Prostataentzündung oder Prostatitis

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Die Entzündung der Prostata ist eine Erkrankung, die die Vorsteherdrüse betrifft und Symptome hervorruft, die sich auch auf den Geschlechtsverkehr des Mannes auswirken.
Bei Männern ist die Prostataentzündung eine häufige Erkrankung.
Die Prostata ist verantwortlich für die Erzeugung eines Sekrets, der sogenannten Samenflüssigkeit.

Diese reine Flüssigkeit dient der Neutralisierung des Säuregehalts im Vaginaltrakt, anderenfalls würde das Sperma zerstört werden, ehe es die Eizelle für die Befruchtung erreicht.
Mit anderen Worten, die Vorsteherdrüse ist wichtig, um die Chance einer Befruchtung zu erhöhen.

Urologe,Urologie,DoktorOhne sie wäre ein Überleben des ejakulierten Samens im Vaginaltrakt bedroht und die Möglichkeit einer Befruchtung vermindert.
Darüber hinaus blockiert die Prostata während der Ejakulation den Harnabgang.
Das geschieht, indem sie während dem Geschlechtsverkehr die Harnröhre verschließt.

Ursachen der Prostataentzündung

Auch wenn Männer im Alter von über 40 Jahren ein höheres Risiko für eine Prostatitis haben, bedeutet das nicht, dass jüngere Männer nicht unter diesem Problem leiden könnten. Die Ursache der Prostatitis kann zwei Ursachen haben: bakterielle und nicht bakterielle Infektionen.


Die Prostatitis durch eine bakterielle Infektion kann in zwei Arten eingeteilt werden: die akute bakterielle Prostatitis und die chronische bakterielle Prostatitis.
Die akute Prostatitis ist die häufigste Form der Prostataentzündung.
Das Bakterium, das diese Infektion verursacht, wandert oft aus dem Darm oder der rektalen Zone in die Prostata.
Es gibt im Darmbereich einige Bakterien, die sich zuweilen vermehren und auf Harnröhre und Prostata ausbreiten können. Dies führt zu einer Infektion der Harnwege und Entzündung der Vorsteherdrüse.
Wenn die bakterielle Prostatitis nicht behandelt wird oder Bakterien auch noch nach einer Behandlung in der Vorsteherdrüse verbleiben, kann dies zu einer chronischen bakteriellen Prostatitis führen.

Die Prostatodynie (Schmerzen der Prostata) und die nicht-bakterielle (abakterielle) chronische Prostatitis sind zwei Arten einer Erkrankung der Prostata, die aus anderen Gründen als einer bakteriellen Infektion entstehen. Allerdings haben Ärzte noch keine genaue Ursache gefunden, die diese beiden Arten der Prostatitis verursacht. Aber es gibt mehrere Gründe, die Ursache der Prostatitis sein können.
Einer der auslösenden Faktoren der abakteriellen Prostatitis sind Tätigkeiten wie das Arbeiten mit schweren Maschinen, das Führen schwerer Lastwagen usw., die die Prostata starken Vibrationen aussetzen und dadurch Probleme einer Prostatitis hervorrufen.
Außerdem können auch Fahrradfahren und Joggen Reizungen an der Vorsteherdrüse verursachen.

Symptome der Prostataentzündung

Die Symptome der Prostatitis hängen von den Gründen ab, die die Entzündung und die Prostatavergrößerung verursacht haben.
Jedoch gibt es einige Symptome, die häufige Indikatoren für alle Prostatitisarten sind.
Das häufigste Symptom der Prostatitis ist ein starker Schmerz im Beckenbereich.
Eine Person kann Penisschmerzen, Schmerzen in den Hoden und gelegentlich auch unterhalb des Beckens verspüren.
Die Symptome können sich nach dem Geschlechtsverkehr verschlimmern.
Es gab Fälle, bei denen der Schmerz in der Leistengegend (inguinal) und im Unterleib verspürt wurde, oder der Patient über Rückenschmerzen im Lumbalbereich berichtet hat.

Ein anderes Symptom der Prostatitis sind Schmerzen oder Beschwerden beim Wasserlassen (Miktion).
Man kann Juckreiz oder Brennen verspüren, was das Wasserlassen erschwert.
Auch die Unterbrechung der Miktion ist ein Zeichen der vergrößerten Prostata.
Zusammen mit den Miktionsstörungen können Männer auch einen häufigeren Harndrang beobachten.
Dieser entsteht aufgrund des erhöhten Drucks auf die Vorsteherdrüse durch die Infektion.
An Prostatitis erkrankte Männer können während der Ejakulation Schmerzen verspüren.
Impotenz und Erektionsstörungen sind weitere Symptome, die man bei Personen mit Prostatodynie beobachtet.
In gewissen Fällen besteht ein signifikanter Libidoverlust.

Außer diesen Symptomen neigen Männer auch dazu, bei Prostatitis unter hohem Fieber und Schüttelfrost zu leiden.
Diese Krankheit verursacht Verdauungsbeschwerden, die zu Übelkeit, Erbrechen und Schwäche führen.
In manchen Fällen verläuft die Prostatitis leicht oder asymptomatisch, also ohne Symptome.
Manche Patienten haben Prostataschmerzen, ohne dass Infektionen oder andere Anzeichen einer Prostatitis vorliegen. Diese Beschwerden betreffen vor allem Jugendliche.
Die Blutuntersuchungen können erhöhte PSA-Werte ergeben, PSA ist die Abkürzung für prostataspezifisches Antigen.

Wie wird eine Prostataentzündung behandelt?

Medikamente
Die Symptome einer benignen Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse) vergehen in den meisten Fällen ohne eine Therapie.
Man sollte vermeiden, zu frühzeitig Medikamente einzunehmen.
Man sollte warten und die Erkrankung überwachen, um zu sehen, wann die Anzeichen und Symptome schwerwiegend und lästig werden und ob sie zu Komplikationen führen können.

Alphablocker: Alphablocker wirken auf das glatte Muskelgewebe der Prostata und des Harnblaseneingangs.
Die Wirkung umfasst die Entspannung des Muskelgewebes, damit die Symptome gelindert werden, die die Harnprobleme verursachen.
Sie tragen jedoch nicht zur Verkleinerung der Prostata bei.
Diese Medikamente sollten bei moderaten Symptomen einer gutartigen Prostatahyperplasie eingenommen werden und beginnen, 2 oder 3 Tage nach Beginn der Therapie zu wirken.
In 2 oder 3 Wochen zeigen die Symptome eine Besserung. Nachfolgend werden die häufigsten Alphablocker aufgelistet.

Handelsname:

  • Doxacor
  • Alna
  • Silodyx
  • UroXatral

Bei diesen Medikamenten sind einige Nebenwirkungen bekannt. Alphablocker können kleinere Probleme verursachen, wie:

  • Müdigkeit und Gefühl von Schwäche
  • Schwindel und Benommenheit
  • Kopfschmerzen
  • Verstopfte Nase

Diese Nebenwirkungen können ein Absinken des Blutdrucks hervorrufen, wenn sich der Patient plötzlich aufrichtet oder setzt.


5-alpha-Reduktasehemmer: Diese Medikamente bewirken ein Schrumpfen der Prostata.
Sie wirken auch auf den Hormonspiegel der Androgene ein, die ebenfalls für das Organwachstum verantwortlich sind.
Diese Pharmaka blockieren die Freisetzung einiger Enzyme, wodurch die Größenzunahme unterbrochen wird.
Sie verringern auch die Symptome, die zu Beschwerden beim Wasserlassen führen.
Diese Medikamente benötigen viel Zeit, ehe eine Verbesserung eintritt.
Es dauert fast 5-6 Monate, ehe ein Ergebnis zu bemerken ist.
Mit einer wirksamen Behandlung jedoch können mit diesen Medikamenten zu erwartende Komplikationen, wie eine Operation, vermieden werden.
Die am häufigsten verschriebenen 5-alpha-Reduktasehemmer sind nachfolgend angeführt.

Handelsname:

  • Avodart
  • Proscar

Nebenwirkungen dieser Medikamente sind eine verringerte Libido, Erektions- und Ejakulationstörungen (verringerte Samenergussmenge).
Es können außerdem Brustschmerzen beobachtet werden. Andere Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit und Kopfschmerzen.

Antibiotika und andere Medikamente bei Prostataentzündung
Es gibt einige empfohlene Antibiotika für eine wirksame Therapie. Sie werden hauptsächlich zur Linderung der Symptome einer chronischen Prostatitis (Schwellung und Entzündung der Prostata) angewendet. Einige häufig verwendete Medikamente sind:

  • Ciprofloxacin Teva
  • Tetracyclin
  • Nitrofurantoin
  • Bactrim

Die Antibiotika haben vor allem gastrische Nebenwirkungen, zum Beispiel Übelkeit und Durchfall.

Außer den Medikamenten gibt es auch pflanzliche Heilmittel (wie Serenoa repens), die als Therapie in Betracht gezogen werden. Allerdings gibt es widersprüchliche Ansichten über die Wirksamkeit dieser Pflanzen bei der Behandlung der Symptome einer gutartigen Prostatahyperplasie.

Wärmetherapie bei Prostataentzündung

Man kann Wärme anwenden (über die Harnröhre), um die Größe der Prostata zu verringern. Dies ist ein Verfahren, das unter Anästhesie erfolgt. Es bringt rasche Ergebnisse und die Erholungszeit von der Behandlung ist nicht allzu lang.
Die Arten der Wärmetherapie sind Elektrovaporisation, Mikrowellen- oder Lasertherapie.

Chirurgische Therapie bei Prostataentzündung

Oftmals ist eine Operation auf lange Sicht die effektivste Möglichkeit gegen Komplikationen durch Prostatavergrößerung.
Die chirurgischen Verfahren umfassen die endoskopische Resektion der Prostata, die transurethrale Inzision der Prostata oder die operative Prostatektomie (Entfernung der Vorsteherdrüse).
Allerdings gibt es Nebenwirkungen wie Infektion und strukturelle oder nervöse Schädigungen, die einen Verlust der Blasenkontrolle, Impotenz und Ejakulationsprobleme einschließen.

 

Prostataentzündung oder Prostatitis
Prostataentzündung oder Prostatitis

Naturheilmittel bei Prostataentzündung

Änderung des Lebensstils
Die Forschung hat gezeigt, dass bei einer nicht-bakteriellen Prostataentzündung der Ursprung vor allem in der Lebensweise eines Menschen liegt.
Männer, die schwere Arbeiten verrichten oder einer Art von Arbeit nachgehen, bei der starke Erschütterungen auf den Bereich der Prostata einwirken, sind anfälliger für eine Entzündung.
Man sollte Radfahren vermeiden oder aber einen Sattel benutzen, der eine Aussparung für die Prostata bietet.
Schwere körperliche Tätigkeiten sollten demnach vermieden werden, bis sich der Betreffende wieder besser fühlt, vor allem, wenn die Person in Aktivitäten wie das tägliche Heben schwerer Gegenstände, das dauernde Führen schwerer Fahrzeuge oder die Bedienung schwerer Maschinen über einen längeren Zeitraum eingebunden ist.
Rauchen schädigt die Prostata, daher sollte man mit dem Rauchen aufhören.

Diät und Ernährung bei Prostataentzündung

Der einfachste Weg für eine natürliche Heilung einer Prostataentzündung ist die Veränderung der Ernährung.
Das ist das Geringste, das man dazu beitragen kann, um keine Schmerzen zu haben.
Heidelbeersaft ist bei der Verringerung der Prostataentzündung sehr wirksam.
Er hilft, die Bakterien zu beseitigen, die die Infektion und Entzündung verursachen.
Ein anderes, sehr interessantes Mittel zur Verringerung einer Prostatitis ist Maisseide.
Die Seide, die aus der Maispflanze gewonnen wird, hilft gegen Brennen und Schmerzen, die durch die Entzündung hervorgerufen werden.
Dazu muss man die Seide in einem Gefäß mit kochendem Wasser übergießen und etwa fünf bis sieben Minuten ziehen lassen.
Dann kann man die Seide abgließen und als Tee trinken. Der Geschmack kann unangenehm sein, deshalb kann man einen Löffel Honig und etwas Zitronensaft hinzugeben.
Zusätzlich zu diesen Mitteln sollte man eine ausreichende Menge an Zitrusfrüchten, frischem grünem Gemüse usw. essen.
Zudem sollte man daran denken, ausreichend Wasser zu trinken, um den Körper stets gut hydriert zu halten.

Zu vermeidende Lebensmittel
Tierisches Eiweiß (zum Beispiel Fleisch), Milchprodukte, frittierte Speisen, Chili und Süßspeisen sollte man vermeiden.
Man sollte auf keine Fall Bier oder andere alkoholische Getränke zu sich nehmen, da sie die Situation verschlimmern können.

Wie lange dauert die Erkrankung? Genesungszeiten bei Prostataentzündung

E gibt keine genauen Zeitangaben bei dieser Erkrankung, sie kann unter Therapie und bei korrekter Ernährung in wenigen Tagen ausheilen oder viele Jahre andauern.