Patellasehnenriss

Patellasehnenriss oder Ruptur des Kniescheibenbandes
Ein Patellasehnenriss oder Ruptur des Kniescheibenbandes ist äußerst selten, denn Sehnen sind sehr robust, ganz besonders das Kniescheibenband (Patellarsehne), das einer Spannung standhalten kann, die 6- bis 7-mal größer ist als das Körpergewicht.
Sehr viel häufiger reißt die Achillessehne, die die Wade hinten mit der Ferse verbindet; dieser faserige Strang ist schmaler und länger als die Patellarsehne.
Das Kniescheibenband kann in Folge eines Sehnenleidens reißen, wie eine chronische Tendinitis oder ein Anriss.

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Muskelaufbautraining zur Stärkung des Oberschenkelquadrizeps

Bei einer langsamen Degeneration des Kniescheibenbandes kann es passieren, dass dieses dann schon bei leichter Überdehnung reißt; ältere Menschen sind hier besonders gefährdet, weil die Sehne mit den Jahren altert und die Fasern ihre Struktur verändern, diskontinuierlich und nicht länger parallel liegen.
Anatomische Deformitäten oder Achsfehlstellungen, wie X-Beine oder eine unterschiedliche Beinlänge (Heterometrie), können zu einer unkorrekten Sehnenarbeit führen und somit eine Entzündung begünstigen.
Sportler können diese Verletzung infolge von funktioneller Überbelastung durch wiederholtes Springen, Schießen, häufige Richtungswechsel und abruptes Abbremsen erleiden; betroffen sind Fußballspieler (bekannt ist der Fall des Ausnahmefußballers Ronaldo Fenômeno), Gewichtheber, Handball-, Basketball-, Volleyballspieler usw.

 

Was ist das Kniescheibenband?

Das Kniescheibenband, auch Patellarsehne genannt, liegt im Kniegelenk und verbindet Kniescheibe und Quadrizepssehne mit dem Schienbein.
Sehnen sind Strukturen aus faserigem Bindegewebe, die dem Muskel entspringen, am Knochen ansetzen und so das Verbindungselement dieser beiden Einheiten darstellen.
Die Patellarsehne ist eine anomale Sehne, weil sie eher einem Band ähnelt: ein Faserstrang, der zwei Knochen miteinander verbindet, Kniescheibe und Schienbein.
Eigentlich ist die Patellarsehne die Weiterführung der Quadrizepssehne; ihre Aufgabe ist die Übertragung der Muskelkraft auf das Schienbein und die Streckung des Kniegelenks.
Aufgrund ihrer Größe und Widerstandskraft wird sie zur Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes eingesetzt; dabei wird das mittlere Drittel entnommen und anstelle des Kreuzbandes angebracht.

 

Welche Symptome treten bei einem Kniescheibenbandriss auf?
Eine Patellarsehnenruptur verursacht sehr starke Schmerzen, das Kniegelenk lässt sich nicht mehr beugen oder strecken.
Die Kniescheibe wird durch den Quadrizeps nach oben verschoben, da sie nicht länger mit dem Schienbein verankert ist.
Das Knie ist geschwollen, gerötet und überwärmt.

 

Wie erfolgt die Diagnose bei einem Riss des Kniescheibenbandes?

Der Arzt informiert sich zunächst über Unfallhergang und Krankengeschichte des Patienten; er beurteilt das Ausmaß und die genaue Position der Verletzung, sowie die Bewegungen, die zu einer Verschlimmerung der Schmerzen führen.
Ein typisches Rupturzeichen ist die Unmöglichkeit, das Knie zu strecken, denn der Quadrizeps kann seine streckende Wirkung nicht ausüben, weil die Sehne ihn nicht länger mit dem Schienbein verbindet.
Als bildgebende Diagnoseverfahren zur Beurteilung des Verletzungsausmaßes eignen sich Ultraschall und Magnetresonanztomographie, weil sie das Muskel-Sehnen-Gewebe zeigen, während ein Röntgenbild nur die Knochen abbildet.

 

Welche Therapie wird bei einer Patellarsehnenruptur angewendet?
Bei einer Teilruptur, also einer angerissenen Sehne, empfehlen sich Physiotherapie, Schonung und Wassergymnastik.
Gegen Schmerzen und Schwellung helfen physikalische Therapien wie Tecar® und Lasertherapie.
Man kann mit einer leichten Verletzung des Kniescheibenbandes leben, schließlich wird auch bei der Reparatur des Kreuzbandes häufig das mittlere Drittel dieses Bandes verwendet und es verbleiben nur noch bei zwei schmale, parallel verlaufende, äußer Streifen.
Schuheinlagen können Fehler beim Fußabrollen ausgleichen; sie können dann notwendig werden, wenn die Sehne durch Fehlstellungen zwischen Fuß und Knie geschwächt wurde.
Bei einem vollständigen Durchriss des Kniescheibenbandes muss der Patient operiert und eine neue Sehne eingesetzt werden; dieses kann eine körpereigene Sehne aus dem Bein (Gänsefußsehne) oder eine Spendersehne sein.

 

 

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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