Harter Bauch

Harter Bauch während der Schwangerschaft

Das Gefühl von Starrheit des Bauches ist kein Zeichen einer möglichen Schwangerschaft.

Trotzdem wird empfohlen, dass eine Frau, die 2 – 2,5 Monate nach dem letzten Menstruationszyklus beim Tasten einen derben Bauch verspürt, einen Schwangerschaftstest durchführt.


Harter Bauch,Schwangerschaft
In dieser Zeit wird der Bauch nicht härter, doch der Uterus (im Bereich des Unterleibes) wächst und fühlt sich derb an.
Um die 20. Woche erreicht das Organ Nabelhöhe und man kann es fühlen, wenn der Bereich vorsichtig abgetastet wird.
Das Gefühl eines harten und geschwollenen Bauches hat man vor allem am Abend oder in der Nacht, nachdem man gegessen hat, manchmal auch, wenn man zuvor viel gelaufen ist.

Abdomenrigidität ist für schwangere Frauen ein Grund zur Besorgnis, denn die Verhärtung bereitet Schmerzen.
Nachfolgend sind die wichtigsten Ursachen aufgelistet.

 

Ursachen für einen harten Bauch in der Schwangerschaft

Während des zweiten Schwangerschaftsdrittels liegt die Gebärmutter zwischen Schambein und Nabel.
Der Fötus wächst im Innern des Organs und erweitert es, schafft damit mehr Platz.
Der Uterus nimmt an Größe zu und beginnt, gegen die Magenwände zu drücken, was ein Gefühl von Rigidität erzeugt.
Dieses Symptom verschlimmert sich im dritten Trimester und hält bis zum letzten Tag der Schwangerschaft an.
Außer der Größenzunahme gibt es noch andere Faktoren, die dieses Beschwerdebild verursachen.

Die Amniozentese ist die Punktion der Fruchtblase zur Untersuchung des Fruchtwassers, die während der 15. und 17. Schwangerschaftswoche vorgenommen wird.
Nach dieser Untersuchung kann der Bauch derb und schmerzend sein.

Bis zum Ende der einundzwanzigsten Woche ist das Skelett des Kindes „gummiartig“.
In der zweiundzwanzigsten Woche entwickeln sich die Knochen und härten aus.
Diese Zunahme der Knochenhärte beim Kind verursacht eine Verhärtung des Bauches.

Die Kindsbewegungen (fetale Bewegungen) können Kontraktionen der Gebärmutter auslösen.

Am Ende der Schwangerschaft bewirken die Kontraktionen einen derben Bauch.

 


Harter Bauch bei Schwangerschaftsbeginn

In den ersten Schwangerschaftswochen (bis zur dreißigsten Woche etwa) ist es normal, dass der Bereich um den Bauch fester wird.
Dieses Gefühl ist in der Zeit der freudigen Erwartung sehr häufig.
Bei manchen Patienten tritt diese Entwicklung zwischen Ende der achten und zwölften Woche auf.

Während der Schwangerschaft weitet sich die Gebärmutter. Unser Organismus reagiert auf die Dehnung und Weitung mit einer Kontraktion der Muskulatur dieses Organs, die nicht mit den Kontraktionen der Geburtswehen zu verwechseln ist.
Es ist eine normale und physiologische Reaktion, es besteht also kein Grund zur Sorge.
Man kann das Gefühl einer anhaltenden schmerzhaften Kontraktion haben oder die Kontraktion tritt sporadisch nur in bestimmten Situationen auf, beispielsweise nach langem Stehen.

Eine volle Blase kann den Bauch vor allem morgens noch härter machen.
Die Größenzunahme des Bauches hängt auch von der Statur der Mutter ab.
Ist die werdende Mutter schlank, kann man den Uterus bereits nach ein oder zwei Schwangerschaftswochen spüren.
Ist die Frau dicker, spürt sie den Uterus nach der dritten Woche.
Das Organ wird erst „kompakt“, wenn die Wehen einsetzen oder die Geburt erfolgt.
Der Gynäkologe kann Isoxsuprin verschreiben, ein Medikament, das eine vorzeitige Geburt bei Kontraktionen und einen vorzeitigen derben Bauch verhindert.
In den Stunden vor der Geburt kann man nicht viel tun, um das Schmerzgefühl zu lindern. Das ist jedoch nur eine vorübergehende Phase.

 

Menstruationszyklus und Menopause

Zu den Symptomen des prämenstruellen Syndroms (Schmerzen an den Brüsten, am Gesäß, Unterleib usw.) zählt auch ein harter und geschwollener Bauch über den ganzen Tag.
Dieses Symptom beginnt schon einige Tage vor Zyklusbeginn und vergeht, sobald die Menstruation eingesetzt hat. Es ist im Falle einer Verspätung stärker ausgeprägt.

Während der Menopause ist ein geschwollener Bauch normal, denn der Stoffwechsel verlangsamt und das Fettgewebe im Bauchbereich nimmt zu.

 


Ursachen für einen harten Bauch beim Mann

Gasbildung durch übermäßiges Essen
Zu viel essen ist eine Ursache für einen geblähten Bauch. Nach dem Essen ist der Magen gefüllt und bewirkt, dass der Bauch derb ist. Übermäßiges Essen verursacht Verdauungsstörungen und die Bildung von Darmgas (Meteorismus).
Der Magen verdaut leicht kleine Essensmengen. Menschen, die viel essen, können Übergewicht entwickeln.
Es ist ratsam, die schlechten Essgewohnheiten so bald wie möglich zu ändern.

Behandlung
Die Behandlung ist sehr einfach. Der betreffende Mensch muss weniger essen.
Solange der Körper verdaut, empfiehlt sich eine Ruhepause.

Ballaststoffreiche Ernährung
Eine ballaststoffreiche Ernährung führt zu einem geblähten Bauch. Wenn eine Diät begonnen wird, verspürt man sofort dieses Symptom; es wird empfohlen, mit einem Ernährungsberater die Menge der Ballaststoffe festzulegen, die in der Diät enthalten sein sollen.

Heilmethode
Für eine gewisse Zeit müssen die Ballaststoffe reduziert und dann schrittweise wieder zugeführt werden, so dass der Magen nicht bläht.

Aerophagie (Luftschlucken)
Aerophagie entsteht in folgenden Fällen:

  • wenn zu viel Luft beim Essen geschluckt wird,
  • wenn kohlensäurehaltige Getränke getrunken werden,
  • wenn man raucht.

Heilmittel
Natürliche Heilmittel bei Aerophagie sind folgende:

  • beim Essen nicht sprechen (das vermindert den verschluckten Luftanteil im Magen),
  • keine kohlensäurehaltigen Getränke trinken,
  • das Rauchen aufhören,
  • Nahrungsmittel meiden, die Darmgase produzieren.

Milchzucker und Fructose-Intoleranz
Lebensmittelallergien oder Intoleranz auf Milchzucker oder Fructose verursachen Blähungen im Magen.
Manchmal kann auch ein Bandwurm dazu führen, dass der Bauch hart, gebläht oder weich ist.

Behandlung
Menschen mit Milchzuckerintoleranz müssen Lebensmittel mit diesen Substanzen meiden.
Wenn eine Allergie auf bestimmte Lebensmittel Probleme im Bauch verursacht, wird empfohlen, diese zu vermeiden. Wird ein Bandwurm vermutet, sollte der Hausarzt so bald wie möglich aufgesucht werden.

Obstipation oder Verstopfung
Obstipation ist eine der Hauptursachen für einen harten Bauch, besonders linksseitig, wo sich der letzte Dickdarmabschnitt und der Mastdarm (das letzte Stück des Dickdarms) befinden.
Obstipation kann durch verschiedenen Faktoren auftreten:

  • physiologische Probleme,
  • schlechte Essgewohnheiten,
  • ballaststoffarme Diät,
  • wenig trinken,
  • Schwangerschaft,
  • übermäßiges Essen,
  • Bewegungsmangel.

Heilmittel
Gegen Verstopfung wird eine vermehrt ballaststoffreiche Diät empfohlen. Um die Verstopfung zu bekämpfen, ist außerdem eine reichliche Flüssigkeitszufuhr wichtig. Erforderlich ist, die Ernährung zu ändern und viele Früchte (Orangen, Bananen, Erdbeeren), Hülsenfrüchte, Nüsse und Gemüse zu essen.

Reizdarmsyndrom
Das Reizdarmsyndrom (RDS) verursacht neben der Verhärtung des Unterleibs folgende Pathologien:

  • chronische Bauchschmerzen,
  • Diarrhoe,
  • chronische Müdigkeit.

Behandlung
Um den Stress eines RDS zu verringern, können folgende Heilmittel versucht werden:

  • Änderung der Ernährung,
  • Einnahme von Abführmitteln (Laxantien),
  • Der Arzt kann krampflösende Medikamente verschreiben, zum Beispiel Buscopan.

 

Harter Bauch,geblähter Magen

Andere Faktoren, die einen harten Bauch verursachen, sind folgende:

  • Divertikulose,
  • Syndrom der linken Flexur (Darmgasansammlung im Dickdarm im oberen Bauchraum links, nahe der Milz),
  • Alvarez-Syndrom,
  • Dumping-Syndrom (gekennzeichnet durch eine zu schnelle Magenentleerung, Symptome können sein: Schwindel, Übelkeit, Schweißausbruch, Schwäche usw.)
  • Darmverschluss,
  • Allergie auf Lebensmittel,
  • Zöliakie.

Ein nach dem Essen geblähter Magen kann dadurch vermieden werden, dass man einem gesunden und disziplinierten täglichen Ernährungsprogramm folgt und eine ausgewogene Diät, reich an Ballaststoffen und Flüssigkeiten, einhält.
Das verhindert den größten Teil der Probleme von Verdauungsstörungen und Blähungen.

 

Ursachen für einen Blähbauch bei Kindern

Es gibt viele Ursachen, die zu einem harten Bauch bei Kindern und Säuglingen führen können.
Symptome dieser Erkrankungen sind Schmerzen und Bauchbeschwerden.

Blinddarmentzündung (Appendizitis)
Appendizitis ist eine Erkrankung, die bei Kindern und Erwachsenen auftritt.
Ein Kind mit dieser Pathologie zeigt folgende Symptome:

  • Bauchschmerzen (nur rechtsseitig),
  • Fieber,
  • Übelkeit.

Zöliakie
Zöliakie ist eine Erkrankung, die Gluten-Unverträglichkeit bedeutet.
Diese Krankheit führt zu einer Läsion der Dünndarminnenwand, die keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann.
Die häufigsten Symptome eines Zöliakie-Kindes sind Durchfall und Bauchschmerzen.

Verstopfung (Obstipation)
Oft trinken Kinder wenig Wasser. Die Folge ist die Bildung von festem Stuhl, der nur schwer ausgeschieden wird.
Eine ungeeignete Ernährung ist eine andere Ursache für Obstipation.

Giardien-Infektion
Eine Infektion mit Giardien entsteht nach dem Genuss von kontaminiertem Wasser oder durch Kontakt mit einem infizierten Menschen. Symptome der Krankheit sind:

  • wässriger Durchfall,
  • verspannter Bauch,
  • Bauchkrämpfe.

Magenverstimmung
Oft essen Kinder, ohne genügend zu kauen.
Die Nahrung wird nicht gut verdaut und es bilden sich unverdaute Speiseansammlungen im Darm und ein angespannter Bauch.

Laktoseintoleranz
Einige Kinder können, wenn sie noch sehr klein sind, eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker oder eine andere Lebensmittelallergie entwickeln.
Symptome dieser Erkrankungen sind:

  • Erbrechen,
  • Magenschmerzen,
  • Bauchkrämpfe.