Mückenstich: Symptome, Behandlung, Hausmittel

Mücken sind Insekten, die sich von Blut ernähren.


Sticht eine Mücke eine kranke Person, kann sie sich infizieren.
Wenn sie danach noch andere Menschen sticht, kann die Infektion übertragen werden.
Aus diesem Grund ist sie ein Risikofaktor für die Ansteckung von Krankheiten in jenen Gebieten der Welt, wo die meiste Verbreitung einiger Viren und Parasiten besteht.

 

Warum jucken Mückenstiche?

Mückenstiche können die Leute aus einem einfachen Grund zur Verzweiflung bringen: sie verursachen Juckreiz.
Wenn eine Mücke sticht, dringt sie in die Haut ein und saugt mit dem gezahnten und spitzen Mund (oder Rüssel) Blut.
Zudem injiziert die Mücke ihren Speichel, der Gerinnungshemmer enthält. Diese Substanz verhindert, dass das Blut im Umkreis des Saugrüssels gerinnen kann, denn durch dieses Phänomen könnte das Insekt klebenbleiben.
Nur die weibliche Mücke sticht, weil sie die Nährstoffe, die im menschlichen Blut enthalten sind, zur Produktion ihrer Eier benötigt.

Das Immunsystem erkennt die Proteine im Speichel der Mücke als Fremdsubstanz und startet einen Angriff. Nach Jonathan Day, Professor für medizinische Insektenkunde an der Universität Florida Vero Beach, besteht die Immunreaktion auch in der Freisetzung von Histamin.
Die Histaminreaktion verursacht Juckreiz, wie wenn Pollen in die Augen gerät und man das Bedürfnis verspürt, zu reiben.
Histamin führt auch zur Erweiterung der Blutgefäße, die Folgen sind:

  • Schwellungen,
  • Quaddelbildung an der Bissstelle.

Nicht alle reagieren auf Mückenstiche mit einem juckenden Hautausschlag.
Manche Erwachsene:

  • Haben keinerlei Reaktion,
  • Können nicht einmal eine Einstichstelle bemerken.

Professor Day fügt hinzu: mit der Zeit entwickeln viele Personen eine Toleranz auf Mückenstiche.
Die meisten der Erwachsenen:

  • Gewöhnen sich an die Mücken,
  • Reagieren viel milder als zu Zeiten, als sie noch Kinder waren.

Wenn sie reisen und neuen Mückenarten begegnen, kann der Mückenstich allerdings dieselbe Reaktion hervorrufen, die er verursachte, als sie noch Kinder waren.

 

Mückenarten

Die meist verbreiteten Mücken sind:

Culexmücke oder gemeine Stechmücke

  • Hellbraun gefärbt,
  • 5-7 mm lang,
  • Im Sommer präsent,
  • Sticht vor allem bei Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und in der Nacht;
  • Ist häufig an stehenden Gewässern oder in feucht-schattigen Zonen (unter den Bäumen) zu finden.

Diese Mücken können den West-Nil-Virus oder das West-Nil-Fieber in Gebieten übertragen, in denen die Krankheit verbreitet ist.

 

Anophelesmücke

Die Anopheles- oder Malariamücke erkennt man an:

  • Dunkelbrauner Farbe,
  • Sie hat weiß oder schwarz getupfte Flügel,
  • Lebt in Sumpfgebieten;
  • Im Sommer präsent,
  • Sticht vor allem bei Sonnenuntergang und während der Nacht;
  • Ist vor allem verbreitet in: Afrika, Lateinamerika, Südasien;

Diese Mücke ist Hauptüberträger der Malaria.

 

Tigermücke (Aedes albopictus)

Die Tigermücke gehört zu dieser Familie und ist zu erkennen an:

  • Der schwarzen Farbe mit weißen Flecken und Strichen am Körper und an den Beinen;
  • Die Größe variiert von 4 bis 10 mm;
  • Sie kommt ab dem Frühjahr bis zum Winterbeginn vor und hinterlegt ihre Eier, die auch im Winter bei kalten Temperaturen überleben.

Die Tigermücke vermehrt sich in stehenden Gewässern, auch in kleinen Pfützen, zum Beispiel in Blumenuntertöpfen.

Sie ist vor allem verbreitet in Afrika, Lateinamerika und Südasien aber auch in Europa.

Die Tigermücke sticht in den kühlen Stunden des Tages:

  • Am frühen Morgen,
  • Bei Sonnenuntergang.

Gemäß der „European Environmental Agency“, ist die Tigermücke ein Überträger für 20 Krankheiten, darunter:

  • Gelbfieber,
  • Rift-Valley-Fieber,
  • West-Nil-Virus,
  • Japanische Enzephalitis.

Auch wenn die Wissenschaftler nicht wissen, wie viele Erkrankungen durch die infizierte Mücke übertragen werden, wurde demonstriert, dass sie zwei Krankheiten übertragen kann:

  • Dengue-Fieber,
  • Chikungunya-Fieber.

 

Symptome des Mückenstichs

In der Regel verursachen die Stiche der gemeinen schwarzen Mücke keine Schmerzen, sondern nur Juckreiz.

MückenstichDer Stich führt zu einer Hautreaktion mit Blasenbildung oder Hautausschlag, der verursacht:

  • Rötung
  • Juckreiz im Umkreis des Stiches.

Symptome der Tigermücke
Nach einer wissenschaftlichen Studie aus Spanien (1):

  • Das häufigste Symptom ist eine kleine Schwellung (78%),
  • Der am meisten betroffene Körperteil sind die Beine (93%),
  • Kinder werden häufiger gestochen,
  • Blasenartige Läsionen sind bei Frauen häufiger,
  • Der Juckreiz ist sehr intensiv (65%), besonders bei Frauen (71%) und Kindern (76%).

Symptome des Chikungunya-Fiebers
Die Patienten können Symptome im Bereich von Haut und Schleimhaut bilden:

  • Masernartiger Hautausschlag,
  • Hautschuppung,
  • Fleckiger Hautausschlag (an der Makula des Auges),
  • Intertrigo (Art eines Hautausschlages),
  • Hypermelanose (Hautflecken),
  • Trockene Haut,
  • Aufgekratzte Papeln,
  • Urtikaria,
  • Petechien (kleine Blutungen, die rote Flecke auf der Haut bilden),

Außerdem führt Chikungunya zu Gelenksymptomen, darunter Schwellung und Arthritis an:

Es können auch nur die Gelenke einer Körperhälfte betroffen sein.
Chikungunya verursacht auch häufig eine akute Sehnenscheidenentzündung.
Selten bildet sich eine Bakerzyste.

Symptome des Dengue-Fiebers
Gemäß des amerikanischen CDC (Centers for Disease Control and Prevention) gehört zu den Symptomen hohes Fieber und mindestens zwei der folgenden Erscheinungen:

Gewöhnlich verbessert sich der Patient in 10-12 Tagen, doch in einigen Fällen kommt es zur Verschlimmerung und eine Komplikation kann auftreten: das schwere Denguefieber.

 

Wann vergehen die Symptome wieder?

Wenn sich die Person nicht kratzt, verkleinert sich die Blase innerhalb von 15 Minuten, doch bis sie völlig vergangen ist, kann es ein oder zwei Tage dauern.

 

Was sollte man benutzen? Naturheilmittel bei Mückenstichen

Gehackte Zwiebel oder Knoblauch
Zwiebel und Knoblauch helfen, die durch den Stich verursachte Schwellung und den Juckreiz zu verringern.
Außerdem vertreibt ihr starker Geruch Insekten und Mücken.

  1. Gehackte Zwiebel und Knoblauch direkt auf die betreffende Stelle streichen,
  2. 5 Minuten warten,
  3. Die Haut abwaschen.

 

Alkohol
Alkohol wirkt antibakteriell und kann verwendet werden, um die durch Mückenstiche verursachte Reizung zu lindern und die Möglichkeit einer sich daraus entwickelnden Infektion zu verringern.

  • Eine kleine Menge Alkohol auf einen Wattebausch geben,
  • Die betreffende Hautstelle damit bestreichen.

Anfangs kann das etwas brennen, doch nach kurzer Zeit verringern sich der Juckreiz und die Schwellung.
Ist kein Alkohol im Haus, kann man auch Essig verwenden.

 

Zahnpasta
Zahnpasta kann den Juckreiz, der durch einen Mückenstich verursacht wurde, stark reduzieren.
Es genügt eine kleine Menge auf der betreffenden Stelle.
Um schnell ein gutes Ergebnis zu erlangen, sollte man Zahnpaste mit entzündungshemmenden Stoffen benutzen wie:

  • Pfefferminze,
  • Natriumbikarbonat,
  • Menthol.

Man sollte kein Zahngel benutzen.

 

Eis

Kalte Temperatur führt zu Gefäßverengung und begrenzt das Anfluten von Entzündungsstoffen im Bereich der Bissstelle.
Eis bringt außerdem unverzüglich Erleichterung.
Wichtig ist, das Eis richtig aufzulegen, denn zu starke Kälte führt zu einem gegenteiligen Effekt.

  • Einige Eiswürfel in ein Handtuch wickeln,
  • Auf den betroffenen Bereich legen,
  • Etwa 10 bis 15 Minuten warten.

Sind kein Eiswürfel vorhanden, kann man den betroffenen Bereich:

  • In ein Becken mit kaltem Wasser tauchen (zum Beispiel Füße oder Hände),
  • Unter einen kalten Wasserstrahl halten.

 

Zitrone
Zitrone hat natürliche entzündungshemmende und desinfizierende Eigenschaften und kann daher bei der Behandlung von Mückenstichen sehr dienlich sein.

  • Eine Zitrone in zwei Teile schneiden,
  • Eine Hälfte auf der juckenden Haut, verstreichen, um eine schnelle Erleichterung zu erhalten.
  • Das Auftragen von Zitronensaft auf den Mückenstich verhindert, dass sich eine Infektion entwickelt.

 

Stichen von Mücken und anderen Insekten vorbeugen

Es gibt viele Produkte zur Vorbeugung von Insektenstichen, zum Beispiel Insektenschutzmittel in Form von Salben oder Cremes wie Off oder auch Insektizide.
Basierend auf meiner Erfahrung in tropischen Ländern, kann man sich vor Mücken ohne die Verwendung von Chemikalien schützen, die für den Menschen schädlich sein können.
Man kann ein natürliches Abwehrmittel verwenden, bestehend aus:

  1. Zitronengras,
  2. Teebaumöl,
  3. Aloe vera.

Diese Öle können direkt auf die Haut aufgetragen werden.
Allerdings reagieren manche Menschen allergisch auf Citronella oder entwickeln Hautreaktionen, wenn sie sich mit Teebaumöl einreiben.

 

10 Ratschläge, Mücken und andere Insekten fernzuhalten

Mücken werden durch stehende Gewässer, von Licht und von dunklen Objekten angezogen, daher wird empfohlen:

  1. Die Wohnung trocken halten, auch das Bad;
  2. Im Haus keine Eimer oder Flaschen offen stehen lassen;
  3. Den Müll jeden Abend vor dem Schlafengehen nach draußen schaffen;
  4. Licht löschen, ehe man die Tür zum Hinausgehen öffnet;
  5. Wenn Fenster oder Fensterläden geschlossen werden und es erforderlich ist, ein Fliegenfenster hochzuschieben oder zu entfernen, sollte man zuvor mit den Händen leichte Schläge gegen das Gitter machen, um die Insekten zu entfernen;
  6. Keine dunklen Handtücher oder Kleidungsstücke verwenden, weil sich die Mücken in den Geweben verstecken.

Wie schützt man sich vor Mücken?

  1. In einer geschlossenen Umgebung kann man einen Ventilator benutzen, um Insektenstiche zu begrenzen. Die durch den Ventilator bewegte Luft stört den Insektenflug und dadurch stechen sie nicht.
  2. Eine Mückenlampe mit Lüfter auf der Rückseite verwenden. Wenn sich die Mücke dem Licht nähert, drückt der Lüfter das Insekt gegen die Lampe und verhindert, dass es sich wieder entfernt. Es gibt billige Modelle ohne Lüfter, sie sind jedoch nicht so wirksam.

Mückenlampe

  1. Schlitze an Türen und Fenstern verschließen,
  2. Empfehlenswert ist ein Fliegenfenster. In tropischen Gebieten können Mücken auch am späten Nachmittag und am frühen Morgen stechen, auch wenn es nicht dunkel ist.

Im Internet berichten viele über Mückenfallen aus einer Plastikflasche. Ich habe mehrmals alle diese Methoden ausprobiert, es hat jedoch nie funktioniert.

 

Literatur:

(1) Curcó N1, Giménez N, Serra M, Ripoll A, García M, Vives P. Servicio de Dermatología, Ospedale Mútua de Terrasa, Barcellona, ​​Spagna.

(2) Bandyopadhyay D, Ghosh SK. Mucocutaneous features of Chikungunya fever: a study from an outbreak in West Bengal, India. Int J Dermatol. 2008;47:1148-52.