Insektenstiche


Insektenstiche können verursachen:

Auch wenn in den meisten Fällen die Folgen leichtgradig sind, entwickeln sich doch manchmal schwerwiegende Probleme.

 Insektenarten

Bettwanzenstich
Die Bettwanze (Cimex lectularius) ist ein kleines Parasiteninsekt:

  • von rot-brauner Farbe,
  • in Größe einer Linse.

Diese Insekten leben im Haus in warmer Umgebung, vorwiegend in:

  • Matratzen,
  • Bettwäsche und Sofas.

Sie werden nicht durch Schmutz angezogen, in der Tat findet man sie auch in sauberen Wohnverhältnissen.
Die Wanze sticht, um Blut zu saugen und hinterlässt auf der Haut Stichspuren, die häufig erscheinen in Form von:

  • geraden Linien,
  • Quaddeln.

InsektenstichEin bis mehrere Tage nach dem Wanzenbiss können sich entwickeln:

  • Hautausschläge,
  • leicht geschwollene rote Flecke, die jucken und brennen.

Wenn sich die Dermatitis weiter verbreitet bedeutet das, dass die Wanzen erneut gebissen haben.
Der gebissene Bereich kann über einige Tage angeschwollen sein, bis die Schwellung langsam nachlässt.
Nicht alle von Wanzen gebissenen Personen weisen dieselben Symptome auf. Meist entstehen keine ernsteren Reaktionen. Jedoch können manche Personen entwickeln:

  • Dermatitis,
  • mit Flüssigkeit gefüllte Blasen.

Wanzen beißen sich fest, um Blut zu saugen, vor allem:

  • im Gesicht,
  • am Hals,
  • an den Händen,
  • an den Armen.

Diese Insekten können sehr lästig sein, aber übertragen keine Krankheiten auf Menschen.

 

Stich der Sandmücke
Diese Insekten (Ordnung der Zweiflügler oder Diptera) fliegen und erhähren sich von Blut, genau wie Mücken.
Die Sandmücken unterscheiden sich jedoch auf folgende Weise von Mücken:

  • Sie sind kleiner, nur 3-4 mm.
  • Sie sind nahezu unsichtbar und sandfarben.
  • Sie sind lautlos.

Man trifft sie im Sommer an und sie stechen vor allem bei Sonnenuntergang und in der Nacht.

Der Stich einer Sandmücke verursacht:

  • Schmerzen, Juckreiz und Beschwerden im Stechbereich;
  • eine größere Blase als bei einem Mückenstich.

Außerdem können Sandmücken schwerwiegende Krankheiten übertragen, wie:

  • kutane Leishmaniose; diese Krankheit wird durch den Parasiten Leishmania hervorgerufen; sie tritt zwischen 2 Wochen und 2 Monaten nach dem Insektenstich auf und verursacht Geschwüre und Narben auf der Haut.
  • Sandmücken-Fieber; diese Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen wird durch den Stich einer Sandmücke verursacht. Leitsymptom ist hohes Fieber (40°C), das etwa 3 Tage andauert. Die Krankheit vergeht von selbst.

 

Zeckenbiss
Zecken sind kleine parasitäre Spinnentiere, die sich von Warmblütlern und vom Menschen ernähren. Sie haben einen Mund, mit dem sie Blut aus dem Wirtsorganismus saugen.
Zecken sind unterschiedlich groß, sie reichen von wenigen Millimetern bis zu 1 Zentimeter.
Zecken kommen in den warmen Monaten vor und leben im Freien in kühler und feuchter Umgebung, zum Beispiel in einem Garten mit Wiese und hohen Pflanzen.

Ein Zeckenbiss ruft keine Schmerzen hervor.
Dieses Tier kann mehrere Tage an der Haut festsitzen, ohne dass der Betroffene dies bemerkt.
Die Zecke kann verschiedene Krankheiten übertragen, darunter bakterielle Infektionen wie:

  • Lyme-Borreliose,
  • Rocky-Mountains-Fleckfieber.

Häufige Symptome, die nach einem Zeckenbiss auftreten, sind:

  • kreisförmiger Hautausschlag, ähnlich einem Ochsenauge;
  • rote und überwärmte Haut im Stichbereich, aber keine Schmerzen und Juckreiz;
  • Fieber,
  • Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit.

 

Flohstich
Der Floh ist ein kleines Insekt, das Menschen und Tiere sticht, um Blut zu saugen.

Flöhe:

  • sind platt,
  • haben eine rot-braune oder schwarze Färbung,
  • sind sehr klein: 2-3 mm,
  • haben keine Flügel, aber sie springen.

Ein Flohstich verursacht:

  • Hautausschlag in Form kleiner juckender roter Blasen, die bluten können;
  • multiple Bläschen: es bilden sich traubenförmige Flecke oder Linien, denn ein Floh beißt mehrmals.
  • Juckreiz und Entzündung; diese können über viele Wochen bestehen bleiben, ehe sie zurückgehen.


Bienen- oder Wespenstich
Wespen- und Bienenstiche können Folgendes hervorrufen:

  • Nicht-allergische Reaktionen: Schwellung, Brennen und Schmerzen im Bereich des Stichs. Die Schwellung kann bis zu 24 Stunden nach dem Stich zunehmen.
  • Schwere allergische Reaktionen bei Personen, die eine Allergie auf das injizierte Gift haben.

Man kann eine ernste allergische Reaktion auf einen Bienen- oder Wespenstich vermuten, wenn Symptome auftreten wie:

  1. sehr großflächiger roter und juckender Hautausschlag (Urtikaria),
  2. beschleunigter Herzschlag,
  3. Schwindel,
  4. geistige Verwirrung,
  5. Gesichts- oder Halsschwellung,
  6. Schluckstörungen oder Atembeschwerden.

 

Rote Ameise
Dieses Insekt hat einen roten Unterleib.
Um sich zu schützen, kann es Gift spritzen (Ameisensäure), das auf den Menschen eine äußerst reizende Wirkung hat.

  • Ein durch die rote Ameise hervorgerufenes Ekzem kann sich als rote Pusteln (ähnlich wie Pickel) darstellen, die sich entzünden und mit Eiter füllen können. Sie haben gewöhnlich eine weiße Spitze, wie ein Furunkel.
  • Die Pusteln können schmerzen und das Gefühl von Hautbrennen und Juckreiz hervorrufen.
  • Zudem ist die gestochene Stelle möglicherweise geschwollen.

 

Läusestich
Wenn ein starker Juckreiz auftritt, ist es wahrscheinlich, dass dieses Problem mit Läusen in Zusammenhang steht.
Läuse sind kleine grau-braune Insekten, die sich von Blut ernähren.
Ihre Hauptmerkmale:

  • Größe von 2-3 mm
  • Sie springen und sie fliegen nicht; sie wandern auf naheliegenden Oberflächen (beispielsweise bei direktem Kontakt zweier Köpfe).

Läuse erzeugen keine Krankheiten und ernsteren Probleme. Jedoch kann ein massiver Befall mit Läusen ständigen Juckreiz auf der Kopfhaut hervorrufen. Kratzt sich der Patient laufend, kann dies zu bakteriellen Sekundärinfektionen führen.

 

Bremsenstich
Die Bremse ist ein Insekt, das einer großen Fliege ähnelt und eine Hautverletzung verursacht. Der Bereich des Einstichs kann also bluten.

 

Insektenstiche, die Schwellungen verursachen

Bettwanzenstich
Wanzen sind kleine nachtaktive Insekten, die oft im Bett zu finden sind und sich von menschlichem Blut ernähren.
In der Regel verursachen die Stiche lokale Schwellungen, Hautrötung und starken Juckreiz.
Die Schwellungen können zu Blasenbildung führen.

Stich des Tunga penetrans
Tunga penetrans ist ein Floh und Arthropoden-Parasit, der in tropischen Gebieten vorkommt. Die Bisse sind durch kleine rot umrandete Läsionen (Pusteln) auf der Haut gekennzeichnet, die Folgendes verursachen:

  • übermäßigen Juckreiz,
  • leichte Schmerzen.

Wer auf die Stiche dieser Insekten allergisch reagiert, kann eine Schwellung in dem betroffenen Bereich entwickeln.

Flohstich
Außer dem charakteristischen juckenden Hautausschlag verursachen Flohstiche lokale Schwellungen.
Die Symptome können je nach Sensibilität eines jeden Menschen lokal oder generalisiert auftreten und über viele Tage bestehen.

Zeckenbiss
Zeckenbisse verursachen:

  • Rötung,
  • intensiven Schmerz,
  • Juckreiz um den betroffenen Bereich.

Sie können auch die Bildung von Ekzemen und Bläschen am Körper hervorrufen. Diese Stiche treten gewöhnlich in Form roter Flecke auf und können die Übertragung verschiedener Erkrankungen verursachen.

 

Symptome von Insektenstichen

Gewöhnlich sind die Symptome auf den Stichbereich begrenzt und sie umfassen:

  1. Schwellung,
  2. Rötung,
  3. Überwärmung,
  4. Schmerz,
  5. Juckreiz.

Selten bildet sich ein Hämatom, in einem solchen Fall hat das Insekt Kapillaren zerrissen.
Im Stichbereich kann sich eine Infektion entwickeln.

Überträgt das Insekt virale oder parasitäre Infektionen, sind die möglichen Anfangssymptome:

 

Insektenstiche im Schlaf

Während man schläft, könnten einige Insekten beißen.

Wie stechen sie?
Insekten, die in der Regel nachts stechen sind:

  • Bettwanzen,
  • Mücken.

Eine Wanze dringt mit ihrem Saugrüssel in die Haut ein, um Blut zu saugen und braucht etwa 5-10 Minuten, um ihren Körper mit Flüssigkeit zu füllen. Der Stichbereich schwillt an und verursacht über ein paar Tage starken Juckreiz.
Menschen, die sehr empfindliche Haut haben, können einen bläschenförmigen Ausschlag bekommen. Einige Personen können aufgrund der Bisse Schmerzen verspüren, andere verspüren wiederum nichts.

 

 Insektenstiche

Insektenstiche

Sind Insektenstiche gefährlich?

In der Regel bedeuten Insektenstiche kein ernstes Problem für die Gesundheit.
Wenn jedoch an einem Hautausschlag übermäßig gekratzt wird, kann eine Infektion entstehen. Man sollte daher an den Stichbereichen nicht kratzen.

In Tropenländern ist Vorsicht geboten, dort können durch Insektenstiche gravierende Krankheiten übertragen werden.

Menschen mit Allergien sollten einen Insektenstich nicht unterschätzen und einen Arzt zwecks einer entsprechenden Behandlung konsultieren.

 

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche kommen selten vor.

Oft provozieren Bienen, Wespen- und Hornissenstiche leichte allergische Reaktionen mit:

  1. Rötung,
  2. leichter Schwellung,
  3. Schmerzen,
  4. Hautbrennen,
  5. Juckreiz im Bereich des Stiches.

Der Arzt verabreicht gewöhnlich:

  • Antihistaminika und Kortikosteroide, um das Ödem (Schwellung) zu verringern;
  • Sulmycin mit Celestan V, das Kortison und Antibiotika enthält.

Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)
Hat ein Mensch eine Allergie auf Insekten, kann er eine anaphylaktische Reaktion entwickeln, ein seltener Vorfall, der jedoch tödlich sein kann.
Wenn eine schwere allergische Reaktion nicht behandelt wird, kann das Leben bedroht und der gesamte Körper in kurzer Zeit mit entsprechend schweren Gesundheitsschäden betroffen sein.
Da sie sich in wenigen Minuten verbreitet, muss eine schnelle medizinische Hilfe erfolgen.

Verzögert sich die Notfalltherapie, kann ein Bewusstseinsverlust und sogar ein Herzstillstand eintreten. Symptome bei gravierender allergischer Reaktion sind:

  1. Schwellung in Hals oder Gesicht (Augen und Lippen geschwollen),
  2. Angst und Unruhe,
  3. Schluckbeschwerden,
  4. Hautausschlag, der sich über den Stichbereich hinaus ausbreitet,
  5. Herzrasen,
  6. Atemprobleme.

Eine schwere allergische Reaktion kann den Blutdruck gefährlich verringern.
Dieser akute Abfall des arteriellen Blutdrucks kann für die Gesundheit gefährlich sein, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.

Naturheilmittel bei Insektenstichen

Diese Heilmittel können auch während der Schwangerschaft angewendet werden.

  • Auf den betroffenen Bereich sofort einen Umschlag mit Eis auflegen. Dieses Hausmittel ist am besten geeignet, um das brennende Gefühl zu lindern. Die roten erhabenen Flecke verschwinden allmählich.
  • Den geschwollenen und juckenden Bereich mit einer desinfizierenden Lösung waschen.
  • Einen Wattebausch mit Wasserstoffperoxid oder Alkohol tränken.
  • Den betroffenen Bereich damit sanft einreiben.
  • Nach zwei Minuten das Wasserstoffperoxid mit kaltem Wasser abwaschen.
  • Dann eine rezeptfreie antiseptische Salbe auftragen.

Man kann einige natürliche Substanzen mit entzündungshemmender Wirkung auf die Blasen auftragen, wie:

  1. Gel von Aloe vera
  2. Galmei
  3. Bergarnika

Die Anwendungen sollte man dreimal am Tag wiederholen, um Besserung zu erfahren.
Man sollte in dem Bereich nicht kratzen.

Zu den bewährten Hausmitteln gegen Insektenstiche, die zu Nesselsucht (Urtikaria) führen, gehört auch Ammoniak, aber man muss aufpassen, denn er kann die Hautreizung auch verschlimmern.
Keinen Ammoniak bei Kindern und Säuglingen verwenden.

 

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