Natürliche Heilmittel bei Psoriasis

Die Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die Hautausschlag verursacht.
Sie entsteht bei einer abnormen Regulierung des Immunsystems, bei dem der Wachstumszyklus der Hautzellen beschleunigt ist. Psoriasis ist nicht ansteckend.
Diese Erkrankung kann sich überall ausbreiten, auf Augenlidern, Ohren, Mund, Lippen, Haut, Armen (Ellenbogen), Händen, Füßen und an den Nägeln.

 

Typen der Psoriasis (Schuppenflechte)

Psoriasis hat viele Formen und unterschiedliche Eigenschaften. Typischerweise tritt sie bei einer Person immer nur in einer bestimmten Form auf. Psoriasis kann auch die Antwort auf Risikofaktoren sein.

Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris)
Die häufigste Form der Erkrankung ist die Plaque-Psoriasis, sie tritt als leicht erhabener roter Fleck mit einer Anhäufung silberweißer Schuppen oder abgestorbener Hautzellen auf.
Dieser Hautauschlag erscheint meist auf Kopf, Knie, Ellenbogen und Rücken.
Er verursacht oft Schmerzen und Juckreiz, kann einreißen und bluten.

Psoriasis guttata
Die Psoriasis guttata ist eine Erstmanifestation der Psoriasis im Kindes- oder Jugendalter.
Haben diese Läsionen eine Münzenform und erreichen die Größe einiger Zentimeter, werden sie als „nummulär“ bezeichnet.

Psoriasis inversa
Die Psoriasis inversa (auch intertriginöse Schuppenflechte) manifestiert sich in Form sehr roter Hautläsionen in den Körperfalten.
Sie kann glatt und glänzend aussehen.

Psoriasis pustulosa
Die Psoriasis pustulosa zeichnet sich durch weiße Pusteln (nicht infektiöse eitergefüllte Bläschen) umgeben von roter Haut aus.
Der Eiter wird von weißen Blutkörperchen gebildet.
Es handelt sich um keine Infektion, die Krankheit ist nicht ansteckend.

Die Psoriasis erythrodermica
Die Psoriasis erythrodermica ist eine entzündliche Erkrankung, die hauptsächlich große Teile der Körperoberfläche betrifft.
Es ist eine seltene Erkrankung, die sich mit einer pustulösen Psoriasis Typ von Zumbusch entwickeln kann.
Die Hautveränderungen sind nicht klar definiert.
Diese Form ist gekennzeichnet durch:
1. Diffuse Rötung,
2. Hautschuppung,
3. starker Juckreiz auf der Haut,
4. Schmerz.


Infantile Psoriasis
Auch Kinder unter 10 Jahren können an der Schuppenflechte erkranken. Manchmal wird eine falsche Diagnose erstellt, da die Erkrankung mit anderen Hauterkrankungen verwechselt wird.
Unter den Symptomen sind Verfärbungen der Nägel, starke Schuppung der Kopfhaut, Windel-Dermatitis oder Plaquebildungen ähnlich wie bei der Schuppenflechte Erwachsener an Rumpf und Extremitäten.

Psoriasisarthritis
Es gibt eine arthritische Form der Psoriasis, die Psoriasis-Arthritis. Außer einer entzündlich veränderten und schuppenden Haut verursacht diese Erkrankung verdickte und verfärbte Nägel und geschwollene und schmerzende Gelenke.
Geschwollene Knöchel sowie Schmerzen im Fuß und in den Fußgelenken sind typische Symptome.
Diese Erkrankung kann Entzündungen in den Augen ähnlich einer Konjunktivitis hervorrufen.
Obwohl diese Erkrankung nicht wie andere Arthritiden lähmend wirkt, kann sie zu einer Steifigkeit und zunehmender Deformität der Knochen führen.

 

Ursache der Psoriasis

Die Psoriasis scheint erblich zu sein, sie ist aber nicht ansteckend.
Ärzte glauben, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt.
Dies geschieht, wenn das Immunsystem durch eine Fehlregulation gesundes Gewebe im Körper angreift und zerstört.
Normalerweise wachsen Hautzellen in der Tiefe und gelangen etwa einmal im Monat an die Oberfläche.
Bei Menschen, die an einer Psoriasis erkrankt sind, geschieht dies viel zu schnell. Abgestorbene Hautzellen akkumulieren an der Hautoberfläche.
Folgende Faktoren können einen Schub von Psoriasis auslösen:

  1. Bakterien oder virale Infektionen, einschließlich Entzündungen der Atemwege, wie Halsschmerzen;
  2. Trockene Luft oder trockene Haut, Hautverletzungen, einschließlich Schnittwunden, Brandwunden und Insektenstiche;
  3. Einige Medikamente, darunter Lithium, Betablocker und Malariamittel;
  4. Stress;
  5. Zu wenig Sonnenlicht;
  6. Verbrennungen;
  7. Alkoholexzess.

Menschen mit einem abgeschwächten Immunsystem leiden vermehrt unter Psoriasis.
Das ist der Fall bei:
1. AIDS
2. Autoimmunerkrankungen (wie rheumatoide Arthritis)
3. Chemotherapie bei Krebsleiden

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Psoriasis und Zöliakie, tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, an Psoriasis zu erkranken für Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, höher.

 

Symptome und Zeichen einer Psoriasis

1. Rote Plaques auf der Haut, bedeckt von silbrigen Schuppen
2. Kleine Pünktchen oder abgestoßene Stellen (häufig bei Kindern zu beobachten)
3. Trockene und rissige Haut, die leicht bluten kann
4. Juckreiz, Hautbrennen oder Schmerzen
5. Verdickte Nägel, narbig oder geriffelt
6. Geschwollene und steife Gelenke
Die Psoriasismale können schuppenartig bis schorfartig und bis zu großen Hautausschlägen variieren, die weitflächige Areale bedecken. Milde Fälle von Psoriasis können lästig, schwere Fälle schmerzhaft und entstellend sein.

 


Diagnose

In den meisten Fällen ist die Diagnose einer Psoriasis recht einfach.

Körperliche Untersuchung und Anamnese. Der Arzt kann die Psoriasis durch Kenntnis der Anamnese und Untersuchung der Haut, Kopfhaut und Nägel diagnostizieren.

Hautbiopsie. In wenigen Fällen benötigt der Arzt eine kleine Hautprobe (Biopsie) zur Untersuchung unter dem Mikroskop, um den genauen Typ einer Psoriasis festzustellen und andere Erkrankungen auszuschließen.
Eine Hautbiopsie wird gewöhnlich in der ärztlichen Praxis in Lokalanästhesie entnommen.

Differentialdiagnose: Erkrankungen, die einer Psoriasis ähneln können
Krankheiten, die wie eine Psoriasis erscheinen können, sind:

  • Seborrhoische Dermatitis. Diese Art von Dermatitis ist gekennzeichnet durch fette Haut, die schuppig und gerötet ist und juckt.
    Sie ist in fettreichen Körperzonen zu finden, das sind Gesicht, Brust und Rücken.
    Die seborrhoische Dermatitis erscheint auch auf der Kopfhaut, verursacht Kopfschuppen und Juckreiz.
  • Lichen planus. Dies ist eine entzündliche Erkrankung, die erhabene und flache Papeln sowie Juckreiz an den Beinen und Armen verursacht.
  • Tinea corporis (Ringelflechte). Die Ringelflechte ist durch eine Pilzinfektion auf der oberen Hautschicht verursacht. Die Infektion verursacht meist einen roten, schuppenden Ring oder einen kreisförmigen Hautausschlag.
  • Pityriasis rosea. Diese Hauterkrankung beginnt meist mit einem großen Fleck (Herald Patch) auf Brust, Bauch oder Rücken, der sich dann ausbreitet.

 

Fotolia_54369563_Subscription_XLNatürliche Heilmittel bei Psoriasis

Naturheilmittel
Es gibt viele Naturheilmittel, um die Symptome der Psoriasis zu lindern, einschließlich spezielle Diäten, Cremes, Lebensmittelintegratoren und Kräuter. Einige Alternativtherapien können als sicher empfohlen werden und bei einigen Personen Juckreiz und Schuppenbildung verringern.

Aloe Vera.  Der Pflanzenextrakt aus den Blättern der Aloe Vera, der als Creme aufgetragen wird, vermindert Rötung, Schuppung, Juckreiz und Entzündung. Um eine Verbesserung zu erzielen ist es erforderlich, diese Creme mehrere Male am Tag und für die Zeit von mindestens einem Monat aufzutragen.

Fischöl. Die Omega-3-Fettsäuren, die im Fischöl vorhanden sind, können die von der Psoriasis hervorgerufene Entzündung verringern, auch wenn die Ergebnisse entsprechender Studien widersprüchlich sind.
Die Einnahme von etwa 3 Gramm Fischöl am Tag wird als harmlos empfohlen und kann von Vorteil sein.

Vitamin- und Nahrungsergänzungsmittel. Nahrungsmittelintegratoren können gegen die Symptome der Psoriasis hilfreich sein. Nachtkerzenöl, Vitamin D und die Inhaltsstoffe der Distel sind Mittel, die bei einigen Patienten geholfen haben.
Wichtig ist, solche Ergänzungsmittel nur zu nehmen, wenn sie andere vorbestehende Krankheiten nicht beeinträchtigen und keinen schädlichen Nebeneffekt verursachen.

Feuchtigkeit
Um die Luft im Haus und im Büro feucht zu halten, wird die Benutzung eines Luftbefeuchters empfohlen.
Damit kann trockener Haut vorgebeugt werden.

Farb- und Duftstoffe
Die meisten Seifen und Parfüme enthalten Farb- und Duftstoffe.
Produkte für „sensible Haut“ wählen, die ohne irritierende Farb- und Duftstoffe hergestellt sind.

Thermen
Thermaltherapien sind bei Psoriasis und vielen anderen Erkrankungen angezeigt.
Das schwefelhaltige Wasser der Thermen hat eine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem.
Schwefelhaltige Substanzen können das T4-Hormon und Zytokine reduzieren, die Entzündungsreaktion hervorrufen.

 

Diät und Ernährung bei Psoriasis

Die Ernährung kann eine Rolle bei der Behandlung der Psoriasis spielen.
Zu vermeidende Nahrungsmittel sind rotes Fleisch und fette Speisen, verschiedentlich wurde darauf verwiesen, dass dieses hilfreich sei.
Die National Psoriasis Foundation listet einige „nützliche Lebensmittel“ auf, die für Psoriasiskranke günstig sind:

  • Soja,
  • Nüsse,
  • Schokolade,
  • Heidelbeeren.

Olivenöl ist für die Haut vorteilhaft.
Das Auftragen von Olivenöl auf die Hautschuppen und Psoriasisflecken dient dem Feuchtigkeitserhalt und der Ernährung der Haut.
Ein Esslöffel Olivenöl während der Dusche in die Kopfhaut einmassieren, um die lästigen Plaques etwas zu lösen.

In der Badewanne
Der Dermatologe rät von heißem Wasser ab, das sei ein Feind der Haut. Doch ein lauwarmes Bad mit Zusatz von etwas Olivenöl, Mineralöl, Milch oder Bittersalz kann den Juckreiz lindern und Schuppen und Plaques günstig beeinflussen.
Nach dem Baden die Haut feucht halten, um einen doppelten Nutzen davon zu haben.

 

Hausmittel bei Psoriasis

Apfelessig in Wasser verdünnt kann den Juckreiz lindern und die Schuppenablösung fördern.
Apfelessig oder weißer Essig kann in lauwarmem Wasser verdünnt drei- bis viermal über den Kopf gegossen werden. Wichtig ist, die Kopfhaut damit einzureiben und die Flüssigkeit eine Minute lang auf dem Kopf einwirken zu lassen und sie danach gut auszuwaschen.
Man kann ½ Tasse Apfelessig dem Badewasser zugeben und damit den Säuregehalt der Haut verbessern.

Klettenwurzel
Klettenwurzel ist hilfreich, um eine Verschlimmerung der Psoriasis zu verhindern. Dazu 20-40 Tropfen täglich einnehmen.

Kamille
Kamille wird in Europa sehr oft zur Behandlung der Psoriasis benutzt. Sie enthält entzündungshemmende Flavonoide.
Wer allergisch auf Ambrosia reagiert, darf Kamille nicht benutzen.

Öl
Rizinusöl ist besonders hilfreich, wenn es über Nacht auf die Hautläsionen aufgetragen wird.
Rizinusöl mit Backpulver vermengt kann eine deutliche Besserung bei verdickter oder zerstörter Haut an der Ferse bringen.

 

Sonne und Lampen

Mit Bedacht etwas Sonne nehmen.
Das ultraviolette Licht der Sonne ist bei Psoriasis ein bewährtes Mittel, doch ein Sonnenbrand verschlimmert die Krankheit.
Die ungeschützte Haut mit einem Sonnenschutz mit Lichtfaktor 30 und mehr abdecken und mit der Exposition an der Sonne für kurze Zeit beginnen.
Zwanzig Minuten täglich an drei Tagen in der Woche ist ein guter Anfang.
Zuerst mit einem Arzt sprechen, denn einige Psoriasismedikamente können zusammen mit einer Sonnenlichtexposition Nebenwirkungen verursachen.
Die Augen vor der Sonne schützen.
Es sollte eine Sonnenbrille benutzt werden, um UVA- und UVB-Strahlen zu 100% zu blockieren.

 

Homöopathische Heilmittel

Unter den Homöopathischen Heilmitteln gibt es:
1. Kalium sulfuricum,
2. Phytolacca,
3. Arsenicum album,
4. Arsenicum bromatum,
5. Berberis vulgaris.

 

Was kann man zu Hause tun?

Diese Tipps zu Hause befolgen:

  • Anwendung eines Bades oder einer Dusche kann bei Psoriasis helfen.
  • Nicht zu fest reiben, weil es die Haut irritiert und einen neuen Schub provozieren kann.
  • Hafermehlbäder können entspannend sein und schuppenlösend wirken.
  • Badezusätze auf der Grundlage von Hafermehl sind rezeptfrei erhältlich.
  • Man kann auch eine Tasse Hafermehl dem warmen Badewasser zugeben.
  • Die Haut rein und feucht halten und die spezifischen Triggerfaktoren für Psoriasis meiden, um die Anzahl der Schübe zu verringern.
  • Entspannungstechniken und Stressvermeidung sind hilfreich.
  • Der Zusammenhang zwischen Stress und Exazerbation der Psoriasis ist nicht eindeutig geklärt.

 

Wie lange dauert die Krankheit? Prognose

Die Schuppenflechte ist eine lebenslange Erkrankung, die für längere Zeit vergehen, jedoch immer wiederkehren kann.
Bei richtiger Behandlung hat sie keinen Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand.