verfügbaren Raumes im Innern der Alveole.

Die interstitielle Lungenentzündung wird durch Mikroorganismen hervorgerufen, die sich im Interstitium ansiedeln, also in den Strukturen, die sich zwischen benachbarten Alveolen befinden.

Ursachen dafür können sein:

  • Bakterien: Mycoplasma pneumoniae, Chlamydia psittaci, Chlamydia pneumoniae, Chlamydia trachomatis (beim Neugeborenen) und Bordetella pertussis. Chlamydien sind intrazelluläre Erreger, die sich, wie Mykoplasmen, nur im Innern der interstitiellen Zellen befinden.
  • Pilze: Pneumocystis jirovecii. Sie sind die am meisten gefürchteten Erreger bei AIDS und anderen Immunschwächen.
  • Viren: Influenza- und Parainfluenzaviren, Respiratory-Syncytial-Virus, Adenovirus, Herpesvirus, CMV, Masern, VZV usw. Sie befallen bevorzugt Kinder und Immungeschwächte. Einige Viren (Influenza, Masern usw.) prädisponieren für eine sekundäre bakterielle Infektion.

Nekrotisierende Lungenentzündung

Die nekrotisierende Lungenentzündung ist eine schwere Komplikation einer in Gemeinschaften erworbenen Lungenentzündung.
Sie ist gekennzeichnet durch Verflüssigung und Hohlraumbildung (Verflüchtigung) des Lungengewebes.
Die Nekrose kann in bis zu 7 % der bakteriellen Lungenentzündungen auftreten.
Sie kann Patienten jeden Alters betreffen und ist bei Kindern zunehmend.

 

Lobäre, lobuläre, interstitielle und abszessbildende Lungenentzündung


Je nach Einwirken auf das Lungengewebe wird in folgende Arten der Lungenentzündung unterteilt:

  1. a) Lobärpneumonie → bei der Laboruntersuchung sieht man entzündete Alveolen, die reichhaltig mit Neutrophilen und Fibrin angefüllt sind, während die Röntgenaufnahme eine begrenzte Verschattung an einem Lungenlappen zeigt. Dies wird typischerweise durch Pneumokokken verursacht.
  2. b) Diffuse Bronchopneumonie (oder lobuläre Pneumonie) → dabei besteht eine unregelmäßige Streuung (Entzündung) in verschiedene Lungenbereiche (verursacht durch Mykoplasmen).
  3. c) Interstitielle Pneumonie.
  4. d) Lungenabszess.

 

Opportunistische Pilzpneumonie

Die Lungenentzündung durch Pneumocystis carinii ist eine opportunistische Infektion, die an AIDS erkrankte Menschen betrifft.

Sie ist die hauptsächliche Todesursache bei Patienten, die an AIDS erkrankt sind.

Die erste diagnostische Untersuchung ist die Analyse des Hustenauswurfs (Sputumuntersuchung), danach erfolgt eine bronchoalveoläre Lavage (BAL).

Wird in dem bronchialen Aspirat eines HIV-positiven Menschen ein Proteinmaterial gefunden, das aus dem Inneren der Alveolen stammt, ist die Diagnose einer Pneumozystose so gut wie bestätigt.
Um diese Verdachtsdiagnose zu sichern, genügt eine Grocott-Silberimprägnation des Materials.

Die perinatale disseminierte invasive Aspergillose ist typisch für Frühgeborene mit assistierter Ernährung und Beatmung, die verantwortlichen Pilze sind:

  • Aspergillus flavus,
  • Aspergillus fumigatus.

Bei Frühgeborenen kann die Aspergillose über einen Ernährungskatheter und Beatmungskatheter in die Blutgefäße gelangen.

 

Atypische Lungenentzündung

Einst waren atypische Lungenentzündungen sehr selten, doch aus verschiedenen Gründen werden sie heutzutage immer häufiger und schwerer.
Sie werden hervorgerufen durch:

  • Untypische Bakterien,
  • Viren

Oft ist die Ursache nicht geklärt.
Sie unterscheiden sich von anderen Lungenentzündungen auf der Ebene von:

  • den betroffenen Patienten,
  • der Entwicklung der Krankheit,
  • Symptomen und Anzeichen.

Anders als die typischen Arten verursache diese Formen kleine Epidemien, daher ist die Anamnese und die Erforschung anderer Erkrankungen sehr wichtig:

  • innerhalb der Familie,
  • im Umfeld, in dem der Patient lebt.

Oft sind auch andere Personen betroffen.

Sie neigen auch dazu, sehr ernsthaft zu verlaufen und können fulminante Formen entwickeln, weil diese Mikroorganismen viel aggressiver sind als die anderen.

Gewöhnlich ist ihre Diagnose erschwert (außer bei Legionellen), denn oft betreffen sie junge und/oder gesunde Menschen.

Ansteckung
Bei den typischen Formen gab es schädigende Mikroorganismen in den Atemwegen, die in die Lunge abstiegen, hingegen dringen sie in diesem Fall von außen über eine kontaminierte Umweltquelle ein, zum Beispiel im Fall:

  • von Legionella,
  • von Q-Fieber durch Kontakt mit bestimmten Tieren.

Die Lungenentzündung ist fast immer interstitiell, während die klassischen Lungenentzündungen nur die Alveolen betrafen.

Die Alveolen sind jedoch hier nur selten betroffen. Sie können auch ganze Lungenlappen angreifen und Langzeitfolgen sind sehr selten.

Die Diagnose wird oftmals anhand einer Thorax-Röntgenaufnahme erstellt, die eine wichtige Entzündung im interstitiellen oder lobären Bereich zeigt.

Lungenentzündung durch Legionellen oder Legionellose

Es gibt etwa 20 Arten von Legionellen, doch die wichtigste ist Legionella pneumophila, weil sie die gefährlichste und in 90 % der Fälle verantwortlich für die humane Legionellose ist.
Die Übertragung erfolgt über das Einatmen von kontaminierten Wassertröpfchen, die sich bilden in:

  • Klimaanlagen,
  • Krankenhausausrüstung, die der assistierten Beatmung dient,
  • Bädern mit Whirlpool,
  • Fitnessstudios

Es entstehen also kleine Epidemien:

  • in Hotels,
  • in Krankenhäusern,
  • auf Kreuzfahrtschiffen.

Die Risikofaktoren sind:

  • Rauchen,
  • Bronchopneumopathien,
  • Immunsuppression.

Sie kann fokal (lokalisiert) sein oder einen ganzen Lungenlappen betreffen

Zu den Symptomen gehören:

Typischerweise leidet die Hälfte dieser Patienten unter Durchfall und Bradykardie.
Die klinische und körperliche Untersuchung zeigt keine Anzeichen von Lungenentzündung: es besteht eine Diskrepanz zwischen:

  • dem klinischen Bild (Anzeichen und Symptome),
  • dem objektiven Thoraxbefund.

Wichtig ist eine Röntgenaufnahme, um eine interstitielle Verdichtung (Ansammlung von Flüssigkeit) zu finden.
Zur Erstellung der Diagnose muss man die verantwortlichen Keime isolieren: der Arzt führt durch:

  • Sputumkultur,
  • direkte Immunfluoreszenz der Sputumprobe,
  • Harn-Antigen-Test (weniger zuverlässig),
  • Suche nach Antikörpern im Blut.

Makrolide sind wie bei der klassischen Lungenentzündung sehr wirksam, aber auch:

  • Chinolone,
  • Tetracycline.

Lungenentzündung durch Mycoplasma pneumoniae

Mycoplasma pneumoniae ist als beteiligtes Agens bei diesen atypischen Formen weit verbreitet.
Es handelt sich um einen Mikroorganismus, sehr ähnlich:

  • den Viren,
  • den Bakterien.

Es ist schädigend für das gesamte Atemwegssystem.
Epidemien innerhalb der Familie sind häufig, die Infektion geht fast immer von Kindern im Schulalter aus, die:

  • es inhalieren,
  • es über Speicheltröpfchen übertragen.

Typisch sind Epidemien unter Soldaten.
Betroffen sind häufig Jugendliche/Erwachsene und anfangs scheint es sich um eine Grippe zu handeln.
Der Patient hat Fieber, dann verschlechtert sich sein Zustand zunehmend.
Zu Beginn wird eine Bronchitis oder interstitielle Entzündung verursacht, danach breitet sich die Entzündung auf die Alveolen aus.
Die Inkubationszeit beträgt 2-3 Wochen.

Zur Diagnoseerstellung sucht der Arzt nach Antikörpern.
Mycoplasma pneumoniae provoziert die Entwicklung von Auto-Antikörpern, die eine Aggregation der roten Blutkörperchen bei Kälte verursachen: die Kälteagglutinine.
Erforderlich ist eine Röntgenaufnahme, denn sie ist die einzige Untersuchung, die die Krankheit bestätigen kann. Danach sucht der Arzt nach Antikörpern im Blut.
Die Erkrankung ist gutartig, ernste Formen sind selten.
Selten wird eine Pleuritis verursacht.

Lungenentzündung durch Chlamydien

Es gibt verschiedene Unterarten von Chlamydien:

  1. Chlamydia trachomatis, die zu Infektionen der Genitalien, zu Bindehautentzündung und selten zu Endokarditis führt.
  2. Chlamydia pneumoniae ist die uns betreffende Unterart und ähnelt den Mykoplasmen
  3. Chlamydia psittaci, die Hühner und Papageien infiziert: das sind die sogenannten Ornithosen, die durch diese Tiere auf den Menschen übertragen werden.

Sie können zu ernsten interstitiellen Formen führen, aber auch nekrotisierend sein.
Chlamydia pneumoniae kann auch die oberen Luftwege (Nase, Rachen) betreffen.

Manchmal sind auch Herz oder Leber durch diese Lungenentzündung betroffen, vor allem bei
Ornithosen (durch Vögel übertragen).
Laboruntersuchungen und auch körperliche Untersuchungen sind nicht sehr hilfreich.
Wichtigste diagnostische Elemente sind:

  • Anamnese, um zu erkennen, ob der Patient Kontakt mit Vögeln hatte, die Träger dieser Mikroorganismen sein könnten,
  • Thorax-Röntgenaufnahme.

Ohne Behandlung kann der Zustand sehr ernst werden.
Die Lungenentzündung durch Chlamydia reagiert gut auf die Antibiotika, die auch bei typischer Lungenentzündung angewendet werden.

Q-Fieber

Dieses wird durch das Bakterium Coxiella burneti aus der Gattung Rickettsia verursacht.
Es befällt vor allem:

  • Bauern,
  • Viehzüchter.

Das Q-Fieber hat eine Inkubationszeit von etwa zwei Wochen.
Symptome sind:

  • remittierendes Fieber (das mindestens einmal am Tag sinkt, doch nicht vergeht),
  • Reizhusten

Es verläuft gutartig.
Gewöhnlich hat es eine endemische Form und ist auf den Kontakt mit Nutzvieh zurückzuführen.

 

Andere Formen der Lungenentzündung

Eosinophile Pneumonie
Die eosinophile Pneumonie ist mit der Ansammlung einer großen Anzahl weißer Blutkörperchen in den Lungen verbunden, die Eosinophile genannt werden.
Diese weißen Blutkörperchen stärken den Schutz des Körpers gegen Parasiten und Krankheitserreger.
Eosinophile können:

  • den Auswirkungen von Allergenen, also allergischen Reaktionen, entgegenwirken,
  • Substanzen erzeugen, die die Parasiten schädigen oder töten.

Die Infiltration mit Eosinophilen in der Lunge tritt ein, wenn man leidet unter:

  • Allergie,
  • Infektionen durch Mikroorganismen, fast immer Parasiten (Askariden, Ancylostoma dubium, Filarien usw.)

Akute interstitielle Pneumonie
Die akute interstitielle Pneumonie ist eine schwere und idiopathische (mit unbekannter Ursache) Erkrankung.

Symptome sind:

  • Fieber,
  • Husten,
  • Ateminsuffizienz

Die interstitielle Pneumonie ist unspezifisch.
Die Sterblichkeitsrate ist hoch, sie liegt bei 60-70 % in den drei Monaten nach Diagnoseerstellung.

Hypersensitivitätspneumonitis oder exogene allergische Alveolitis
Ursache ist die Inhalation von Feldstaub oder Mikroorganismen und seltener die von Chemikalien, die:

  • eine Entzündung der Alveolen hervorrufen,
  • den Gasaustausch mit der Außenwelt verhindern.

Ein Beispiel dieser Pathologie ist die Farmerlunge, bei der die Reaktion durch thermophile Actinomyceten hervorgerufen wird.

Außer den typischen Symptomen einer Lungenentzündung kann der Arzt bei der Auskultation ein diffuses Knistern über beiden Seiten des Brustkorbs hören, besonders basal.
Das kann sein:

  • Akut (die Symptome treten 6 Stunden nach Kontakt auf und enden etwa 24 Stunden nach Entfernung vom Antigen)
  • Subakut (die Symptome sind weniger ausgeprägt, als bei der akuten Form)
  • Chronisch (langsam und fortschreitend).

Therapie:
Der Arzt empfiehlt, sich von dem Allergen fern zu halten.

Strahlenpneumonitis
Diese Art der Lungenentzündung tritt nach einer Bestrahlungstherapie wegen eines Tumors auf.
Sie tritt nach einem Bestrahlungszeitraum zwischen einem und drei Monaten auf, gewöhnlich ist sie asymptomatisch, kann aber zu einem verminderten Luftvolumen führen:

  • beim Ausatmen,
  • beim Einatmen.

Zu den Folgen zählt die Lungenfibrose, die innerhalb von 12 Monaten nach Bestrahlungstherapie auftritt.

Lipidpneumonie
Die gewöhnlich neoplastische (und fokale) Verengung verursacht eine Stagnation der oberflächenaktiven, stark fetthaltigen Substanz (Surfactant)im Innern der Lunge.

Urämische Pneumonie
Sie betrifft Menschen mit Niereninsuffizienz und tritt heutzutage dank der Dialyse in der westlichen Welt nicht mehr auf.
Die Bestrahlungstherapie führt zur interstitiellen Fibrose und zu ausgedehnten dosisbedingten
alveolären Schäden.

 

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