Dyshidrose an Händen und Füßen

Dyshidrose ist ein Ekzem (Dermatitis), charakterisiert durch Hautausschlag mit juckenden Bläschen an Händen und Füßen.
Die Erkrankung kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreffen.Gewöhnlich beginnt die Erkrankung in den interdigitalen Hautbereichen und breitet sich über die haarlosen Handinnenflächen und den Fußsohlen aus.


Selten tritt sie am Handrücken auf und befällt normalerweise nicht Arme und Beine.
Diese Hautbereiche haben mehr Schweißdrüsen und mehr Druck- und Histaminrezeptoren, als der restliche Körper.
Nur selten können sich Bläschen an Armen und anderen Körperpartien bilden.

 

Ursachen der Dyshidrose und Risikofaktoren

Die Blasen des dyshidrotischen Ekzems treten zweimal häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
Die größte Wahrscheinlichkeit, eine Dyshidrose zu entwickeln, haben Personen:
1. die unter Stress stehen;
2. die an einer Allergie leiden, zum Beispiel an einer Rhinitis allergica;
3. deren Hände oft mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen;
4. die mit Zement arbeiten oder mit Chrom, Kobalt und Nickel in Kontakt kommen.
5. In einigen Fällen kann die Erkrankung während der Schwangerschaft auftreten, weil Hormonveränderungen die Haut negativ beeinflussen.
Die Ursache ist unbekannt. Die Krankheit scheint zu bestimmten Jahreszeiten aufzutreten.
Dyshidrose ist nicht ansteckend.

 


Symptome der Dyshidrose

1.Die durch die Dyshidrose verursachten Blasen erscheinen als zahlreiche kleine Bläschen.
Sie treten am häufigsten seitlich an den Fingern und auf den Handflächen auf, auch die Fußsohlen können von der Ferse bis zu den Zehen betroffen sein.
2. Gewöhnlich sind die Blasen klein und haben die Größe einer Bleistiftspitze.
Meist treten sie in Gruppen auf.
In schweren Fällen können sich die kleinen Bläschen zusammenschließen und eine große Blase bilden.
3. Dyshidrose verursacht starken Juckreiz auf der Haut und sogar Schmerzen.
Nach drei Wochen, wenn die Bläschen eintrocknen und zerfallen, kann die darunterliegende Haut gerötet und wund sein.
4. Diese Reaktion kann auch das Nagelbett befallen und die Nägel deformieren.
Die Nageldeformation vergeht wieder, sobald die Dyshidrose ausgeheilt ist.
5. Dyshidrose neigt zu häufigen Rezidiven, die regelmäßig über Monate und Jahre auftreten.

 

Diagnose und Test

Der Arzt ist in der Lage, diesen Zustand der Haut durch aufmerksames Betrachten zu diagnostizieren.
Zum Ausschluss anderer Ursachen wie einer Pilzinfektion kann eine Biopsie erforderlich sein.
Ist der Arzt der Meinung, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt, kann ein Test bei einem Allergologen (Patch-Test) angeordnet werden.
Bei der Differentialdiagnose muss eine Psoriasis (die sich vor allem an Ellenbogen, Knie und Kopfhaut bilden kann), sowie eine exfoliative Keratolyse ausgeschlossen werden.

 

Behandlung der Dyshidrose


Abhängig von der Schwere der Symptome, gibt es folgende Behandlungsmethoden:

1. Kortisone. Arzneimittel auf Kortisonbasis in Form von Cremen und Salben können den Heilungsprozess der Blasen am schnellsten voranbringen.
Um die Absorption des Medikamentes zu verbessern, können die betreffenden Zonen mit Frischhaltefolie umhüllt werden.
Feuchtigkeitswickel können auch nach der Behandlung mit Kortisonsalbe erfolgen, um die Aufnahme des Medikaments zu verbessern. In schweren Fällen kann der Arzt Kortison, wie Prednison, in Form von Tabletten verschreiben.
Nebenwirkungen des Kortisons können bei längerer Einnahme schwerwiegend sein.

2. Harnstoff. In der Apotheke kann man Cremen auf der Basis von Harnstoff kaufen, der einen schälenden und feuchtigkeitsregulierenden Effekt auf die Haut hat.

3. Fototherapie. Wenn bisherige Behandlungen erfolglos sind, kann der Arzt zu einer bestimmten Kombinationstherapie raten.
Lichttherapie ist eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht nach Einnahme von Medikamenten, die die Haut empfänglicher auf Lichtstrahlen machen.

4. Salben, die das Immunsystem unterdrücken. Pharmaka wie Tacrolimus (Protopic) und Pimecromilus (Elidel) können für Menschen hilfreich sein, die sich weniger Steroiden aussetzen wollen.
Allerdings können diese Pharmaka das Risiko für Infektionen vergrößern.

5. Injektionen mit Botulinumtoxin. Manche Ärzte empfehlen eine Infiltration mit Botulinumtoxin, um damit schwere Fälle einer Dyshidrose zu behandeln. Das ist allerdings eine relativ neuartige Behandlungsmethode, die nicht von allen akzeptiert wird.

Vitamine,Tabletten,Integratoren

6. Vitamine. Vitamin A und E können die Gesundheit der Haut vor allem bei Fehlernährung fördern.

 

Hausmittel

Extra-natives Kokosöl
Unter den altbekannten Hausmitteln gibt es das Kokosöl, das aus dem Inneren einer reifen Kokosnuss gewonnen wird. Es gibt eine Vielzahl von Anwendungen, von der Nahrungszubereitung bis zur Pflege von Haut und Haaren.
Manche Menschen nehmen das Öl mit einem Löffel ein oder fügen es dem Tee und anderen Getränken zu.
Man kann es auch nur äußerlich anwenden, was sehr effektiv ist.
Dazu eine kleine Menge des Öls auf die Handflächen verreiben, auf die betroffenen Hautstellen einmassieren und danach die Hände mit Baumwollhandschuhen schützen.
Das hinterlässt ein Feuchtigkeitsgefühl an den Händen, ohne unnatürliche chemische Substanzen einer Lotion zu benötigen.

Epsom-Salz/Bittersalz
Epsom-Salz ist ein natürliches Mineral, das die Beseitigung unerwünschter Säuren auf der Haut unterstützt.
Es gibt zwei Arten der Behandlung des dyshidrotischen Ekzems.
Einige Löffel Salz in einer Schüssel mit heißem Wasser vermengen, bis sich das Salz komplett aufgelöst hat.
Die Hände 10-15 Minuten in dieser Lösung baden.
Das hilft gegen Schwellungen und Rötungen, die diese Hautläsionen verursacht haben, und weicht die Bläschen auf, die somit drainiert werden.
Die Zugabe von 450 Gramm zum Badewasser in einem warmen Bad ist ausreichend.

Shampoo „Selsun Blue“
„Selsun Blue“ ist ein Antischuppenshampoo, das bei rissiger Haut und schuppender Kopfhaut hilft.
Verschiedene Produktarten sind verfügbar.
Das traditionelle „blue“ enthält Selensulfid und die Version „Blue Naturals“ enthält natürliche Salicylsäure.
Das „Selsun Blue“ Shampoo enthält auch Vitamine und Feuchtigkeitssubstanzen.
Das regelmäßige Haarewaschen mit anderen Produkten scheint die Bedingungen für die Hände zu verschlimmern.
Für einige Patienten scheint die naturklare Ausführung bei leichter Dyshidrose wirksamer zu sein.
Es dürfte weniger auf der Haut brennen, da es kein Menthol enthält.
Auch wenn „Selsun“ die Dyshidrose der Hände nicht direkt bessert, so irritiert es sie nicht wie andere Shampoos.

Zinkoxid
Zinkoxid kommt in Cremen bei Windeldermatitis, Verbrennungen und Hautreizungen zur Anwendung.
Diese Substanz baut eine Schutzbarriere in der Haut auf, um sie vor reizenden und feuchten Stoffen zu schützen.
Zinkoxid hilft in Fällen von schwerer Dyshidrose mit starker Blasenbildung, trockener Haut und rissiger Haut, durch die die Bewegungsfähigkeit einschränkt wird.
Man sollte eine dicke Schicht auf die betroffenen Stellen auftragen und dann Handschuhe tragen.
Es wirkt ziemlich sicher, die Hände bessern sich innerhalb von 24 Stunden.
Die Blasen und Risse auf der Haut trocknen ein und die Haut beginnt sich zu schälen.

Teebaumöl. Es ist eine der wirksamsten und völlig natürlichen Behandlungsmethode gegen eine leichte Form des dyshidrotischen Ekzems.
Dieses Mittel wirkt besser als lokal aufgetragene Kortikosteroide und führt zu einer vollständigen Hautschälung.
Zur Anwendung kommen Bäder mit einem Pulver von Teebaumöl.
Dieses natürliche Heilmittel verhilft zu einer glatten und weniger geröteten Haut.

 

Wie lange dauert eine Dyshidrose? Prognose

Eine definitive Behandlung gegen Dyshidrose gibt es nicht.
Gewöhnlich heilt ein dyshidrotisches Ekzem von selbst und ohne Probleme, doch können die Symptome erneut wieder auftreten. Kratzt sich ein Patient zu sehr, kann das eine irritierte und verdickte Haut verursachen.
In einer solchen Situation wird die Behandlung der Dyshidrose sehr schwierig.

 

Komplikationen der Dyshidrose

Schmerz und Juckreiz, der die Nutzung der Hände beeinträchtigt.
Bakterielle Infektion durch Kratzen.