Nasensekret

Nasensekret

Das Nasensekret ist nicht immer klar, es kann gelb oder grün sein oder eine rosa, orangene oder bräunliche Farbe haben.

Schleim ist eine Sekretion der Schleimhaut, die aus folgenden Organen stammen kann:

  • Nasenflügel
  • Ohren
  • Mund
  • Genitalbereich
  • After.

Hauptziel ist der Schutz des Organismus vor schädigenden Mikroorganismen.

Bildung von Nasenschleim

Schleim ist eine Substanz, die gebildet wird aus:

  • Muziparen Becherzellen,
  • Sero-mukösen Drüsen.

Schleim wird gebildet aus Glykoproteinen, Wasser, Mineralsalzen und Fetten.

Im Schleim findet man auch vor:

  • Antikörper, die helfen, Viren und Bakterien zu erkennen,
  • Enzyme, um Eindringlinge zu beseitigen,
  • Proteine, die den Schleim klebrig und faserig machen,
  • Andere Zellen.

Schleim drainiert normalerweise den Rachen.

Eine Person ist sich dieser Substanz nicht bewusst, denn sie besteht nur in geringer Menge.

Eine Entzündung der Nase erzeugt eine größere Menge Schleim, dieser ist:

  • Dickflüssig,
  • Hellgelb.

Schleim kann aus dem vorderen oder dem hinteren Nasenraum fließen.

Funktion des Nasenschleims

Schleim hält Staubpartikel und andere Materialien zurück, die sich in der Luft befinden, und blockiert sie.

Die Flimmerhärchen des Atemwegsepithels schieben den Schleim zum Rachen, wo er verschluckt wird.

In der Nase wird die Produktion fortgesetzt, wodurch immer neuer und sauberer Schleim entsteht.

Die Flimmerhärchen sind auch in der Luftröhre vorhanden, in diesem Falle schieben sie den Schleim zum Rachen (also in die andere Richtung als die Flimmerhärchen in der Nase), um verschluckt zu werden zu können.

Farben des Schleims

Die Kenntnis der Schleimfarbe ist sehr wichtig, denn sie kann als diagnostisches Instrument genutzt werden. Sie gibt wichtige Hinweise auf eine Erkrankung.

Klarer und durchsichtiger Schleim: Klarer und wässriger (flüssiger) Schleim wird als normal und gesund bezeichnet. Er zeigt an, dass die Nebenhöhlen gesund sind und korrekt funktionieren. Manchmal produziert eine Person große Mengen an klarem und wässerigem Schleim, wenn die Nase aufgrund einer Allergie oder einer Reizung läuft.

Weißer zäher Schleim: Weißer oder trüber Schleim weist auf eine Behinderung oder Schleimblockade hin. Bleibt klarer Schleim in einer Nebenhöhle eingeschlossen, wird er zäh und trocken. Wenn der Schleim trocknet, wird er weiß oder trüb.

Manchmal weist dies auf ein gastrointestinales Problem hin und sieht aus, als habe man Milch getrunken.

Andere Ursachen sind:

  • Virale Bronchitis,
  • Bakterielle Infektion,
  • Allergische Reaktion,
  • Klimaveränderungen,
  • Gastroösophagealer Reflux.

Grüner Schleim: Grüner Schleim steht für eine ernstzunehmende bakterielle Infektion, die eitrig sein kann.

Um diese Infektion zu bekämpfen, sendet der Körper weiße Blutkörperchen aus.

Diese Blutzellen enthalten ein grünfarbenes Enzym.

Sind viele weiße Blutkörperchen vorhanden, bildet sich grüner Schleim.

Grüner Schleim kann hinweisen auf:

  • Eine allergische Reaktion,
  • Eine Infektion der Lunge,
  • Ein Postnasal-Drip-Syndrom,
  • Eine Nebenhöhlenentzündung.

Rosafarbener/rötlicher Schleim: Roter Schleim bedeutet, dass er aufgrund einiger Verletzungen der Naseninnenhaut mit Blut vermischt ist.

Die Nasenschleimhaut ist reich an oberflächlichen und empfindlichen Kapillaren.

Rosafarbener Schleim kann durch einige Streifen oder Spuren von Blut (eine minimale Menge) im Schleim entstehen, er weist aber auch auf Erkrankungen im Bereich der Nase hin, zum Beispiel:

  • Varizen im Nasenseptum,
  • Nasennebenhöhlenentzündung,
  • Schnupfen,
  • Verletzungen der Nasenkapillaren durch Schnäuzen.

Brauner Schleim: Brauner Schleim kann auf eingetrocknetes Blut hinweisen, das in Nase und Nebenhöhlen verblieben ist. In den meisten Fällen aber entsteht er beim Atmen in einer Umgebung, die angereichert ist mit:

  • Rauch,
  • Staub,
  • Atmosphärischen Verunreinigungen.

Einige Medikamente und eine chronische Bronchitis können die Produktion von braunem Schleim verursachen.

Schwarzer Schleim: Schwarzer Schleim wird als ernsthafte Veränderung angesehen und entsteht oftmals durch Infektionen der Nasennebenhöhlen durch Pilze und Schimmel.

Schwarze Fäden im Schleim können die Folge sein von:

  • Atmosphärischer Verunreinigung wie bei Menschen, die im Bergwerk arbeiten oder Kohlestaub, Graphit und Beryllium einatmen,
  • Rauch von Tabakprodukten.

Naschenschleim,Sinusitis,Nasennebenhöhlen

Was bedeutet gelber Schleim?

Häufig sagt die Farbveränderung des Schleims etwas über eine zugrunde liegende Erkrankung und die Anwesenheit von Mikroben (Bakterien, Viren oder Pilze) aus. Zum Beispiel ist eines der ersten Anzeichen bei einer Erkältung ein reichlicher Verlust von klarem und wässrigem Schleim (laufende Nase).

In dieser Phase handelt es sich um eine Virusinfektion.

Doch nach wenigen Tagen kann ein unbehandelter Schnupfen eine gelbliche oder grünliche (bakterielle Infektion) Sekretion aus der Nase verursachen.

 

Häufig ist gelber Schleim ein Anzeichen eines bakteriellen Befalls und verweist auch darauf, dass das Immunsystem gegen die Bakterien kämpft. Oftmals ist gelber (eitriger) Schleim auch zäh. Gewöhnlich sind damit auch verbunden:

  • Eine verstopfte Nase,
  • Atembeschwerden.

Ursachen für gelben Schleim

Besteht eine bakterielle Infektion, wird der Schleim gelb. Es gibt viele Erkrankungen, die diese Situation hervorrufen können:

Virale Infektionen: Dringt ein Virus in den Körper ein, ist das Immunsystem damit beschäftigt, das Virus zu vernichten und wird dabei anfällig für andere Infektionen.

Nicht behandelte Erkältungen oder Influenza sind die häufigsten Ursachen für eine bakterielle Sinusitis. Oftmals verursachen sie auch Husten.

In diesem Fall kann der Schleim:

  • Dunkel sein (zum Beispiel blau oder schwarz),
  • Übelriechend sein,
  • Zäh und klebrig sein.

Der Patient beobachtet dies vor allem am Morgen.

Ein Zahnabszess, von dem Eiter in eine der Nasennebenhöhlen gelangt, kann übelriechenden Schleim verursachen.

Allergie: Nach Robert H. Shmerling, MD (Faculty Editor, Harvard Health Publications) können saisonbedingte Allergien verschiedenen Arten von Nasensekretion verursachen:

  • Dickflüssig oder subtil,
  • Gelb, grün oder klar.

Lebensmittel: Einige Lebensmittel können zu Farbveränderungen des Schleims führen (künstliche oder natürliche Farbstoffe, die in Lebensmitteln enthalten sind).

Halsschmerzen: Halsschmerzen, die durch Erkältung/Influenza (Virus) oder durch geschwollene Rachenmandeln entstehen (häufig bei Kindern zu beobachten), machen eine Person anfällig für eine bakterielle Infektion und die Bildung von gelbem Schleim.

Infektionen der oberen Atemwege: Bronchitis, Lungenentzündung und andere Infektionen der Atemwege können auch zur Entwicklung von gelbem Schleim führen und somit auf eine bakterielle Infektion hinweisen.

Nasenpolypen: Oftmals behindert eine nicht kanzerogene (gutartige) Gewebebildung Nase und Nebenhöhlen und schafft damit einen Nährboden für Bakterien. Gelber Schleim ist das Anzeichen für eine solche Infektion.

Übermäßige Schleimbildung in der Nase

Auch bei einer gesunden Person ist der Körper ein Organismus, der etwa 1 – 1,5 Liter Schleim am Tag produziert, am meisten morgens, und tatsächlich muss sich ein Mensch nach dem Erwachen oftmals die Nase putzen.

Der größte Schleimanteil läuft den Rachen hinunter, ohne dass sich ein Mensch dessen bewusst wird.

Es gibt jedoch Zeiten, in denen man Schleim bemerkt – nicht weil die Schleimproduktion vermehrt ist, sondern weil die Beschaffenheit wechselt.

Gewöhnlich nimmt die Schleimproduktion deutlich zu bei:

  • Erkältung,
  • Allergie,
  • Kontakt mit Reizstoffen.

In der Schwangerschaft kann man eine Störung beobachten, die sich Schwangerschaftsschnupfen nennt. Dieser ist vermutlich durch Hormone im Blut (Östrogene und Progesteron) bedingt, die ein Anschwellen der Nasenschleimhaut verursachen.

 

Wie verringert man die Nasensekretion

Man sollte in der Regel dazu in der Lage sein, die Nasensekretion zu Hause zu lindern.

Schleim lösen

Der Schleim sollte dünn und nicht klebrig oder zäh sein.

Zäher und klebriger Schleim kann:

  • Atemprobleme verursachen,
  • Das Risiko einiger Komplikationen erhöhen, wie Ohrenentzündungen (Mittelohrentzündung oder Gehörgangsentzündung).

Eine der Möglichkeiten, Schleim zu verflüssigen, ist die Dampfinhalation.

Dampfinhalation

  • Einen kleinen Topf mit einem halben Liter Wasser füllen,
  • 2 Teelöffel Natriumbikarbonat hinzugeben,
  • Das Wasser aufkochen,
  • Den Topf danach auf den Tisch stellen,
  • Kopf über dem Topf mit einem Handtuch abdecken,
  • Den Dampf 10 Minuten lang einatmen.

Man kann auch ein Nasenspray mit Salzwasser verwenden oder einen Luftbefeuchter einschalten, um die Raumluft zu befeuchten.

Ein abschwellendes Nasenspray sollte nicht länger als drei Tage verwendet werden (sofern es nicht anderweitig vom Arzt verschrieben wurde).

 

Antihistaminika

Antihistaminika sind Arzneimittel, die die Symptome einer Allergie verhindern. Diese Medikamente können eine starke Schläfrigkeit verursachen.

Antihistaminika können auch mit anderen Medikamenten reagieren.

Vor dem Gebrauch von Antihistaminika sollte man mit dem Arzt sprechen, vor allem, wenn gleichzeitig eingenommen werden:

  • Muskelrelaxantien,
  • Schlafmittel,
  • Beruhigungsmittel.

Mukolytika – Nur in der Anfangsphase (in den ersten 24 Stunden), um den Übergang eines trockenen Hustens in einen produktiven Husten zu begünstigen.

Am häufigsten wird Acetylcystein (Fluimucil ®) angewendet.

Im Krankenhaus werden keine Mukolytika angewendet, weil sie einen Sekretstau in den unteren Atemwegen verursachen können.

 

Naturheilmittel gegen Nasenschleim

Ingwertee

Ingwer wird zum Würzen vieler Rezepte genutzt.

Er ist aber auch ein natürlicher Entzündungshemmer und hervorragend zur Behandlung vieler Beschwerden geeignet.

Er hat antibiotische Eigenschaften, die helfen, Infektionen zu beseitigen. Ingwertee ist ein pflanzliches Heilmittel bei verstopfter Nase. Es ist auch empfehlenswert, seine Dämpfe zu inhalieren.

Behandlung von Erkältung und Influenza

Führt eine Erkältung oder Influenza zu einer Nasensekretion, gibt es dagegen nicht viele Behandlungsmöglichkeiten.

Man sollte vor allem ruhen.

Sind die Grippesymptome stark ausgeprägt, kann der Arzt ein antivirales Medikament verschreiben.

Das kann die Dauer der Genesung verkürzen.

Heiße Dusche

Sie zeigt sofortige Wirkung. Eine sehr heiße Dusche und danach eine Inhalation über heißem Wasserdampf, solange, bis man sich besser fühlt.

Das befreit nicht nur die Nase, sondern:

  • Beruhigt auch die Nerven,
  • Entspannt die Person.

Dieses Heilmittel ist besonders wirksam, wenn man danach zu Bett geht. Bei Fieber sollte allerdings diese Behandlung unterlassen werden.

Verschleimte Nase bei Säuglingen

Es ist kompliziert, einem Säugling die Nase zu putzen. In diesem Fall kann man eine stark verstopfte Nase mit einem Nasensauger absaugen.

 

Eukalyptusöl

Ist man bei der Arbeit oder außerhalb des Hauses und hat eine verstopfte Nase, kann man einige Tropfen Eukalyptusöl auf ein Taschentuch geben.

Jedes Mal, wenn die Nase verstopft, kann man an dem Taschentuch riechen und verspürt sofort eine Linderung der Nasenverstopfung.

Man kann ein paar Tropfen Eukalyptusöl auf das Kopfkissen träufeln. Der Geruch hilft, die Nase im Schlaf zu befreien.

Man kann auch Lavendelöl oder Teebaumöl benutzen, doch ist Eukalyptus wirksamer.

Homöopathische Heilmittel

Die Homöopathie wägt vor dem Verschreiben einer Arznei alle Symptome einer Erkrankung ab.

Läuft dicker und gelber Schleim aus der Nase, kann der Homöopath Pulsatilla empfehlen.

Vorgehensweise:

  • Die Pulsatilla-Lösung erwärmen,
  • Die Lösung in eine Spritze ohne Kanüle füllen,
  • Einige Tropfen dieser Lösung in die Nase geben.

In der Apotheke oder Drogerie gibt es auch Nasensprays auf der Basis von Pulsatilla.

Man kann die Behandlung mit Pulsatilla 4 bis 5 Mal am Tag wiederholen.

Vorbeugung von Nasensekretion

Leider kann man nicht alle Nasensekretionen verhindern.

Doch man kann Krankheiten, die eine übermäßige Schleimproduktion verursachen, vorbeugen.

Nach der Naturheilkunde entstehen Infektionen dann, wenn der Körper voller Giftstoffe ist.

Diese Substanzen entstehen bei der Verdauung von Lebensmitteln, die nicht für den Menschen geeignet sind.

Schädliche Mikroorganismen wachsen in den Organen, wenn sie:

  • Abgestorben sind,
  • Sich zersetzen.

Bakterien und Pilze vermehren sich nicht in gesundem Gewebe, weil sie dort keine Nährstoffe finden.

Um das Wachstum derartiger Mikroorganismen zu verhindern, sollte man eine natürliche Ernährung einhalten, ohne:

  • Verarbeitete Produkte,
  • Gebackene Lebensmittel,
  • Stimulierende und gesüßte Getränke (Coca-Cola, Tee, Kaffee),
  • Getreide, insbesondere wenn sie Gluten enthalten,
  • Milch und Milchprodukten.

Nachdem solche Lebensmittel ausgeschlossen werden, kann man eine vegane Diät befolgen oder eine, die reich an tierischen Proteinen und Gemüse ist (wie die Blutgruppendiät).

Um wirksam vor einer Grippe geschützt zu sein, empfiehlt der Arzt in jedem Jahr eine Grippeimpfung.

Verursachen Allergien eine Nasensekretion, müssen die Materialien gemieden werden, die die Symptome verursachen.

Zur Identifizierung der Allergene kann das Führen eines Tagebuchs über alle Aktivitäten sinnvoll sein.

Nicht rauchen. Das kann dazu verhelfen, die Nase von Irritationen und Entzündungen frei zu halten.

 

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