Kreislaufprobleme an Beinen oder Armen können

Kreislaufprobleme an Beinen oder Armen können

Kreislaufproblemean Beinen oder Armen können leicht- oder schwergradig sein.

Das Blut muss im gesamten Organismus zirkulieren, um:

  1. Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen zu bringen,
  2. Abfallprodukte und Kohlendioxis aus dem Gewebe zu entfernen.

Ein ausgedehntes Arteriennetz transportiert das Blut zu den Zellen, dann kehrt das Blut durch die Venen wieder zum Herzen zurück.

Das Herz pumpt das Blut in die Arterien mit einem hohen Druck. Wenn es jedoch in die Venen gelangt, ist der Druck niedrig, da die Reibung die Fließgeschwindigkeit entlang der zurückgelegten Strecke verringert hat. In den Venen gibt es ein System von Ventilen, die den Blutfluss in Richtung des Herzens ermöglichen und den Abstieg zu den Füßen verhindern.

Die Funktionsweise des Kreislaufsystems hängt von der Muskelpumpe auf Höhe der Wade ab:

  1. Die Kontraktion der Wadenmuskulatur drückt die Venen zusammen und treibt das Blut zum Herzen.
  2. Beim Entspannen öffnen sich die Ventile im unteren Bereich der Venen und das Blut wird nach oben gesogen.

Beim Gehen zieht sich der Wadenmuskel bei jedem Schritt zusammen und entspannt sich wieder.

Dies ermöglicht die venöse Durchblutung.

 

Häufige Ursachen für Kreislaufprobleme

Raynaud-Syndrom

Diese Erkrankung verursacht eine Verengung der kleinen Körperarterien, vor allem in den Fingern und Zehen.

Herzkrankheiten

Das Herz muss das Blut durch den ganzen Körper pumpen.

Eine Arrhythmie ist eine Herzerkrankung, die einen unregelmäßigen Herzschlag hervorruft, der sein kann:

  • Zu schnell,
  • Zu langsam.

Wenn die Kontraktionen der Herzventrikel zu schnell und nicht regelmäßig erfolgen, verringert sich die Menge des gepumpten Blutes. Dies geschieht, weil der Ventrikel kontrahiert, bevor er sich wieder gefüllt hat.

Ein zu langsam schlagendes Herz kann nicht ausreichend Blut pumpen, um Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen zu transportieren.

In diesem Fall kommt es zu einer schlechten Durchblutung.

Ein Herzinfarkt ist das Absterben eines Teils des Herzmuskelgewebes, verursacht durch eine mangelhafte Durchblutung in diesem Bereich.

In diesem Fall kann das Herz nur eine unzureichende Menge Blut in den Rest des Körpers pumpen.

Die Folge ist eine schlechte Durchblutung.

Herzinsuffizienz

Hierbei handelt es sich um eine Situation, in der das Herz nicht genügend Blut pumpt, um die Bedürfnisse des Körpers zu befriedigen.

Die Folge sind eine schlechte Durchblutung und Schwellungen an Knöcheln und Beinen.

Morbus Buerger

Bei dieser seltenen, aber schweren Erkrankung ist durch eine Entzündung und Schwellung der Blutgefäße gekennzeichnet.

Diese Entzündung verursacht die Bildung von Blut-Thromben (Blutgerinnsel) und die Behinderung der Durchblutung der Körperextremitäten (Hände und Füße).

Nervenstörungen

Die diabetische Neuropathie ist eine Nervenerkrankung, die mit Diabetes mellitus zusammenhängt.

Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, werden Nervenfunktionen unterbrochen.

Eine unbehandelte Zöliakie kann verursachen:

  • Nervenschäden,
  • Kribbeln,
  • Taubheitsgefühl an Händen und Füßen.

Medikamente

Eine schlechte Durchblutung kann auch eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein, zum Beispiel von Betablockern für Herzerkrankungen wie Bluthochdruck.

Akrozyanose

Diese Erkrankung betrifft Hände, Füße und Gesicht.

Bei einer Akrozyanose verliert die Haut in den betreffenden Bereichen ihre Farbe und wird kalt und schweißig.

Hypothyreose

Diese Erkrankung verursacht einen Rückgang der Schilddrüsenhormonproduktion.

Eine unbehandelte Hypothyreose kann periphere Probleme wie Neuropathien und Herzprobleme verursachen.

Die Folge ist eine schlechter Durchblutung, insbesondere in Händen und Füßen.

Schlechte Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist für den Körper wichtig.

Die übermäßige Aufnahme von Nahrung kann Fettleibigkeit verursachen, die einen Risikofaktor für Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes usw. darstellt.

Angst, Stress und Depression

Die Reaktion des Körpers auf Angst besteht darin, mehr Blut zu den Hauptorganen zu pumpen und die Durchblutung der Extremitäten zu reduzieren.

Daher kann Stress kalte Hände und Füße verursachen.

Frostbeulen

Menschen mit einer schlechten Durchblutung bemerken oft, dass sich die Blutgefäße der Haut im Winter verengen.

Die Symptome sind: Schwellung, Beulen, Blässe oder Zyanose und Geschwüre in den Zehen.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Rauchen
  • Alkohol
  • Koffein
  • Sedentäre Lebensweise
  • Schwangerschaft
  • Nieren- oder Lungenerkrankungen
  • Enge Kleidung

 

Schlechte Durchblutung in den Füßen

Eine der häufigsten Ursachen für eine schlechte Durchblutung der Füße ist eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Diese Krankheit zeichnet sich durch eine Verstopfung oder Verengung der großen Arterien aus, die weiter von Herz und Gehirn entfernt sind.

Dies tritt meist in den Extremitäten auf, insbesondere in den Füßen und Beinen.

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Ursachen von peripheren Gefäßerkrankungen sind:

  1. Arteriosklerose (Bildung von Plaques, die den internen Durchmesser der Arterie verringern)
  2. Kardiale Probleme
  3. Hypothyreose
  4. Nieren- oder Leberstörungen
  5. Varizen
  6. Übergewicht und Bewegungsmangel
  7. Diabetes
  8. Bluthochdruck
  9. Hohes Cholesterin

 

Erkrankungen, die Kreislaufprobleme in den Beinen verursachen

Buerger-Krankheit

Die Buerger-Krankheit oder Thrombangiitis obliterans ist eine Form der Vaskulitis, die eine Entzündung der Arterien und Venen in Armen oder Beinen verursacht.

Tiefe Venenthrombose

Die Tiefe Venenthrombose (TVP) zeichnet sich durch die Bildung eines Blutkoagels in einer Vene aus, die sich tief innerhalb der Muskeln befindet.

Normalerweise entwickelt sich ein Thrombus:

  • In der Wade,
  • Im Oberschenkel.

Dieser Zustand kann Schmerzen und Schwellungen des betroffenen Beins verursachen, eine mögliche Folge kann auch eine Lungenembolie sein.

Thrombophlebitis

Der Begriff Phlebitis weist auf eine Venenentzündung hin.

Eine Thrombophlebitis tritt auf, wenn die Entzündung durch ein Blutgerinnsel verursacht wird.

Krampfadern

Der Begriff „Krampfader“ bedeutet, dass die Venen erweitert sind und unter der Haut sichtbar werden.

Sie treten vor allem in den unteren Extremitäten auf.

Krampfadern können asymptomatisch sein oder Schmerzen und Schwellungen des rechten, linken oder beider Beine verursachen.

 

Kreislaufprobleme

Kreislaufprobleme

Kreislaufprobleme in den Armen

Ursachen für eine schlechte Durchblutung der Arme sind:

  • Schlechte Durchblutung in den Armen kann ein Symptom von Nieren- oder Lungenerkrankungen oder peripheren Gefäßkrankheiten sein.
  • Bei älteren Menschen werden die Blutgefäße härter und steifer. Dies verhindert eine ausreichende Durchblutung des Körpers.
  • Krankheiten wie Diabetes, hohes Cholesterin, Bluthochdruck und Herzerkrankungen.
  • Raynaudsyndrom.
  • Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Fetten.
  • Das Post-Mastektomie-Lymphödem (nach einer Operation bei Brustkrebs) kann schwere venöse und lymphatische Kreislaufprobleme an einem Arm verursachen (links oder rechts).
  • Übergewicht kann aufgrund der Kompression von Venen und Arterien durch das Körpergewicht eine schlechte Durchblutung der Beine und Arme verursachen.

 

Kreislaufprobleme in den Händen

Ursachen für eine schlechte Durchblutung der Hände

Die Hauptursache für eine schlechte Durchblutung der Hände oder anderer Körperbereiche ist die Ansammlung von atherosklerotischen Plaques in den Blutgefäßen.

Andere Ursachen:

  1. Diabetes,
  2. Hohes Cholesterin,
  3. Rauchen,
  4. Arterielle Hypertonie,
  5. Bewegungsmangel.

 

Symptome für eine schlechte Durchblutung

Die Symptome für eine schlechte Durchblutung treten nicht plötzlich auf, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum.

Kalte Füße und Hände

Blutkreislaufprobleme können kalte Hände und Füße verursachen, da das Blut, das durch Arterien und Venen fließt, die Körpertemperatur reguliert.

Anschwellen der Füße

Eine schlechte Durchblutung der Nieren stört die Nierenfunktion und verursacht ein Anschwellen der Extremitäten.

Die Bildung von atherosklerotischen Plaques in den Nierenvenen kann geschwollene Knöchel und Füße verursachen.

Wenn man über viele Stunden steht oder sitzt, sammelt sich Flüssigkeit in den Beinen an.

Vor der Menstruation oder in der Menopause können die Hormone Wassereinlagerungen in den Beinen verursachen.

Müdigkeit

Ein ständiges Müdigkeitsgefühl kann durch die verringerte Zufuhr an Sauerstoff und Nährstoffen verursacht sein.

In schwereren Fällen kann dies bereits bei leichter körperlicher Anstrengung zu Kurzatmigkeit führen.

Zyanose

Zyanose bedeutet, dass die Haut aufgrund von Sauerstoffmangel im Blutkreislauf eine bläuliche Färbung annimmt.

Eine der Ursachen, auf die eine Zyanose hinweisen kann, ist eine angeborene Herzkrankheit bei Kindern.

Frauen mit Kreislaufstörungen bemerken oft die Bildung von blauen Flecken.

Langsame Heilung nach Infektionen

Eine schlechte Durchblutung des Körpers kann die Heilung von Hautverletzungen und Infektionen verlangsamen.

Verstopfung

Bei einer schlechten Durchblutung verlangsamen sich alle Körperfunktionen, einschließlich der Verdauung.

Eine langsamer Verdauungsapparat kann die Nahrung nicht mehr richtig verdauen und verursacht eine Verlangsamung der Darmbewegungen.

Die Folge davon ist eine Verstopfung.

Appetitmangel

Eine schlechte Durchblutung der Leber kann zu Appetitverlust und Gewichtsabnahme führen.

Hoher Blutdruck

Wenn die Arterien aufgrund von Fettdepots verengt sind, ist auch der Raum für den Blutfluss reduziert.

In der Folge ist ein höherer Blutdruck erforderlich, um dieselbe Menge Blut zu pumpen.

Schmerzen an den Extremitäten

Oft verspürt man Schmerzen an Händen und Füßen, wenn man lange Zeit in einer Position verharrt (sitzend oder stehend).

Diese Körperteile können einschlafen und man verspürt ein Kribbeln in den Gliedern.

Krampfadern

Eine schlechte Durchblutung kann zu Krampfadern und Varizen führen.

Schmerzen und Juckreiz in den Beinen sind nur einige der Symptome, die von Krampfadern verursacht werden.

Auch wenn Krampfadern in jedem Körperbereich auftreten können, findet man sie doch meist in den Beinen.

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Kopfschmerzen, Schwindel und Gedächtnisverlust

Eine schlechte Durchblutung des Gehirns verursacht Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Die mangelnde Zufuhr von Sauerstoff kann Konzentrations- und Gedächtnisverlust verursachen.

Manchmal kann Arteriosklerose Tinnitus (Klingeln) in den Ohren verursachen.

Brüchige Nägel, Haarausfall und trockene Haut

Das Blut dient dazu, Sauerstoff und andere Nährstoffe in den ganzen Körper zu transportieren.

Eine schlechte Durchblutung führt zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung von Haut, Haaren und Nägeln.

Folgen sind:

  • Die Nägel werden brüchig,
  • Die Haare fallen aus,
  • Die Haut wird trocken.

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Symptome einer schlechten Durchblutung während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft verursacht viele Veränderungen im Körper.

Schwangere Frauen haben Durchblutungsstörungen, da der Fötus auf die Blutgefäße drückt.

Anschwellen der Füße und Knöchel

Wassereinlagerungen, Cellulitis und geschwollene Füße sind Symptome einer schlechten Durchblutung während der Schwangerschaft.

Schwindel

Die meisten Frauen verspüren im zweiten Schwangerschaftsdrittel Schwindelgefühle, vor allem wenn sie sich schnell erheben.

Während der Schwangerschaft kommt es zu einer Verringerung des Gesamtblutdrucks, die Folge ist ein geringerer Zufluss von Blut zum Gehirn.

Muskelspasmen

Während der Schwangerschaft stehen viele Frauen nachts auf, da sie aufgrund von Muskelkrämpfen, die durch eine schlechte Durchblutung verursacht werden, Schmerzen in den Beinen verspüren.

 

Was ist zu tun? Naturheilmittel gegen Kreislaufprobleme

Bei einer schlechten Durchblutung sollte man sich an einen Angiologen wenden, also an einen Facharzt für Blutgefäße.

Mit dem Rauchen aufhören

Rauchen schadet dem Körper erheblich und man sollte daher damit aufhören.

Regelmäßige Massagen durchführen

Wer nicht weiß, wie man massiert, kann auch einfach etwas ätherisches Öl von Rosmarin, Zitrone oder Minze in die Beine einreiben.

Wasser und Salz

Am Abend kann man die Füße in eine Wanne mit Salzwasser baden. Das hilft, die Schwellung zu verringern.

Übungen

Physische Bewegung ist sehr wichtig, um die Arterien frei zu halten und geschwollene Beine zu lindern.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Einen Spaziergang oder Übungen in einem Fitnessstudio.

Gehen

Im Allgemeinen empfehlen Ärzte, 4 Mal pro Woche mindestens 30 Minuten zu gehen.

Allerdings reicht das bei den Meisten Menschen mit Bewegungsmangel nicht aus.

Um gute Resultate zu erzielen, sollte man mindestens 2 mal am Tag für 30 Minuten Spazierengehen oder Übungen mit den Beinen machen (Radfahren oder Laufen).

Fitnessstudio

Die besten Übungen sind solche, bei denen die Füße oberhalb des Herzens gehalten werden. Aber wenn die Knöchel dabei auf Hüfthöhe sind, ist das auch in Ordnung.

In meiner Praxis haben wir zum Beispiel hervorragende Ergebnisse mit einem horizontalen Fahrradtrainer und der Beinpresse innerhalb eines Behandlungsmonats erreicht.

Die Frauen, die an der Studie teilgenommen haben:

  • Waren in der Menopause,
  • Hatten ein Alter von etwa 50 Jahren und keine Herzprobleme.

Das Programm sieht 30 Minuten täglich vor, unterteilt in:

  • 15 Minuten Fahrradergometer,
  • 15 Minuten Beinpresse mit wenigen Kilogramm (10 oder 20).

 

Ernährung und Diät zur Behebung von Kreislaufproblemen

Es ist sehr wichtig, eine gesunde Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte einzuhalten, die die Bildung von atherosklerotischen Plaques in den Arterien begünstigen.

Knoblauch und Zwiebeln

Knoblauch und Zwiebeln verhindern die Ansammlung von Plaques an den Arterienwänden und senken den Cholesterinspiegel im Körper.

Zartbitterschokolade

Zartbitterschokolade enthält Flavonoide, die den Kreislauf stärken und Cholesterinspiegel und Blutdruck senken.

Allerdings gilt sie als stimulierend und kann andere negative Auswirkungen auf den Körper haben. Daher ist es besser, Gemüse zu essen.

Zitrusfrüchte

Zitrusfrüchte enthalten viel Vitamin C (Antioxidans) und wirken als natürliche Antikoagulantien.

Man sollte in die Ernährung aufnehmen:

  1. Orangen,
  2. Mandarinen,
  3. Grapefruits,
  4. Zitronen.

Chili

Chili enthält Capsaicin, das den Blutfluss fördert.

Olivenöl

Olivenöl enthält viel Vitamin A, E, D und K sowie antioxidative Phenolverbindungen. Es senkt den Cholesterinspiegel, steigert den Appetit und fördert die Verdauung.

Nüsse und Samen

Diese Lebensmittel enthalten viel Niacin, Vitamin B3 und Omega-3-Fettsäuren.

Sie unterstützen den Blutfluss, da sie natürliche Vasodilatatoren sind.