Muskelsteife

Muskelsteife ist keine schwerwiegende Erkrankung, doch viele alltägliche Aktivitäten werden schwierig und mühsam, zum Beispiel der Hausputz, das Aufheben von Gegenständen und Treppensteigen.
Die Körperbereiche, die am meisten unter Krämpfen und Muskelverspannungen leiden, sind die Waden, der Nacken und der Trapezmuskel (zwischen Nacken und Schultern).

Hauptursachen von Muskelsteife

Steifigkeit durch Training
Ein Mensch kann während des Trainings Muskelsteife verspüren: das ist ein Zeichen von Ermüdung.
Die Steifigkeit kommt durch eine Ansammlung von Milchsäure: wird das Training korrekt und an die Kondition des Sportlers angemessen durchgeführt, gibt es diesbezüglich keinerlei Befürchtungen.

Haltungsprobleme
Ein anderer Grund für diese Beschwerde ist das Verharren in einer Position über längere Zeit.
Man kann dies empfinden, wenn man für längere Zeit immer in derselben Position sitzt.
Morgendliche Muskelschmerzen sind häufige Beschwerden. Während des Schlafens neigt man dazu, über Stunden in einer Position zu liegen.
Es ist daher angebracht, im Schlaf eine korrekte Haltung einzunehmen.
Man kann eine morgendliche Steifigkeit verspüren, wenn man auf zwei Kissen oder ohne ein Kissen schläft.
Der Nacken sollte stärker als der Kopf gestützt sein.
Es empfiehlt sich, ein zweites langes und schmales Kissen in den Kissenbezug zu legen, um den Nacken höher als den Kopf zu lagern.

Körperhaltung bei der Arbeit oder während des Studiums
Wichtig ist, eine gute Körperhaltung am Computer einzunehmen oder wenn man am Schreibtisch arbeitet.
Wer Probleme mit dem Sehen hat, sollte bei der Arbeit eine geeignete Brille tragen, anderenfalls erfolgt ein Vorschieben des Kopfes (Verlagerung des Nackens nach vorn) und es kommt zu Muskelverspannungen.
Außerdem kommt es zu einer Starre der Augenmuskeln, was Kopfschmerzen verursachen kann.

Schwangerschaft
Schwangere Frauen haben aufgrund des Volumens und Gewichts des Kindes eine anormale Haltung.
Die Auswirkungen sind allgemeine Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Nackens.


Mangel an Mineralien und Vitaminen
Ein Mensch kann aufgrund von Elektrolytstörungen Muskelkrämpfe entwickeln.
Elektrolyte sind die Salze von Natrium, Chlorid, Magnesium, Kalium und Calcium.
Beim Schwitzen kann der Körper wertvolle Elektrolyte verlieren.
Dies führt zur Dehydratation und Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt.
Mit der Zeit verursacht dieses Ungleichgewicht Muskelkrämpfe und Steifigkeit.
Auch Vitamin E kann zu Steifheit der Muskeln führen.

Torticollis – Ursachen:
Fehlhaltung von Rücken und Nacken
Der Torticollis ist eine Störung, die oftmals durch eine Fehlhaltung im Schlaf verursacht wird.
Während sich der Körper im Schlaf entspannt, spannen sich die Nackenmuskeln an und die Traktion dieser Strukturen kann eine Quetschung der Nerven verursachen.
Das kann sich ereignen, wenn man ohne Kissen oder auf zwei Kissen schläft.
Das Mittagsschläfchen auf der Couch ohne entsprechenden Platz kann zu einem Torticollis führen.
Andere Ursachen können sein:

  1. Den Nacken vor einem Computer stundenlang geneigt halten.
  2. Stundenlang telefonieren.
  3. Beim Fernsehen oder Lesen in einer ungeeigneten Position sitzen.

Neugeborene können einen angeborenen myogenen Torticollis haben. Diese Störung zeigt sich bereits bei der Geburt und kann durch eine Muskelverkürzung, eine Nervenerkrankung oder eine Knochenfehlbildung verursacht sein.

Verletzung oder Unfall
Ein Torticollis kann auch durch ein Schleudertrauma, das ist ein plötzlicher Ruck des Nackens beim Ausüben von Intensivsportarten (wie Schwimmen, Tennis, Fußball usw.) verursacht werden. Menschen, die einen Autounfall erleiden, bei dem der Nacken plötzlich bewegt wird, sind der Gefahr eines Torticollis ausgesetzt.

Muskelschmerzen
Nackenschmerzen können auftreten, wenn die Muskeln der Halswirbelsäule steif sind oder schmerzen. Diese Erkrankung wird als steifer Nacken bezeichnet und kann in zwei Fällen besondere Probleme bereiten:

  1. Am Morgen nach dem Erwachen
  2. Nachdem der Hals länger in einer gedrehten Position gehalten wurde

Gelenkschmerzen
Arthritis tritt auf, wenn die Gelenke des Körpers entzündet sind.
Diese Krankheit zeigt sich häufig bei älteren Menschen.
Die häufigste akute Erkrankung ist die rheumatoide Arthritis, die Deformitäten und Entzündungen in vielen Gelenken, vom Nacken bis zu den Knien, verursacht.
Menschen mit Arthrose (chronische Degeneration) haben versteifte Gelenke und Bewegungseinschränkungen im Nacken und anderen Gelenken.

Schmerzen bei Diskushernie oder Bandscheibenvorfall
Eine andere Ursache für die Steife der Halswirbelsäule ist ein Druck auf einen Nerv.
Diskushernie und Bandscheibenprotrusion können diffuse Schmerzen sowohl in den Armen, als auch in den Beinen verursachen.


Psychosomatische Muskelsteifigkeit
Es gibt eine andere Art von Nackensteifigkeit, die nicht mit körperlichen Problemen verbunden ist.
Emotionaler Stress und Angst sind dafür die häufigsten Ursachen. Wenn ein Mensch unter Stress steht, neigen Nacken- und Schultermuskeln zur Verspannung: das provoziert Muskelkontrakturen im Nacken und führt zu Bewegungseinschränkungen der Gelenke.
Manchmal verursacht Angst nuchale Verspannungen (zwischen Kopf und Nacken), Spannungskopfschmerz und Schwindel (oder Benommenheit).
Es können auch Faszikulationen auftreten, das sind sehr schnelle, unwillkürliche Muskelkontraktionen, die zu sehr kurzen Bewegungen führen.
Manche Menschen knirschen nachts mit den Zähnen und wachen mit Nackenschmerzen und Schmerzen in Kiefer und Kopf auf.
Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse) verursacht Nervosität und erhöht die Muskelspannung.

Infektionskrankheiten
Ein Schiefhals kann das Zeichen einer Infektionskrankheit wie Meningitis sein. Die Meningitis wird beschrieben als „eine Erkrankung, verursacht durch eine Entzündung der äußeren Haut von Gehirn und Rückenmark“. Entsteht ein Torticollis aufgrund dieser Krankheit, sind die Symptome hohes Fieber, Kopfschmerz, Erbrechen usw.
Die klinische Diagnose der Meningitis wird gestellt, indem der Patienten gebeten wird, bestimmte Bewegungen auszuführen. Die Flexion-Extension (mit dem Kopf nicken) ist schmerzhaft im Nacken, weil die harte Hirnhaut (die äußere Haut über Rückenmark und Gehirn) gedehnt wird, während das Kopfdrehen keine Beschwerden bereitet.

Andere Nervenerkrankungen, die zu Muskelsteife führen:

  1. Morbus Alzheimer;
  2. Morbus Parkinson (verursacht auch einen Tremor);
  3. Multiple Sklerose (verursacht auch Gleichgewichtsverlust).

 

Was tun? Naturheilmittel und Hausmittel

Oftmals ist eine Nackensteifigkeit die Folge einer Fehlhaltung. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich ein Mensch an eine falsche Körperhaltung und daran, den Nacken unwillkürlich und nach und nach zu versteifen. Hohe und weiche Kissen beim Schlafen zu verwenden ist einer der Hauptgründe, warum ein Mensch an Nackensteifigkeit leidet. Auch körperlicher und mentaler Stress können die Muskeln der Schultern versteifen. Hier also einige Mittel zur Vermeidung dieser Krankheit.
Besteht der Schmerz schon eine Woche oder noch länger, sollte man einen Arzt aufsuchen, denn es ist möglich, dass die Nackensteife mit einer anderen, ernsten Erkrankung zusammenhängt.

Unter den Hausmitteln ist es die Wärmeanwendung auf den betroffenen Stellen, die vorübergehend lindert.

Stress vermeiden
Stress verursacht Steifigkeit und Schmerzen in den Muskeln des Nackens und der Schultern. Stress kann durch Lockerung des Körpers, Aufwärmen von Armen und Beinen vor dem Training und einem gelegentlichen „Loslösen“ vom Alltagsleben vermieden werden. Man kann Entspannungstechniken anwenden, um Stress zu bekämpfen.
Auf dem Rücken am Boden liegen und die Knie anwinkeln, Fußsohlen auf dem Boden und ein Buch unter dem Kopf als Ausgangsposition.
In dieser Position die Augen schließen und Übungen zur Entspannung und zum tiefen Atmen durchführen.

Bett und Kopfkissen überprüfen
Eine Matratze oder ein Bett, das nicht die notwendige Unterstützung bietet, ist eine häufige Ursache für Nackensteifigkeit. Auch ein altes und hartes Kopfkissen kann Schmerzen im Nacken verursachen. Man verbringt ein Drittel seines Lebens im Bett: es ist daher wichtig, eine optimale Umgebung für den Körper zu schaffen. Ältere Menschen sind empfindlicher auf Kälte. Man sollte die Fenster des Zimmers nicht offen lassen.

Massage
Eine Massagetherapie mit ätherischen Ölen ist eines der besten Mittel, das zu schneller Linderung führt. Physiotherapeuten kennen die Anatomie und wissen, um welchen Muskel sie sich bemühen müssen.

 

Kinesio-Taping,Nacken,zervikal
Kinesio-Taping
Aktion: entspannend.
Form: zwei „I“-Streifen.
Breite: zwei, 5 cm.
Länge: 20-25 cm.
Den Streifen ohne Spannung seitlich an der Wirbelsäule aufbringen, der Kopf des Patienten ist nach vorn gebeugt. Immer auf beiden Seiten applizieren.

Heiße Dusche
Eine heiße Dusche kann Muskelspannungen im Hals verringern. Heißes Wasser massiert sanft den Muskel, so dass die Wärme die Muskulatur entspannt.

Medikamente zur Schmerzlinderung
Bei Nackensteifheit sind rezeptfreie Medikamente wie Ibuprofen (Brufen) und Paracetamol (ben-u-ron) zur Schmerzlinderung wirksam.

Schmerzmittel zur Bekämpfung von Muskelsteifigkeit
Diese Medikamente sind eine vorübergehende Lösung des Problems. In kurzer Zeit können sie rasch lindern und die Beschwerden vertreiben. Mit Schmerzmitteln wie Aspirin kann man versuchen, Schwellungen und Entzündungen zu verringern. Es sei jedoch daran erinnert, dass Entzündungshemmer oder Muskelrelaxantien die Probleme nur maskieren, jedoch die zugrunde liegende Ursache nicht behandeln.

Eine Ursache von Steifigkeit ist die Quetschung eines Nervs. In diesem Falle kann der Arzt ein Muskelrelaxans und ein starkes Schmerzmittel verschreiben.

Übungen,Nacken,muskuläre SteifigkeitÜbungen
Isotonische Übungen kräftigen die Halsmuskulatur. Sie verringern die Möglichkeiten von Muskelverletzungen in diesem Bereich. Halsdrehungen und Beugeübungen erhöhen die Flexibilität und verringern die Wahrscheinlichkeit eine Nackensteife zu bekommen.

Ergänzungsmittel
Melisse dient der Entspannung von Körper und Geist. Sie kann also stressbedingte Muskelspannungen verringern.
Menschen mit Magnesiummangel könnten ein Ergänzungsmittel einnehmen, doch besser ist es, die Mineralien mit einer richtigen Ernährung aufzunehmen.

 

Torticollis bei Kindern

Meningitis und andere Erkrankungen
Klagt ein Kind über Nackenschmerzen, ist die erste Erkrankung, nach der zu fahnden ist, eine Meningitis. Das ist eine Krankheit, die sich bei Entzündung der Hirnhäute und der Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) zeigt. Diese Erkrankung ist sehr ernst, weil die Hirnhäute das Rückenmark und das Gehirn schützen.
Zusammen mit der Meningitis gibt es einige ernste Erkrankungen, die mit Nackensteife als eines der Hauptsymptome einhergehen. Die Krankheiten sind:

  1. Meningokokkenerkrankung
  2. Influenza
  3. Pankreatitis
  4. Krebs
  5. Rheumatoide Arthritis
  6. Fibromyalgie

Man sollte eine Nackensteife nicht unterschätzen, sondern sobald wie möglich einen Arzt aufsuchen.

■ Verletzungen oder Traumen der Halswirbelsäule
Die häufigste Ursache einer Nackensteife ist eine Verletzung oder ein Trauma an der Halswirbelsäule. Dieser Schlag kann auch andere Symptome auslösen, darunter Schmerzen an den Armen und in den Schultern.

■ Fehlhaltung
Eine Fehlhaltung im Sitzen oder beim Schlafen kann die Bänder des Halses spannen und zu Steifigkeit führen. Die Nackensteifigkeit kann sich aus den folgenden Körperhaltungen ergeben:
Über längere Zeit mit auf den Händen abgestütztem Kinn sitzen.
Auf einem Kissen schlafen, das den Kopf nicht auf geeignete Weise stützt. Den Kopf im Liegen oder bei der Arbeit vor dem Computer geneigt halten.

 

Torticollis durch Fehlhaltung beim Schlafen

Ursachen

Eine ungeeignete Matratze, die im Schlaf Rücken und Hals nicht adäquat unterstützt, führt zu Steifigkeit und Beschwerden im Nacken. Auch ein zu hohes und zu weiches Kopfkissen kann eine Nackensteife provozieren.

Kälte kann die Nackenmuskeln „unterkühlen“ und macht sie hart und schmerzhaft. Eine ganze Nacht in einer Fehlhaltung zu schlafen, kann starke Spannungen auf Nacken, Schultern und Rückenmuskulatur ausüben. Das verursacht Schmerzen.

 

Steifheit und Muskelkrämpfe an den Beinen

Eine unwillkürliche Kontraktion der Muskeln verursacht Krämpfe. Dabei verspürt man in den Beinen einen plötzlichen und intensiven Muskelschmerz und eine Verhärtung.

Steife Muskeln
Im Oberschenkel gibt es zwei Muskelgruppen, die Spasmen verursachen können:

  1. Quadrizeps (vorderer Oberschenkelmuskel)
  2. Ischiocrurale Muskeln (rückseitige Oberschenkelmuskulatur oder Kniebeuger).


Die Muskelmasse besteht aus einer Gruppe von Fasern, deren Dehnung und Verkürzung (Kontraktion) die Beinbewegungen erleichtern.
Sind die Muskeln für längere Zeit inaktiv, werden die Fasern unflexibel und ermüden schnell.
Beginnt man ein körperliches Training ohne Aufwärmen der Muskeln, verletzen sich diese und es können Krämpfe auftreten.

Dehydratation
Flüssigkeitsmangel im Körper ist eine Ursache für Muskelkrämpfe.
Treibt man im Sommer Sport, verliert der Körper möglicherweise aufgrund von Schwitzen nach dem Training sehr schnell Flüssigkeit.

Folglich geht eine große Menge an Nährstoffen wie Magnesium, Calcium und Kalium während der körperlichen Aktivitäten verloren.
Diese Mineralsalze sind verantwortlich für den Erhalt eines adäquaten Elektrolytspiegels in den Muskeln und verhindern Muskelkrämpfe.
Die Muskulatur kontrahiert sich durch Dehydratation.

Körperhaltung und übermäßige Belastung
Andere Krampfursachen können durch Überbelastung der Muskeln während des Trainings einiger schwerer Übungen wie Beinpresse gegeben sein; oder beim Einhalten einer Sitzposition über lange Zeit.

Durchblutungsprobleme
Durchblutungsprobleme, bei denen die Blutzufuhr zu den unteren Gliedmaßen gestört ist, bewirken Muskelspasmen. Menschen, die unter einer peripheren Arteriopathie leiden, haben nachts Krämpfe in den unteren Extremitäten. Krämpfe können ein Symptom vieler Erkrankungen sein, darunter:

  • Diabetes,
  • Rückenmarksprobleme,
  • Hypothyreose,
  • Niereninsuffizienz,
  • Alkoholismus.

Nebenwirkungen von Medikamenten
Schließlich werden Krämpfe durch Arzneimittel wie Diuretika ausgelöst, die zur Behandlung der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) angewendet werden, sowie durch Kontrazeptiva und andere Wirkstoffe.