Müde Beine

Müde Beine sind häufige Beschwerden, die sehr unangenehm sein können.

Ursachen für Muskelschmerzen und Müdigkeit der Beine
Es gibt verschiedene Faktoren, die müde und schmerzende Beine verursachen können.

 
Verspürt man Muskelschmerzen und eine starke Müdigkeit, muss sofort der Arzt aufgesucht werden, denn dies könnte durch einige ernste Krankheiten verursacht sein.

Mögliche Ursachen für gleichzeitiges Auftreten von Müdigkeit und Muskelschmerzen sind unter anderem:

Depression und Ängste können Körper und Geist beeinträchtigen.
Eine depressive Attacke kann die normalen Körperfunktionen beeinträchtigen und extreme Müdigkeit verursachen.
Andere Symptome dieser Erkrankung sind lang anhaltende und unerklärbare Phasen von Muskelschmerzen, Appetitverlust, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen usw.
Angst kann erholsamen Schlaf stören. So können am Morgen (nach dem Erwachen) die Beine müde sein, dazu können Schwindelgefühl im Kopf, Zittern und Kribbeln an Händen und Füßen auftreten.
Eine verspätete Behandlung dieser Erkrankung kann zum Chronischen Erschöpfungssyndrom führen.

Eine virale und bakterielle Infektion kann müde und schmerzende Beine verursachen.
Die verantwortlichen Mikroorganismen (Bakterien, Viren und Wurmparasiten) können verschiedene Erkrankungen verursache, schwächen den Körper und führen zu Muskelschmerzen.

Die Afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) ist eine Parasiteninfektion, die durch den Biss der Tsetsefliege übertragen wird.
Symptome dieser Krankheit sind:

  • Fieber,
  • Gelenkschmerzen,
  • Kopfschmerzen,
  • Muskelschmerzen,
  • Juckreiz an der Stelle des Insektenstichs.


Bei Fortschreiten der Krankheit wird das Zentralnervensystem geschädigt und die betroffene Person leidet unter Schlafstörungen, Verwirrtheit, fehlender sensorischer Koordination usw.
Der Erkrankte scheint die ganze Zeit über müde zu sein.
Diese Erkrankung kann durch Geschlechtsverkehr von einem Menschen zum anderen übertragen werden.

Einige Medikamente können Nebenwirkungen hervorbringen, darunter starke Müdigkeit und Muskelschmerzen.
Das kann durch die übermäßige Einnahme von Medikamenten wie Mittel gegen Bluthochdruck und erhöhtes Cholesterin verursacht sein, aber auch durch Drogen wie Kokain.

Die Fibromyalgie ist eine Krankheit, die folgende Symptome verursacht:

  • Diffuser Schmerz im ganzen Körper.
  • Gefühl schmerzender und müder Beine.

Bei dieser chronischen Erkrankung erleidet der Betroffene Schmerzen im Muskel- und Skelettsystem.
Unter anderem sind die Symptome:

  • Schlaflosigkeit,
  • Stimmungsschwankungen,
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisschwäche.

Diese Beschwerden kommen häufiger bei Frauen als bei Männern vor.

Eine Autoimmunkrankheit namens Lupus erythematodes ist für Muskelschmerzen und Ermüdung verantwortlich.
Diese Störung kann verschiedene systembedingte Probleme im Körper verursachen, denn das Immunsystem greift auch gesunde Zellen und Gewebe im Körper an.
Eine Entzündung der Gelenke und Muskeln kann zu Schmerzen und Taubheitsgefühl führen, sie betrifft auch Organe wie Herz, Lungen und Nieren usw.

 

Ursachen für müde Beine

Durchblutungsstörungen: Menschen mit Diabetes oder Raucher haben Durchblutungsprobleme in den Beinen.
Verengungen der Arterien, die das Blut zu den Muskeln in die Beine transportieren, werden als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnet.
Die Symptome sind meist starke Schmerzen und das Gefühl von Brennen.


Krampfadern: wenn die kleinen Klappen in den Beinvenen nicht mehr gut funktionieren, sammelt sich das Blut an und verursacht geschwollene und dilatierte Venen.
Schmerzende Beine sind daher ein häufiges Symptom von Krampfadern.
Krampfadern können chronisch werden, wenn sie nicht sofort behandelt werden.
Im schlimmsten Fall können sich Geschwüre an Beinen und Füßen bilden – das sogenannte „Ulcus cruris venosum“.
Das ist die dritte Phase einer venösen Insuffizienz und die schwerste Form.
Diese Geschwüre sind die Folge bereits länger bestehender Durchblutungsstörungen an den Beinen.
In diesem Stadium kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden.

Tiefe Beinvenenthrombose: wenn eine der tiefen Beinvenen durch ein Blutgerinnsel verschlossen ist, führt das zu einem geschwollenen, überwärmten und verhärteten Bein mit intensivem Schmerz, der nicht zu lindern ist.
Üblicherweise tritt eine tiefe Beinvenenthrombose nur an einem Bein auf, nicht an beiden gleichzeitig.

Moderner Lebensstil und Durchblutungsstörungen: Männer und Frauen mit einem modernen Lebensstil, neigen zu venösen Blutstauungen.
Vermehrter Blutandrang in den Venen erweitert die Gefäße und verursacht eine Fehlfunktion der Venenklappen.
Krampfadern und geschwollene Beine erkennt man äußerlich an einer violetten Verfärbung.

Etwa die Hälfte der Frauen haben Venenprobleme um das 30. Lebensjahr, während die Mehrheit der älteren Menschen Durchblutungsstörungen haben.
Frauen sind aufgrund der Hormonschwankungen, die in bestimmten Phasen des Menstruationszyklus (besonders vor Beginn der monatlichen Mensis) auftreten, wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Eine chronisch venöse Insuffizienz wird meist nicht bemerkt. Die ersten Symptome (zum Beispiel Varizen oder müde und schwere Beine am Abend) werden oftmals nicht ernst genommen.

Müde, schwere Beine, Krampfadern und Kribbeln in den Waden weisen darauf hin, dass etwas zu tun ist: ein Ödem (leichte Schwellung der Beine) ist die erste Stufe einer CVI (Stadium eins).
Zunächst gehen Überlastung und Schwellung während der Nacht zurück, doch diese vorübergehende Erleichterung tritt mit Fortschreiten der Erkrankung nicht mehr auf.
Der zelluläre Stoffwechsel verringert sich in dem gestauten Bein, dass immer mehr eine braune Farbe annimmt. Das ist das Stadium zwei der CVI.
Im letzten Stadium sind die Beine ständig müde und schwer (über den gesamten Tag).

Sport und Training: Personen, die harten Sport betreiben wie Radrennfahren (Rennrad oder Mountainbike), Laufen, Fußballspielen usw. können Muskelkontrakturen und Milchsäureanreicherung in den Muskeln bekommen.
Dieses führt zu Entzündungen und Krämpfen. Doch das ist vorübergehend und vergeht gewöhnlich nach 24-48 Stunden.
Kontrakturen und Verspannungen nach dem Training sind die häufigsten Ursachen für müde Beine bei Kindern.
Ruhepausen lösen das Problem innerhalb von ein oder zwei Tagen, doch in den schlimmsten Fällen muss eine Therapie helfen, zum Beispiel Massagetherapie oder Tecartherapie.
Man kann spannungslösende Cremes oder ätherische Öle zur schnelleren Heilung auftragen.

 

Risikofaktoren für müde Beine

  • Weite Reisen
  • Erblichkeit
  • Alter über 40 Jahre
  • Zu langes Sitzen oder Stehen
  • Schwangerschaft
  • Adipositas
  • Bewegungsmangel
  • Stehende Arbeit
  • Schlechte Ernährung
  • Heißes Klima (zum Beispiel im Sommer)
  • Chirurgischer Eingriff oder zurückliegendes Trauma
  • Enge und anliegende Kleidung
  • Infektionskrankheiten, Hypothyreose (verminderte Produktion von Schilddrüsenhormonen), Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Hormonelle Substitutionstherapie

 

Andere Symptome bei müden Beinen

Außer einer Müdigkeit verursacht erniedrigtes Kalium Schwäche, Muskelkrämpfe, Verstopfung und Arrhythmien (unregelmäßiger Herzschlag).
Der Arzt kann eine Blutuntersuchung anordnen, um eine exakte Diagnose zu erstellen.
Normale Kaliumwerte im Blut schwanken zwischen 3,6 und 4,8 Millimol pro Liter; ein Wert unterhalb von 2,5 mmol/l könnte gefährlich sein.
Die müden Beine können außerdem:

  • schmerzend,
  • schwer,
  • geschwollen sein, auch im Bett und in Ruhe.

 

Therapie der müden Beine

Neben gesunder Ernährung und Bewegung werden gymnastische Übungen für die Knöchel empfohlen und Fußbäder in kaltem Wasser, um die Symptome zu lindern.
Kräutermedizin kann eine wirksame Therapie sein, insbesondere pflanzliche Produkte mit:

  • roten Weinblättern,
  • Extrakt aus Kiefern- und Kastanienrinde.

Im Falle von schwerer chronisch venöser Insuffizienz helfen die Therapien lediglich, den Fortschritt der Krankheit aufzuhalten.

 

Was kann man zum Schutz der Venen tun?

Die Antworten liegen auf der Hand:

  • gesunde Ernährung,
  • Reduzierung des Übergewichts,
  • regelmäßige körperliche Übungen.

Jedoch kann man nichts tun, um die Beeinträchtigung der Venen durch das Altern zu verhindern.

 

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Bei Wassereinlagerung
Ein Heilmittel aus Großmutters Zeit bei geschwollenen und müden Beinen ist das Unterlegen eines Kissens unter die Knöchel beim Schlafen, um damit die Beine höher zu lagern als das Herz.
Das vermindert Wassereinlagerungen oder Entzündungen in Beinen, Knöcheln oder Füßen nach dem Schlafen.
Es gibt verschiedene Therapien, die gegen geschwollene Beine angewendet werden können, zum Beispiel Übungen für die Beine, Lymphdrainage und Wassertreten.

Bei Fibromyalgie
Waden und Füße in heißem Wasser baden oder in einem Warmwasserbecken schwimmen.
Die Wärme entspannt die Muskeln und fördert die Durchblutung.
Die Übungen in warmer Umgebung, in der das Wasser bis zur Hüfte reicht, verringern die Schmerzen an den Beinen bei Frauen mit Fibromyalgie.
Diese Frauen verspüren eine langfristige Besserung der Symptome und eine Erhöhung der Muskelkraft am Ende des Programms.

Für die Körperhaltung
Schuhe wechseln. Falsche Schuhe können Haltungsschäden verursachen und erhöhen die Belastung auf den Bewegungsapparat an Rücken, Hüften und Beinen.
Schuhe tragen, die gut passen, dem Körper Unterstützung geben und bequem sind.

Bei Mineralsalzverlust
Der Arzt kann die Einnahme von Magnesium und Kalium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln anordnen, doch empfohlen ist, die Ernährung darauf einzustellen, viel zu trinken und Speisen mit hohem Mineralsalzgehalt (zum Beispiel Bananen und grünblättriges Gemüse) zu essen.