Therapie bei Plantar fasciitis

Wie erfolgt die Therapie bei Plantar fasciitis?

Anfangsbehandlung
Das Ziel der Behandlung ist zunächst einmal die Reduzierung der Entzündung.
Zur Behandlung der Plantar fasciitis  ist Schonung wichtig, damit die Mikroverletzungen heilen können.
Es können 3-mal täglich für 20 Minuten Eispacks auf die schmerzende Stelle gelegt werden.
Die Aktivitäten, die das Auftreten der schmerzhaften Symptome begünstigen, sind auf jeden Fall zu vermeiden; dazu gehören Laufen, Springen, langes Stehen.


Werden die gewohnten Aktivitäten weiter ausgeführt, besteht die Gefahr, dass die Symptome verschlimmern, bis die Tendinitis chronisch wird.
Um den Schmerz der Plantar fasciitis zu lindern, kann der Arzt Schuheinlagen verschreiben, damit das Gewicht auf eine größere Fläche besser verteilt wird.
Der Orthopädietechniker fertigt die Einlagen individuell an, um Pronation und Supination des Fußes zu korrigieren.
Weiche Fersenpolster heben den Knöchel ein wenig an und geben größeren Halt.
Welche Schuhe sind sollten getragen werden? Gutes Schuhwerk mit abfedernden Einlagen und mindestens 1 cm Absatz können die Stöße besser aufnehmen und somit die Belastung auf die Fußsohlen vermindern.
Auch nachts verwendete Stützbandagen zur Dehnung des Fußgewölbes können hilfreich sein, um den morgendlichen Symptomen vorzubeugen. Dieselbe Wirkung lässt sich mit einem Verband erzielen.

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Kinesio Taping für Plantar fasciitis

Kinesio-Taping für Plantarfasziitis: Action Entleerung Beruhigungsmittel. Form: Ein Streifen Lüfter mit 3 Schwänzen. Länge: von der Ferse bis zu den Zehen. Bewerben ab der Ferse bis zu den Zehen, ohne Spannung und das Einwickeln der gesamten Plantaraponeurose.

Arzneimittel

Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten zur Behandlung der Plantar fasciitis.
Der Arzt kann Schmerzmittel verschreiben wie Paracetamol oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Brufen, um den Schmerz zu lindern und die Entzündung zu reduzieren.
Diese Mittel können Nebenwirkungen verursachen, wie Bauchbeschwerden oder Magengeschwüre.
Dauern die Symptome der Tendinitis trotz Behandlung an, kann Kortison direkt an die betroffene Sehne gespritzt werden, aber diese Infiltrationen können riskant sein, weil sie die Tendenz aufweisen, das Sehnengewebe zu schwächen und die Sehnenplatte somit reißen könnte.

 

Physiotherapie

Lasertherapie und Ultraschallbehandlung sind wirkungsvoll und sicher, um Schwellung und Beschwerden zu lindern, weil sie eine entzündungshemmende Wirkung ausüben.
Die am häufigsten verschriebene Behandlungsmethode einer Plantar fasciitis ist die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT). Die hochenergetischen Schallwellen werden auf die schmerzende Stelle fokussiert, um den Gewebereparaturprozess einzuleiten.
Die ESWT kann unerwünschte Nebeneffekte mit sich bringen, wie Schwellung, Schmerzen während der Behandlung, ein Reißen der Sehnenplatte.
Es gibt ein spezielles Übungsprogramm zur Dehnung von Wadenmuskeln und Fußsohle, um die Symptome zu lindern.
Wenn Schmerzen und Schwellung nachlassen, müssen die Wadenmuskeln gestärkt werden, um Rückfällen vorzubeugen.
Manche Physiotherapeuten setzen die manuelle Crochetage-Technik ein, die Verklebungen lösen und die Heilungsprozesse des Körpers anregen soll.
Ein ähnliches Verfahren ist die Querfriktion nach Cyriax, die mit den Händen oder Ellbogen durchgeführt wird. Der Physiotherapeut massiert quer zur Faserrichtung.

 

Natürliche Heilmittel

Um die Entzündung der Plantar fascia zu lindern, können lauwarme Fußbäder in Salzwasser durchgeführt werden. Dazu etwa 8-10 EL Salz ins Wasser geben.
Lehmumschläge sind nur dann sinnvoll, wenn eine Schwellung vorliegt, denn diese Substanz absorbiert den Erguss (Entzündungsflüssigkeit).
Akupunktur kann wirkungsvoll eingesetzt werden, um die Funktionsfähigkeit des Körpers zu verbessern und die Heilung zu fördern.

Übungen zur Stärkung der Fußsohle:

  •  Anheben der Ferse –  Barfuß auf dem Boden stehen, die Fersen langsam anheben, so dass das Gewicht auf die Fußspitze verlagert wird. Diese Position einige Sekunden halten, dann die Fersen langsam wieder absenken. Diese Übung kann in verschiedenen schwierigeren Varianten ausgeführt werden, wie z.B. am Rand einer Stufe oder auf nur einem Bein.
  • Zehen und Knöchel – Zehen nach vorn strecken und dabei den Knöchel dehnen. Diese Position einige Sekunden halten; dann die Zehen nach oben ziehen, während der Knöchel in Neutralposition zurückkehrt.
  • Füße auf einem Handtuch – Ein Handtuch lang zusammenrollen und auf den Boden legen. Barfuß auf dem Handtuch nach vorn und zurück  balancieren.
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    Stehen auf einem Bein
  • Auf Zehenspitzen laufen – Barfuß auf den Zehenspitzen laufen, dabei den Körper so hoch wie möglich drücken.
  • Auf Sand spazieren – Barfuß auf einer beliebigen Sandfläche spazieren und dabei die Unregelmäßigkeiten des Bodens ausnutzen.
  • Murmelspiel:  – Einige Murmeln auf dem Boden verteilen, mit den Zehen aufnehmen und in ein Glas geben. Es können auch kleine Steine, Würfel, Stifte oder andere Dinge verwendet werden, die sich mit den Füßen aufsammeln lassen.
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    Gehen auf Zehenspitzen
  • Gleichgewicht auf einem Bein – Barfuß auf einem Bein stehen und das Gleichgewicht halten; die Augen zunächst offen lassen, dann aber schließen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Oder anfangs die Ferse am Boden lassen, dann anheben und nur auf den Zehenspitzen stehen.
  • Anheben der Fußsohle – Auf einem Stuhl sitzen, wobei die Füße entspannt auf dem Fußboden stehen. Die Fußsohle leicht anheben, die Zehen dabei am Boden lassen. Zur Erhöhung der Schwierigkeit kann die Übung im Stehen ausgeführt werden, auf nur einem Bein oder auf einer weichen, unregelmäßigen Oberfläche.
  • Knöchelkreisen – Den Fuß um den Knöchel kreisen lassen, so als würde der große Zeh Kreise in die Luft malen. Die Kreise im und gegen den Uhrzeigersinn ausführen. Viele Wiederholungen in beide Richtungen vornehmen, weil diese Übung von geringer Intensität ist. Die Übung kann überall und auch mit Schuhen durchgeführt werden.
  • Ball unter dem Fuß – Einen Tennis- oder Golfball unter den Fuß legen. Mit dem Fuß über den Ball rollen, so dass die gesamte Sehnenplatte der Fußsohle gedehnt wird. Die Übung 2 Minuten lang für jeden Fuß ausführen.

Die Füße spielen eine wichtige Rolle für eine gute Haltung, die Bewahrung des Gleichgewichts, beim Gehen und für die Gesundheit im Allgemeinen. Ein gutes Gleichgewicht ist wichtig für die täglichen Aktivitäten und auch für die sportlichen Leistungen. Mit Hilfe der Kräftigungsübungen für die Fußsohle lassen sich Flexibilität, Bewegung und Kraft des Fußes leicht erhöhen. Diese Übungen wirken systematisch auf Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder des Fußes. Auch wenn manchmal Motivation und Energie fehlen sollten, ist die Ausübung dieser Übungen wichtig, weil sie die Grundlage für die Rückkehr ins normale Leben darstellen.

Dehnung der Fußsohle:

  • Fußsohlendehnung – In sitzender Position liegt der Knöchel des einen Beins auf dem Knie des anderen Beins. Nun die Zehen vorsichtig nach oben ziehen und die Position 10-30 Sekunden halten. Zweimal wiederholen und den Fuß wechseln. Diese Dehnübung lässt sich morgens im Bett vor dem Aufstehen durchführen, so dass die Schmerzen bei den ersten Schritten vermindert werden.
  • Dehnung mit Handtuch – Mit gestreckten Beinen auf dem Boden sitzen. Ein zusammengerolltes Handtuch um die Fußspitze legen und dann langsam zum Körper ziehen; dabei bleiben die Beine gestreckt. 10-30 Sekunden halten, zweimal wiederholen und die Seite wechseln.
  • Dehnung der Achillessehne – Vor einer Wand aufstellen, ein Bein steht vorn, das andere hinten. Beide Füße stehen mit der ganzen Fußsohle auf dem Boden. Das Gewicht nach vorn zur Wand verlagern, ohne die Füße vom Boden zu lösen, bis eine Spannung in der gesamten Wade spürbar wird; 10-30 Sekunden halten, dann entspannen. Zweimal wiederholen und das Bein wechseln.

 

Erlaubte und verbotene Sportarten

Schwimmen und Kajak sind erlaubt.
Bei einer leichten Plantar fasciitis ist Fahrradfahren erlaubt, wenn es keine Schmerzen verursacht, der Fuß sollte dabei möglichst weit hinten aufgestützt werden.
Lauf- und Sprungsportarten sind zu unterlassen.

 

Chirurgischer Eingriff bei Plantar fasciitis

Die Chirurgie ist keine gängige Behandlung einer Plantar fasciitis, aber in einigen Fällen kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein, wenn die konservativen Behandlungsmethoden keine Wirkung zeigen.
Der chirurgische Eingriff trägt die Bezeichnung “Release der Plantar fascia” und besteht in einem partiellen Einschnitt der Fußsohle, um den auf dem Gewebe lastenden Druck zu mindern.
Zu den möglichen Komplikationen gehören Infektionen, Plattfuß (wenn der Chirurg mehr als 50% der Sehnenplatte einschneidet), Verschlimmern der Symptome, Beschädigung kleiner, nahe liegender Nerven oder Riss der Sehnenplatte.

 

Wie lang sind die Genesungszeiten? Die Heilungsprognose

Die Heilung einer Plantar fasciitis kann viel Zeit in Anspruch nehmen und länger als ein Jahr dauern.
Wenn die Beschwerden in der akuten Phase sachmäßig behandelt werden, kann die Genesung innerhalb eines Monats erfolgen.
Weitere Artikel: Plantarfasziitis, Schmerzen, Symptome und Diagnose

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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