Erhöhter diastolischer Blutdruck

Der erhöhte diastolische Blutdruck ist eine Störung, die entsteht, wenn der Druck, den das Blut auf die Arterienwände ausübt, erhöht ist.

Das Ablesen des Blutdrucks umfasst zwei Werte: der höhere Wert ist der systolische Blutdruck, während der niedrigere Wert den diastolische Druck darstellt.

Der arterielle systolische Druck ist der Druck, der gemessen wird, wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht.

Erhöhter diastolischer Blutdruck
Erhöhter diastolischer Blutdruck

Der diastolische Druck wird gemessen, wenn sich die linke Herzkammer entspannt.

Wenn der maximale Druck (systolisch) über 140 mmHg ansteigt, bedeutet das, dass der Betreffende unter einer systolischen Hypertension leidet.

Erhöhter diastolischer Blutdruck oder Hypertension erhöht das Risiko von Herzkrankheiten (Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall).

Auch Nierenerkrankungen können verursacht werden.

Auch wenn die Hypertension häufiger bei Männern über dem 35. Lebensjahr auftritt, ist sie ebenso bei jungen Menschen möglich.
Gewöhnlich leiden ältere Menschen unter der systolischen Hypertonie, während junge Menschen eher zu einem diastolischen Bluthochdruck neigen.

Tabelle mit Normalwerten

Systolischer Druck Diastolischer Druck
Normal 120 mmHg 80 mmHg
Prähypertension 120-140 mmHg 80-100 mmHg
Hypertension über 140 mmHg über 100 mmHg

 

 

 

 

 

Variationen des Blutdrucks
Im Allgemeinen variiert der Blutdruck während des Tages auf immer gleiche Weise.
Gewöhnlich ist der arterielle Blutdruck am Morgen am niedrigsten, während er am Abend am höchsten ist.
Die Blutdruckwerte sind im Schlaf auf ihrem Tiefstand.
Manche Menschen (besonders in der Postmenopause) haben eine Erkrankung, die Non-Dipper-Hypertension genannt wird, bei der sich der Blutdruck nachts nicht senkt.
Beim Erwachen erhöht sich der arterielle Druck plötzlich. Bei Personen mit schwerer Hypertonie besteht in diesem Moment das größte Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Niedriger diastolischer Blutdruck


Der diastolische Blutdruck wird als Indikator zur Identifikation von Blutdruckproblemen bei jüngeren Menschen gewertet.
Der diastolische Druckwert schwankt je nach Anstrengung und körperlicher Aktivität.
Daher ist die regelmäßige Kontrolle des arteriellen Drucks nötig, um den diastolischen Wert zu bestimmen.
Ein diastolischer Wert unter 60 Millimeter Quecksilbersäule wird als niedrig bewertet (Hypotension).
Bei einem niedrigen diastolischen Druck besteht ein verminderter Blutfluss zu den Körperzellen und Geweben.
Folge ist die verringerte Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen.
In der Regel wird ein niedriger diastolischer Druck bei älteren Menschen durch Herzerkrankungen verursacht.
Gründe können sein:

  • Anomalie der koronaren Durchblutung,
  • Atherosklerose (Verhärtung der Arterienwände),
  • Arzneimittelnebenwirkungen,
  • Dehydratation.

 

Ursachen des erhöhten diastolischen Blutdrucks

Primäre oder essentielle Hypertonie (ohne eine bestimmte Ursache).


Übergewicht
Ist das Körpergewicht eines Menschen zu hoch, lagern sich die überschüssigen Fette (in Form von Cholesterin) im Körper entlang der Arterienwände ab und verursachen eine Verengung.
Aus diesem Grund muss das Herz mehr pumpen und somit erhöht sich der arterielle Druck.

Ernährung
Eine fettreiche, salzige oder stark cholesterinhaltige Ernährung ist eine bedeutende Ursache für hohen Blutdruck.
Salzhaltige Lebensmittel erhöhen den Natriumspiegel im Blut, was zur Hypertension führt.
Eine Ernährung, die reich an gesättigten Fetten und Transfettsäuren ist, kann die Blutgefäße schädigen.

Alkohol und Rauchen
Die Blutdruckerhöhung ist eine der schädlichen Auswirkungen des Rauchens.
Das im Tabak enthaltene Nikotin schädigt das Herz in vielerlei Hinsicht.

  1. Es verringert den Sauerstoffgehalt im Herzen, verursacht Herzrasen und eine Verengung der Blutgefäße. Alkoholmissbrauch beeinflusst ebenso den Blutdruck.
  2. Alkoholische Getränke haben viele Kalorien, die zur Gewichtszunahme und indirekt zur Erhöhung des Blutdrucks führen.
  3. Arzneimittel und Koffein erhöhen das Risiko der Hypertension.

Bewegungsmangel
Fehlendes Training beeinflusst den Blutdruck auf mehrere Arten.
Bewegungsmangel führt zu Gewichtszunahme und Anstieg des Cholesterins.

Alter, Erregung und Stress sind einige der Ursachen für Bluthochdruck.
Hypertension kommt aufgrund ihres Lebensstils, einer schlechten Ernährung, Angst und Stress auch bei jungen Menschen vor.
In diesem Fall kann der Betreffende einen hohen Blutdruck und Herzrasen (Tachykardie) haben.

 

Sekundäre Hypertonie

  1. Nierenerkrankungen und Verengung der Nierenarterie;
  2. Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes;
  3. Antibabypille;
  4. Hormonelle Dysfunktion wie das Cushing-Syndrom;
  5. Erkrankung oder Tumor der Nebennieren;
  6. Alkohol und Drogen, zum Beispiel Kokain. Das ist eine der häufigsten Ursachen für erhöhten diastolischen Blutdruck bei jungen Menschen.

 


Symptome bei erhöhtem diastolischen Blutdruck

Symptome bei erhöhtem Blutdruck sind:

  1. Müdigkeit,
  2. Schwäche,
  3. Kopfschmerzen,
  4. Schläfrigkeit,
  5. Verwirrtheit,
  6. Atemnot,
  7. Verschwommensehen,
  8. Übelkeit,
  9. Erbrechen,
  10. Tinnitus (Rauschen im Ohr),
  11. Schwindel.

 

Diagnose des erhöhten diastolischen Hochdrucks

Der Arzt muss Folgendes kontrollieren:

  • die Herzfrequenz des Patienten,
  • den Augenhintergrund,
  • den Hals, um zu sehen, ob erweiterte Venen oder eine Vergrößerung der Schilddrüse vorliegen.

Das Abhören (Auskultation) des Herzens dient dem Erkennen seltsamer Geräusche und Herztöne.
Der Arzt muss das Abdomen beurteilen um festzustellen, ob Pulsschlag der Arterien besteht, die in die Beine führen.

Anamnese
Der Arzt muss die familiäre und persönliche Krankengeschichte des Patienten kennen.
Er muss auch wissen, ob der Patient an Hypertonie, Schlaganfall, kardialen Störungen, Nierenerkrankungen oder Diabetes leidet.
Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfall sind unter anderem:

  • Tabak,
  • Salzkonsum,
  • Übergewicht,
  • Bewegungsmangel,
  • Höhenaufenthalt, in den Bergen steigt der Blutdruck tendenziell,
  • hoher Cholesterinspiegel,
  • eingenommene Medikamente (zum Beispiel Kortikosteroide).

Symptome, die auf eine sogenannte sekundäre Hypertension hinweisen können (verursacht durch eine andere Erkrankung), sind:

  • Kopfschmerzen,
  • Herzklopfen,
  • starkes Schwitzen,
  • Muskelkrämpfe,
  • Schwäche,
  • übermäßiges Wasserlassen.

 

Untersuchungen und Tests

Leidet der Patient unter hohem Blutdruck, können die anderen Tests helfen zu bestimmen, ob die Hypertonie sekundär ist (verursacht durch eine andere Erkrankung) und ob Schäden an anderen Organen vorliegen.
Untersuchung von Blut und Urin.

Diese Tests erfolgen, um verschiedene Faktoren zu ermitteln, darunter:

  • Kaliumspiegel,
  • Cholesterin,
  • Glykämie (wegen Diabetes),
  • Infektion,
  • Nierenfunktion.

Die Kreatininwerte im Blut sind für alle Patienten mit Bluthochdruck wichtig, um Nierenschäden zu beurteilen.

Die Tests zur Bewertung des Herzens umfassen:

  • Elektrokardiogramm (EKG).
  • Belastungs-EKG (oder Belastungstest), es kann bei Patienten erforderlich sein, die Symptome einer koronaren Herzkrankheit haben.
  • Echokardiogramm, hilft dem Arzt zu entscheiden, ob eine Behandlung eingeleitet werden muss.

Wann muss man sich Sorgen machen?
Übersteigt der diastolische Druck 90 mmHg bedeutet das, dass diese Person unter einem erhöhten diastolischen Blutdruck leidet. Es muss also etwas unternommen werden, um den Druck zu senken.

 

Erhöhter diastolischer Blutdruck,SchwangerschaftSchwangerschaft und hoher Blutdruck

Ein generell erhöhter Blutdruckwert wird bereits zu Beginn der Schwangerschaft beobachtet, vor der 16.-20. Schwangerschaftswoche.
Diese Situation unterscheidet sich von der Präeklampsie.
Frauen mit Bluthochdruck benötigen während der Schwangerschaft blutdrucksenkende Medikamente und müssen durch den Arzt kontrolliert werden.
Ein hoher Blutdruck nach dem Ende der Schwangerschaft ist nicht selten.
Eine plötzliche und schwere Hypertension bei schwangeren Frauen ist Anzeichen einer Erkrankung, die Präeklampsie (oder Schwangerschaftstoxikose) heißt und für Mutter und Kind sehr schwerwiegend sein kann.
Die Präeklampsie zeigt sich bei 10 % aller Schwangerschaften, meist im letzten Schwangerschaftsdrittel (gegen Ende), doch sie vergeht direkt nach der Geburt.

 

Was ist zu tun? Therapie bei hohem diastolischem Druck

Die erste erforderliche Veränderung ist eine Veränderung des Lebensstils, um zur Verringerung des Blutdruckwertes beizutragen.

Der Arzt kann Diuretika empfehlen, die das Ausscheiden von überschüssigem Natrium und Wasser aus dem Körper fördern.
Folge ist eine Verringerung des Blutdrucks.
Auch wenn drei Arten von Diuretika zur Verfügung stehen, werden am häufigsten Thiazide verwendet, zum Beispiel Furosemid (Lasix).

 

Behandlung bei Kindern

Kinder mit erhöhtem Blutdruck sollten zuerst einer Veränderung des Lebensstils unterzogen werden. Darunter fallen Gewichtsreduktion, Steigerung der körperlichen Aktivität und eine angemessene Ernährung.
Sinkt der Blutdruck mit natürlichen Mitteln und Hausmitteln nicht auf einen normalen Wert, kann eine medikamentöse Therapie erforderlich sein.

Ergebnisse aus Studien zur Bewertung von Kindern mit Hypertension zeigen, dass eine frühe Anomalie (wie die dilatative Kardiomyopathie, Anomalien von Nieren und Augen) auch bei Kindern mit leichtgradiger Hypertonie vorliegen kann.
Kinder und Heranwachsende mit Hypertonie sollten beobachtet werden, um Organschäden zu verifizieren.
Eine sekundäre Hypertension (hoher Blutdruck aufgrund einer Krankheit oder eines Medikamentes) ist bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.

 

Naturheilmittel zum Senken des hohen diastolischen Blutdrucks

In vielen Fällen werden außer häufigen Kopfschmerzen und Müdigkeit keine anderen Symptome festgestellt.
Darum wird empfohlen, den arteriellen Blutdruck regelmäßig zu prüfen.
Es gibt verschiedene natürliche Methoden zur Kontrolle des Blutdrucks.


Eine gesunde Ernährung, was essen?
Eine schlechte Ernährung kann direkt und indirekt eine Hypertonie verursachen.
Die Ernährung sollte geändert werden.
Zu vermeiden sind alle Nahrungsmittel, die eine große Menge an Natrium, Fetten und Cholesterin enthalten.
Dienlich sind frisches Obst, Gemüse, Knoblauch und Nüsse, um den Blutdruck auf einem normalen Wert zu halten.
Gesundes Essen hilft, das Körpergewicht und damit das Risiko einer arteriellen Hypertension zu senken.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten durchführen
Körperliche Bewegung für 20-30 Minuten am Tag ist ein Naturheilmittel zur Behandlung des Bluthochdrucks und anderer Erkrankungen.
Man kann in ein Fitnessstudio gehen oder zu Hause die Übungen nach den Richtlinien und den richtige Techniken durchführen.
Man kann alternative Formen von Übungen in Betracht ziehen, wie Schwimmen, Tanzen, Aerobic, Laufen usw.
Man sollte Sport auf Wettbewerbsniveau vermeiden, da Überanstrengung zu einem gefährlichen Ansteigen des Blutdrucks führen kann.

Gewicht reduzieren
Menschen mit einem hohen Bodymaßindex (BMI) und übermäßigem Körpergewicht sollten abnehmen.
Eine angemessene Diät und regelmäßige körperliche Übungen sind die besten natürlichen Methoden, um Gewicht zu verlieren. Man muss keiner Diät zum schnellen Abnehmen folgen.

Mit dem Rauchen aufhören
Aktives und passives Rauchen sind ebenfalls schädlich.
Deshalb sollte man mit dem Rauchen und Alkoholtrinken aufhören, um einem hohen Blutdruck vorzubeugen.

Heilpflanzen
Weißdorn (Crataegus oxyacantha) hat eine erweiternde Wirkung auf die peripheren Arterien.
Komponenten, die diese Eigenschaft haben, sind:

  • einige Mineralien, zum Beispiel Kalzium, Kalium und Magnesium,
  • Flavonoide wie Quercetin und Rutin,
  • Vitamin C.

Man kann täglich eine Tasse Weißdorntee trinken.


Limetten (Citrus aurantifolia) dienen dazu, das Gleichgewicht des Nervensystems zu erhalten, weil sich in den Ölen beruhigende Essenzen befinden.

Lavendel (Lavandula officinalis) hilft, den arteriellen Blutdruck leicht zu senken, vor allem wenn dieser durch nervöse Störungen verursacht ist.
Lavendel hat eine diuretische Wirkung. Das bedeutet, dass er zur Beseitigung von Flüssigkeiten geeignet ist.
Zweimal am Tag eine Tasse Lavendeltee trinken.

Süßholz sollte man vermeiden, da es den Blutdruck erhöht.