Kalte Hände

Kalte, taube Hände mit Kribbeln und Schmerzen treten im Winter bei eisigen Temperaturen häufig auf.

Es gibt viele Ursachen, die dieses Symptom auslösen, auch wenn kein kaltes Klima vorherrscht.
Wahrscheinlich spüren Frauen die Kälte mehr, als Männer.

Der Grund dafür ist der erhöhte Östrogenspiegeln und die Tatsache, dass Frauen mehr Fettgewebe und weniger Muskelgewebe als Männer haben.


Ursachen für kalte Hände

Diät und Ernährung
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle dabei, wie sich jemand fühlt. Deshalb kann eine ungesunde Ernährung (bei Fastfood oder nach größerem Gewichtsverlust fehlen die nötigen Nährstoffe und Vitamine) Schwäche, Müdigkeit und ein Kältegefühl verursachen.

Hormonelles Ungleichgewicht
Kommt eine Frau in die Menopause oder ist schwanger, erfährt ihr Körper viele hormonelle Ungleichgewichte.
Erhöht sich der Östrogenspiegel, können viele Symptome auftreten, darunter auch kalte Hände.
Das ist ein Mechanismus des Körpers, der vor allem während der Periode der Ovulation und in der Schwangerschaft stattfindet, um das Kind zu schützen.

Mit normalem Körpergewicht
Wenn ein Mensch isst, befördert der Körper das Blut zum Magen, um die Verdauung zu unterstützen.
Dadurch werden andere Körperbereiche mit einer geringeren Blutmenge versorgt und es wird ein Kältegefühl provoziert. Ist ein Mensch untergewichtig, verspürt er die Temperaturveränderung stärker als andere.

Blutdruck
Menschen, die unter hohem und niedrigem Blutdruck leiden, haben öfter kalte Hände und kalte Füße. Leidet ein Mensch unter niedrigem Blutdruck, erreicht eine verminderte Blutmenge seine Hände und Füße.
Im anderen Fall, wenn ein Mensch an hohem Blutdruck leidet, fließt das Blut unter Schwierigkeiten, es erreicht also auch nur eine geringere Menge die Extremitäten.
Beide Situationen machen einen Menschen für Kälte anfälliger als andere.

Arzneimittel
Nimmt ein Mensch Medikamente ein, kann dies zu dem Nebeneffekt von Kälteempfinden führen, vor allem dann, wenn das Medikament für den Betreffenden ungeeignet ist.


Schilddrüsenprobleme
Ist ein Kältegefühl bei einem Menschen von einer schnellen Gewichtszunahme begleitet, die weder durch körperliche Bewegung noch durch eine Diät unter Kontrolle gebracht werden kann, leidet die Person möglicherweise unter einer Schilddrüsenerkrankung.
Dieses Problem verlangsamt den Stoffwechsel und kann kalte Hände und Füße sowie Hauttrockenheit mit einer blasseren Hautfarbe hervorrufen.

Geschwächtes Immunsystem
Man kann Kälte auf zweierlei Weise empfinden:

  • am ganzen Körper,
  • an Händen und Füßen.

Im zweiten Fall kann der Grund ein geschwächtes Immunsystem sein, was durch Parasiten im Körper (die Infektionen wie Candida hervorrufen) verursacht sein kann.
Die Infektionen können Schüttelfrost und kalte Hände verursachen.
Der kranke Patient (zum Beispiel mit Influenza oder Tuberkulose) ist geschwächt, er hat oftmals keinen Hunger und hat Fieber.

Raynaud-Syndrom
Menschen mit dieser Erkrankung haben oft sehr kalte Hände und Füße. Wenn ein normaler Mensch einer extrem kalten Temperatur ausgesetzt ist, fließt das Blut im Körper zu den inneren Organen, um die Wärme zu erhalten. Aber bei Menschen mit Raynaud-Syndrom kommt es zunächst zu einer Verengung der Arterien (Gefäßkonstriktion) und danach aufgrund des zuvor angesammelten Kohlendioxids zu einer Erweiterung der Gefäße (Vasodilatation).


Kalte Hände bei Durchführung gewisser Tätigkeiten
Viele Menschen beobachten, dass zumindest eine Hand kalt wird, wenn sie am Computer arbeiten oder das Auto lenken.
Bei jemandem, der längere Zeit vor dem Monitor sitzt, kann die Hand, die die Mouse bedient, kälter als die andere sein.
Einige Ärzte sprechen vom Stress, der durch eine Überanstrengung am PC verursacht ist, doch es kann auch die unkorrekte Haltung von Arm und Handgelenk sein.

 

Warum sind die Hände immer kalt?

Meist sind Hände und Füße durch Kreislaufprobleme kalt, die das Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung sind. Ist es kalt, reagiert der Körper, indem er den zirkulierenden Blutfluss verändert, um lebenswichtige Organe warm zu halten.

Ursachen von ständig kalten Händen

Raynaud-Syndrom
Wenn sich die normale Durchblutung aus verschiedenen Gründen vermindert, kann das Gefühl von kalten Händen auftreten.
Es kann sich um das Raynaud-Syndrom handeln. Bei dieser Erkrankung verengen sich die arteriellen Blutgefäße in den Fingern auf abnormale Weise, wenn die Temperatur leicht abfällt oder kalte Objekte angefasst werden.
Die Folge ist eine verminderte Durchblutung und ein Kaltwerden der Finger. Die Hände werden gefühllos, die Hautfarbe kann sich verändern. Frauen haben ein größeres Risiko gegenüber Männern, unter dem Raynaud-Syndrom zu leiden.

Erfrieren
Wenn niedrige Temperaturen zu Symptomen kalter Hände führt und keine Handschuhe getragen werden, leidet man wahrscheinlich unter Frostbeulen.
Man kann sie an der Veränderung der Hautfarbe (die oftmals blau, schwarz oder grau ist), der Hautverdickung und der Bildung von Blasen erkennen. Der Betreffende verspürt auch Schmerzen.
Schließlich können bei längerem Aufenthalt in der Kälte auch die Blutgefäße geschädigt werden.

Angst und Stress
Auch psychische Belastungen können diese Erkrankung auslösen.
Befindet man sich unter übermäßiger Belastung, reagiert das Nervensystem mit einer Gefäßverengung an den Extremitäten des Körpers.
Menschen mit häufigen Panikattacken haben häufig kaltschweißige Hände, auch im Sommer.
Eine Panikattacke kann wie ein Herzinfarkt erscheinen, weil der Herzschlag beschleunigt ist, doch das ist nicht so.
Manchmal kann man ein warmes Gesicht verspüren, eine Hitzewallung aufgrund emotionaler Anspannung und Angst, zum Beispiel wenn man in der Öffentlichkeit spricht.
Angst kann auch zu einem Kribbeln in Fingern und Zehen, zu Tachykardie, Schwindel oder Benommenheit führen.

Wenn man von kühlen Händen und heißem Herzen spricht, bezieht sich das auf einen verliebten Jüngling, weil Emotionen dieses Symptom verursachen.

Andere Ursachen
Patienten mit Diabetes mellitus leiden an einer Nervenstörung, die als periphere Neuropathie bekannt ist und bei der es vermehrt zu kalten Extremitäten kommt.
Bei dieser Erkrankung hat man außer kalten Händen und Füßen auch ein Gefühl von Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühl in den Fingern.
Diese Symptome können auf eine Störung des Kreislaufsystems hinweisen.
Eine periphere Gefäßerkrankung, die einen Verschluss in den Arterien bewirkt, verursacht häufig diese Erkrankung.
Menschen mit dem Laster des Rauchens neigen zu Kreislaufproblemen, weil sich die Blutgefäße verengen.
Andere Ursachen sind Schilddrüsenunterfunktion, Anämie und Arzneimittelnebenwirkungen.

 

Ärztin,weißer KittelKalte Hände nach dem Essen

Einige Ärzte schreiben dieses Gefühl einem niedrigen Eisenspiegel, einer erniedrigten Anzahl roter Blutkörperchen oder einem hohen oder niedrigen Blutdruck zu. Andere meinen, dass eine kohlenhydratarme Kost das Kältegefühl nach dem Essen hervorrufen würde.
Auch Stress kann daran beteiligt sein.
Die meisten Ärzte stimmen darin überein, dass sich das Blut auf den Verdauungsprozess konzentriert.
Dadurch wird der Blutstrom aus den Extremitäten und dem Gehirn umgelenkt.

 

Kalte Hände und Füße bei Neugeborenen

Ehe das Baby in eine weitere Decke gewickelt wird, sollte sein Oberkörper befühlt werden.
Ist das Kind warm und rosa bedeutet es, dass es nicht friert.
Da sich das Kreislaufsystem des Neugeborenen noch entwickelt, wird das Blut zu den Organen und lebenswichtigen Systemen geleitet.
Hände und Füße sind die letzten Körperbereiche, die eine gute Blutversorgung erhalten.
Es kann bis zu drei Monate dauern, bis sich die Blutzirkulation vollkommen an das Leben außerhalb der Gebärmutter angleicht.

 

Was verursacht blaue Finger?

Normalerweise verursacht das leuchtend rote und sauerstoffreiche Blut, das unter der Haut fließt, eine rosa oder rötliche Farbe, besonders an den Fingerkuppen.
Blasse Haut weist auf einen Blutverlust hin, eine blaue oder violette Farbe kann auf einen Sauerstoffmangel im Körper hinweisen.
Violette oder blaue Finger können auf eine Zyanose, auf das Raynaud-Phänomen und einige innere Erkrankungen hinweisen.

Sauerstoffreiches Blut
Sauerstoffreiches Blut gibt der Haut eine rosa Farbe.
Sauerstoffarmes Blut fließt durch die Venen zum Herzen und in die Lungen.
Diesem Blut fehlt Sauerstoff, es ist dunkel und kann der Haut eine lila oder blaue Farbe geben.

Zyanose
Obwohl die dunkle Farbe des sauerstoffarmen Blutes auf seinem Weg in die Lungen, um hier Sauerstoff aufzunehmen, normal ist, weisen Bereiche mit violetter oder blauer Haut auf eine Erkrankung hin, die als Zyanose bezeichnet wird.
Periphere Zyanose verursacht violett verfärbte Finger und blaue Nägel. Hingegen verursacht eine zentrale Zyanose eine Verfärbung von Kopf, Mund, Lippen und Oberkörper.
Eine periphere Zyanose kann bei Kindern normal sein, weist aber bei Erwachsenen oftmals auf Probleme von Herz, Lungen oder Blut hin.
Die Menge des in den Blutzellen transportierten Sauerstoffs kann gestört sein durch:

  • Arterielle Blutgerinnsel
  • Lungenerkrankungen
  • Erkrankungen oder Mängel des Herzens
  • Aufenthalt an kalter Luft oder in kaltem Wasser
  • Leben in großer Höhe

 

Naturheilmittel bei kalten Händen

Menschen, denen ständig kalt ist, müssen als erstes eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit richtigem Eiweißanteil, Vitaminen, Fetten und Mineralstoffen zu sich nehmen.
Eine ausgewogene Ernährung gewährleistet ein angemessenes Gewicht und erhält eine normale Körpertemperatur.
Man sollte vermeiden, Mahlzeiten zu überspringen, denn wenn ein Mensch hungert oder eine Mahlzeit auslässt, erhält der Körper nicht genug Energie. Deshalb produziert er viel weniger Wärme.
Sport (besonders kardiovaskuläres Training) ist vorteilhaft für die Kapillaren und verbessert die Zirkulation.
Ärzte meinen, dass die beste Aktivität Schwimmen ist.

Einige Läufer haben während des Laufens im Winter sehr kalte Hände.
Empfohlen wird, ein wärmendes Öl, Teufelskrallen-Creme oder Tiger-Balsam aufzutragen und isolierende Handschuhe anzuziehen.

Hände und Füße sofort massieren, wenn man ein Kältegefühl bemerkt.
Um die Gelenke aufzuwärmen, sind Massagen mit Öl, schwarzem Pfeffer, Ingwer und Zimt empfehlenswert.
Ein wirksames Hausmittel zur Erhaltung einer richtigen Körpertemperatur ist das Waschen der Hände und Füße mit heißem Wasser vor dem Zubettgehen und das Einwickeln der Gelenke mit einem Frotteehandtuch.
Ein Kältegefühl kann normal sein, vor allem morgens.
Der Grund ist, dass viel Zeit zwischen Abendessen und Frühstück liegt und der Magen ohne Nahrung ist.
Daher erhöht der Körper seine Temperatur über die Außentemperatur hinaus. Die Folge ist, dass die Person friert.