Muskelschwäche in den Beinen

Muskelschwäche in den Beinen bedeutet Kraftverlust in den Beinen.

In den Beinen können Krämpfe oder eine bedeutsame Muskelschwäche auftreten, die es unmöglich machen, längere Zeit zu stehen.
Diese Störungen werden bei Kindern und Erwachsenen beobachtet.

 


Schwäche und Muskelschmerzen

Schwäche und Muskelschmerzen können gemeinsam auftreten.

Ursachen von Muskelschmerzen
Muskelschmerzen an Beinen und Armen sind sehr häufig.
Schmerzen an Muskeln sind eines der hauptsächlichen Symptome von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Fibromyalgie und Muskeldegeneration, auch Polymyositis genannt.
Der Schmerz, der von dieser Erkrankung kommt, kann leicht oder schwerwiegend sein und lokalisiert oder diffus auftreten.
Ursachen können eine Kontusion, ein Unfall, zu viel Training, schwere Arbeit, Dehnungen oder Muskelriss, eine Kontraktur usw. sein.
Andere Ursachen von Muskelschmerzen sind:
1. Infektiöse Krankheiten wie Influenza, Erkältung oder die Lyme-Krankheit.
2. Erkrankungen des Bindegewebes wie Lupus erythematodes (LE).

Muskelschmerzen können zusammen mit anderen Symptomen auftreten, wie:
1. Schlafstörungen,
2. Müdigkeit,
3. Kopfschmerzen.


Die periphere Neuropathie ist eine weitere Krankheit, die außer Muskelschmerzen noch Kribbeln und Sensibilitätsverlust verursacht.
Ein Elektrolytungleichgewicht (zum Beispiel von Magnesium, Kalium und Natrium) im Blut verursacht Schmerzen und Schwäche in den Muskeln.
Ein Kraftverlust kann schwerwiegende Folgen haben, zum Beispiel ist eine Schwäche der Lendenmuskeln ein Risikofaktor für einen Bandscheibenvorfall.

 

Ursachen von Muskelschwäche in den Beinen

Muskelschwäche in den Beinen kann durch eine ganze Serie von Faktoren verursacht sein. Einige sind harmlos, während andere sehr gefährlich sein können.

Training
Schwere körperliche Tätigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für Muskelschwäche. Übertriebenes Training kann zu Erschöpfung und Müdigkeit führen.
Athleten und Sportler können ermatten, wenn sie es mit harten Trainingseinheiten übertreiben.
Wichtig ist, nach dem Training angemessen auszuruhen.

Ernährung und Diät
Einer der häufigsten Gründe für Muskelschwäche ist die Ernährung.
Aufgrund eines gehetzten Lebensstils ziehen viele Menschen Fast-Food einem gesunden Essen vor.
Auch wenn Fertigkost den Hunger stillt, gibt sie dem Körper nicht die notwendigen Nährstoffe.
So kann all dies Schwäche in den Beinen und im ganzen Körper verursachen.


Blutkreislauf
Eine andere Ursache für Beinschwäche ist eine schlechte Durchblutung.
Durchblutungsstörungen in den Beinen können von einem arteriellen Verschluss oder von geplatzen Kapillaren herrühren.
Daraus entstehende Folgen sind Hämatome ohne erkennbare Ursache.
Wird die Muskulatur nicht ausreichend oxygeniert und mit Nährstoffen versorgt, erschlaffen die Muskeln.

Schilddrüse
Eine Autoimmunerkrankung wie Morbus Basedow (Graves’ disease) kann die Beinmuskeln schwächen. Diese Erkrankung verursacht eine Überaktivität der Schilddrüse (Hyperthyreose).
Morbus Basedow kann zu Muskelspasmen in den Extremitäten führen.

Nebenwirkung von Medikamenten
Einige Medikamente können Muskelschwäche bewirken, zum Beispiel Gentamicin (Sulmycin), Kortikosteroide, Diuretika und Laxantien.

 

Krankheiten, die Muskelschwäche verursachen

Stoffwechselstörungen

Morbus Addison
Eine Hormonstörung, genannt Morbus Addison, verursacht einen Aldosteron- und Cortisolabfall (Hormone der Nebenniere). Die Folgen davon sind:
1. Muskelschwäche in den Beinen
2. Übelkeit
3. Erbrechen
4. Bauchschmerzen
5. Gewichtsverlust

Andere Stoffwechselkrankheiten
1. Hyperparathyreoidismus
2. Natrium- oder Kaliummangel
3. Diabetes
4. Thyreotoxikose

 

Toxische Erkrankungen

1. Botulismus
2. Organophosphatvergiftung
3. Lähmungen durch Tetrodotoxinvergiftung

 

Neurologische Störungen

Zerebralparese
Die Zerebralparese ist eine Erkrankung, die Probleme bei Gleichgewicht und Bewegung verursacht. Zudem verursacht sie einen Verlust des Muskeltonus.
Sie kann angeboren sein (infantile Zerebralparese) oder entsteht sekundär nach einem Schädelhirntrauma oder durch eine Krankheit.

Myasthenia gravis
Die Myasthenia gravis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, gekennzeichnet durch Müdigkeit und schwankende Muskelschwäche.
Wenn das Gehirn kein Signal für die Muskelkontraktion senden kann, geht Kraft verloren und man kann keine Bewegungen mehr ausführen.
Anzeichen und Symptome der Myasthenia gravis sind:
1. Lidheberschwäche,
2. Schluckstörungen,
3. Muskelermüdung,
4. Atemschwierigkeit (durch Schwäche der Atemmuskulatur),
5. Unfähigkeit für mimischen Gesichtsausdruck usw.
Die Therapie besteht in Medikamenten und chirurgischen Maßnahmen.

Multiple Sklerose (MS)
MS ist eine Erkrankung, die das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und Millionen von Nervenzellen im Körper betrifft.
Die Nervenfasern sind von einer Fettsubstanz geschützt, die Myelin genannt wird. Im Fall einer Multiplen Sklerose entzündet sich das Myelin und schwillt an.
Die Folge ist die Trennung der Myelinschicht von der Nervenfaser und die Zerstörung dieser Substanz.
Ist der Nerv ohne Myelin, verlaufen die Nervenimpulse verlangsamt.

Es sind viele Symptome möglich, darunter sind:

  • Gangunsicherheit
  • Verlust des Gleichgewichts und der Koordination
  • Muskelschwäche
  • Kraftverlust
  • Starrheit
  • Zittern
  • Erschöpfung, Müdigkeit und Kurzatmigkeit
  • Inkontinenz
  • Verstopfung
  • Schwindel
  • Schmerzen an Armen und Beinen

Patienten mit Multipler Sklerose haben in der ersten Phase Schwierigkeiten beim Gehen, jedoch nur mit einem Bein, dem rechten oder dem linken.
In einem fortgeschrittenen Stadium müssen sie beim Gehen anhalten und die Erholungsphasen werden immer länger.

Ängste und Depressionen
Diese mentalen Störungen können Müdigkeit und Schwäche, vor allem in den Beinen, einen beschleunigten Herzschlag, Kribbeln usw. verursachen.

Andere neurologische Krankheiten:
1. Die amyotrophe Lateralsklerose ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der sich die Motoneuronen zerstören, wodurch der Patient seine Muskeln nicht mehr kontrollieren kann.
2. Das Guillain-Barrè-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die die Muskeln der Beine schwächt.
3. Nervenkompression.
4. Bell-Lähmung (betrifft die Augenmuskeln).
5. Myotone Dystrophie.
6. Schlaganfall.

 

Muskuläre Erkrankungen

Dermatomyositis
Die Dermatomyositis ist eine entzündliche Muskelerkrankung, die chronische Entzündungen der Haut und der Muskeln verursacht.
Sie ist eine fortschreitende Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, die vor allem proximal (Oberschenkelmuskulatur, Schultern und Arme bis Ellenbogen) zu Muskelschwäche führt.
Die Symptome der Dermatomyositis sind:
1. Muskelschmerzen,
2. Kalzifikationen unter der Haut,
3. Geschwüre an Magen und Dünndarm,
4. Darmdurchbruch,
5. Lungenkrankheiten,
6. Fieber,
7. Müdigkeit,
8. Gewichtsverlust.
Sie verursacht Hautausschläge von roter oder violetter Farbe in Gesicht, Händen, auf Knien, Brust und Rücken.
Es gibt keine Heilung dieser Krankheit, doch kann man die Symptome mit Kortikosteroiden und immunsuppressiven Medikamenten mildern.

Myositis
Die Myositis ist eine Erkrankung, die die Entzündung der Muskelfasern bewirkt, und ist eine der Ursachen für Muskelschwäche an den Beinen.
Die Schwäche kann auch auf andere Teile des Körpers ausstrahlen, was zu Müdigkeit und Schmerzen führt.

Muskeldystrophie
Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Erbkrankheit, die die Muskelfasern schädigt. Symptome der Muskeldystrophie sind:
1. Schwäche,
2. Mobilitätsverlust,
3. fehlende Koordination.
Es gibt für die Muskeldystrophie keine Heilung.

Andere muskuläre Ursachen
1. Rhabdomyolyse ist charakterisiert durch Zerstörung der Muskelfasern;
2. Polymyositis ist eine fortschreitende entzündliche Erkrankung des Muskelapparates;
3. Myotonie ist eine Krankheit, die durch eine zu langsame Entspannung der Muskeln nach einer Kontraktion gekennzeichnet ist, die somit zu lange anhält;
4. Fibromyalgie ist eine chronische Muskelstörung, die durch diffuse Schmerzen, Müdigkeit (vor allem am Morgen) und Steifigkeit gekennzeichnet ist;
5. mitochondriale Myopathien sind Erkrankungen, bei denen die Organe, die für die Zellen Energie gewinnen, geschädigt sind.

 

Andere Gründe für Muskelschwäche

1. Maligne Tumoren wie das multiple Myelom (betrifft vor allem ältere Menschen),
2. Restless-Legs-Syndrom,
3. Anämie,
4. Mangelernährung,
5. Morbus Hodgkin,
6. West-Nil-Virus,
7. Hypotonie (niedriger Blutdruck),
8. Distorsion oder Muskelzerrung.

 

Muskelschwäche,BeineWie manifestiert sie sich? Die Symptome

Eines der häufigsten Symptome von Muskelermüdung ist der Kraftverlust.

Auch wenn die Symptome von Muskelermüdung bei Männern und Frauen ähnlich sind, so sind Frauen während der Schwangerschaft und in der Menopause anfälliger.
Eine schwangere Frau entwickelt diese Symptome vor allem in Beinen und Armen.
Muskelermüdung bei Frauen wird vor allem durch Fibromyalgie oder das chronische Erschöpfungssyndrom hervorgerufen.

Liste der Zeichen und Symptome, die sich zusammen mit Muskelermüdung zeigen:

1. Müdigkeit,
2. Taubheitsgefühl der Muskeln,
3. Unfähigkeit, einen Arm hoch zu halten,
4. Schwierigkeiten beim Ergreifen von Gegenständen wegen Schwäche in den Händen (zum Beispiel aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms),
5. instabiles Knie (Muskelversagen),
6. Unfähigkeit zu körperlicher Aktivität,
7. Schläfrigkeit,
8. lang anhaltende Müdigkeit,
9. Unwohlsein,
10. übermäßiges Gähnen.

Es können ungewollte und rasche Muskelkontraktionen auftreten, die als Myoklonien oder Faszikulationen bezeichnet werden.
Diese momentanen Muskelzuckungen beobachtet man vor allem bei Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS).
Unter den Symptomen ist auch der Tremor.
Tremor kann durch maximale Muskelkontraktionen verursacht werden.
Patienten, die einem chirurgischen Eingriff unterzogen waren, verlieren unmittelbar danach die Kraft an Quadrizeps und Wade.
Wenn sie versuchen, eine einfache Übung zu machen, bemerken sie, dass das Bein wegen einer maximalen Muskelkontraktion zittert.

 

Diagnose der Muskelschwäche

Die Diagnose der Muskelschwäche wird durch Beurteilung des Arztes und die folgenden Untersuchungen erhoben:
1. Blutanalysen,
2. Elektromyographie,
3. Kernspintomographie,
4. CT.

 

Therapie und Naturheilmittel bei Muskelschwäche

Folgende natürliche Behandlungen können bei Muskelschwäche helfen, wenn sie nicht durch schwerwiegende Erkrankungen verursacht wird.

Körperliche Übungen
Die regelmäßige physische Aktivität erhöht die Widerstandskraft und den Appetit und vermindert den Stress.
Die Übungen spielen eine fundamentale Rolle, um die Gesundheit zu fördern und Krankheiten zu bekämpfen, zum Beispiel:
1. Aerobic,
2. Dehnübungen,
3. Yoga.

Ruhen
Übermäßige Anstrengung kann Muskelschwäche verursachen. Deshalb ist nach einer mühevollen Aktivität eine angemessene Ruhepause empfohlen.
Man sollte wenigstens sieben Stunden am Tag schlafen.

Viel Wasser trinken
Eine ausreichende Menge Wasser trinken beugt einer Dehydration vor und begünstigt die Verdauung.

Gesunde Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Muskelschwäche.
Fette und frittierte Speisen sollten besser vermieden werden.
Empfohlen wird, Früchte, Gemüse (reich an Vitaminen), Getreide, Nüsse und Samen zu essen, denn sie helfen, gesund und in Form zu bleiben.
Nahrungsergänzungsmittel sollten besser vermieden werden, denn Mineralsalze und Vitamine finden sich ausreichend in der Nahrung.