Geschwollenes Zahnfleisch

Was sind Zahnfleischschwellungen?

Das Zahnfleisch ist für die Gesundheit des Mundes sehr wichtig.

INHALT

  • Worum handelt es sich?
  • Ursachen
  • Zahnfleischbluten
  • Symptome
  • Behandlung
  • Naturheilmittel
  • Vorbeugung

Zahnfleisch besteht aus einer rosafarbenen Schleimhaut, die die Kiefer bedeckt.

Dieses Gewebe ist:

  • Dick,
  • Faserreich,
  • Von vielen Blutgefäßen durchzogen.

Schwillt das Zahnfleisch an, verspürt man Schmerzen.

Die Schwellung entsteht dort, wo die Schleimhaut den Zahn berührt.

Wenn es geschwollen und entzündet ist, wird es rot.

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Ursachen für Zahnfleischschwellung und Zahnfleischentzündung

Die häufigsten Ursachen für Zahnfleischschwellung sind:

Die Mundschleimhaut blutet leichter, wenn die Zähne geputzt werden.

Gingivitis

Die Gingivitis ist die häufigste Ursache für eine Zahnfleischschwellung.

Die Gingivitis verursacht:

  • Reizung,
  • Schwellung.

Viele Menschen haben eine Gingivitis, doch sind sie sich dessen nicht bewusst, weil die Symptome sehr gering sind.

Wird nicht behandelt, kann eine Gingivitis zu Zahnausfall führen.

Oftmals ist die Gingivitis die Folge einer mangelhaften Mundhygiene.

Werden die Zähne nicht geputzt, bilden sich Beläge an den Zahnfleischrändern.

Beläge bestehen aus einem Film von Bakterien und Speiseresten, die sich unter den Zähnen einnisten.

Bleibt der Belag über viele Tage auf dem Zahn bestehen, wird er zu Zahnstein, das ist eine Ansammlung von Kalksalzen.

Zahnstein kann nicht entfernt werden mit:

  • Zahnbürste und Zahnpasta,
  • Zahnseide.

Zahnstein kann eine Gingivitis verursachen.

 

Schwangerschaft

Eine Zahnfleischschwellung kann auftreten:

  • In der Schwangerschaft,
  • In der Stillzeit.

Die Hormone, die der Körper während der Schwangerschaft bildet, können zu einer vermehrten Durchblutung des Zahnfleischs führen.

Der erhöhte Blutstrom kann eine Reizung des Zahnfleisches verursachen, was zur Schwellung führt.

Andere, weniger häufige Ursachen von Zahnfleischschwellungen sind:

Mangelernährung

Vitaminmangel (vor allem von Vitamin B und C) kann Zahnfleischschwellungen verursachen. Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch.

Wenn der Vitamin-C-Gehalt sehr niedrig ist, kann der betreffende an Skorbut erkranken. Skorbut kann zu Anämie führen. In reicheren Ländern ist Mangelernährung eine seltene Krankheit, die vor allem bei älteren Menschen auftritt.

Infektion

Infektionen werden vor allem durch Pilze und Viren verursacht.

Sie können Zahnfleischschwellungen hervorrufen. Das Herpesvirus kann eine Stomatitis herpetica verursachen.

Symptome der Stomatitis herpetica sind:

  • Schmerzen,
  • Zahnfleischschwellung,
  • Fieber,
  • Schluckbeschwerden.

Wächst der Candida-Hefepilz (der sich naturgemäß im Mund befindet) in exzessiver Weise heran, entsteht daraus eine Hefeinfektion, der sogenannte Soor.

Andere Infektionen, die Zahnfleischschwellungen verursachen können, sind:

  • Halsschmerzen (virale Halsentzündung),
  • Mandelentzündung.

Die Infektion kann auch zu vergrößerten Lymphknoten führen.

Abszess

Schwellungen am Zahnfleisch können auch durch einen Abszess entstehen.

Ein Abszess ist eine Eiteransammlung zwischen Schleimhaut und Zahn.

In den meisten Fällen wird ein Abszess durch eine Infektion des Zahnfleischs verursacht.

Der Zahnarzt:

  • Fertigt für die Diagnose eine Röntgengenaufnahme an,
  • Verschreibt ein Antibiotikum zur Behandlung der Infektion,
  • Kann einen Einschnitt und eine Drainage des Eiters sowie eine Devitalisierung vornehmen,
  • Kann in schwerwiegenden Fällen zur Zahnextraktion raten.

Zahnspangen

Festsitzende Zahnspangen verhindern die Entfernung von Belägen und Zahnstein, die Schwellungen am Zahnfleisch verursachen können.

Zahnfleischentzündung nach Zahnfüllung

In manchen Fällen kann eine Zahnfüllung Schwellungen am Zahnfleisch verursachen, entweder durch den Druck der Instrumente des Zahnarztes oder durch eine Karies, die sich nahe dem Zahnfleisch befindet.

Milchzähne bei Kindern

Der Durchbruch der ersten Milchzähne bei Kindern kann Zahnfleischschwellungen und Entzündungen verursachen.

Zahnfleischschwund

Parodontitis (oder Pyorrhea) ist eine Krankheit, die das Zahnfleisch und das Stützgewebe des Zahns befällt. Sie kann dazu führen, dass das Zahnfleisch anschwillt, dunkel wird und sich vom Zahn zurückzieht.

Ursachen von Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten

Weisheitszahn

Zu den Ursachen, die Schwellungen hervorrufen, gehört auch das Wachstum oder die Infektion eines Weisheitszahns. Diese Zähne sind die hinteren im Mund: die dritten Molaren.

Nach dem Ziehen blutet das Zahnfleisch und schwillt an.

Zahnreinigung

Bei der Zahnreinigung muss der Zahnarzt Beläge und Zahnstein entfernen.

Er verwendet dazu zahnärztliche Instrumente im Bereich des Zahnfleischrandes, und das kann verursachen:

  1. Schleimhautverletzungen,
  2. Blutung,
  3. Entzündung und Schwellung.

In der Regel vergehen diese Symptome spontan wieder nach wenigen Stunden.

Zahnfleisch und Hormone

Manche Frauen haben Probleme mit dem Zahnfleisch während:

  • Der Pubertät,
  • Der Menstruation,
  • Der Schwangerschaft,
  • Der Menopause.

Der Hormonanstieg (Androgene, Östrogene, Progesteron) während der Pubertät kann zu einer vermehrten Durchblutung des Zahnfleischs führen.

Die Folgen sind:

  • Rötung,
  • Schwellung,
  • Erhöhte Sensibilität.

Bei Frauen mit einer Menstruationsgingivitis wird das Zahnfleisch rot, schwillt an und blutet vor jedem Menstruationszyklus.

Ist die Menstruation eingetreten, vergehen die Beschwerden wieder.

Die Schwangerschaftsgingivitis beginnt im zweiten oder dritten Schwangerschaftsmonat und bleibt bis zum achten Monat bestehen. Sie verursacht.

  • Reizung,
  • Schwellung,
  • Blutungen der Mundschleimhaut.

Die Antibabypille kann ähnliche Probleme am Zahnfleisch hervorrufen.

Während der Menopause wird das Zahnfleisch trocken, schmerzhaft und kann bluten.

Tumore und Chemotherapie

Leukämie kann zu geschwollenem und dunklem Zahnfleisch führen.

Chemotherapie hat verschiedene Nebenwirkungen wie:

  • Schmerzen,
  • Schwellung,
  • Zahnfleischbluten.

Viele Menschen, die einer Krebstherapie unterzogen werden, leiden unter Stomatitis, Geschwüren und schmerzenden Wunden im Mund und am Zahnfleisch.

Zahnfleisch und Rauchen

Zigaretten schaden dem Zahnfleisch. Oftmals entwickeln Raucher Zahnfleischerkrankungen.

Rauchen verursacht viele Probleme am Zahnfleisch:

  • Überempfindlichkeit,
  • Blutung,
  • Wunden,
  • Schmerzen.

Symptome bei Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten

Die häufigsten Symptome, die zusammen mit Schwellungen auftreten können, sind:

  • Blutung,
  • Rotes/dunkelrotes Zahnfleisch,
  • Wunden,
  • Zahnfleischschmerzen und Zahnschmerzen,
  • Zahnfleischschwund,
  • Geschwüre mit weißem oder gelbem Zentrum.

Symptome einer schweren Erkrankung

In manchen Fällen tritt eine Zahnfleischschwellung zusammen mit anderen Symptomen auf, die durch eine ernste Erkrankung hervorgerufen sein können. Werden die folgenden Symptome beobachtet, muss der Notarzt verständigt werden:

  • Schluckstörungen,
  • Atemnot,
  • Hohes Fieber (über 38,5 °C),
  • Starkes Zahnfleischbluten.

 

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Was sollte man tun? Wie wird eine

Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten behandelt

Medikamentöse Therapie

Nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen (Dolormin) oder Ketoprofen (Alrheumun) und Aspirin oder Analgetika wie Paracetamol verringern den Schmerz und die Entzündung, die durch Schwellungen verursacht sind.

Antibiotika

Bei einer Infektion oder einem Abszess verordnet der Arzt Antibiotika. Das meist verordnete Medikament ist Amoxicillin (Amoxypen).

Bei einer Gingivitis oder blutendem Zahnfleisch kann der Arzt ein antibiotikahaltiges Mundwasser empfehlen, zum Beispiel Chlorhexidin (Curasept).

Zahnfleisch reinigen:

  • Zahnbürste und Zahnpasta benutzen,
  • Zahnseide benutzen,
  • Den Mund sorgsam reinigen, ohne das Zahnfleisch zu verletzen,
  • Wiederholtes Ausspülen mit Salzwasser, um den Mund von Bakterien zu desinfizieren,

Wirksame Tipps:

  • Viel Wasser trinken: Wasser regt die Speichelproduktion an. Der Speichel enthält eine Substanz, das sogenannte Lysozym, das antibakterielle Eigenschaften hat.
  • Reizstoffe vermeiden (Tabak, Alkohol und Mundwasser),
  • Kalte Gesichtskompressen mindern Zahnfleischschmerzen. Ein kalter Umschlag reduziert die Schwellung.

 

Naturheilmittel bei Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten

Massage

Nachdem die Hände sorgsam gereinigt wurden, das Zahnfleisch mit einem Eiswürfel 5 Minuten lang massieren. Die Nerven übertragen jeweils nur eine sensorische Botschaft. Mit der Massage übertragen die Nerven das Gefühl von Kälte anstatt von Schmerzen.

Eis

Schmerzen an Zahnfleisch und am Zahn sollte man wie einen blauen Fleck behandeln. Einen Eisbeutel auf die Wange legen oder einen Eiswürfel im Mund lutschen hilft gegen Schmerzen und Schwellungen.

Zähne putzen, wenigstens zweimal am Tag.

Ausgewogen essen

Eine ausgewogene Ernährung reich an Vitamin C und Calcium verringert die Wahrscheinlichkeit, Beschwerden am Zahnfleisch zu bekommen.

Viel Wasser trinken

Nach dem Essen spült Wasser die Speisen, die zwischen den Zähnen festsitzen, weg. Das beugt Belägen und Zahnsteinbildung vor.

Heiße oder kalte Speisen

Vermeiden von sehr heißen oder sehr kalten Speisen und Getränken. Wenn man Zahnfleischprobleme hat, sollte man lauwarme Speisen und Getränke in Zimmertemperatur zu sich nehmen.

Entspannung

Stress erhöht die Kortisolausschüttung (ein Hormon, das in der Nebenniere produziert wird). Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen am Zahnfleisch.

Zitrone

Es wird empfohlen, zweimal täglich mit einer Mischung aus Zitronensaft und Wasser zu gurgeln.

Dieses alte Hausmittel lindert Schwellungen schon nach den ersten Anwendungen.

Man kann auch Zitronensaft mit Hagebuttenextrakt mischen und 2 – 3 Mal täglich verwenden.

Wasser und Bikarbonat

Man kann den Mund mit einer Mischung aus heißem Wasser und einem Esslöffel Bikarbonat spülen, um Zahnfleischschwellungen zu lindern. Dieses bewährte Hausmittel sorgt für vorübergehende Linderung.

Was sollte man zum Gurgeln benutzen?

Ein Aloe-Vera-Gel vermindert Zahnfleischbluten und Schmerzen. Gurgeln mit Aloe vera vermindert Schwellungen des Zahnfleischs. Alternativ dazu kann auch Teebaumöl benutzt werden.

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Vorbeugen bei Zahnfleischschwellung und Zahnfleischbluten

Empfehlungen zur Zahnbürste

Die Mundschleimhaut ist ein empfindliches Gewebe und falsches Zähneputzen kann das Zahnfleisch verletzen.

Beim Kauf einer Zahnbürste (manuell oder elektrisch) sollte man sich vergewissern, dass sie weiche Nylonborsten hat.

Im Handel gibt es viele Zahnbürsten mit harten Borsten. Diese können:

  • Den Zahnschmelz schädigen,
  • Das Zahnfleisch röten.

Reizstoffe vermeiden

Im Handel erhältliches Mundwasser und Zahnpasta können Zähne und Zahnfleisch reizen.

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Alkohol oder andere Inhaltsstoffe sollte man das Mundwasser/die Zahnpasta wechseln.

Auch Tabakprodukte können das Zahnfleisch reizen.

Man sollte einen Weg finden, mit dem Rauchen aufzuhören.

Es gibt Erzeugnisse auf Nikotinbasis, die helfen, vom Rauchen unabhängig zu werden.