Schwindel oder Vertigo

 

Schwindel (oder Vertigo) ist ein Begriff, um verschiedene Empfindungen zu beschreiben:

  • Benommenheit,
  • Unsicherheit,
  • Schwäche,
  • Instabilität.

INHALT

  • Klassifizierung
  • Ursachen
  • Beim älteren Menschen
  • Bei Kindern
  • Paroxysmal lagerungsbedingt
  • Schwindel und Übelkeit
  • Mit Erbrechen
  • Mit Verschwommensehen
  • Plötzlich auftretend
  • Morgendlich
  • Diagnose
  • Naturheilmittel

 

Schwindel kann durch Störungen im Innenohr (peripherer Schwindel) verursacht werden.

Es ist das gleiche Gefühl, das man aus beträchtlicher Höhe hat, wenn man zur Erde hinabschaut.

Schwindel kommt öfter bei Frauen als bei Männern vor.

Nach Marcelo B Antunes, MD (Resident Physician, Department of Otorhinolaryngology-Head and Neck Surgery, University of Pennsylvania Health System) ist das Gleichgewicht das Ergebnis einer Integration von Information, die von sensorischen Rezeptoren stammen, die sich auf der Ebene befinden von:

  • Vestibularapparat (im Innenohr),
  • Augen,
  • Propriozeptiven Nervenendigungen (die die Lage des Körpers im Raum signalisieren).

Diese Informationen werden verarbeitet:

  • Im Kleinhirn,
  • Im Hirnstamm.

Die korrekte Integration der Nervensignale ermöglicht:

  • Ein aufrechtes Gehen,
  • Eine korrekte Körperhaltung,
  • Das Fokussieren von Bildern mit den Augen.

Zentraler Schwindel kann verursacht sein durch:

  • Eine Störung der zerebralen Gleichgewichtsorgane (Hirnstamm und Kleinhirn),
  • Fehlende Reizinformation (im Bereich der Hirnrinde).

Der Nervus vestibularis ist der Gleichgewichtsnerv.

Verletzungen des Vestibularisnervs führen zu einem Ungleichgewicht, das die sensorischen vestibulären Informationen beeinflussen kann.

Es kann jedoch vom Nerv der anderen Seite und von den Vestibulariskernen kompensiert werden. Daher haben die Patienten niemals heftige Schwindelzustände, können aber ein Unsicherheitsgefühl verspüren.

 

Hinweise auf die Anatomie des Ohres oder den Gleichgewichtsmechanismus

Die vestibulären Organe des Ohres sind:

  • Utriculus,
  • Sacculus,
  • Drei Bogengänge.

Die Bogengänge registrieren Drehbewegungen des Kopfes.

Sie sind rechtwinklig zueinander angeordnet und enthalten eine Flüssigkeit, die Endolymphe genannt wird.

 

Jeder Kanal hat eine spezielle Funktion und registriert die Bewegung des Kopfes: nach oben und unten, von einer Seite zur anderen und Drehungen.

Diese Kanäle enthalten sensorische Haarzellen, die durch die Bewegung der Endolymphe aktiviert werden.

Wenn der Kopf gedreht wird (zum Beispiel, wenn der Kopf zu einer Seite geneigt wird), erhalten die sensorischen Haarzellen vom Gehirn einen nervösen Impuls über den Akustikusnerv.

Die Endolymphe (im Bogengang) bewegt die Otolithen.

Diese Kristalle gleiten über die Sinneshaarzellen:

  • Des Utriculus,
  • Des Sacculus.

Die Impulse gelangen zum Hirnstamm und in die Kleinhirnbereiche.

Lösen sich die Otolithen von den sensorischen Haarzellen ab, schwimmen sie im Innern des vestibulären Labyrinths umher und können schwere Schwindelzustände und Gleichgewichtsstörungen verursachen (gutartiger Lagerungsschwindel).

 

Klassifikation des Schwindels

  • Bei subjektivem Schwindel empfindet der Betreffende, dass sein Körper sich dreht.
  • Bei objektivem Schwindelempfindet die Person, dass ihr Körper feststeht, während die Umgebung um sie kreist.

 

Arten des Schwindels nach seinem Ursprung

1) Peripherer Schwindel wird durch eine Störung des Labyrinths verursacht. Seine Dauer ist kurzfristig, doch tritt er plötzlich auf.

Periphere vestibuläre Schwindelzustände sind auf den achten Hirnnerven und das Innenohr beschränkt.

Patienten können auch über einen Gleichgewichtsverlust berichten.

Oft treten noch andere Symptome auf, wie:

  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Schweißausbruch und Bradykardie (langsamer Herzschlag).

In diesem Fall ist der Schwindel über einen gewissen Zeitraum wiederkehrend oder rezidivierend, danach vergeht er von selbst. (Timothy L. Thompson, MD – Department of Otolaryngology – Head and Neck Surgery, Ochsner Clinic Foundation, New Orleans, LA).

Zu den Krankheiten, die peripheren Schwindel verursachen können, gehören:

  1. Morbus Meniere
  2. Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel
  3. Vestibuläre Neuritis
  4. Labyrinthitis
  5. Akustikusneurinom (Gehirntumor)
  6. Perilymphfistel (abnormer Verbindungskanal zwischen Innenohr und perilymphatischem Raum)
  7. Dehiszenter oberer Bogengang (fehlender Knochen über dem oberen Bogengang)
  8. Trauma

2) Schwindelzustände werden als zentral bezeichnet, wenn die Ursache eine Erkrankung oder Schädigung des zentralen Nervensystems ist. Die Störung beginnt allmählich, hält jedoch lange Zeit an.

Patienten mit zentralem Schwindel haben vor allem ständige Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme, keine wirklichen Schwindelzustände.

Allerdings trifft das nicht immer zu.

Oftmals können die Patienten nicht stehen oder gehen, während Patienten mit peripherem Schwindel ohne Probleme gehen können.

Je nach zugrundeliegender Störung kann beobachtet werden:

  • Hörverlust,
  • Anderweitige neurologische Symptome.

Krankheiten, die diese Symptome verursachen können, sind:

  • Schlaganfall bei vertebrobasilärer Ischämie
  • Vertebrobasiläre Insuffizienz
  • Multiple Sklerose

 

 

Ursachen für Schwindel

Viele Ursachen sind nicht von ernster Art. Die Symptome können durch einfache Änderungen im alltäglichen Lebensstil gebessert werden.

Viele Symptome vergehen ohne erforderliche Behandlung wieder.

Die häufigsten Ursachen von Schwindel sind im Folgenden erklärt:

Niedriger Blutdruck

Bei der orthostatischen Hypotonie sinkt der Blutdruck:

  • Beim plötzlichen Aufstehen,
  • Wenn die man sich aus dem Sitzen hinlegt.

Der Körper sollte sich schnell auf diese Lageveränderung einstellen.

Manche Menschen benötigen einige Minuten, um zu einem normalen Druck zurückzukehren.

Solange sich der Blutdruck nicht stabilisiert, kann der Betreffende unter Schwindel leiden.

Dehydratation

Eine andere Ursache für plötzlichen Schwindel ist eine Dehydratation.

Hat der Körper nicht genügend Flüssigkeit, empfindet man:

  • Benommenheit,
  • Unsicherheit,
  • Verschwommensehen oder unscharfes Sehen.

Bei körperlichem Training kann Wassermangel zu einem Ungleichgewicht im Körper führen.

Das Trinken von Alkohol führt zur Dehydratation.

Bei Auftreten von Erbrechen, Durchfall oder Fieber kann Schwindel auftreten.

Migräne

Symptome von Migräne sind:

  • Kopfschmerzen,
  • Schwindel,
  • Pseudoschwindel,

Auch Licht und Geräusche verursachen Schwindel.

Experten glauben, dass Veränderungen an den Blutgefäßen im Gehirn für Migräne verantwortlich sind. Der Schwindel vergeht oftmals, wenn die Migräne behandelt wird.

Um Schwindel zu behandeln, der durch vestibuläre Migräne verursacht wird, kann der Arzt wertvolle Hinweise geben zu:

  • Ernährung,
  • Stress,
  • Wie man nachts schläft,
  • Sportlichen Übungen.

Einige Medikamente können der vestibulären Migräne vorbeugen, wobei sie Übelkeit und Erbrechen verringern.

Hypoglykämie

Erniedrigter Blutzucker kann bei Menschen, die Insulin zur Behandlung von Diabetes nehmen, Schwindel und andere Symptome verursachen, wie:

  • Verwirrtheit,
  • Kaltschweißigkeit.

Arzneimittel

Blutdrucksenkende Medikamente können zu stark wirken und den Druck unter das gewünschte Niveau senken, was Schwindel verursacht.

Auch Beruhigungsmittel können Schwindel verursachen.

Schwangerschaft

Frauen können während der Schwangerschaft Benommenheit und Schwindel empfinden.

Diese werden durch Veränderungen hervorgerufen, die sich im Körper der Frau vollziehen.

Nach Webmd verursacht das Schwangerschaftshormon Progesteron Vasodilatationen (Erweiterung der Blutgefäße) und damit fließt eine größere Menge Blut zur Gebärmutter.

Die Folgen sind:

  • Ein Abfall des Blutdrucks,
  • Schwellungen von Beinen und Füßen, weil sich das Blut in diesem Bereich staut.

Auch die Position kann einen großen Unterschied ausmachen.

Wenn zum Beispiel eine schwangere Frau auf dem Rücken liegt, drückt die Gebärmutter auf die Vena cava inferior (sie transportiert das Blut aus dem unteren Körperbereich zum Herzen).

Auf diese Weise wird der Rückfluss des Blutes zum Herzen behindert und der Blutdruck sinkt weiter.

Arrhythmie und andere Herzprobleme

Das Herz ist ein Organ, das das Blut durch den Körper pumpt.

Ein verminderter Blutfluss zum Herzen führt zu Herzmuskelschmerzen.

Auch eine Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag) kann Schwindel verursachen.

Depression und Angst

Oftmals verursachen Depression und Angst Schwindelzustände.

Experten verbinden Panikattacken, Angst, Depression usw. mit Schwindelzuständen.

Depressive oder ängstliche Menschen haben oft Schwindel.

Andere Symptome bei Depression sind:

  • Angstattacken
  • Panikattacken
  • Pseudoschwindel

Angst beeinflusst das Atemsystem einer Person und verursacht Hyperventilation.

Es ist darauf hinzuweisen, dass Schwindelzustände durch manche Tabletten verursacht werden, die zur Behandlung von Depression eingenommen werden.

Schwindel durch zervikale Ursachen

Ursachen für zervikalen Schwindel sind:

  • Nackenverspannungen (verschlimmern sich gegen Abend),
  • Zervikale Arthrose,
  • Körperhaltung (zum Beispiel während des Stillens).

Schwindel,Ohr

Probleme am Ohr

Viele Schwindelzustände werden durch Störungen des Ohres verursacht.

Manche Innenohrprobleme führen zu:

  • Gleichgewichtsproblemen,
  • Schwindel.

Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor des Hörnervs.

Dieser Nerv verbindet das Gehirn mit dem Innenohr. Die Erkrankung verursacht Schwindel.

Auch das Menière-Syndrom verursacht ähnliche Symptome.

Sammelt sich Flüssigkeit im Innenohr an, kann es zu dieser Pathologie kommen.

Die akute vestibuläre Neuritis ist eine Entzündung des Innenohrs und kann über viele Tage Schwindel verursachen.

Die Symptome dieser Pathologie sind:

  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Gleichgewichtsprobleme

Die Labyrinthitis ist eine Störung des Ohres, bei der das Labyrinth entzündet ist. Eine Labyrinthitis verursacht heftige Schwindelattacken und andere Symptome wie:

  1. Taubheit,
  2. Erbrechen,
  3. Tinnitus (Brummen oder Pfeifen in den Ohren).

Dysfunktion des Kiefergelenks

Der Kieferknochen ist mit dem Temporale (enthält die Organe des Ohres) verbunden.

Ist ein Knochen fehlgestellt oder nicht gut ausgerichtet, kann das verschiedene Symptome verursachen, darunter:

  • Kiefersteifigkeit
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Kieferschmerzen
  • Reibegeräusch oder Knacken beim Mundöffnen
  • Ohrenschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Gefühl von verstopften Ohren

Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS)

Es handelt sich um eine Störung, die durch Verlagerung der Otolithen (kleine Calciumcarbonatkristalle) von den Organellen der Otolithen (Utriculus und Sacculus) in die Bogengänge des Innenohrs verursacht wird.

Symptome treten während einiger Bewegungen auf, besonders am Morgen.

Während der Nacht ist der Kopf in einem Winkel von etwa 30° über der Bettebene erhöht, wenn die Person auf einem Kopfkissen schläft.

In dieser Position befindet sich die Makula des Utriculums genau über der Kuppel des hinteren Bogengangs.

Lösen sich die Ohrensteine, können sie in die Ampulle absinken (der Teil des hinteren Bogenganges, in dem sich die Lagerezeptoren mit den Stereozilien befinden).

Beim Erwachen und wenn sich die Person aus dem Bett erhebt, verursacht die Verlagerung der Endolymphe und der Ohrensteinchen (die hier nicht vorhanden sein dürften) eine übermäßige Reizung der Kuppel des Bogenganges.

Die Folge ist ein Schwindelgefühl.

Auch das Fehlen von Otolithen auf der Makulaebene des Utriculus kann das Auftreten von Schwindel begünstigen.

Cholesteatom

Hierbei handelt es sich um ein gutartiges Gebilde im Mittelohr, das sich zum Innenohr erstreckt und interferieren kann mit:

  • Dem Gleichgewichtsapparat,
  • Dem Hörapparat und der Hörschnecke.

Wenn das Cholesteatom letzteres befällt, verursacht es eine irreversible neurosensorische Taubheit (auch bei einer Prothese).

Dringt es in den vestibulären Apparat ein, verursacht dies einen objektiven Schwindel mit:

  • Übelkeit,
  • Erbrechen.

Es gibt ein besonderes Anzeichen, das die Diagnose erleichtert.

Der seitliche Bogengang, der sich an der mittleren Wand des Mittelohrs befindet, ist am stärksten betroffen.

Ist dieser Kanal verletzt:

  • Treten Veränderungen des knöchernen Labyrinths auf.
  • Die Folge ist die Freilegung des membranösen Labyrinths (das nicht mehr durch den Knochen geschützt ist).

Es bildet sich eine Labyrinthfistel, die das Labyrinth mit dem Mittelohr verbindet.

Ein (auch geringer) Druck auf den Kanal verursacht das Auftreten eines sehr heftigen Schwindels.

Das ist ein Zeichen für das Vorliegen einer Fistel.

Herz-Kreislauf-Probleme

Die wichtigsten Herz-Kreislauf-Probleme, die Schwindel verursachen, sind:

  • Arrhythmie
  • Herzinfarkt (kann auch Schmerzen im Schulterblatt, am Arm und an der linken Hand verursachen)
  • Herzstillstand (frühe Symptome)
  • Gefäßschäden an Rückenmark oder Hirnstamm (z.B. Wallenberg-Syndrom)
  • Verengung der Halsschlagadern (das führt zu vermindertem Sauerstofftransport zum Gehirn, besonders bei Durchblutungsstörungen der Vertebralarterien)
  • Niedriger Blutdruck

 

Neurologische Untersuchung,Augen,Schwindel

Andere Ursachen für Schwindel

  • Rauchen einer Zigarette, danach kann für ein paar Sekunden leichter Schwindel auftreten
  • Drogen
  • Allergie – kann zur Blockierung der eustachischen Röhre und somit zu einer entzündlichen Flüssigkeitsansammlung im Ohr führen. Die Folge ist ein Gleichgewichtsverlust, da sich im Ohr die Gleichgewichtsorgane befinden.
  • Erkältung
  • Influenza – es gibt Antihistaminika zur Behandlung von Influenza, die Schwindel verursachen können, zum Beispiel Diphenhydramin (Benadryl)
  • Tumor oder Metastasen im Gehirn,
  • Innere Blutung oder starke Regelblutung (bei Anämie oder niedrigem Blutdruck)
  • Prämenstruelles Syndrom (vor dem Menstruationszyklus oder während der Ovulation aufgrund hormoneller Veränderungen)
  • Nach dem Essen oder wenn jemand unter Belastung steht und mehr Blut zu den Muskeln und zum Magen fließt, das Gehirn somit weniger erhält und leichter Schwindel auftritt.

 

Schwindel beim älteren Menschen

Oftmals fühlt sich ein Patient beim Aufstehen gut, doch nach kurzer Zeit treten Schwindelzustände auf.

Ein Patient hat keine Beschwerden zu Hause, doch er kann nicht zum Einkaufen oder zu einem Spaziergang ins Freie gehen.

In diesem Fall ist die Rede von Instabilität.

Beim älteren Menschen gibt es dafür viele Ursachen, zum Beispiel:

1) Skelettmuskelsteifigkeit, ein starrer Körper mit hochfrequentem Zittern kann vom vestibulären System nur als instabil wahrgenommen werden (zum Beispiel Morbus Parkinson);

2) Der ältere Mensch leidet oftmals unter Presbyakusis (fortschreitender Hörverlust, der mit dem Alter zusammenhängt) und unter Presbyastasis (fortschreitende Degeneration des vestibulären Systems mit Verminderung der Labyrinthreflexe);

3) Oftmals leidet der Patient unter Störungen, die eine Sehschwäche verursachen (Katarkt, Makulopathie usw.). Die Folge ist, dass die Sehfähigkeit den Abfall der Labyrinthfunktion nicht kompensieren kann;

4) Dazu zählen mögliche periphere neuropathische Störungen, wie die senso-motorische Neuropathie der unteren Extremitäten, die zum Sensibilitätsverlust an den Fußsohlen führen. In diesem Fall nimmt der Patient vor allem eine Instabilität wahr:

  • Wenn er die Augen schließt,
  • Nachts,
  • Wenn er auf unebenem Boden läuft.

5) Psychogener Schwindel wird vermutet, wenn der Patient:

  • Das Gefühl von Instabilität oder Schwindel nicht genau beschreiben kann,
  • Seine Aussage ständig ändert,
  • Allgemeine Begriffe verwendet.

 

Schwindel bei Kindern

Kinder können sich instabil, schwach oder schwindelig fühlen.

Oftmals treten mit dem Schwindel auch andere Symptome auf:

  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Übermäßiges Schwitzen,
  • Anormale Augenbewegungen (Nystagmus).

Nach einer Studie von A.P. CASANI et al. (Department of Medical and Surgical Pathology, Otorhinolaryngology Unit, Pisa University Hospital, Italy) sind die häufigsten Ursachen für Schwindel bei Kindern:

  1. Vestibuläre Migräne (38%),
  2. Akute Labyrinthitis/Neuritis vestibularis (16%),
  3. Somatisierung (16%),
  4. Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (11%),
  5. Paroxysmaler Torticollis (2%),
  6. Posttraumatisch: Canalolithiasis des hinteren Bogenganges (8%),
  7. Menière-Syndrom (5%),
  8. Chronisch idiopathischer Schwindel (2%).

Hypoglykämie ist eine weitere Ursache für Schwindel.

Hypoglykämie führt zu folgenden Konsequenzen:

  • Energieverlust,
  • Müdigkeit,
  • Verwirrtheit,

In diesem Fall ist die Therapie einfach: etwas Zuckerwasser verbessert die Symptomatologie.

Auch Hitzschlag oder Dehydratation können Schwindel verursachen.

Kinder, die unter Blutarmut, Herzrhythmusstörungen und Diabetes leiden, neigen eher zu Schwindel.

 

Drehschwindel und Verschwommensehen

Ursachen:

  • Gehirntumor
  • Diabetes
  • Dehydratation
  • Hoher / niedriger Blutdruck
  • Multiple Sklerose
  • Migräne
  • Panikattacke.

 

 

Plötzlicher Schwindel

Die wichtigsten Ursachen für plötzlichen Schwindel sind:

  • Dehydratation,
  • Pseudoschwindel (psychogen bedingt),
  • Niedriger Blutdruck,
  • Schlaganfall,
  • Medikamenteneinnahme (Antibiotika, Arzneimittel zur Krebsbehandlung, Schmerzmittel, COX-2-Inhibitoren, Herzmittel usw.)

 

Ursachen für morgendlichen Schwindel

  • Infektionen des Innenohrs,
  • Vestibularisprobleme,
  • Sensibilitätsstörungen,
  • Migräne,
  • Multiple Sklerose,
  • Niedriger Blutdruck,
  • Psychogener oder funktioneller Schwindel verursacht durch Angst (Symptome sind auch Tachykardie, vermehrtes Schwitzen und Zittern),
  • Schnelle Bewegungen,
  • Schlaganfall.

 

Schwindel beim Aufstehen wird verursacht durch:

  • Durchblutungsstörungen,
  • Arzneimittelnebenwirkungen,
  • Schädeltrauma,
  • Innere Blutung,
  • Hormonelle Veränderungen,
  • Angstzustände,
  • Panikattacken,
  • Depression,
  • Migräne,
  • Anämie,
  • Dehydratation.