Augenlaser: LASIK

Der Augenlaser zur Korrektur von Refraktionsdefekten wie Kurzsichtigkeit, Astigmatismus und Weitsichtigkeit, ist eine Operation, die häufig durchgeführt wird, aufgrund ihrer:

  • relativen Sicherheit,
  • Wirksamkeit,
  • kurzen Genesungszeit.

Wie andere Arten der Refraktivchirurgie verändert das LASIK-Verfahren die Brechkraft der Hornhaut, so dass das in das Auge eintretende Licht korrekt auf die Netzhaut trifft. Auf diese Weise wird das Sehvermögen verbessert.

Verschiedene Arten von chirurgischen Eingriffen zur Korrektur des Sehvermögens sind möglich, wie:

  1. PRK (photorefraktive Keratektomie),
  2. LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis),
  3. LASIK-Verfahren („Laser-in-situ—Keratomileusis“).

Es macht keinen Unterschied, ob die Augenfarbe hell, braun oder dunkel ist, alle können sich operieren lassen und die Ergebnisse weisen keine Unterschiede auf.

Der Augenarzt bestimmt, ob die Refraktivchirurgie für den Patienten geeignet und welches Verfahren das beste ist.

 

Wer sind die idealen Kandidaten für eine LASIK-Augenoperation?

Die geeignetsten Kandidaten für die LASIK-Augenoperation sind Menschen mit gesunden Augen, die keine vorausgegangenen Operationen an den Augen hatten und eine Korrektur wünschen von:

  • Kurzsichtigkeit,
  • Weitsichtigkeit,
  • Astigmatismus.


Die Patienten sollten mindestens ein Jahr lang eine stabile Sehkraft haben, denn wenn sie zu einer Verschlechterung neigen, könnte das Laser-Ergebnis im Laufe der Zeit nicht zufriedenstellend sein.
Das Mindestalter für den Eingriff liegt bei 18 – 20 Lebensjahren, vorzuziehen wäre jedoch ein Alter zwischen 25- 40 Jahren.

Menschen mit bestimmten Erkrankungen und diejenigen, die gewisse Medikamente einnehmen, können keine LASIK-Behandlung erhalten.
Einige Personen mit dünner Hornhaut können eher für andere Verfahren der Refraktionschirurgie geeignet sein, zum Beispiel für die PRK.

Wie teuer ist die Operation?

Die Kosten reichen von 1.800 bis 3.000 Euro.

Vor einem LASIK-Eingriff

Der Augenarzt führt eine genaue Untersuchung des Auges durch, um sicherzustellen, dass die Augen ausreichend gesund für die Behandlung sind. Dabei bestimmt er:

 Augenlaser

Augenlaser

  1. Form und Dicke der Hornhaut;
  2. Pupillengröße;
  3. Refraktionsdefekte (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus);
  4. alle anderen Augenerkrankungen.

Der Arzt bewertet außerdem:

  1. Schmierung der Augen; er kann zu einer vorsorglichen Behandlung raten, um das Risiko zu verringern, nach dem LASIK-Eingriff trockene Augen zu entwickeln.
  2. In der Regel wird am Auge wird eine Hornhauttopographie vorgenommen, um die Krümmung der vorderen Oberfläche des Auges zu messen und eine „Landkarte“ der Hornhaut zu erstellen.
  3. Der Augenarzt muss auch die allgemeine klinische Vorgeschichte und eventuell eingenommene Medikamente beurteilen, um zu ermitteln, ob der Patient für das LASIK-Verfahren geeignet ist.

Kontaktlinsen müssen für eine gewisse, vom Arzt empfohlene Zeit abgelegt werden (gewöhnlich zwei Wochen lang), ehe die augenärztliche Untersuchung und das LASIK-Verfahren erfolgen, da die Kontaktlinsen die natürliche Form der Hornhaut verändern können.

 

Wie funktioniert das LASIK-Verfahren?

Augenlaser,LASIKLASIK wird durchgeführt, während der Patient unter dem Operationsgerät, dem sogenannten Excimerlaser, liegt.

  • Der Eingriff erfolgt ambulant.
  • Zuerst wird das Auge mit einigen Tropfen eines lokalen Betäubungsmittels anästhesiert.
  • Ein Lidhalter (Blepharostat) wird zwischen den Augenliedern angebracht, um die Lider offen zu halten und ein Blinzeln des Patienten zu verhindern.
  • Ein auf dem Auge platzierter Saugring trägt dazu bei, das Auge in Position zu halten.
    Der Patient kann den Druck des Lidhalters und des Saugringes empfinden, der einem auf das Lid drückenden Finger gleicht.
    Solange der Saugring aufgelegt ist und bis er wieder entfernt wird, erscheint die Sicht vernebelt oder alles wird schwarz.
  • Ist die Hornhaut abgeflacht, schneidet der Chirurg mit einem automatischen Mikrochirurgiegerät (Mikrokeratom) oder einem Laser eine Lasche aus der Hornhaut und hebt sie an.
  • Diese Hornhautlasche wird angehoben und nach hinten gebogen.
    Dann wird der Laserexcimer auf das zu operierende Auge zentriert.
  • Der Chirurg vergewissert sich, dass der Laser korrekt positioniert ist.
  • Der Patient blickt in ein spezielles Licht, das sogenannte Fixierlicht oder Ziel-Licht, während der Excimerlaser das Gewebe der Hornhaut modelliert.
  • Danach schließt der Chirurg die zurückgefaltete Hornhautlasche wieder und glättet die Ränder.

Die Hornhautklappe haftet innerhalb von zwei bis fünf Minuten an der Hornhaut an, eine Naht ist nicht erforderlich.

Wie lange dauert der Eingriff?

Das LASIK-Verfahren dauert wenige Minuten, während die Genesungszeiten von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen variieren.

Nach der LASIK-Chirurgie

Der Arzt lässt den Patienten noch etwas ruhen und in der Regel kann man sofort wieder nach Hause gehen.

Rekonvaleszenz

Der Patient sollte jemanden zur Begleitung haben, der ihn nach dem Verfahren nach Hause bringt und sich dort entspannen.

  • Nach dem Eingriff werden weder Brillen noch Verband benötigt.
  • Der Chirurg verordnet Augentropfen zur Beschleunigung der Heilung und um Trockenheit zu verhindern.
  • Man kann unmittelbar nach der Operation ein vorübergehendes Brennen oder einen Juckreiz in den Augen empfinden.
  • Es ist normal, wenn die Sicht unmittelbar nach der Operation ein wenig verschwommen ist; jedoch sollte sich die Sehschärfe am folgenden Morgen verbessern.
  • Das Sehvermögen sollte sich stabilisieren und sich weiterhin in wenigen Tagen verbessern, auch wenn es in seltenen Fällen einige Wochen oder länger dauern kann.
  • Die meisten Menschen haben sofort ein besseres Sehvermögen.
    Zwar kann man möglicherweise am darauffolgenden Tag bereits wieder zur Arbeit gehen, doch viele Ärzte empfehlen, einige Ruhetage einzuhalten.
  • Außerdem sollte man körperliche Aktivitäten für wenigstens 2 -3 Wochen unterlassen, denn dabei kann das Auge traumatisiert und das Ergebnis beeinträchtigt werden.
  • In der Regel sollte man den Augenarzt oder den LASIK-Chirurgen am Tag nach der Operation erneut aufsuchen. Beim der erste Kontrolle untersucht der Arzt das Sehvermögen und vergewissert sich, dass man ohne Brille oder Kontaktlinsen Auto fahren kann.
  • Wie bei jeder anderen Operation sollte man immer die Anweisungen des Chirurgen befolgen und verschriebene Medikamente einnehmen.
  • Man sollte auf alle Fälle ein Reiben der Augen unterlassen, da dabei eine geringe Möglichkeit besteht, den Hornhautlappen zu eröffnen.

 

Risiken und Nebenwirkungen des Lasereingriffs

Entwicklung einer neuen Sehstörung

  • Unterkorrektur. Wenn der Laser zu wenig Gewebe aus dem Auge entfernt, erhält man das erhoffte klare Sehvermögen nicht.
    Die mangelnde Korrektur ist eine häufige Komplikation bei Kurzsichtigen.
    Eine weitere Refraktionsoperation könnte erforderlich werden.
  • Überkorrektur. Es ist möglich, dass der Laser zu viel Gewebe von dem Auge entfernt, in der Regel ist das eine Folge menschlichen Versagens.
    Eine Überkorrektur kann schwieriger wiederherzustellen sein, als eine Unterkorrektur.

Narbe. Es kann sich eine Hornhautnarbe bilden, durch die der Blick getrübt wird; zur Korrektur ist möglichweise ein weiterer Eingriff notwendig.

Ausdünnung der Hornhaut. Ektasie ist eine Verformung der Hornhaut, die durch eine übermäßige Ausdünnung nach dem operativen Eingriff verursacht wird. Sie kann gravierende Sehprobleme hervorrufen und invasive Operationen notwendig machen.

Astigmatismus. Der Astigmatismus kann durch unregelmäßige Gewebeabtragung verursacht werden.

Blendung, Halos und Doppelsehen. Nach dem Eingriff können Schwierigkeiten beim Nachtsehen festgestellt werden.
Man kann Folgendes beobachten:

  • Blenden
  • Halos im Umkreis von Lichtquellen
  • Diplopie (Doppelsehen)

Manchmal können solche Probleme mit Augentropfen behandelt werden, die eine Art Kortison enthalten, es könnte aber auch eine zweite Operation erforderlich sein.
Auch wenn ein an den Standards gemessen gutes visuelles Ergebnis erzielt wird, kann das Sehen in schwachem Licht (wie zum Beispiel in der Dämmerung oder im Nebel) nach der Operation vermindert sein.


Trockenes Auge. Das LASIK-Verfahren verursacht eine vorübergehende Minderung des Tränenflusses.
In den ersten sechs Monaten nach der Operation kann man die Augen als ungewöhnlich trocken empfinden.
Der Augenarzt könnte für diese Zeit die Anwendung von Augentropfen verordnen.
Entsteht ein hochgradig trockenes Auge, kann ein anderer Eingriff zur Einlage einer Lasche in den Tränenkanal in Betracht gezogen werden, um zu verhindern, dass die Tränen von der Augenoberfläche abgeleitet werden.

Probleme mit der Hornhautgewebeklappe. Da die Hornhautgewebeklappe an der Vorderseite des Auges während der Operation gebogen oder entfernt wird, können Komplikationen eintreten, darunter:

  • Infektionen,
  • übermäßiger Tränenfluss,
  • Augenschwellung,
  • die äußerste Hornhautgewebeschicht (Epithel) kann während des Heilungsprozesses unter der Klappe abnormal wachsen.

Einige Krankheiten können die Risiken, die mit LASIK verbunden sind, erhöhen oder das Ergebnis weniger berechenbar machen.
Dazu gehören:

  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis,
  • durch Immunsuppressiva verursachte Immunschwäche oder HIV,
  • Augenstörungen: Katarakt, zu dünne Hornhaut, okulare Fehlbildungen, anhaltende Augentrockenheit, Keratokonus,
  • Schwangerschaft,
  • instabile Sicht,
  • Diabetes.

Für manche Menschen mit Alterssichtigkeit kann das Ergebnis mit zunehmendem Alter schlechter werden.
Das LASIK-Verfahren wird nicht empfohlen bei:

  • ausreichend gutem Sehvermögen,
  • hochgradiger Kurzsichtigkeit.

 

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