Muskelschwäche in den Beinen

Muskelschwäche in den Beinen bedeutet Kraftverlust in den Beinen.

INHALT

  • Ursachen
  • Krankheiten
  • Muskelbeschwerden
  • Symptome
  • Diagnose
  • Therapie und Heilmittel

 

In den Beinen können Krämpfe oder eine bedeutsame Muskelschwäche auftreten, die es unmöglich machen, längere Zeit zu stehen.

Diese Störungen werden bei Kindern und Erwachsenen beobachtet.

Schwäche und Muskelschmerzen

Schwäche und Muskelschmerzen können gemeinsam auftreten.

Ursachen von Muskelschmerzen

 

Muskelschmerzen an Beinen und Armen sind sehr häufig.

Der Schmerz verursacht eine Kraftminderung, weil die Bewegung Schmerzen verursacht, die betroffene Person somit keine alltäglichen oder sportlichen Aktivitäten durchführen kann.

Ursachen von diffusen Muskelschmerzen

Der Muskelschmerz ist hauptsächlich ein Symptom von Skelett-Muskel-Erkrankungen wie:

  • Fibromyalgie,
  • Infektionskrankheiten wie Grippe, Erkältung oder die Lyme-Krankheit.
  • Erkrankungen des Bindegewebes wie Lupus erythematodes (LE).
  • Muskeldegeneration, also Polymyositis.

Der Schmerz, der durch diese Erkrankungen entsteht, kann geringgradig oder hochgradig sein.

Ursachen von lokalisierten Muskelschmerzen

Ursachen können sein:

  • Eine Prellung,
  • Ein Unfall,
  • Übermäßiger Sport,
  • Schwere Arbeit,
  • Eine muskuläre Stauchung oder Zerrung,
  • Eine Kontraktur.

Die periphere Neuropathie ist eine weitere Krankheit, die außer Muskelschmerzen noch Kribbeln und Sensibilitätsverlust verursacht.

Ein Elektrolytungleichgewicht (zum Beispiel von Magnesium, Kalium und Natrium) im Blut verursacht Schmerzen und Schwäche in den Muskeln.

Ein Kraftverlust kann schwerwiegende Folgen haben, zum Beispiel ist eine Schwäche der Lendenmuskeln ein Risikofaktor für einen Bandscheibenvorfall.

Ursachen von Muskelschwäche in den Beinen

Muskelschwäche in den Beinen kann durch eine ganze Serie von Faktoren verursacht sein. Einige sind harmlos, während andere sehr gefährlich sein können.

Training

Schwere körperliche Tätigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für Muskelschwäche. Übertriebenes Training kann zu Erschöpfung und Müdigkeit führen.

Athleten und Sportler können ermatten, wenn sie es mit harten Trainingseinheiten übertreiben.

Wichtig ist, nach dem Training angemessen auszuruhen.

Ernährung und Diät

Einer der häufigsten Gründe für Muskelschwäche ist die Ernährung.

Aufgrund eines gehetzten Lebensstils ziehen viele Menschen Fast-Food einem gesunden Essen vor.

Auch wenn Fertigkost den Hunger stillt, gibt sie dem Körper nicht die notwendigen Nährstoffe.

So kann all dies Schwäche in den Beinen und im ganzen Körper verursachen.

Blutkreislauf

Eine andere Ursache für Beinschwäche ist eine schlechte Durchblutung.

Durchblutungsstörungen in den Beinen können verursacht sein durch:

  • Einen arteriellen Verschluss,
  • Geplatzte Kapillaren.

Daraus entstehende Folgen sind blaue Flecke oder Hämatome ohne erkennbare Ursache.

Wird die Muskulatur nicht ausreichend oxygeniert und mit Nährstoffen versorgt, erschlaffen die Muskeln.

Schilddrüse

Eine Autoimmunerkrankung wie Morbus Basedow kann die Beinmuskeln schwächen. Diese Erkrankung verursacht eine Überaktivität der Schilddrüse (Hyperthyreose).

Sie kann zu Schwäche vor allem in den Muskeln führen der:

  • Schulter,
  • Hüfte,
  • Unteren Extremitäten,
  • Hand.

Arzneimittelnebenwirkung

Einige Medikamente können Muskelschwäche bewirken, zum Beispiel:

  • Gentamicin (Gentalyn),
  • Kortisone (in hoher Dosis),
  • Diuretika (wenn sie zu einer Senkung des Kaliumspiegels führen),
  • Laxantien.

Krankheiten, die Muskelschwäche verursachen

Stoffwechselstörungen

Morbus Addison

Eine Hormonstörung, genannt Morbus Addison, verursacht einen Aldosteron- und Cortisolabfall (Hormone der Nebenniere). Die Folgen davon sind:

  1. Muskelschwäche in den Beinen,
  2. Übelkeit,
  3. Erbrechen,
  4. Bauchschmerzen,
  5. Gewichtsverlust.

Andere Stoffwechselkrankheiten

  1. Hyperparathyreoidismus,
  2. Natrium- oder Kaliummangel,
  3. Diabetes,
  4. Thyreotoxikose.

Toxische Erkrankungen

  1. Botulismus.
  2. Organophosphatvergiftung,
  3. Lähmungen durch Tetrodotoxinvergiftung.

Neurologische Störungen

Zerebralparese

Die Zerebralparese ist eine Erkrankung, bei der Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen auftreten. Zudem verursacht sie einen Verlust des Muskeltonus.

Sie kann angeboren sein (infantile Zerebralparese) oder entsteht sekundär nach einem Schädelhirntrauma oder durch eine Krankheit.

Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, gekennzeichnet durch Müdigkeit und schwankende Muskelschwäche.

Wenn das Gehirn kein Signal für die Muskelkontraktion senden kann, geht Kraft verloren und man kann keine Bewegungen mehr ausführen.

Anzeichen und Symptome der Myasthenia gravis sind:

  1. Hängende Augenlider,
  2. Schluckstörungen,
  3. Muskelermüdung,
  4. Atemschwierigkeit (durch Schwäche der Atemmuskulatur),
  5. Unfähigkeit für mimischen Gesichtsausdruck usw.

Die Therapie besteht in Medikamenten und chirurgischen Maßnahmen.

Multiple Sklerose (MS)

Die MS ist eine Erkrankung, die das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und Millionen von Nervenzellen im Körper betrifft.

Die Nervenfasern sind von einer Fettsubstanz geschützt, die Myelin genannt wird. Bei einer Multiplen Sklerose entzündet sich das Myelin.

Die Folge ist die Trennung der Myelinschicht von der Nervenfaser und die Zerstörung dieser Substanz.

Ist der Nerv ohne Myelin, verlaufen die Nervenimpulse verlangsamt.

Es sind viele Symptome möglich, darunter sind:

  • Gangunsicherheit,
  • Verlust des Gleichgewichts und der Koordination,
  • Muskelschwäche,
  • Kraftverlust,
  • Starrheit,
  • Zittern,
  • Erschöpfung, Müdigkeit und Kurzatmigkeit,
  • Inkontinenz,
  • Stuhlverstopfung,
  • Schwindel,
  • Schmerzen an Armen und Beinen.

Patienten mit Multipler Sklerose haben in der ersten Phase Schwierigkeiten beim Gehen, jedoch nur mit einem Bein, dem rechten oder dem linken.

In einem fortgeschrittenen Stadium müssen sie beim Gehen anhalten und die Erholungsphasen werden immer länger.

Angst und Depression

Diese mentalen Störungen können Müdigkeit und Schwäche, vor allem in den Beinen, einen beschleunigten Herzschlag, Kribbeln usw. verursachen.

Andere neurologische Krankheiten:

  1. Die amyotrophe Lateralsklerose ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der sich die Motoneuronen zerstören, wodurch der Patient seine Muskeln nicht mehr kontrollieren kann.
  2. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die die Muskeln der Beine schwächt.
  3. Nervenkompression,
  4. Bell-Lähmung (betrifft die Augenmuskeln),
  5. Muskeldystrophie,
  6. Schlaganfall.

Muskeltypische Erkrankungen

Dermatomyositis

Die Dermatomyositis ist eine entzündliche Muskelerkrankung, die chronische Entzündungen der Haut und der Muskeln verursacht.

Sie ist eine fortschreitende Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, die proximal (Oberschenkelmuskulatur, Schultern und Arme bis Ellenbogen) zu Muskelschwäche führt.

Symptome der Dermatomyositis sind:

  1. Muskelschmerzen,
  2. Geschwüre an Magen und Dünndarm,
  3. Darmdurchbruch,
  4. Lungenkrankheiten,
  5. Fieber,
  6. Müdigkeit,
  7. Gewichtsverlust.

Sie verursacht Hautausschläge von roter oder violetter Farbe in Gesicht, Händen, auf Knien, Brust und Rücken.

Es gibt keine Heilung dieser Krankheit, doch kann man die Symptome mit Kortikosteroiden und immunsuppressiven Medikamenten mildern.

Myositis

Die Myositis ist eine Erkrankung, die eine Entzündung der Muskelfasern bewirkt, und ist eine der Ursachen für Muskelschwäche an den Beinen.

Die Schwäche kann auch auf andere Teile des Körpers ausstrahlen, was zu Müdigkeit und Schmerzen führt.

Muskeldystrophie

Die Muskeldystrophie ist eine genetisch bedingte Erbkrankheit, die durch eine Schädigung der Muskelfasern gekennzeichnet ist.

Symptome der Muskeldystrophie sind:

  1. Schwäche,
  2. Beweglichkeitsverlust,
  3. Fehlende Koordination.

Es gibt für die Muskeldystrophie keine Heilung.

Andere muskuläre Ursachen

  1. Rhabdomyolyse ist charakterisiert durch Zerstörung der Muskelfasern;
  2. Polymyositis ist eine fortschreitende entzündliche Erkrankung des Muskelapparates;
  3. Myotonie ist eine Krankheit, die durch eine zu langsame Entspannung der Muskeln nach einer Kontraktion gekennzeichnet ist.
  4. Fibromyalgie ist eine chronische Muskelstörung, die durch diffuse Schmerzen, Müdigkeit (vor allem am Morgen) und Steifigkeit gekennzeichnet ist.
  5. Mitochondriale Myopathien sind Erkrankungen, bei denen die Organe, die für die Zellen Energie gewinnen, geschädigt sind.

Andere Gründe für Muskelschwäche

  1. Maligne Tumoren wie das multiple Myelom (betrifft vor allem ältere Menschen),
  2. Restless Leg Syndrom,
  3. Anämie,
  4. Mangelernährung,
  5. Morbus Hodgkin,
  6. West-Nil-Virus,
  7. Niedriger Blutdruck.

Muskelschwäche,Beine

Wie manifestiert sie sich? Die Symptome der Muskelschwäche

Eines der häufigsten Symptome von Muskelermüdung ist der Kraftverlust.

Auch wenn die Symptome von Muskelermüdung bei Männern und Frauen ähnlich sind, so sind Frauen anfälliger während:

  • Schwangerschaft,

Eine schwangere Frau entwickelt diese Symptome vor allem in Beinen und Armen.

Muskelermüdung bei Frauen wird vor allem verursacht durch:

  • Fibromyalgie,
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom.

Liste der Zeichen und Symptome, die sich zusammen mit Muskelermüdung zeigen:

  1. Abgeschlagenheit,
  2. Taubheitsgefühl der Muskeln,
  3. Unfähigkeit, einen Arm hoch zu halten,
  4. Schwierigkeiten beim Ergreifen von Gegenständen wegen Schwäche in den Händen (zum Beispiel aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms),
  5. Instabiles Knie (Muskelversagen),
  6. Unfähigkeit zu körperlicher Aktivität,
  7. Schläfrigkeit,
  8. Lang anhaltende Müdigkeit,
  9. Unwohlsein,
  10. Schlaflosigkeit,
  11. Kopfschmerzen.

Es können sich ungewollte Muskelkontraktionen, auch Myoklonien genannt, und schnelle Zuckungen und Faszikulationen ergeben.

Diese spontan auftretenden Muskelzuckungen beobachtet man vor allem bei Menschen mit ALS (Amyotropher Lateralsklerose).

Zu den Symptomen gehört auch der Tremor.

Tremor kann durch maximale Muskelkontraktionen verursacht werden.

Postoperative Muskelschwäche

Patienten, die einem chirurgischen Eingriff unterzogen waren, verlieren unmittelbar danach die Kraft an Quadrizeps und Wade.

Wenn sie versuchen, eine einfache Übungen zu machen, bemerken sie, dass das Bein wegen einer maximalen Muskelkontraktion zittert.

Diagnose der Muskelschwäche

Die Diagnose der Muskelschwäche wird durch Beurteilung des Arztes und die folgenden Untersuchungen erhoben:

  1. Blutanalysen,
  2. Elektromyographie,
  3. Kernspintomographie,
  4. CT.

Therapie und Naturheilmittel bei Muskelschwäche

Folgende natürliche Behandlungen können bei Muskelschwäche helfen, wenn sie nicht durch schwerwiegende Erkrankungen verursacht wird.

Bewegung

Die regelmäßige körperliche Aktivität erhöht die Widerstandskraft und den Appetit und vermindert Stress.

Die Übungen spielen eine fundamentale Rolle, um die Gesundheit zu fördern und Krankheiten zu bekämpfen, zum Beispiel:

  1. Aerobic,
  2. Dehnübungen,
  3. Yoga.

Ruhepausen

Übermäßige Anstrengung kann Muskelschwäche verursachen. Deshalb ist nach einer mühevollen Aktivität eine angemessene Ruhepause empfohlen.

Wenigstens sieben Stunden am Tag schlafen.

Viel Wasser trinken

Das Trinken einer ausreichenden Menge Wasser beugt der Dehydration vor und begünstigt die Verdauung.

Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Muskelschwäche.

Fette und frittierte Speisen sollten besser vermieden werden.

Empfohlen wird, Früchte, Gemüse (reich an Vitaminen), Vollkornprodukte, Nüsse und Samen zu essen, denn sie helfen, gesund und in Form zu bleiben.

Nahrungsergänzungsmittel sollten besser vermieden werden, denn Mineralsalze und Vitamine finden sich ausreichend in der Nahrung.