Dickdarmentzündung: Ursachen und Symptome

Ursachen der Dickdarmentzündung

Die genauen Gründe für eine Kolitis sind unbekannt, es handelt sich um eine idiopathische Form.

Studien haben gezeigt, dass ein spezielles Gen für den Morbus Crohn verantwortlich ist, das als NOD2 identifiziert wurde.

Einige Forschungen haben aufgezeigt, dass die Dickdarmentzündung durch eine genetische Prädisposition hervorgerufen sein kann.

Bei der infektiösen Kolitis sind Bakterien die Ursache der Erkrankung:

  • Campylobacter, Escherichia coli, Salmonellen, Clostridium
  • Rotaviren der Gruppe A
  • Parasiten: Entamoeba

Die Forschung zeigt, dass manche Menschen sofort nach Einnahme von Antibiotika eine Kolitis entwickeln.
Dies geschieht aufgrund der Unterdrückung der Bakterien durch die Medikamente und das damit verbunden Wachstum anderer Bakterien.

Die ischämische Kolitis wird durch Verhärtung oder Verengung von Blutgefäßen im Dickdarm hervorgerufen.
Die Blutversorgung ist in dem Bereich vermindert, was zur Entzündung führt.
Da sich diese vaskuläre Erkrankung mit dem Alter verschlimmert, ist die Wahrscheinlichkeit einer ischämischen Kolitis bei älteren Menschen höher.
Sie kann in jedem Alter auftreten, auch bei gesunden Menschen.


Der hypovolämische Schock und eine rasche Dehydratation können eine ischämische Kolitis bei Menschen mit einem unzureichenden Blutdruck verursachen.
Eine längere Behinderung des Blutstroms zum Dickdarm kann aufgrund einer Hernie verursacht sein.
Bei kardiogenem Schock wird das Blut zum Herz und Hirn umgeleitet und somit vermindert sich die Blutzufuhr zu:

  • Kolon,
  • anderen Organen.

Die Folge ist eine ischämische Kolitis.
Mögliche Beschwerden sind:

  • Unterleibsschmerzen,
  • harter Bauch,
  • Durchfall,
  • Fieber.

Autoimmunerkrankung
Die Entzündung des Dickdarms wird oft durch eine Autoimmunerkrankung verursacht, wie:

  • Crohn-Krankheit,
  • Colitis ulcerosa.

Häufig wird die Colitis ulcerosa mit Morbus Crohn verwechselt; in der Tat haben beide Krankheiten ähnliche Symptome, unterscheiden sich jedoch durch:

  • Sitz der betroffenen Stellen und Läsionen: Morbus Crohn kann jeden Abschnitt des Verdauungstraktes angreifen, während die Colitis ulcerosa den Mastdarm und das Kolon sigmoideum betrifft.
  • Genetische Eigenschaften:
    • Colitis ulcerosa ist eine Autoimmunerkrankung.
    • Morbus Crohn wird durch die Mutation der Gene NOD2 und CARD15 auf Chromosom 16 verursacht.
  • Klinische Evolution

Lebensmittelintoleranzen
Zu den Ursachen der Colitits gehören Lebensmittelunverträglichkeiten, also eine Reaktion des Organismus, die durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel auftritt; häufige Auslöser sind:

  • Milch,
  • Gluten,
  • Eier,
  • Tomaten,
  • Hefe usw.


Ernährung
In der Regel können natürliche Ernährungsformen Krankheiten ohne Medikamente heilen, aber dazu müssen unzulässige Nahrungsmittel vermieden werden.
Zu den Lebensmitteln, die zur Entzündung der Darmschleimhaut führen können, gehören:

  • Fastfood,
  • gezuckerte, kohlensäurehaltige Getränke,
  • Kaugummi,
  • verarbeitete und transformierte, also nicht länger natürliche Lebensmittel.

Weiter Ursachen für eine Colitis

  • Rauchen: vor allem bei Morbus Crohn,
  • Stress und Angst: ein ängstlicher, besorgter Mensch mit wenig Selbstbewusstsein oder jemand, der starkem psychologischem Druck ausgesetzt ist, kann an einer Colitis leiden.

 

Symptome der Dickdarmentzündung

Da der Dickdarm von dieser Erkrankung betroffen ist, gibt es eine direkte Auswirkung auf Verdauung und Ausscheidung.

Wo schmerzt es?
Den Schmerz verspürt man:

  • im Unterbauch,
  • rechts im Bauch,
  • in der linken Flanke, sehr viel häufiger,
  • Der Schmerz kann nach hinten und unten ausstrahlen, wobei er lumbale Rückenschmerzen verursacht.

Dickdarmentzündung-Symptome-und-UrsachenDie häufigsten Symptome einer Dickdarmentzündung sind:

  1. Durchfall oder Verstopfung über längere Zeit; die Verstopfung kann Hämorrhoiden begünstigen.
  2. Blut und/oder Schleim im Stuhl.
  3. Luft im Bauch, Bauchschwellung und Blähungen.
  4. Fieber.
  5. Erbrechen und Übelkeit.
  6. Gewichtsverlust, Appetitverlust und Müdigkeit.
  7. Probleme des Harnapparates – Männer mit Prostatitis können eine Zunahme der Symptome beobachten, wenn der Dickdarm stark entzündet ist.
    Blasenentzündung (Zystitis) – Viele Frauen, die an einer Entzündung des Kolons leiden, entwickeln außerdem eine Blasenentzündung, vor allem aufgrund der Bakterien im Darm, die leicht auf die Scheide übergreifen.
  8. Das Reizdarmsyndrom kann die Harnblase reizen, wodurch häufigeres Wasserlassen und nächtlicher Harndrang (Nykturie) bestehen.
  9. Gefühl unvollständiger Darm- und Harnblasenentleerung.
  10. Sodbrennen oder Bauchschmerzen, die nach den Mahlzeiten zunehmen und nach dem Stuhlgang besser werden. Die Beschwerden treten selten in der Nacht auf.
  11. Bauchkrämpfe.
  12. Schmerzen am Anus und Perineum, vor allem beim Stuhlgang.
  13. Kopfschmerzen.
  14. Mundgeruch.
  15. Bitterer Geschmack im Mund.

 

Wie wird eine Dickdarmentzündung diagnostiziert?

Der Arzt führt eine körperliche Untersuchung durch, wobei er zwei Fingerbreit neben der rechten Fossa iliaca einen Druck auf den Bauch ausübt, um:

  • zu sehen, ob die Symptome vom Blinddarm oder vom aufsteigenden Kolon herrühren;
  • eine Appendizitis auszuschließen.

Um diese Erkrankung zu diagnostizieren, kann er dem Patienten weitere Untersuchungen verordnen:

  • Blutanalye
  • Stuhluntersuchung

Auf diese Weise kann der Arzt die Ursachen der Darmentzündung des Patienten feststellen.

Koloskopie und Sigmoidoskopie sind invasive Untersuchungen, jedoch sehr dienlich, um zu sehen, wie die Beschaffenheit des Dickdarms ist.
Bei diesen Verfahren führt der Arzt ein Endoskop, ein kleines und spezielles dafür entwickeltes Gerät, über den Anus in den Darm ein.
Damit kann er die Darmentzündung des Patienten erkennen.
Der Arzt kann auch Gewebeproben aus dem Darm entnehmen (Biopsie).

Die Echographie des gesamten Abdomens kann Vergrößerungen der Lymphknoten aufzeigen, die bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und unspezifischer Kolitis auftreten würden.

Eine Magnetresonanztomographie dient zum Ausschluss anderer Erkrankungen, wie einer intestinalen Endometriose.

 

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