Schwere und schmerzende Beine: Ursachen und Naturheilmittel

Schwere Beine

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Schwere und müde Beine können sehr unangenehme Beschwerden bereiten. Zum Glück gibt es dagegen verschiedene Therapien und Naturheilmittel zur Besserung.

Das Blut gelangt über die Arterien in den Körper und fließt über die Venen zum Herzen zurück.

Dadurch, dass sich das Herz in einer höheren Position als die Beine befindet, muss das Blut aus den unteren Extremitäten gegen die Schwerkraft gepumpt werden.

Die Muskelkontraktion der Beine bei der Bewegung funktioniert wie eine Pumpe:

  1. Sie komprimiert die Venen,
  2. Sie drückt das Blut nach oben.

Da sich das Blut während der Muskelkontraktion immer weiter nach oben bewegt, gibt es kleine unidirektionale Klappen in den Venen, die ein Zurückfließen verhindern, wenn sich die Muskeln entspannen.

Die Frau leidet darunter mehr als der Mann, besonders während der Schwangerschaft und in der Menopause.

Während langer Untätigkeit, zum Beispiel wenn man über längere Zeit in derselben Position steht oder sitzt, komprimiert sich die Beinmuskulatur nicht ausreichend, um das Blut nach oben zu befördern.

Die Folge ist, dass sich das Blut in den Venen staut und somit die Drainage aus dem Gewebe begrenzt ist.

Das kann zu einem Gefühl von Schwere und Spannung im Bein führen und macht sie:

  • Schmerzhaft,
  • Schwer.

Wenn diese Krankheit fortbesteht und nicht behandelt wird, funktionieren letztendlich die kleinen Venenklappen nicht mehr richtig und es kommt zu:

  1. Geschwollenen Fußknöcheln,
  2. Krampfadern.

 

Ursachen für schwere und schmerzende Beine

Außer langem Sitzen oder Stehen sind die Ursachen einer schlechten Durchblutung in den Beinen:

  • Schwangerschaft, Übergewicht, Bewegungsmangel, Tragen zu enger Kleidung oder gekreuzte Beine können die Durchblutung behindern.
  • Wärme, Feuchtigkeit oder übermäßiger Alkoholgenuss können die Venen erweitern und das Blut in den Beinen stauen.
  • Im Sommer sind die Beine besonders schwer.
  • Das Tragen von High Heels oder Schuhen mit starren Sohlen kann verhindern, dass die Wadenmuskelpumpe ordnungsgemäß funktioniert, denn beim Gehen wird die Beweglichkeit in den Fußgelenken behindert.
  • Die Tageszeit wirkt sich auf die Schwere der Beine aus. Tatsächlich sind am Abend oder nachts, sobald man zu Bett geht, die Beine am stärksten geschwollen und schwer.
  • Zigaretten rauchen schadet den Venen
  • Angst, zu den Symptomen von Angst und Stress gehören schwere Beine (vor allem bevor man zu Bett geht), Unsicherheit im Kopf oder Schwindel und Kribbeln in Händen und Füßen.
  • Hat man Eltern oder enge Verwandte, die schmerzende Beine haben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dieselben Symptome zu bekommen. Dies kann auf einen genetischen Ursprung
  • Hormone und Menstruationszyklus, das prämenstruelle Syndrom verursacht Schwellungen am ganzen Körper, auch an den Beinen. Die Verhütungspille kann schwere Beine verursachen, vor allem in den ersten 2-3 Monaten.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Die Hypothyreose verursacht eine Flüssigkeitsretention in den unteren Extremitäten.
  • Tumor: Krebs kann einen negativen Einfluss auf den gesamten Körper haben und in den Endstadien geschwollene und schwere Beine verursachen.

Schwere Beine verursachen ein Gefühl von Schwere, Schmerzen in den Beinen und Schwellungen.

Diese Beschwerden können durch eine Veneninsuffizienz, eine Erkrankung, bei der die Venen nicht genügend Blut zum Herzen transportieren, verursacht sein.

Symptome der Veneninsuffizienz sind:

  1. Schmerzen in den Beinen,
  2. Geschwollene Beine,
  3. Geschwollene Knöchel und Füße,
  4. Blaue Flecke,
  5. Krämpfe,
  6. Krampfadern,
  7. Brennen an den unteren Extremitäten.

Die venöse Insuffizienz kann auch auf eine schlechte Durchblutung oder Bewegungsmangel zurückzuführen sein.

Oft weisen Patienten, die über längere Zeit gesessen haben, das Gefühl von Schwere in den unteren Extremitäten auf.

Der Betroffenen, der unter diesen Beschwerden leidet, kann das Gefühl haben, als hätte er Gewichte an den Beinen, vor allem wenn er geht oder Treppen steigt.

Manchmal kann das Gefühl der Schwere auch von Schmerzen begleitet sein.

Doch nicht alle Patienten mit schweren Beinen haben diese Symptome.

Ist Schmerz vorhanden, kann er in einem oder beiden Beinen auftreten, doch in der Regel nimmt man ihn gleichzeitig in beiden Beinen wahr.

Menschen mit schweren Beinen können auch kalte Füße haben.

Der Grund ist, dass die schlechte Durchblutung an den unteren Extremitäten das Blut nicht frei strömen lässt.

Meist wird Patienten, die diesen Nebeneffekt verspüren, eine Lymphdrainageempfohlen.

Diese Beschwerden können schwierig zu erkennen sein, weil es keine Untersuchungen gibt, die die Druckstärke, die in den Beinen verspürt wird, messen können.

Aus diesem Grund verlassen sich Ärzte auf die Schilderung der Person, wenn sie die Diagnose erstellen.

Viele Ärzte sind über diese Beschwerden skeptisch und halten ihre Patienten für Hypochonder oder meinen, dass sie die Empfindungen, die mit diesen Beschwerden zusammenhängen, übertreiben.

Schwere Beine können Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, die typischerweise mit Durchblutungsstörungen einhergeht.

Menschen, die das Gefühl von Schwere und Schmerz in den unteren Extremitäten verspüren, sollten eine Kontrolluntersuchung in Erwägung ziehen, um eine Herzkrankheit auszuschließen.

 

Schwere Beine beim Laufen

Ursachen

Schwere Beine nach dem Laufen können auftreten:

  • Wenn die Beine nach dem Laufen zu müde werden und keine notwendigen Pausen eingelegt wurden,
  • Wenn auf zu harten Oberflächen gelaufen wird,
  • Wenn falsches Schuhwerk getragen wird.

Ein Lauf oder Wettlauf kann die Menge der Milchsäure im Körper erhöhen und dadurch Müdigkeit in den Beinen hervorrufen.

Außerdem kann sich eine Schwere der Beine entwickeln, wenn häufig Training in großer Höhe durchgeführt oder viele Sprints ausgeführt werden.

Therapie schwerer Beine während des Laufens

Pause machen und hinsetzen, sobald sich Symptome entwickeln. Das Auflegen einer in ein Handtuch eingewickelten Eispackung oder Eiswürfel lindert Entzündung, Schwellung und Schmerz.

Bei fehlenden Traumen oder Verletzungen kann auch das Auflegen einer Heizquelle wie ein Heizkissens oder eine Decke auf die Beine eine schnelle Linderung der Symptome bewirken.

Die Gliedmaßen mit einer Bandage umwickeln oder elastische Strümpfe tragen, die vom Arzt verschrieben wurden, den Fuß hochlagern, um den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu erleichtern.

 

Müde Beine am Morgen

Wenn man beim Erwachen ein ungutes Gefühl oder müde und schwere Beine hat, könnte es an ungenügendem oder schlechtem Schlaf liegen.

Fühlt man sich morgens nach dem Erwachen müde, kann das bedeuten, dass das Gehirn oder andere Körperbereiche (die Beine eingeschlossen) im Schlaf nicht genug Sauerstoff erhalten haben und die Person erwacht.

Das könnte durch Atemprobleme verursacht sein wie:

  • Schnarchen,
  • Nasenscheidewandkrümmung,
  • Sinusitis (Entzündung der Nasenhöhlen),
  • Saisonale Allergien oder andere Arten, die die Nase verstopfen,
  • Virale oder bakterielle Infektionen der oberen Atemwege (Nase und Rachenraum),
  • Eine schwerwiegender Erkrankung, bei der der Betreffende während des Schlafens die Atmung für ein paar Sekunden unterbricht: Schlafapnoe.

Das Gefühl von Müdigkeit kann auch von einem Vitamin D-Mangel herrühren.

Kürzlich wurde entdeckt, dass der Mangel an Vitamin D nicht nur für die Knochen und das Herz schlecht ist, auch der restliche Organismus ist davon betroffen und man kann sich in der Konsequenz müde und erschöpft fühlen.

 

Schwere Beine in der Schwangerschaft

Ein anderes häufiges Beschwerdebild in der Schwangerschaft (besonders zum Ende hin) ist das Gefühl von „schweren“ Beinen.

Manchmal besteht das Gefühl, mit Bleischuhen unterwegs zu sein, besonders wenn man für längere Zeit gestanden oder gesessen hat.

Ursachen

Gründe sind:

  1. Zunahme des zirkulierenden Blutvolumens, das eine Gefäßerweiterung verursacht,
  2. Wasser und Natriumretention (Na+),
  3. In bestimmten Position kann die Gebärmutter die unter Hohlvene komprimieren und somit den venösen Rückfluss zum Herzen verlangsamen,
  4. Eine Abnahme des Albuminspiegels im Blut verringert den onkologischen Druck (der von außen Flüssigkeit zum Blut anzieht). Die Folge ist eine Flüssigkeitsansammlung im Interzellularraum, der eine Schwellung verursacht.

 

Man sollte so aktiv wie möglich sein, weil dies die Durchblutung verbessert.

 

Symptome schwerer Beine

Die ersten auftretenden Symptome sind Gefühle von Ermüdung in den Füßen und Beinen am Ende des Tages.

Normalerweise vergehen die Symptome während der Nachtruhe, da die horizontale Körperlage den Rückfluss des Blutes zum Herzen begünstigt.

Die Beschwerden können verursachen:

  • Einen Muskelkrampf in den Beinen,
  • Kalte Füße,
  • Müdigkeit,
  • Unannehmlichkeiten.

Die Knöchel können anschwellen und man kann verspüren:

  • Juckreiz an den Beinen,
  • Farbveränderung.

Hautläsionen oder Abschürfungen könnten nur sehr langsam heilen.

 

Schwere Beine

Schwere Beine
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Therapie bei schweren und schmerzenden Beinen

Es gibt Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichen Extrakten wie Flavonoiden, die der Arzt zur Gesunderhaltung der Beinvenen empfehlen kann.

Flavonoide sind pflanzliche Antioxidantien, die:

  • Die Wände der Blutgefäße stärken,
  • Die Durchblutung fördern,

Bei geschwollenen und schweren Beinen kann der Arzt verschiedene Medikamente verschreiben, darunter Oxerutin (Venoruton).

Wenn die Beinschmerzen zu einem Problem werden, kann der Arzt verschreiben:

  1. Schmerzmittel wie Paracetamol,
  2. Einige entzündungshemmende Mittel wie Ibuprofen.

Die erste Behandlung bei schweren Beinen ist das Hochlager (Heben) der Füße während des Schlafens oder bei langem Sitzen.

 

Heilmittel für schwere und schmerzende Beine

Einige einfache Veränderungen des Lebensstils können helfen, die Beine zu pflegen und die Durchblutung der Venen zu unterstützen.

Bewegung

  • Regelmäßige Übungen zur Kräftigung der Beinmuskeln und Verbesserung der Muskelpumpe, die das Blut zum Herzen treibt, ausführen.
  • Eine Stunde tägliches Training der Beine (gehen, in die Pedale treten, laufen) ist erforderlich, um den Kreislauf anzuregen und keine geschwollenen Beine zu haben.
  • Stehende Arbeit oder Hausfrauentätigkeiten sind zur Anregung der Blutzirkulation nicht von Nutzen.
  • Wenn man längere Zeit sitzt oder steht, die Beinmuskeln anspannen und entspannen, die Fersen anheben und die Zehen bewegen.
  • Tagsüber Beine, Knöchel und Füße in Bewegung halten.

 

 

Diät und Ernährung

Hat man Übergewicht, sollte man abnehmen.

Eine ausgewogene Ernährung befolgen, den Anteil von Obst und Gemüse erhöhen, weniger Snacks und gesättigte Fette zu sich nehmen.

Gemäß der Blutgruppendiät sollte man vermeiden, viel zu trinken, da dies die Wasserretention fördert.

Zudem wirken Kohlenhydrate wie Schwämme und absorbieren viel Flüssigkeit. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel sollte man daher meiden, insbesondere Getreideprodukte.

Gemäß des Hygienismus (eine Art der Naturmedizin) sind Obst und Gemüse natürliche Diuretika, weil sie viel Kalium enthalten und natriumarm sind. Ganz im Gegensatz dazu verhalten sich verarbeitete Lebensmittel:

  1. Sie enthalten Natrium,
  2. Sie begünstigen die Entwicklung angeschwollener Beine.

 

Naturheilmittel und Hausmittel gegen schwere Beine

Bad mit Epsom-Salz

Ein Salzbad kann Schwellungen, Entzündungen und durch Schwellung verursachte Schmerzen verringern.

Salz zieht überschüssige Flüssigkeiten und Giftstoffe aus dem Körper nach außen.

  1. 2 Tassen Bittersalz in eine Wanne mit warmem Wasser geben.
  2. 15 Minuten in der Wanne verbleiben.
  3. 3 Mal pro Woche wiederholen.

Leinsamen

Nach ayurvedischer Medizin sind Leinsamen ein wirksames Mittel gegen Ödeme.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Leinsamen können bei Schwellungen helfen.

  • ½ Teelöffel gemahlene Leinsamen in einen Becher mit lauwarmem Wasser geben.
  • 2 Mal am Tag trinken.

Eukalyptus, Pfefferminze und Zitrone

Diese Zutaten sind erforderlich für eine wirksame Mischung bei geschwollenen und schmerzenden Beinen.

Sie sind:

  • Schmerzlindernd,
  • Entzündungshemmend,
  • Entspannend.

Nach einer 2013 veröffentlichten Studie über Evidenzbasierte Komplementär- und Alternativmedizin (Evidence Based Complementary and Alternative Medicine) verringert ätherisches Eukalyptusöl Entzündung, Schmerz und Schwellung bei Patienten, die wegen einer Knieprothese operiert wurden.

  1. 2 Esslöffel Kokosöl in ein Gefäß geben.
  2. 2 oder 3 Tropfen von jedem ätherischen Öl hinzugeben.
  3. Die Zutaten mischen.
  4. Die Mischung auf den betroffenen Bereich auftragen und für 5-10 Minuten einmassieren.
  5. 2 Mal am Tag wiederholen.

Zu den pflanzlichen Heilmitteln gehören Kräutertees mit folgenden Inhaltsstoffen:

  • Centella,
  • Schwarze Johannisbeere,
  • Mäusedorn,
  • Hagebutte.

Nützliche Tipps für geschwollene und schwere Beine

  • Versuchen, die Beine nicht für zu lange Zeit zu überkreuzen, denn das behindert die Durchblutung in den Venen.
  • Am Arbeitsplatz bequeme Schuhe und elastische Strümpfe tragen, wenn man längere Zeit stehen muss.
  • Versuchen, das Körpergewicht in regelmäßigen Abständen von einem Bein auf das andere zu verlagern, anstatt die meiste Zeit nur ein Bein zu belasten.
  • Keine enganliegende Kleidung tragen, vor allem solche, die im Taillenbereich, an den Oberschenkeln und an den Beinen eng ist. Diese Kleidungsstücke behindern den Blutfluss zum Herzen und können die Schmerzen im Bein verstärken.
  • Falls man raucht, sollte man sich das Rauchen abgewöhnen.
  • Das Abgewöhnen des Rauchens verringert nicht nur die Beinschmerzen, sondern ist auch der wirksamste Weg zur Verbesserung der Gesundheit und der Möglichkeit, einen vorzeitigen Tod zu verhindern.
  • Bequeme Schuhe tragen
  • Beine massieren
  • Beine mit kaltem Wasser abbrausen
  • Ein bewährtes altes Hausmittel ist ein Fußbad in warmem Wasser mit Backpulver, um überschüssige Flüssigkeit zu absorbieren.
  • Sind die Beine müde und schmerzend, hilft es, bei Ruhepausen die Beine auf einem Kissen über die Höhe des Herzens zu lagern.

 

Welchen Sport kann man machen?

Man kann mit dem Rennrad oder Mountainbike fahren, Wandern, Schwimmen und Skifahren

Reiten ist nicht zu empfehlen, weil es dazu zwingt, eine feste Position einzuhalten, die den venösen und lymphatischen Rückstrom verlangsamt.

 

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