Symptome bei hohem Fieber

Leichtes Fieber tritt häufig auf und ist meist kein Grund zur Besorgnis.

Leichtes Fieber wird auch als febrile Temperatur bezeichnet, ist vorübergehend und dauert gewöhnlich 1-2 Tage.
Bei leichtem Fieber übersteigt die Körpertemperatur niemals 38,3 Grad und es vergeht in der Regel ohne Therapie.

Hingegen steigt bei Menschen mit hohem Fieber die Körpertemperatur über 40 Grad.
Das kann das Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein.
Hohes Fieber, das lange anhält (länger als 2 Tage) kann gefährlich sein.
Es muss sofort behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

 

Hohes Fieber

Die normale, im Mund gemessene Körpertemperatur sollte 36,8° ± 0,7° betragen. Eine axilläre (unter den Achseln gemessene) Temperatur, die über 37,1º liegt, gilt als Fieber (oder Pyrexie).
Fieber ist abends und in der Nacht höher, während es am Morgen niedriger ist, weil der Körper im Schlaf weniger Nährstoffe verbrennt.

 

Hohes Fieber bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen

Hohes Fieber bei Kleinkindern kann Gehirnschäden verursachen, was zu langfristigen Auswirkungen wie Kleinwuchs, Sehverlust, motorische Störungen usw. führen kann.
Das Immunsystem des Säuglings oder Kleinkindes ist noch nicht so stark wie beim Erwachsenen, man muss also vorsichtig sein.
Bei einer Infektion versucht der Körper, dagegen anzukämpfen, indem er die Temperatur erhöht. Somit schafft er ein ungünstiges Klima für Bakterien.

  • Neugeborene: für Kinder unter 3 Monaten bedeutet eine Temperatur von 38ºC hohes Fieber.
  • Kleinkinder von 3 bis 6 Monaten: eine Körpertemperatur von 38,3ºC ist hoch.
  • Kleinkinder über 6 Monate: ab dem 6. Lebensmonat wird eine Körpertemperatur von 39,4ºC als zu hohes Fieber verstanden.

 

Wann muss man sich Sorgen machen?

  1. Kleine Kinder und Erwachsene: Fieber von 39,4° ist ein Grund zur Besorgnis.
  2. Über 40° sollte man zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.

 


Symptome bei Fieber

Anhaltendes Fieber ist ein Grund zur Besorgnis. Der Körper kann auf folgende Weise reagieren:
1. Verwirrung (eingeschränkte Denkfähigkeit)
2. Epilepsie
3. Müdigkeit (Energieverlust)
4. Allgemeine diffuse Schmerzen
5. Dunkler Urin (dunkelgelbe Farbe)
6. Anormales Verhalten
7. Weißbelegte Zunge
8. Pünktchen und rote Flecke auf der Haut (vor allem bei Kindern, die Masern, Windpocken, Röteln usw. haben können)
9. Halsbeläge
10. Bauchschmerzen (zum Beispiel bei Gastroenteritis)
11. Vergrößerte Lymphknoten, zum Beispiel wenn der Patient AIDS, Mononukleose, Herpes usw. hat
12. Herzrasen (Tachykardie)
Hohes Fieber ist kein Symptom einer Schwangerschaft.

 

Hohes Fieber bei Kleinkindern

  1. Das Kind ist gereizt und lethargisch.
  2. Es ist ruhig und bewegt sich wenig.
  3. Es will nicht essen oder spielen.
  4. Es könnte viel oder auch gar nicht schlafen.
  5. Es atmet schneller, könnte aber Schwierigkeiten beim Atmen haben (keuchender Atem).
  6. Atemschwierigkeiten können zu blauen Lippen führen.
  7. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen sind andere häufige Symptome bei hohem Fieber.
  8. Dem Kind ist sehr warm oder sehr kalt.
  9. Manchmal besteht fortgesetztes Erbrechen und das Kind wird blass.

 


Ursachen des Fiebers

Zu den Ursachen von hohem Fieber gehören:

Kontakt mit Giftstoffen oder eine allergische Reaktion auf Medikamente können bei Erwachsenen hohes Fieber auslösen.

Pankreatitis: Das ist eine Erkrankung, bei der eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse vorliegt.
Die Pankreatitis ist gekennzeichnet durch starke Bauchschmerzen und Fieber, das bis 39,5° C erreicht.
Die Erkrankung ist Folge der Aktivierung von Verdauungsenzymen. Das kann zu Blutungen und schweren Gewebeschäden führen.

Meningitis: Die Schutzhäute von Gehirn und Rückenmark werden als Meningen bezeichnet.
Entzünden sich diese Häute, spricht man von Meningitis.
Plötzliches hohes Fieber und Nackenschmerzen sind die häufigsten Symptome einer Meningitis. Das Thermometer zeigt gewöhnlich eine Temperatur über 39,5°C an.

Hitzschlag: Ein Hitzschlag entsteht nach langem Aufenthalt in der Sonne. Hält sich ein Mensch in einer exzessiv heißen Umgebung auf, erhöht sich seine Körpertemperatur in drastischer Weise und übersteigt manchmal sogar 40°.
Dehydratation, übermäßiges Schwitzen oder lang anhaltendes sportliches Training können diese Störung verursachen.
Bei angemessener Therapie hält das Fieber nur 1 Tag lang an.

Virusinfektion: Virusinfektionen wie Erkältung und saisonale Influenza sind die häufigsten Ursachen für hohes Fieber bei Kindern und Erwachsenen.
Das Hauptsymptom bei Erkältung ist eine verstopfte Nase. Zusätzlich empfindet man Brustenge, Muskelschmerzen und Niesen. Meist besteht leichtes Fieber.
Fieber bei Grippe dauert mindestens 4-5 Tage. Doch bei Rückfällen dauert es länger, und zwar mindestens eine Woche.
Ist die Infektion schwer ausgeprägt, kann die Temperatur 39° überschreiten und Krampfanfälle, Schüttelfrost und hartnäckigen Husten verursachen.
In diesen Fällen ist eine unverzügliche Therapie erforderlich.

AIDS: AIDS ist eine durch das HIV-Virus verursachte Infektion und kann hohes, intermittierendes Fieber hervorrufen.

Otitis: Hierbei handelt es sich um eine bakterielle oder Pilzinfektion, die die Ohren betrifft. Sie kann hohes Fieber, Juckreiz, weißen Ohrenausfluss und Hörverlust verursachen.

Fieber,Thermometer,OhrBakterielle Infektionen: Bakterielle Infektionen wie Lungenentzündung und Bronchitis, die die Atemwege betreffen, sind andere für Fieber verantwortliche Faktoren.
Der Patient hustet ständig und hat Brustschmerzen.
Bakterien, die den Darmtrakt befallen, verursachen Durchfall, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen. Es kann zur Erhöhung der Körpertemperatur kommen.

Malaria: Hohes Fieber bei Erwachsenen kann auch durch eine Infektion mit einem Parasiten verursacht werden, der sich durch den Stich einer Mücke verbreitet.
Malaria entsteht durch den Stich der Anophelesmücke und wer an dieser Krankheit leidet, leidet auch unter übermäßigem Schwitzen, Kopfschmerzen und Schüttelfrost.

Lyme-Krankheit: Die Lyme-Krankheit wird durch Zeckenbiss verursacht und kann verschiedene Symptome hervorrufen, darunter hohes Fieber, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen.
Ohne Therapie kann diese Krankheit sehr gefährlich werden und Schäden an Herz und Nerven verursachen.

Entbindung: Hohes Fieber nach der Entbindung (höher als 38°) darf nicht unterschätzt werden, denn es kann durch eine Infektion der Gebärmutter oder des Dammschnitts verursacht sein.

Tumor: Manche Tumorarten können vor allem in fortgeschrittenem Stadium hohes Fieber verursachen, wie zum Beispiel ein Lebertumor.

 

Ursachen von hohem Fieber bei Kindern

Virale und bakterielle Infektionen können die Ursache von hohem Fieber bei Kindern im Wachstum sein.
Eine Allergie auf gewisse Medikamente und unerlaubte Drogen können dieses Symptom verursachen.
Manche Kinder bekommen beim Durchbruch der Zähne Fieber.

 

Was tun? Welche Medizin nehmen? Wie das Fieber senken?

Hohes Fieber weist darauf hin, dass das Immunsystem damit beschäftigt ist, den Körper gegen Infektionen zu verteidigen.
Sinkt die Körpertemperatur durch Medikamente, ist eine Verlängerung der Erkrankung möglich, da eine erhöhte Temperatur den Immunschutz des Organismus begünstigt.
Trotzdem ist es erforderlich, bei hohem Fieber Schäden an anderen Organen zu verhindern.
Erwachsene mit Fieber unter 40° müssen sich nicht sorgen, weil dies nicht zu Komplikationen führt. Es ist daher besser, Antipyretika (Medikamente zur Fiebersenkung) zu vermeiden.
Meist verschreibt der Arzt Paracetamol (z.B. Ben-u-ron), um die Körpertemperatur zu senken.
Sinkt das Fieber mit Paracetamol nicht innerhalb von ein paar Tagen, könnte eine schwerwiegende Infektion des Körpers vorliegen.
Wichtig ist, dem Arzt alle Symptome zu schildern (zum Beispiel Lichtempfindlichkeit, Hautausschläge oder Atembeschwerden), denn das kann für die Diagnose und Therapie wichtig sein.

Entzündungshemmer haben eine fiebersenkende Wirkung. Die mit am meisten verordneten Tabletten sind Nurofen® (Ibuprofen).

Wann sind Antibiotika erforderlich?
Bei bakteriellen Infektionen verschreibt der Arzt zur Bekämpfung der Bakterien Antibiotika.
Wird die Krankheit durch Viren verursacht, helfen Antibiotika nicht.

 

Lungen,AtemsystemNaturheilmittel und Hausmittel bei Fieber

Unter den Heilmitteln gibt es:
Viel Wasser zu trinken ist ein Weg, Fieber auf natürliche Weise zu senken.
Auf diese Weise wird das Wasser ersetzt, das durch starkes Schwitzen oder durch Erbrechen (wenn es auftritt) verlorengeht.

Wichtig ist Ruhen und das Unterlassen von körperlichen Aktivitäten oder Anstrengungen, um die normale Körpertemperatur wiederherzustellen.
Das Ziel ist es, den Körper dabei zu unterstützen, unerwünschte Stoffe und Mikroben auszustoßen.

Der Sud des Heiligen Basilikums (Ocimum sanctum) ist ein gutes Mittel zur Fiebersenkung.
Für die Zubereitung 1 Liter Wasser mit 25 g der Blätter des Heiligen Basilikums kochen, bis die Flüssigkeit zähflüssig wird.
Auf die Hälfte teilen und mit Milch und Kardamompulver servieren.

Normale Basilikumblätter können zur Zubereitung eines Saftes verwendet werden. Die frischen Blätter waschen und zerstampfen, um den Saft herzustellen. Einen Esslöffel Basilikumsaft mit einem Glas Wasser verdünnen und 2- bis 3-mal am Tag trinken. Die Körpertemperatur sollte sehr schnell sinken.

Ein traditionelles Hausmittel zur Fiebersenkung ist das Wannenbad mit einem Schwamm. Ein kaltes Bad als Behandlung zur Fiebersenkung ist allerdings umstritten.
Um sicher zu gehen, kann man in regelmäßigen Abständen kalte Waschungen mit einem angefeuchteten Schwamm unter den Achseln, auf der Stirn, am Rücken und an anderen Körperzonen vornehmen.

Der Saft von Pampelmuse, Orange und Zitrone ist wirksam bei der Fiebersenkung.
Diese Substanzen haben eine kühlende Wirkung, verringern den Durst und stärken Körper und Immunsystem beim Kampf gegen Infektionen.

Tamarinde hat antimikrobielle Wirkung und dient der Bekämpfung von viralen Infektionen und Fieber.
Tamarindenblätter mit einem Stück Gelbwurz zerdrücken. In ein Glas Wasser geben und den Aufguss trinken.

Aprikosensaft ist ein natürliches Stärkungsmittel und wirksam bei der Fieberbehandlung.
Saft aus frischen Aprikosen zubereiten und mit einem Teelöffel Honig vermischen, um die therapeutischen Eigenschaften zu erhöhen.
Miteinander vermischen und servieren.

Ein uraltes Mittel zur Bekämpfung viraler Infektionen ist die Zubereitung eines Saftes aus Honig, Zitronensaft und Ingwer.
Man kann also Fieber, das durch ein Virus verursacht wird, kurieren, indem man zwei- oder dreimal am Tag ein Getränk aus Honig, Zitronensaft und Ingwer trinkt.

Verwendung von Alkohol bei hohem Fieber
Alkohol kühlt die Haut, weil er schnell verdunstet.
Wird der Körper des Kindes zu schnell mit Alkohol oder einem kühlen Bad abgekühlt, kann das Kind zu zittern beginnen, wodurch die Körpertemperatur weiter erhöht wird.
Zudem kann Alkohol über die Haut aufgenommen und ebenso inhaliert werden. Somit besteht das Risiko für eine Alkoholvergiftung.

Eisbeutelauflagen auf den Kopf vermeiden, denn das könnte einen gegenteiligen Effekt haben.