Osteosarkom am Knie: erste Symptome und Behandlung

Das Osteosarkom ist der häufigste, bösartige Knochentumor.
Die wissenschaftlichen Fortschritte der letzten 25 Jahre haben zu einer deutlichen Verbesserung der Behandlungsergebnisse geführt.
Durch die in der Chirurgie erzielten Fortschritte konnte außerdem die Lebensqualität der an Osteosarkom erkrankten Kinder und Jugendlichen verbessert werden.

Wer erkrankt an einem Osteosarkom?
Der Altersgipfel liegt zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr.
Das hat die Forscher zu der Annahme bewogen, dass es einen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Knochenwachstumsphase geben muss. Männliche Patienten sind fast doppelt so häufig betroffen wie weibliche.
Bei Kindern und Jugendlichen treten diese Tumoren in 60% der Fälle in der Nähe des Kniegelenks auf, am Knochenende von Oberschenkelknochen und Schienbein.

Zeichen und Symptome
Das Osteosarkom trifft vor allem die langen Röhrenknochen. Die Symptome sind Schmerzen und zuweilen Schwellung und Überwärmung.
Häufig wird die Entstehung erst erkannt, wenn das Kind bzw. der Jugendliche eine Verletzung erleidet.
Es ist jedoch nicht die Verletzung, die den Tumor verursacht hat, sie hat lediglich die Aufmerksamkeit des Arztes auf die Erkrankung gerichtet.
Die Bewegungsfähigkeit des Gelenks kann eingeschränkt sein.

Krankheitsstadien des Sarkoms
Die Einteilung in Krankheitsstadien erfolgt in Bezug auf die Klassifikationsmethode der Ärzte bei Krebserkrankungen.
Beurteilt werden dabei: Ort des Auftretens, Ausbreitung und Befall von Lymphknoten oder anderen Körperregionen, Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und verschiedene andere Faktoren.

Das Osteosarkom wird anhand einer Probenentnahme (Biopsie) diagnostiziert.
Da sich die Erkrankung in andere Körperregionen, besonders in die Lungen, ausbreitet (metastasiert), kann der Arzt vor der Behandlung eine Röntgenuntersuchung oder Computertomographie des Thorax anordnen.
Die Behandlung erfolgt in erster Linie operativ. In der Regel entfernt der Chirurg den Tumor und einen Teil des umliegenden Gewebes (weiträumige Ausräumung), dann wird die Gliedmaße durch Einsetzen einer Prothese, Knochentransplantation oder andere Techniken rekonstruiert.
Bevor man sich jeglichen Eingriffen unterzieht, sollte ein Spezialist der chirurgischen Onkologie zu Rate gezogen und eventuell eine Zweitmeinung eingeholt werden.