Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung)

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Schultereckgelenksprengung

Die Trennung von Schlüsselbein und Akromion wird auch als Schultereckgelenksprengung bezeichnet.
In der Regel entsteht diese Verletzung bei einem Sturz auf die Schulter, unterscheidet sich aber deutlich von einer Schulterluxation.
Durch das Trauma werden die Bänder, die das Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt (Schultereck- oder Akromioklavikulargelenk) umgeben und stabilisieren, verletzt.

Die Schultereckgelenksprengung ist eine Verletzung an der Stelle, an der Schlüsselbein  und Schulter aufeinandertreffen.
In den schwereren Fällen ist auch das korakoklavikuläre Band, das das Schlüsselbein mit dem Rabenschnabelfortsatz des Schulterblatts verbindet, gerissen.

  • Ein leichtes Auseinanderstehen (Diastase) bedeutet die Dehnung des akromioklavikulären Bandes, die keine Verschiebung des Schlüsselbeins bewirkt; die Röntgenaufnahme zeigt keine Auffälligkeiten.
  • Bei einer schwereren Verletzung kommt die Verletzung des korakoklavikuläre Band hinzu, das Schlüsselbein verliert seine Achsausrichtung und verschiebt sich aus seiner natürlichen Position.
    Die schwerste Form der Schultereckgelenksprengung beinhaltet die vollständige Ruptur aller Bänder und verursacht eine gut sichtbare Verschiebung des Schlüsselbeins.

Die konservative Behandlung sieht die Immobilisation der Schulter durch Verband vor; Eispackungen und Medikamente können helfen, die Schmerzen lindern.
Die meisten Patienten erlangen die Funktionsfähigkeit der Schulter nach dieser Verletzung praktisch vollständig zurück, auch wenn eine bedeutende Deformität verbleibt.
Einige Personen spüren im Akromioklavikulargelenk noch Schmerzen, auch wenn nur eine leichte Verformung besteht.


Die Beschwerden können folgende Ursachen haben:

  • irregulärer Knochenkontakt bei Bewegung des Gelenks;
  • Arthritis;
  • Verletzung einer zwischen den Gelenkknochen befindlichen Knorpelscheibe.

In vielen Fällen lohnt es sich, mit der Operation zunächst abzuwarten.
Ein chirurgischer Eingriff kann in Erwägung gezogen werden, wenn die Schmerzen andauern oder es sich um eine gravierende Deformität handelt. Der Orthopäde kann dazu raten, das Endstück des Schlüsselbeins abzutrennen, so dass es nicht länger gegen das Akromion scheuert.
Liegt eine bedeutende Verformung vor, sollten die Bänder rekonstruiert werden, die unten am Schlüsselbein ansetzen. Diese Art von Eingriff ist sehr erfolgreich, auch wenn die Heilung einige Monate in Anspruch nimmt.
Unabhängig davon, ob die Schulter konservativ oder operativ versorgt wird, ist eine krankengymnastische Nachsorge wichtig zur Rückgewinnung von:

  • Bewegungsumfang,
  • Muskelkraft,
  • Beweglichkeit.