Nasensekret

Das Nasensekret ist nicht immer klar, es kann gelb oder grün sein oder eine rosa, orange oder bräunliche Farbe haben.

Was bedeuten diese Farben?

Schleim ist eine Sekretion der Schleimhaut, das aus folgenden Organen stammen kann:

  • Nasenflügel
  • Ohren
  • Mund
  • Genitalbereich
  • After

Hauptziel ist der Schutz des Organismus vor schädigenden Mikroorganismen. Bei Frauen zeigt die Beschaffenheit des Zervixschleims die Phasen des Menstruationszyklus an und wird verwendet, um die fruchtbare und unfruchtbare Periode des Monatszyklus zu bestimmen. Man kann ein Gesundheitsproblem erkennen, indem man auf einer Tabelle die Farbe des Schleims abliest.

 


Farben des Schleims

Die Kenntnis der Schleimfarbe ist sehr wichtig, denn sie kann als diagnostisches Instrument genutzt werden. Sie gibt wichtige Hinweise auf eine Erkrankung.

Klarer und durchsichtiger Schleim: klarer und wässriger (flüssiger) Schleim wird als normal und gesund bezeichnet. Er zeigt an, dass die Sinus (Nebenhöhlen) gesund sind und korrekt funktionieren. Manchmal produziert eine Person eine große Menge an klarem und tropfendem Schleim, wenn sie eine tropfende Nase aufgrund einer Allergie oder einer Reizung hat.

Weißer dicker Schleim: weißer oder trüber Schleim weist auf eine Verstopfung oder Schleimblockade hin. Bleibt klarer Schleim in einer Nebenhöhle eingeschlossen, wird er dickflüssig und trocken. Wenn der Schleim trocknet, wird seine Farbe weiß oder trüb. Manchmal weist dies auf gastrointestinale Probleme hin, wie solche, die nach Milchgenuss auftreten.

Andere Ursachen sind:

  • Virale Bronchitis
  • Bakterielle Infektion
  • Allergische Reaktion
  • Klimaveränderungen
  • Gastroösophagealer Reflux

Grüner Schleim: grüner Schleim steht für eine ernste bakterielle Infektion, die eitrig sein kann. Meist weist grüner Schleim auf eine chronische Infektion der Nebenhöhlen hin.

Rosafarbener/rötlicher Schleim: roter Schleim bedeutet, dass er aufgrund einiger Verletzungen der Naseninnenhaut mit Blut vermischt ist. Rosafarbener Schleim kann das Ergebnis einiger Streifen oder Spuren von Blut (eine minimale Menge) im Schleim sein, er weist aber auch auf Erkrankungen der Bronchien hin (zum Beispiel Asthma).

Brauner Schleim: brauner Schleim kann auf eingetrocknetes Blut verweisen, das in Nase und Nebenhöhlen verblieben ist. In den meisten Fällen aber entsteht er beim Atmen in einer Umgebung von Rauch, Staub oder atmosphärischen Verunreinigungen. Einige Medikamente und eine chronische Bronchitis können die Produktion von braunem Schleim verursachen.

Schwarzer Schleim: schwarzer Schleim wird als schwerwiegend angesehen und rührt häufig von Infektionen der Nasennebenhöhlen mit Pilzen und Schimmel her.
Schwarze Fäden im Schleim können die Folge von atmosphärischer Verunreinigung, Tabakrauch und Kokain- oder Opiumgenuss sein.

 


Was bedeutet gelber Schleim?

Häufig sagt die Farbveränderung des Schleims etwas über eine zugrunde liegende Erkrankung und die Anwesenheit von Mikroben (Bakterien, Viren oder Pilze) aus. Zum Beispiel ist eines der ersten Anzeichen bei einer Erkältung ein reichlicher Verlust von klarem und wässrigem Schleim (laufende Nase). Doch nach wenigen Tagen kann ein unbehandelter Schnupfen eine gelbliche oder grünliche (bakterielle Infektion) Sekretion aus der Nase verursachen.

Häufig ist gelber Schleim ein Anzeichen eines bakteriellen Befalls und verweist auch darauf, dass das Immunsystem gegen die Bakterien kämpft. Oftmals ist gelber Schleim auch dickflüssig. Gewöhnlich sind damit auch eine verstopfte Nase und Atemschwierigkeiten verbunden.

Ursachen für gelben Schleim
Besteht eine bakterielle Infektion, wird der Schleim gelb. Es gibt viele Erkrankungen, die diese Situation hervorrufen:

Virale Infektionen: dringt ein Virus in den Körper ein, ist das Immunsystem damit beschäftigt, das Virus zu vernichten und wird anfällig für andere Infektionen.
Eine nicht behandelte Erkältung oder Influenza ist die häufigste Ursache für eine bakterielle Sinusitis. Oftmals verursacht sie auch Husten.
In diesem Fall kann der Schleim auch dunkel (zum Beispiel blau oder schwarz) und übelriechend sein und der Patient beobachtet dies vor allem am Morgen.
Ein Zahnabszess, von dem Eiter in eine der Nasennebenhöhlen gelangt, kann übelriechenden Schleim verursachen.
Allergie: leidet man an irgendeiner allergischen Erkrankung, wie eine Allergie auf Nahrungsmittel oder eine allergische Rhinitis (Heuschnupfen), ist man für Infektionen (angezeigt durch gelben Schleim) prädisponiert. Entzündungen und massive Schleimproduktion durch Allergien schaffen einen Nährboden für Bakterien.
In seltenen Fällen kann der Schleim aus der Nase, der durch eine Allergie verursacht ist, dauerhaft austreten.
Lebensmittel: einige Lebensmittel können Farbveränderungen des Schleims verursachen (künstliche oder natürliche Farbstoffe, die in Lebensmitteln enthalten sind).
Arzneimittel: es gibt viele Medikamente, die die Farbe des normalen Schleims gelblich verändern können.
Halsschmerzen: Halsschmerzen, die durch Erkältung/Influenza (Virus) oder durch geschwollene Rachenmandeln entstehen (häufig bei Kindern zu beobachten), können eine Person für eine bakterielle Infektion und zu gelbem Schleim prädisponieren.
Infektionen der oberen Atemwege: Bronchitis, Lungenentzündung und andere Infektionen der Atemwege können auch zur Entwicklung von gelbem Schleim führen und auf eine bakterielle Infektion hinweisen.
Candida albicans: eine Hefeinfektion der Nase und des Halses kann auch zu gelber Sekretion führen.
Nasenpolypen: oftmals behindert eine nicht kanzerogene (gutartige) Gewebebildung Nase und Nebenhöhlen und schafft damit einen Nährboden für Bakterien. Gelber Schleim ist das Anzeichen für eine solche Infektion.

 

Naschenschleim,Sinusitis,NasennebenhöhlenWarum entsteht so viel Schleim?

Auch bei einer gesunden Person ist der Körper ein Organismus, der etwa 1-1,5 Liter Schleim am Tag produziert, vor allem morgens, tatsächlich muss sich oftmals ein Mensch nach dem Erwachen die Nase putzen.
Der größte Schleimanteil läuft den Rachen hinunter, ohne dass sich ein Mensch dessen bewusst wird.

Es gibt jedoch Zeiten, in denen man Schleim bemerkt – nicht weil die Schleimproduktion vermehrt ist, sondern weil die Beschaffenheit wechselt.
Manche Menschen haben einen dickeren und klebrigeren Schleim als andere.

Gewöhnlich nimmt die Schleimproduktion deutlich bei einer Erkältung, Allergie oder bei Kontakt mit Reizstoffen zu.
In der Schwangerschaft kann man eine Störung beobachten, die sich Schwangerschaftsschnupfen nennt und durch einen Anstieg der Hormone im Blut (Östrogene und Progesteron) bedingt ist, die ein Anschwellen der Nasenschleimhaut verursachen.

Wie die Nasensekretion vermindern
Man sollte in der Regel dazu in der Lage sein, die Nasensekretion zu Hause zu vermindern.

Schleim lösen
Der Schleim muss dünn und darf nicht klebrig oder dickflüssig sein. Zäher und klebriger Schleim kann zu Atemproblemen führen und das Risiko für einige Komplikationen, wie Ohrenentzündungen (Mittelohrentzündung oder Gehörgangsentzündung) erhöhen.
Eine der Möglichkeiten, den Schleim zu verflüssigen ist es, viel zu trinken. Man kann auch ein Nasenspray mit Salzwasser verwenden oder einen Luftbefeuchter einschalten, um die Raumluft zu befeuchten. Ein abschwellendes Nasenspray sollte nicht länger als drei Tage verwendet werden, außer der Arzt hat dies empfohlen.

Antihistaminika
Antihistaminika sind Arzneimittel, die die Symptome einer Allergie verhindern. Einige Antihistaminika können eine starke Schläfrigkeit verursachen. Nimmt man die Medikamente ein, muss zuvor immer der Beipackzettel betreffend der Empfehlungen zur Bedienung von Maschinen oder Ausübung anderer Tätigkeiten gelesen werden.
Antihistaminika können auch mit anderen Medikamenten reagieren. Vor dem Gebrauch von Antihistaminika sollte mit dem Arzt gesprochen werden, vor allem wenn Muskelrelaxantien, Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel eingenommen werden.

 

Naturheilmittel gegen Nasenschleim

Ingwertee
Ingwer wird zum Würzen vieler Rezepte genutzt. Er ist aber auch ein natürlicher Entzündungshemmer und hervorragend zur Behandlung vieler Störungen geeignet.
Er hat antibiotische Eigenschaften, die helfen, Infektionen zu beseitigen. Ingwertee ist ein pflanzliches Heilmittel bei verstopfter Nase. Es ist auch empfehlenswert, seine Dämpfe zu inhalieren.

Einer Erkältung und Influenza begegnen
Verursachen Erkältung und Influenza eine Nasensekretion, gibt es dagegen nicht viele Behandlungsmöglichkeiten.
Man sollte viel ruhen und viel Wasser trinken.
Sind die Grippesymptome stark ausgeprägt, kann der Arzt ein antivirales Medikament verschreiben.
Das kann die Dauer der Genesung verkürzen.

Heiße Dusche
Sie zeigt sofortige Wirkung. Sehr heiß duschen und den heißen Wasserdampf solange einatmen, bis man sich besser fühlt.
Das befreit nicht nur die Nase, sondern beruhigt auch die Nerven und entspannt den Patienten.
Dieses Heilmittel ist besonders wirksam, wenn man danach zu Bett geht. Bei Fieber sollte diese Behandlung unterlassen werden.

 

Verschleimte Nase bei Säuglingen

Es ist kompliziert, einem Säugling die Nase zu putzen. In diesem Fall kann man eine stark verstopfte Nase mit einem Nasensauger absaugen.

Eukalyptusöl
Ist man bei der Arbeit oder außerhalb des Hauses und hat eine verstopfte Nase, kann man einige Tropfen Eukalyptusöl auf ein Taschentuch tropfen.
Jedes Mal, wenn die Nase verstopft, kann man an dem Taschentuch riechen und sofort eine Linderung der Nasenverstopfung erfahren.
Man kann ein paar Tropfen Eukalyptusöl auf das Kopfkissen träufeln. Der Geruch hilft, die Nase im Schlaf zu befreien.
Man kann auch Lavendelöl oder Teebaumöl benutzen, doch ist Eukalyptus wirksamer.

 

Homöopathische Heilmittel

Die Homöopathie wägt vor dem Verschreiben einer Arznei alle Symptome einer Erkrankung ab. Ein homöopathisches Heilmittel gegen eine verstopfte Nase ist sehr vorteilhaft. Läuft dicker und gelber Schleim aus der Nase, kann man Pulsatilla verwenden. Eine Pulsatilla-Lotion wird erwärmt, in eine Spritze gefüllt und die Lotion in die Nase eingebracht. Man kann die Behandlung mit Pulsatilla 4- bis 5-mal am Tag wiederholen.

 

Nasensekretion verhindern

Leider kann man nicht alle Nasensekretionen verhindern. Doch man kann Krankheiten, die eine übermäßige Schleimproduktion verursachen, vorbeugen.
Um eine Nasenschleimsekretion als Folge einer Erkältung oder Grippe zu verhindern, sollte man die Hände öfter waschen, damit sie frei von Keimen und Bakterien sind.
Beim Naseputzen ein Papiertaschentuch verwenden und nach Gebrauch sofort wegwerfen. Nach dem Naseputzen die Hände erneut waschen. Um wirksam vor einer Grippe geschützt zu sein, empfiehlt der Arzt in jedem Jahr eine Grippeimpfung.
Verursachen Allergien eine Nasensekretion, müssen die Materialien gemieden werden, die die Symptome verursachen.
Zur Identifizierung der Allergene kann das Führen eines Tagebuchs über alle Aktivitäten sinnvoll sein.
Nicht rauchen. Das kann dazu verhelfen, die Nase von Irritationen und Entzündungen frei zu halten.