Hexenschuss: Ursachen, Symptome und Therapie

Hexenschuss

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Hexenschuss ist ein plötzlicher Rückenschmerz, der nach intensiven Bewegungen auftritt, die zu einer sehr schmerzhaften Verspannung der Rückenmuskeln führen.
Aufgrund des Schmerzes, der einem Stich oder einem Schlag gleicht, blockiert der Patient in seiner Bewegung.
In der Wirbelsäule befinden sich paravertebrale Muskeln.

Diese Muskeln stützen die Wirbelsäule und das Gewicht des Oberkörpers.
Die Lendenwirbelsäule und ihre Muskeln sind zur Stabilisierung des Beckens und der Wirbelsäule während der Bewegung sehr wichtig.

 

Was sind die Ursachen von einem Hexenschuss?

Die Zerrung kann durch eine heftige Verdrehung, eine Muskelüberanstrengung oder ein Trauma verursacht sein.
Eine der häufigsten Ursachen ist das nicht richtige Anheben eines Gewichts (zum Beispiel beim Bodybuilding).
Das Schleudertrauma ist eine Verletzung, die meist bei einem Auffahrunfall auftritt. Der Körper trifft die Rückenlehne heftig und wird dann nach vorn zum Lenkrad geschleudert.
Jeder meint, dass ein Schleudertrauma nur Nackenschmerzen verursacht. Tatsächlich trifft die Lehne aber zuerst auf den Rücken und dann auf den Hals.

Durch diese Pathologien dehnen sich ein oder mehrere Muskeln über ihre physiologische Länge und führen zu den Verletzungen.
Es gibt verschiedene Situationen, die das Risiko einer Zerrung am Rücken oder einer Distorsion erhöhen:

  • Beugen im unteren Rücken, um einen Gegenstand aufzuheben,
  • Adipositas oder Übergewicht,
  • Schwäche der Rückenmuskeln,
  • Schwäche der Bauchmuskeln,
  • Schwangerschaft (aufgrund des Gewichts des Kindes),
  • Kontraktur in den hinteren Oberschenkelmuskeln,
  • sportliche Aktivitäten wie Fußball, Gewichtheben usw.

 

 

Symptome des Hexenschusses

Die häufigsten Symptome sind:

  • Schmerzen im unteren Rückenbereich.
  • Die zentrale oder seitliche lumbo-sakrale Zone kann bei Berührung schmerzhaft sein.
  • Die Schmerzen treten plötzlich auf.
  • Steifigkeit und starke Bewegungseinschränkung.
  • Der Patient verharrt in falscher Position (nach vorn gebeugt).
  • Muskelspasmen.
  • Der Patient fühlt sich normalerweise in Ruheposition besser und hat Schwierigkeiten, längere Zeit zu stehen oder zu gehen.
  • In der Regel vergehen akute lumbale Schmerzen schnell wieder; intermittierende Beschwerden können über ein paar Wochen auftreten und werden nur selten chronisch.

Die Symptome sind gewöhnlich auf den Rücken beschränkt und strahlen nicht in die Beine aus.

 

Was tun? Therapie des Hexenschusses

Eine lumbale Zerrung kann sehr schmerzhaft sein. Die meisten Fälle genesen in kurzer Zeit.

Medikamentöse Therapie
Zur ersten Gruppe gehören die entzündungshemmenden Mittel.
Diese Arzneimittel beherrschen die Entzündung und lindern den Schmerz.
Es gibt viele nichtsteroidale entzündungshemmende Pharmaka auf dem Markt, zum Beispiel Ibuprofen (Dolormin), Ketoprofen (Alrheumun) oder Diclofenac (Voltaren).
Nimesulid (Aulin) wurde häufig in der Vergangenheit verschrieben, doch leider entwickelten viele Menschen darauf Nebenwirkungen. Daher wurde der Handel in vielen Ländern der Welt eingestellt.

In der akuten Phase kann der Arzt auch Kortison wie Betametason (Bentnesol) verschreiben, um Schmerz und Entzündung zu lindern.

Die zweite Gruppe der Pharmaka sind die Muskelrelaxantien.
Auch für diese Medikamente gibt es viele Wirkstoffe.
Für Patienten mit spastischen Symptomen am Rücken sind Muskelrelaxantien wirksam zur Bekämpfung der Symptome, zum Beispiel durch Injektionen von Methocarbamol (Ortoton).

Schmerzmittel wie Paracetamol (ben-u-ron) werden weniger angewendet, weil sie weniger wirksam ist.

Übungen
Sind die Rückenschmerzen vergangen, müssen regelmäßige Körperübungen durchgeführt werden.
Gymnastik hält die Rückenmuskeln stark und beweglich.
Die Übungen verhelfen zur Heilung und verringern die Wahrscheinlichkeit, in der Zukunft weitere Muskelzerrungen zu bekommen.
Empfohlen wird schonender Sport mit geringem Belastungsniveau, wie Schwimmen oder Radfahren.

 

 

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