Normaler Herzschlag

Der normale Herzschlag weist eine Frequenz pro Minute auf, die das Herz haben sollte.


Normale Pulsfrequenz für Erwachsene und Kinder
Eine Herzfrequenz von 60-100 bpm wird als normal bezeichnet, doch gibt es einige Ausnahmen.

Ein gut trainierter Sportler kann eine Herzfrequenz von 40 bpm haben, bei einem Säugling können die Herzschläge etwa 180-190 bpm betragen.
Die niedrige Pulsation kann als akzeptabel angesehen werden, wenn sie Hinweis auf eine kardiovaskuläre Fitness und eine korrekte Herzfunktion sind.
Ein Absinken unter die normale Grenze kann ein Grund zu Besorgnis sein.
Sinkt die Frequenz unter die Norm, wird dies als Bradykardie bezeichnet, während man bei einem beschleunigten Herzschlag von Tachykardie spricht.

 

Variationen der Herzfrequenz

Bei einem gesunden Menschen ist die Herzfrequenz nicht zu jeder Zeit konstant, sondern ändert sich je nach Aktivität oder Stresseinwirkung.
Nach der Tabelle für die ideale Herzfrequenz liegen die Schläge beim Erwachsenen in Ruhe zwischen 60 und 100 Schläge in der Minute (bpm).
Der Wert kann auf 40 bpm sinken, wenn die Person schläft.
Einige gut trainierte Sportler können Herzschläge unter 60 haben, weil der Herzmuskel stärker ist und eine größere Menge Blut pumpt.
Eine erhöhte Herzfrequenz deutet darauf hin, dass das Herz stärker arbeiten muss.
Der Herzschlag kann unter Belastung bis zu 150 und 200 bpm ansteigen.
Ärzte empfehlen eine regelmäßige Pulsmessung, um den Gesundheitszustand zu kontrollieren.
Bei regelmäßigem und korrekt ausgeführtem Training kann man die Leistungsfähigkeit des Herzens und somit den Herzschlag verbessern.


Der Herzschlag eines Säuglings beträgt etwa 110 bpm.
Die Herzfrequenz variiert auch nach Geschlecht.
Herzschläge bei Frauen über 13 Jahren sind im Vergleich zu Männern gleichen Alters höher.
In der Regel hat eine übergewichtige Person eine höhere Herzfrequenz als eine Person mit Durchschnittsgewicht.
Faktoren, die den Herzschlag beeinflussen, sind Rauchen, Krankheiten, Fieber, Müdigkeit, Schwangerschaft, Medikamente und Sport.

 

Wie hoch sollte der normale Herzschlag sein?

Die Herzfrequenz eines Menschen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst; die wichtigsten sind Geschlecht, Alter, Gewicht, emotionaler Zustand, Medikamente und Aktivität.
Die Tätigkeiten, die eine Person ausführt, können die Herzfrequenz in kürzester Zeit verändern.
Die Frequenz kann auf 40 bpm sinken, wenn der Betreffende im Bett liegt, während ein Spitzenwert von 150-200 bpm erreicht werden kann, wenn er sich bewegt oder anspruchsvoller Sport betrieben wird.

Optimaler Herzschlag bei Erwachsenen:

  • Männer 68 – 75 bpm
  • Frauen 72 – 80 bpm

 

Tabelle für normalen Herzschlag nach Alter

Alter          Durchschnittliche Herzfrequenz
Säuglinge 120-160
bis 1 Jahr 80-140
1 – 2 Jahre 80-130
2 – 6 Jahre 75-120
7 – 12 Jahre 75-110
13 – 18 Jahre 70-110
> 18 60 – 110
Sportler 40 – 60

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie hoch ist die normale Ruhefrequenz?

Das fetale Herz beginnt ab dem 22. Tag nach der Empfängnis zu schlagen, also in der fünften Schwangerschaftswoche.
Die normale fetale Herzfrequenz ist je nach Größe des Fötus:

  1. Ein Embryo von 2 mm Größe hat eine Frequenz von 75 Schlägen in der Minute.
  2. Ein Embryo von 5 mm Größe hat einen Herzschlag von 100 Schlägen in der Minute.
  3. Ein Embryo von 10 mm Größe hat eine Frequenz von 120 Schlägen in der Minute.
  4. Ein Embryo von 15 mm Größe hat 130 Herzschläge in der Minute.

Die fetale Herzfrequenz gilt also zwischen 110 und 180 Schlägen in der Minute als normal.
Von 180 bis 190 Schläge in der Minute werden noch als normal angesehen.


Das Herz eines normalen Erwachsenen schlägt in Ruhe zwischen 60 und 100 Mal in der Minute.
Die Ruhefrequenz des Herzens erhöht sich mit dem Lebensalter.
Eine niedrige Herzfrequenz bei gesunden Erwachsenen ist ein Indiz für kardiovaskuläre Fitness und ein leistungsstarkes Herz.
Bei einem gut trainierten Sportler kann die Herzfrequenz bei 40 bis 60 Schlägen in der Minute liegen.
Die normalen Werte der Ruheherzfrequenz bei Kindern (6-15 Jahre) liegen zwischen 70 und 100 Schlägen in der Minute.
Die Ruhefrequenz des Herzens muss am Morgen sofort nach dem Erwachen gemessen werden.
Man kann den radialen Puls am Handgelenk oder den Karotispuls an der Halsschlagader messen. Hier im Folgenden sind einige einfache Schritte und Tipps zur korrekten Messung der Ruhefrequenz des Herzens angeführt.

 

Wie wird die durchschnittliche Herzfrequenz gemessen?

Während das Blut durch die Arterien gepumpt wird, kann man an bestimmten Körperzonen, in denen die Blutgefäße nahe der Hautoberfläche verlaufen, den Puls fühlen.
Auf diese Weise kann man die Herzfrequenz leicht messen.
Die Körperzonen, in denen man den Herzschlag spürt, sind:

  1. Handgelenk – man fühlt die Arteria radialis (Speichenarterie)
  2. Hals – die Arteria carotis (Halsschlagader, gleich neben dem Adamsapfel)
  3. Auf der Innenseite des Ellenbogens
  4. In der Leiste
  5. Am Knöchel
  6. In der Kniekehle, die Arterie auf der Rückseite des Beines (verläuft durch den Wadenmuskel)
  7. Auf dem Bauch
  8. Brust
  9. Seitlich am Knochen zwischen Unterkiefer und Schläfenbein.

Bei starken Emotionen kann man ein kräftiges Schlagen über der Schläfe spüren.

Radialispuls
» Die Spitze von Zeige- und Mittelfinger direkt unterhalb des Daumengrundgelenks auf das gegenüberliegende Handgelenk legen.
» Wenn man den Puls spürt, über 10 Sekunden die Schläge zählen.
» Multipliziert man diesen Wert mit sechs, erhält man den Herzschlag in der Minute.

Karotispuls
» Die Spitze von Zeige- und Mittelfinger auf einer beliebigen Seite des Halses, gleich unterhalb des Kieferwinkels, legen.
» Mit leichtem Druck den Puls ertasten und die Schläge über 10 Sekunden zählen.
» Den Wert mit sechs multiplizieren, um die Schläge pro Minute zu ermitteln.

Der Arzt hört die Herzschläge mit dem Stethoskop ab und erhält damit zwei Töne.
Der erste Ton ist durch den Schluss der Mitral- und Trikuspidalklappe verursacht, die sich zwischen Herzvorhof und Herzventrikel befinden.
Der zweite Ton wird durch das Schließen der Klappen zwischen linkem Herzventrikel und Aorta und rechtem Ventrikel und Lungenarterie hervorgerufen.

 

Herz,Herzschlag

Bradykardie und Tachykardie

Ein Ruhepuls außerhalb von 60-100 Schlägen in der Minute wird als Herzrhythmusstörung (kardiale Arrhythmie) bezeichnet, wenn er mit Schwindel, Müdigkeit, Brustschmerz, Atemnot und Ohnmachtsneigung verbunden ist. Das kann die Folge einer Herzschädigung sein, die durch Alter, Elektrolytstörung, Alkohol, Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzerkrankungen verursacht ist.
Krankheiten, die eine Arrhythmie verursachen können, sind:

  1. Extrasystolen
  2. Vorhofflimmern
  3. Kammerflimmern
  4. Perikarditis
  5. Bluthochdruck
  6. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  7. Herzinsuffizienz
  8. Infarkt
  9. Pneumonie
  10. Emphysem

Ein langsamer Herzschlag (unter 60 bpm) wird Bradykardie genannt und bedarf beim Auftreten von Symptomen einer Behandlung.
Im Gegensatz dazu ist eine Ruhefrequenz des Herzens über 100 bpm zu schnell und wird Tachykardie genannt. Sie ist durch Palpitationen gekennzeichnet und von den oben beschriebenen Symptomen begleitet. In diesem Falle muss ein sofortiges ärztliches Einschreiten erfolgen.

Einige Ursachen für eine krankhafte Bradykardie sind:

  1. Myokardinfarkt
  2. Kongenitale Kardiomyopathie
  3. Myokarditis
  4. Komplikation nach erfolgter Operation
  5. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  6. Elektrolytungleichgewicht im Blut
  7. Schlafapnoe
  8. Entzündliche Erkrankungen (zum Beispiel rheumatisches Fieber)
  9. Hämochromatose
  10. Medikamente (zum Beispiel Antiarrhythmika oder Blutdruckmedikation)

Fühlt der Patient seinen Herzschlag in den Ohren, kann die Ursache ein erhöhter Blutdruck sein.

 

Klassifikation der Herzfrequenz

Maximale Herzfrequenz: Die maximale Herzfrequenz (HF max.) ist die maximale Anzahl der Herzschläge, die in einer Minute erreicht werden können.

Dieser Wert ist während oder sofort nach dem Training nützlich.
Der Maximalpuls hilft, den besten Zustand für die Herzgesundheit zu erreichen, indem mit der richtigen Intensität gearbeitet wird.
Der einfachste Weg zur Berechnung der HF max. ist: 220 – Lebensalter.
Ist also eine Person 30 Jahre alt, beträgt die maximale Herzfrequenz 190.
Wer zu trainieren beabsichtigt, sollte die Herzschläge auf einem Durchschnitt von 50-60 % der maximalen Herzfrequenz halten.
Mit 30 Jahren sollten die Herzschläge in der Minute somit zwischen 95 und 110 liegen.
Dieser Wert variiert leicht je nach Geschlecht und individueller Konstitution.
Im Allgemeinen wird die Herzfrequenz während des Trainings gemessen.
Um die mittleren Werte während und nach dem Training zu messen ist es erforderlich, die maximale Herzfrequenz zu kennen.


Ruhefrequenz des Herzens: Es handelt sich um die Herzfrequenz, die gemessen wird, wenn keine körperliche Aktivität erfolgt.
Sie gibt Aufschluss über die Gesundheit des Herzens und das Trainingsniveau.
Eine niedrige Herzschlagfrequenz bedeutet, dass der Herzmuskel gesund ist, mit Ausnahme einiger pathologischer Fälle.

Erholungsherzfrequenz: Der Herzschlag ist während des Trainings oder einer schweren Tätigkeit am höchsten.
Doch nach Abschluss eines Wettkampfs oder Trainings geht die Herzfrequenz zurück und erreicht die normale Ruhefrequenz.

Die Erholungsherzfrequenz ist der Wert, den der Herzschlag 2 Minuten nach Trainingsabschluss erreicht.
Zum Beispiel beträgt nach einem Lauf von 15 Minuten der Maximalpuls 130, nach zwei Minuten ist er auf einen Wert von 92 gesunken.
Somit beträgt die Erholungsherzfrequenz 130-92 = 38.
Auf diese Weise lässt sich die Herzgesundheit bestimmen, denn wenn der Herzschlag schnell zu seinem Ausgangswert zurückkehrt, ist das ein gutes Zeichen.