Symptome bei hohem Fieber

Hohes Fieber ist keine Krankheit, aber in der Regel ein Krankheitssymptom, das häufig durch eine Infektion verursacht wird.

Je nach Alter, Gesundheitszustand und Fieberursache:

  • ist eine Behandlung notwendig,
  • kann man abwarten, dass das Fieber von selbst wieder vergeht.

Fieber ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen, denn die hohe Temperatur:

  • erschwert das Überleben und die Vermehrung von Viren, Bakterien und anderen schädlichen Organismen, die eine Temperatur von etwa 37°C benötigen;
  • erhöht die Stoffwechseltätigkeiten der Körperzellen, wodurch das Immunsystem gestärkt wird.

In der Regel ist Fieber nicht gefährlich.
Dennoch, bei sehr hohem Fieber ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur zu kontrollieren.

 

Was ist hohes Fieber?

Die normale Körpertemperatur sollte bei:

  • Messung im Mund um die 36,8° ± 0,7° betragen;
  • eine axilläre (unter den Achseln gemessene) Temperatur, die über 37,1º liegt, gilt als Fieber (oder Pyrexie).

Fieber ist:

  • abends und in der Nacht höher,
  • am Morgen niedriger ist, weil der Körper im Schlaf weniger Nährstoffe verbrennt.

 

Hohes Fieber bei Säuglingen und Kindern

Hohes Fieber bei Kleinkindern kann Gehirnschäden verursachen, was zu langfristigen Auswirkungen führen kann, wie:

  • Kleinwuchs,
  • Sehverlust,
  • motorische Störungen.

Das Immunsystem des Säuglings oder Kleinkindes ist noch nicht so stark wie beim Erwachsenen, man muss also vorsichtig sein.
Babys haben eine höhere Körpertemperatur als Erwachsene.

  • Neugeborene: für Kinder unter 3 Monaten bedeutet eine Rektaltemperatur von 38ºC (entspricht 37,5°C unter den Achseln) Fieber.
  • Kleinkinder von 3 bis 6 Monaten: eine Innentemperatur von 38,8-39°C (äußere Körpertemperatur 38,3ºC ) bedeutet hohes Fieber.
  • Kleinkinder über 6 Monate: ab dem 6. Lebensmonat wird eine Körpertemperatur von 39,4ºC als zu hohes Fieber verstanden.

 

Fiebermessung bei Neugeborenen

Die zuverlässigsten Werte beim Fiebermessen bei Babys erhält man mit einem rektalen Elektrothermometer.
Bei der Rektalmessung wird im Gegensatz zur Achseltemperatur die Innentemperatur des Körpers gemessen, die 0,5 Grad höher ist.

 

Wann muss man sich wegen hohem Fieber Sorgen machen?

  1. Kleine Kinder und Erwachsene: Bei Fieber von über 40° sollte man zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.
  2. Bei anhaltendem hohem Fieber (länger als zwei Tage).
  3. Bei Auftreten anderer Symptome.

 


Mögliche Begleitsymptome von hohem Fieber

Anhaltendes hohes Fieber ist ein Grund zur Besorgnis. Im Körper können folgende Symptome auftreten:
1. Verwirrung (eingeschränkte Denkfähigkeit)
2. Epilepsie oder Konvulsionen (selten, nur bei Kindern mit genetischer Vorbelastung)
3. Müdigkeit (Energieverlust)
4. Dunkler Urin (dunkelgelbe Farbe) – kann auf Probleme der Leber hindeuten
5. Anormales Verhalten oder Wahnvorstellungen
6. Weißbelegte Zunge
7. Hautausschläge: Pünktchen und rote Flecke auf der Haut (vor allem bei Kindern, die Masern, Windpocken, Röteln usw. haben können)
8. Halsbeläge – beispielsweise bei Rachen- oder Mandelentzündung
9. Bauchschmerzen (zum Beispiel bei Gastroenteritis)
10. Vergrößerte Lymphknoten, zum Beispiel wenn der Patient AIDS, Mononukleose, Herpes usw. hat
11. Herzrasen (Tachykardie)
12. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen sind andere häufige Symptome bei saisonaler Grippe.

Hohes Fieber ist kein Symptom einer Schwangerschaft.

 

Mögliche Begleitsymptome von hohem Fieber bei Kindern

  1. Das Kind ist gereizt.
  2. Es will nicht essen oder spielen.
  3. Es könnte viel oder auch gar nicht schlafen.
  4. Es atmet schneller, könnte Schwierigkeiten beim Atmen haben (keuchender Atem).
  5. Atemschwierigkeiten können zu blauen Lippen führen.
  6. Husten.
  7. Ohrenschmerzen.
  8. Dem Kind ist sehr warm oder sehr kalt.
  9. Manchmal besteht fortgesetztes Erbrechen und das Kind wird blass.

 


Ursachen für hohes Fieber bei Erwachsenen

Zu den Ursachen von hohem Fieber gehören:

Kontakt mit Giftstoffen oder eine allergische Reaktion auf Medikamente können bei Erwachsenen hohes Fieber auslösen.

Pankreatitis: Das ist eine Erkrankung, bei der eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse vorliegt.
Die Pankreatitis ist gekennzeichnet durch:

  • starke Bauchschmerzen,
  • Fieber, das bis 39,5° C erreicht.

Die Erkrankung ist Folge der Aktivierung von Verdauungsenzymen. Das kann führen zu:

  • Blutungen,
  • schweren Gewebeschäden.

Hitzschlag: Ein Hitzschlag entsteht nach langem Aufenthalt in der Sonne. Hält sich ein Mensch in einer exzessiv heißen Umgebung auf, kann sich seine Körpertemperatur auf über 40°C erhöhen.
Dehydratation und lang anhaltendes sportliches Training können diese Störung verursachen.
Bei angemessener Therapie hält das Fieber nur 1 Tag lang an.

Virusinfektion: Virusinfektionen wie Erkältung und saisonale Influenza sind die häufigsten Ursachen für hohes Fieber bei Kindern und Erwachsenen.
Das Hauptsymptom bei Erkältung ist eine verstopfte Nase. Zusätzlich empfindet man:

  • Brustenge,
  • Muskelschmerzen,
  • Niesen.

Meist besteht leichtes Fieber.
Fieber bei Grippe dauert mindestens 4-5 Tage. Doch bei Rückfällen dauert es länger, und zwar mindestens eine Woche.
Ist die Infektion schwer ausgeprägt, kann die Temperatur 39° überschreiten und:

  • Krampfanfälle,
  • Schüttelfrost,
  • hartnäckigen Husten verursachen.

In diesen Fällen ist eine unverzügliche Therapie erforderlich.

AIDS: AIDS ist ein Syndrom, das durch das HIV-Virus verursacht werden kann. Das HIV-Virus schwächt das Immunsystem immer mehr und kann hohes, intermittierendes Fieber hervorrufen.

Bakterielle Infektionen: Bakterielle Infektionen, die Lungenentzündung und Bronchitis hervorrufen und die Atemwege betreffen, sind andere für Fieber verantwortliche Faktoren.
Der Patient:

  • hustet ständig,
  • hat Brustschmerzen.

Bakterien, die den Darmtrakt befallen, verursachen:

  • Durchfall,
  • Bauchschmerzen,
  • Verdauungsstörungen.

Es kann zur Erhöhung der Körpertemperatur kommen.

Malaria: Hohes Fieber bei Erwachsenen kann auch durch eine Infektion mit einem Parasiten verursacht werden, der sich durch den Stich einer Mücke verbreitet.
Malaria entsteht durch den Stich der Anophelesmücke und wer an dieser Krankheit leidet, leidet auch unter:

  • Übelkeit und Erbrechen,
  • übermäßigem Schwitzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Schüttelfrost.

Lyme-Krankheit: Die Lyme-Krankheit wird durch Zeckenbiss verursacht und kann verschiedene Symptome hervorrufen, darunter:

  • hohes Fieber,
  • Muskelschmerzen,
  • Kopfschmerzen.

Ohne Therapie kann diese Krankheit sehr gefährlich werden und Schäden verursachen an:

  • Herz,
  • Nerven.

Entbindung: Hohes Fieber nach der Entbindung (höher als 38°) darf nicht unterschätzt werden, denn es kann verursacht sein durch:

  • Infektion der Gebärmutter,
  • Infektion des Dammschnitts.

Tumor: Manche Tumorarten können vor allem in fortgeschrittenem Stadium hohes Fieber verursachen, wie zum Beispiel ein Lebertumor.

 

Ursachen von hohem Fieber bei Kindern

Die Ursachen von hohem Fieber bei Kindern im Wachstum sind:

  • Virale und bakterielle Infektionen
  • Allergie auf gewisse Medikamente
  • Durchbruch der Zähne
  • Impfungen
  • Otitis: Hierbei handelt es sich um eine bakterielle oder Pilzinfektion, die die Ohren betrifft. Sie kann verursachen:
    • starke Ohrenschmerzen,
    • hohes Fieber,
    • Juckreiz,
    • weißen Ohrenausfluss,
    • Hörverlust.
  • Meningitis: Die Schutzhäute von Gehirn und Rückenmark werden als Meningen bezeichnet. Entzünden sich diese Häute, spricht man von Meningitis.
    Plötzliches hohes Fieber und Nackenschmerzen sind die häufigsten Symptome einer Meningitis. Das Thermometer zeigt gewöhnlich eine Temperatur über 39,5°C an.

Was tun? Welche Medizin nehmen? Wie das Fieber senken?

Hohes Fieber weist darauf hin, dass das Immunsystem damit beschäftigt ist, den Körper gegen Infektionen zu verteidigen.
Sinkt die Körpertemperatur durch Medikamente, ist eine Verlängerung der Erkrankung möglich, da eine erhöhte Temperatur den Immunschutz des Organismus begünstigt.
Bei einer Infektion versucht der Körper, dagegen anzukämpfen, indem er die Temperatur erhöht. Somit schafft er ein ungünstiges Klima für Bakterien.

Wann ist eine Behandlung notwendig?
Bei hohem Fieber müssen Schäden an anderen Organen verhindert werden.
Erwachsene mit Fieber unter 40° müssen sich nicht sorgen, weil dies nicht zu Komplikationen führt. Es ist daher besser, Antipyretika (Medikamente zur Fiebersenkung) zu vermeiden.

Medikamente
Meist verschreibt der Arzt Paracetamol (z.B. Ben-u-ron), um die Körpertemperatur zu senken.
Sinkt das Fieber mit Paracetamol nicht innerhalb von ein paar Tagen, könnte eine schwerwiegende Infektion des Körpers vorliegen.
Wichtig ist, dem Arzt alle Symptome zu schildern (zum Beispiel Lichtempfindlichkeit, Hautausschläge oder Atembeschwerden), denn das kann wichtig sein für:

  • Diagnose,
  • Therapie.

Entzündungshemmer haben eine fiebersenkende Wirkung. Die mit am meisten verordneten Tabletten sind Nurofen® (Ibuprofen).

Wann sind Antibiotika erforderlich?
Bei bakteriellen Infektionen verschreibt der Arzt zur Bekämpfung der Bakterien Antibiotika.
Wird die Krankheit durch Viren verursacht, helfen Antibiotika nicht.

 

Lungen,AtemsystemNaturheilmittel und Hausmittel bei Fieber

Zu den Heilmitteln zur Fieberbekämpfung ohne Medikamente gehören:

Flüssigkeitszufuhr
Wasser zu trinken ist ein Weg, Fieber auf natürliche Weise zu senken.
Auf diese Weise wird das Wasser ersetzt, das verlorengeht durch:

  • starkes Schwitzen,
  • Erbrechen (wenn es auftritt).

Nicht zu viel Wasser trinken, denn die Flüssigkeit kann sich im Körper ansammeln und zu Schwellung führen.

Ruhen
Wichtig ist Ruhen und das Unterlassen von körperlichen Aktivitäten oder Anstrengungen, um die normale Körpertemperatur wiederherzustellen.
Das Ziel ist es, den Körper dabei zu unterstützen, unerwünschte Stoffe und Mikroben auszustoßen.

Heiliges Basilikum
Der Sud des Heiligen Basilikums (Ocimum sanctum) ist ein gutes Mittel zur Fiebersenkung.
Für die Zubereitung 1 Liter Wasser mit 25 g der Blätter des Heiligen Basilikums kochen, bis die Flüssigkeit zähflüssig wird.
Mit Kardamompulver servieren.

Normale Basilikumblätter können zur Zubereitung eines Saftes verwendet werden.

  • Die frischen Blätter waschen und zerstampfen, um den Saft herzustellen.
  • Einen Esslöffel Basilikumsaft mit einem Glas Wasser verdünnen und
  • 2- bis 3-mal am Tag trinken.

Die Körpertemperatur sollte schnell sinken.

Kalte Waschungen
Ein traditionelles Hausmittel zur Senkung von hohem Fieber ist das Wannenbad mit einem Schwamm. Ein kaltes Bad als Behandlung zur Fiebersenkung ist allerdings umstritten.
Um sicher zu gehen, kann man in regelmäßigen Abständen kalte Waschungen mit einem angefeuchteten Schwamm unter den Achseln, auf der Stirn, am Rücken und an anderen Körperzonen vornehmen.

Saft von Zitrusfrüchten
Der Saft von Pampelmuse, Orange und Zitrone ist wirksam bei der Fiebersenkung.
Diese Substanzen:

  • haben eine kühlende Wirkung,
  • verringern den Durst,
  • nähren den Körper,
  • stärken das Immunsystem beim Kampf gegen Infektionen.

Tamarinde-Tee
Tamarinde hat antimikrobielle Wirkung und dient der Bekämpfung von:

  • viralen Infektionen,
  • Fieber.

Zubereitung:

  • Tamarindenblätter mit einem Stück Gelbwurz zerdrücken.
  • In ein Glas heißes Wasser geben.
  • Den Aufguss trinken.

Selbstgemachter Obstsaft
Saft aus frischen Aprikosen oder aus anderem frischem Obst ist ein natürliches Stärkungsmittel und wirksam bei der Fieberbehandlung.
Den Saft wie folgt zubereiten:

  • 500 g reife Aprikosen waschen.
  • Das Obst in kleine Stücke schneiden.
  • In einen Topf geben.
  • Einen halben Liter Wasser dazugeben.
  • Auf kleiner Flamme 10 Minuten erhitzen.
  • Den Herd ausschalten.
  • Den Saft einer Zitrone dazugeben.
  • Alles verquirlen.
  • Mit Wasser verdünnen.
  • Einen Teelöffel Honig dazugeben, um die therapeutischen Eigenschaften zu erhöhen.
  • Gut verrühren und servieren.

Statt der Aprikosen kann auch anderes Saisonobst verwendet werden, wie:

  • Pfirsiche,
  • Birnen.

Honig, Zitrone und Ingwer
Ein uraltes Mittel zur Bekämpfung viraler Infektionen ist die Zubereitung eines Getränks aus Honig, Zitronensaft und Ingwer.
Man kann Fieber, das durch ein Virus verursacht wird, kurieren, indem man ein Getränk zu sich nimmt, bestehend aus:

  • 1 Glas heißes Wasser,
  • 1 TL Honig,
  • Saft aus 1 Zitrone,
  • zerkleinerter Ingwer.

Man sollte dieses Getränk zwei- oder dreimal am Tag zu sich nehmen.

Verwendung von Alkohol bei hohem Fieber
Alkohol kühlt die Haut, weil er schnell verdunstet.
Vom Gebrauch von Alkohol wird aus folgenden Gründen abgeraten:

  • Wird der Körper des Kindes zu schnell mit Alkohol oder einem kühlen Bad abgekühlt, kann das Kind zu zittern beginnen, wodurch die Körpertemperatur weiter erhöht wird.
  • Zudem kann Alkohol über die Haut aufgenommen und ebenso inhaliert werden. Somit besteht das Risiko für eine Alkoholvergiftung.

Achtung bei Eis gegen Fieber
Eisbeutelauflagen auf den Kopf oder in der Leistengegend vermeiden, denn das könnte einen gegenteiligen Effekt haben, also die Innentemperatur des Körpers erhöhen.

 

Diät und Ernährung bei hohem Fieber

Laut Naturmedizin und Hygienismus spielt die Ernährung die wichtigste Rolle bei der Genesung.
Nach Ansicht der Hygieniker muss man für eine schnelle Heilung nichts tun und außerdem vermeiden:

  • Medikamente (die als Gift angesehen werden),
  • Heilmittel und Kräutertees (weil sie die Anzahl an Toxinen im Organismus erhören).

Leichtes und natürliches Essen basierend auf Obst und Gemüse ist der beste Weg, um schnell wieder gesund zu werden.
Eine kurze Fastenkur zeigt mit Sicherheit die größte Wirkung (wenn keine Gegenanzeigen bestehen).
Hat der Patient aufgrund des Fiebers keinen Appetit, sollte man nicht gegen die Natur angehen und ihn zum Essen überreden.

Hühnerbrühe wurde schon immer als fundamentales Heilmittel angesehen, in Wirklichkeit jedoch werden beim Kochen alle Toxine aus den Muskeln des Tieres absorbiert.
Deshalb wird beim Verzehr von Hühnerbrühe die Toxizität des Körpers erhöht und die Genesung verlangsamt.

 

Symptome bei hohem Fieber ultima modifica: 2015-08-25T12:13:55+00:00 da daggy