Dyshidrose an Händen und Füßen

Dyshidrose ist ein Ekzem (Dermatitis), charakterisiert durch Hautausschlag mit juckenden Bläschen an:

  • Händen,
  • Füßen.

Die Erkrankung kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreffen.
Gewöhnlich beginnt die Erkrankung in den interdigitalen Hautbereichen (zwischen Fingern bzw. Zehen) und breitet sich auf die haarlose Haut aus von:

  • Handinnenflächen,
  • Fußsohlen.


Selten tritt sie am Handrücken auf.
Nur selten können sich Bläschen an Armen und anderen Körperpartien bilden.

 

Ursachen der Dyshidrose und Risikofaktoren

Dyshidrose an Händen,wikipedia

https://it.wikipedia.org/wiki/Disidrosi

Das dyshidrotische Ekzem tritt zweimal häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Dyshidrose haben Personen:
1. die unter Stress stehen;
2. mit Krankheiten wie:

  • Allergie, zum Beispiel an einer Rhinitis allergica,
  • atopische Dermatitis,
  • Asthma,
  • saisonale Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis),
  • Pilzinfektionen wie beispielsweise Fußpilz;

3. die rauchen;
4. deren Hände oft mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen;
5. die mit Zement arbeiten oder mit reizenden und chemischen Stoffen in Kontakt kommen, wie:

  • Chrom,
  • Kobalt,
  • Nickel.

6. In einigen Fällen kann die Erkrankung während der Schwangerschaft auftreten, weil Hormonveränderungen die Haut negativ beeinflussen.

Die Ursache ist unbekannt. Die Krankheit scheint zu bestimmten Jahreszeiten aufzutreten:

  • Frühling,
  • Sommer.

Die Naturmedizin geht davon aus, dass diese Störung durch die Ansammlung von Toxinen im Blut hervorgerufen wird.
Die Toxine sind bedingt durch die körperliche Betätigung und vor allem durch die langsame Verdauung aufgrund einer ungesunden Ernährungsweise und unkorrekter Lebensmittelkombinationen.
Die Abfallstoffe lagern sich in der Haut ab, wenn der Körper sie nicht anderweitig absondern kann, über:

  • Darmentleerung,
  • Urin,
  • Atmung.

Dyshidrose ist nicht ansteckend.

 


Symptome der Dyshidrose

  1. Die durch die Dyshidrose verursachten Blasen erscheinen als zahlreiche kleine Bläschen.
    Sie treten am häufigsten auf:

    • seitlich an den Fingern und auf den Handflächen,
    • unter den Fußsohlen, vor allem im Gewölbe.
  2. Gewöhnlich sind die Blasen klein und haben eine Größe von 1-2 Millimetern.
    Meist treten sie in Gruppen auf.
    In schweren Fällen können sich die kleinen Bläschen zusammenschließen und eine große Blase bilden.
  3. Dyshidrose verursacht starken Juckreiz auf der Haut oder sogar Schmerzen und ein brennendes Gefühl.
  4. Nach drei Wochen, wenn die Bläschen eintrocknen und zerfallen, kann die darunterliegende Haut gerötet und schmerzhaft sein.
  5. Dyshidrose neigt zu häufigen Rezidiven, die regelmäßig über Monate und Jahre auftreten.

 

Diagnose und Test bei Dyshidrose

  • Der Arzt ist in der Lage, diesen Zustand der Haut durch aufmerksames Betrachten zu diagnostizieren.
  • Zum Ausschluss anderer Ursachen wie einer Pilzinfektion kann eine Biopsie erforderlich sein.
  • Ist der Arzt der Meinung, dass es sich um eine allergische Reaktion handelt, kann ein Allergietest (Patch-Test) angeordnet werden.

Bei der Differentialdiagnose sind auszuschließen:

  • Psoriasis (die sich vor allem an Ellenbogen, Knie und Kopfhaut bilden kann)
  • exfoliative Keratolyse
  • Krätze
  • Kontaktdermatitis
  • Pilzinfektion
  • Hand-Fuß-Mund-Krankheit

 

Behandlung der Dyshidrose


Abhängig von der Schwere der Symptome, gibt es folgende Behandlungsmethoden:

1. Kortisone. Arzneimittel auf Kortisonbasis in Form von Cremen und Salben können den Heilungsprozess der Blasen am schnellsten voranbringen.
Um die Absorption des Medikamentes zu verbessern, können die betreffenden Zonen mit Frischhaltefolie umhüllt werden.
In schweren Fällen kann der Arzt Kortison, wie Prednison, in Form von Tabletten verschreiben.
Nebenwirkungen des Kortisons können bei längerer Einnahme schwerwiegend sein.

2. Harnstoff. In der Apotheke kann man Cremen auf der Basis von Harnstoff kaufen, der einen schälenden und feuchtigkeitsregulierenden Effekt auf die Haut hat.

3. Fototherapie. Wenn bisherige Behandlungen erfolglos sind, kann der Arzt zu einer bestimmten Kombinationstherapie raten.
Lichttherapie ist eine Bestrahlung mit ultraviolettem Licht nach Einnahme von Medikamenten, die die Haut empfänglicher auf Lichtstrahlen machen.

4. Salben, die das Immunsystem unterdrücken. Pharmaka wie Tacrolimus (Protopic) und Pimecromilus (Elidel) können für Menschen hilfreich sein, die sich weniger Steroiden aussetzen wollen.
Allerdings können diese Pharmaka das Risiko für Infektionen vergrößern.

5. Antihistaminika. Wenn eine Allergie zugrunde liegt, kann der Arzt Antihistaminika verschreiben. Diese Medikamente sind hilfreich, um die Brenne und die Beschwerden kurzzeitig zu mindern.

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6. Vitamine. Vitamin A, E und F (Omega 3) können die Gesundheit der Haut vor allem bei Fehlernährung fördern. Die Vitamine sind hilfreich, um die von der Krankheit angerichteten Schäden zu reparieren; sie lindern die Symptome, aber heilen die Krankheit nicht.

7. Feuchte Umschläge mit Arzneimitteln wie Kaliumpermanganat oder Aluminiumacetat können die Symptome lindern.

 

Naturheilmittel und Hausmittel bei Dyshidrose

Extra-natives Kokosöl
Unter den altbekannten Hausmitteln gibt es das Kokosöl, das aus dem Inneren einer reifen Kokosnuss gewonnen wird. Es gibt eine Vielzahl von Anwendungen, von der Nahrungszubereitung bis zur Pflege von Haut und Haaren.
Man kann es auch nur äußerlich anwenden, was sehr effektiv ist.

  • Eine kleine Menge des Öls auf die Handflächen verreiben.
  • Auf die betroffenen Hautstellen einmassieren.
  • Danach die Hände mit Baumwollhandschuhen schützen.

Das hinterlässt ein Feuchtigkeitsgefühl an den Händen, ohne unnatürliche chemische Substanzen einer Lotion zu benötigen.

Epsom-Salz/Bittersalz
Epsom-Salz ist ein natürliches Mineral, das die Beseitigung unerwünschter Säuren auf der Haut unterstützt.
Es gibt zwei Verwendungsmöglichkeiten bei dyshidrotischem Ekzem.

  1. Einige Löffel Salz in einer Schüssel mit heißem Wasser vermengen, bis sich das Salz komplett aufgelöst hat.
    Die Hände 10-15 Minuten in dieser Lösung baden.
    Das hilft gegen Schwellungen und Rötungen, die diese Hautläsionen verursacht haben, und weicht die Bläschen auf, die somit drainiert werden.
  2. Etwa 450 Gramm in das warme Badewasser geben.

Shampoo, Cremes und natürliche Reinigungsmittel
Das regelmäßige Haarewaschen mit Billigprodukten scheint die Bedingungen für die Hände zu verschlimmern.

Die Verwendung von Feuchtigkeitscremes und Kosmetika kann die Dyshidrosis auslösen oder verschlimmern.
Schuld kann eine Allergie auf darin enthaltene Substanzen sein, wie:

  • Disodium edta,
  • Natriumlaurylsulfat (SLS),
  • Parabene.

In diesem Fall sollte man zu natürlichen und milderen Produkten wechseln.
Es empfiehlt sich, die Hände nur mit Naturprodukten zu waschen, wie:

  • Aleppo-Seife,
  • Bikarbonat.

Baumwollhandschuhe tragen
Erfahrungsberichten einiger Patienten zufolge nimmt die Dyshidrosis an den Händen ab, wenn zum Schutz Handschuhe getragen werden.
Die Patienten ziehen vor folgenden Tätigkeiten Baumwollhandschuhe unter Gummi- bzw. Plastikhandschuhen an:

  • Haarewaschen mit Shampoo und Balsam,
  • Auftragen von Feuchtigkeits- oder Sonnencremes,
  • Hausputz und Verwendung von Reinigungsmitteln,
  • Geschirrspülen.

Diese Vorsichtsmaßnahme heilt die Dyshidrose der Hände nicht direkt, aber sie ist hilfreich, weil sie eine Reizung verhindert.

Zinkoxid
Zinkoxid kommt in Cremen bei Windeldermatitis, Verbrennungen und Hautreizungen zur Anwendung.
Diese Substanz baut eine Schutzbarriere in der Haut auf, um sie vor reizenden und feuchten Stoffen zu schützen.
Zinkoxid hilft in Fällen von schwerer Dyshidrose mit:

  • starker Blasenbildung,
  • trockener Haut,
  • rissiger Haut, durch die die Bewegungsfähigkeit einschränkt wird.

Man sollte eine dicke Schicht auf die betroffenen Stellen auftragen und dann Baumwollhandschuhe tragen.
Es wirkt ziemlich sicher, die Hände bessern sich innerhalb von 24 Stunden.
Die Blasen und Risse auf der Haut trocknen ein und die Haut beginnt sich zu schälen.

Teebaumöl. Es ist eine der wirksamsten und völlig natürlichen Behandlungsmethode gegen eine leichte Form des dyshidrotischen Ekzems.
Dieses Mittel wirkt besser als lokal aufgetragene Kortikosteroide und führt zu einer vollständigen Hautschälung.
Zur Anwendung kommen Bäder mit einem Pulver von Teebaumöl.
Dieses natürliche Heilmittel verhilft zu einer glatten und weniger geröteten Haut.

Aloe-vera-Gel
Die Echte Aloe vera ist bekannt für ihre lindernden Eigenschaften. Das Aloe-vera-Gel hilft, das brennende Gefühl zu vermindern.
Empfohlen wird reines Gel, ohne chemische Bestandteile.
Alternativ kann das Gel auch direkt aus der Pflanze gewonnen werden, um Konservierungsstoffe zu vermeiden, die die Krankheit verschlechtern könnten.

  • Ein äußeres Blatt mit einem Messer aufschneiden. Die äußeren Blätter enthalten mehr Gel.
  • Das zähere Fruchtfleisch mit einem Löffel entnehmen.
  • Das Gel kann in einem gut verschlossenen Glasgefäß für maximal zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Eine Schicht Gel auf den betreffenden Bereich auftragen.
  • Einwirken lassen, bis es vollständig absorbiert wurde.

Perillaöl
Dieses Öl hat entzündungshemmende Eigenschaften. Man kann es in Form von weichen Perlen einnehmen, die dieses Öl enthalten. Die empfohlene Menge ist eine Perle 2- bis 3-mal täglich.

 

Wie lange dauert eine Dyshidrose? Prognose

Eine definitive Behandlung gegen Dyshidrose gibt es nicht.
Gewöhnlich heilt ein dyshidrotisches Ekzem von selbst und ohne Probleme, doch können die Symptome periodisch wieder auftreten. Kratzt sich ein Patient zu sehr, kann das eine irritierte und verdickte Haut verursachen.
In einer solchen Situation wird die Behandlung der Dyshidrose sehr schwierig.

 

Komplikationen der Dyshidrose

Schmerz und Juckreiz, der die Nutzung der Hände beeinträchtigt.
Bakterielle Infektion durch Kratzen.

Dyshidrose an Händen und Füßen ultima modifica: 2015-03-04T11:30:11+00:00 da daggy