Menstruation in der Schwangerschaft und mit der Pille

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Wie ist die Menstruation während der Schwangerschaft?
Echte Menstruationen können während einer Schwangerschaft nicht auftreten, doch ist es möglich, aus verschiedenen Gründen einen blutigen Ausfluss zu haben.

Kind,Neugeborenes,ÄrztinIn manchen Fällen zeigt sich das in Form von Flecken, andere Male scheint es ein richtiger Menstruationszyklus zu sein.
Die Ursachen sind verschieden. In den meisten Fällen braucht man sich nicht zu beunruhigen, doch manchmal kann es auch auf etwas Ernsteres hinweisen.
Ist eine Frau schwanger, beginnt ihr Körper, humanes Choriongonadotropin zu produzieren. Ein Menstruationszyklus tritt dann nicht mehr auf.
Der Prozentsatz der Frauen, die während einer Schwangerschaft blutigen Ausfluss haben, beträgt etwa 25-30 %.

 

 

Ursachen von blutigem Ausfluss während der Schwangerschaft

Blutiger Ausfluss oder blutige Flecken
Leichter blutiger Ausfluss kann durch die Einnistung des Embryos verursacht sein.
Der Einnistungsausfluss tritt auf, wenn sich das befruchtete Ei an der Gebärmutterwand anheftet. Das geschieht fünf Tage nach der Empfängnis (in den Eileitern) und der blutige Ausfluss hält für einen kurzen Zeitraum von 3-4 Tagen an.


Hormonelle Veränderungen
Ein anderer Grund kann die Veränderung des Hormonspiegels im Körper sein. Das tritt zu Beginn der Schwangerschaft ein und oft meint man, es sei blutiger Ausfluss durch den Menstruationszyklus, was allerdings nicht zutrifft.

Extrauterine Schwangerschaft
Die extrauterine Schwangerschaft ist eine der schwerwiegendsten Ursachen, die sich ereignet, wenn der Fötus sich nicht in der Gebärmutter einnistet, sondern in einem anderen Bereich wie dem Eileiter.
Da im Eileiter nicht genügend Platz vorhanden ist, kann der Fötus Schäden erleiden oder auch sterben.
Normalerweise treten bei einer extrauterinen Schwangerschaft Bauchkrämpfe, Unterleibsschmerzen und blutiger Ausfluss auf.

Fehlgeburt (Spontanabort)
Blutiger Ausfluss während der Anfangsphase einer Schwangerschaft, vor allem innerhalb der ersten drei Monate, kann ein Hinweis auf einen Spontanabort sein.
Wie die extrauterine Schwangerschaft kann auch eine Fehlgeburt Magenkrämpfe und blutigen Ausfluss verursachen.

Plazentaprobleme
Die Plazenta (Mutterkuchen) ist jene Gefäßstruktur, die sich im oberen Bereich der Gebärmutter befindet und den Fötus mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Kommt es zu Erkrankungen der Plazenta, ist es sehr leicht möglich, dass ein blutiger Ausfluss auftritt.
Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Problemen der Plazenta, die zu blutigem Ausfluss führen können: Plazenta praevia (wenn sich die Plazenta am unteren Bereich der Gebärmutter anheftet und den Gebärmutterhals bedeckt) und die Plazentaablösung, also wenn sich die Plazenta von der Gebärmutterwand löst.

 

 

Was sollte man tun, wenn man glaubt, schwanger zu sein, doch der Menstruationszyklus weiterhin besteht?

Wenn man meint, schwanger zu sein, doch weiterhin ein blutiger Ausfluss besteht, sollte man mit dem Arzt sprechen. Diese Symptome können durch Hormone, einen Abort, eine Infektion usw. verursacht sein.
Der einzige Weg, um mit Sicherheit zu wissen, was die Ursache von blutigem Ausfluss ist, ist die Untersuchung durch den Arzt.


Was bedeutet es, wenn der Schwangerschaftstest negativ ist, jedoch keine Menstruation eintritt?
Ein negativer Schwangerschaftstest weist in den meisten Fällen darauf hin, dass die Frau nicht schwanger ist.
Manchmal führt man den Schwangerschaftstest zu früh durch. Daher weist er nicht auf eine Schwangerschaft hin, weil der Körper noch keine HCG-Hormone erzeugt hat. Manche Schwangerschaftstests können ein richtiges Ergebnis bereits am ersten Tag nach dem theoretischen Beginn des Menstruationszyklus anzeigen, bei anderen Schwangerschaftstests muss man 3-4 Tage warten.

 

 

Menstruation und Antibabypille

Die Antibabypille wird entsprechend der Länge des normalen Menstruationszyklus genommen. Man nimmt die aktiven Pillen über 23 Tage jedes Monats ein und ein Placebo über die fünf Tage, in denen sich die Menstruation ereignet.
Die neuesten Verhütungsmittel ermöglichen, den Zyklus zu verlängern. Anstatt das Placebo einzunehmen, werden die aktiven Pillen an jedem Tag des Monats eingenommen. Normalerweise nimmt man die Pille über drei Monate und dann 5 Tage lang das Placebo, oder man kann die Pille für ein ganzes Jahr nehmen.

Nach wie vielen Tagen der Pilleneinnahme tritt die Menstruation ein?
Nimmt man orale Kontrazeptiva, kann der Menstruationszyklus eine Verspätung haben oder vorzeitig eintreten, der Blutfluss wird geringer und die Monatsblutungen sind kürzer.
Der erste Monat, in dem die Einnahme begonnen wird, kann die Dauer erhöhen und die Menstruation kann blockiert sein.


Blutige Flecken oder Schmierblutung
Die Minipille enthält eine kleine Menge Östrogen und Progesteron, die die natürlichen Hormone, welche der Frau ermöglichen, schwanger zu werden, hemmen.
Da sich der Körper an die veränderten Hormonspiegel gewöhnen muss, kann es oftmals zu blutigem Ausfluss während der Pilleneinnahme kommen. Doch all das ist natürlich und muss nicht beunruhigen.

 

 

Ursachen verkürzter, verminderter oder fast nicht vorhandener Menstruation

  • Hormonelle Ungleichgewichte – manchmal eignet sich die Art der Pille nicht für den Körper der Frau. Hat die Frau fortgesetzten blutigen Ausfluss (der nicht aufhört), sollte sie ihren Arzt kontaktieren.
  • Vergessene Dosis – wird an einem Tag die Einnahme des Kontrazeptivums vergessen, kann es zu leichten Blutungen kommen. All das ist normal, doch nach einer vergessenen Dosis sollte man über die folgenden 30 Tage eine andere Verhütungsmethode anwenden.

 

 

Wann setzen Blutungen vor Ende der Pilleneinnahme ein?

Manchmal sind die Blutungen nicht normal und in diesen Fällen ist eine gründliche Untersuchung durch den Arzt ratsam, zumal die Frau eine sexuell übertragbare Erkrankung wie Chlamydien oder eine Gonorrhoe (Tripper) haben kann.
Man kann außerdem eine noch nicht diagnostizierte Infektion haben. Die Risiken sind bei Frauen erhöht, die noch keinen PAP Test machen ließen.
Oft sind die Symptome blutiger Ausfluss, Juckreiz, Rötung und Brennen.

Zu den Ursachen gehören:

Gebärmutterpolypen
Ein Gebärmutterpolyp ist eine kleine, gutartige (nicht tumoröse) Gewebemasse, die sich an der inneren Gebärmutterwand bildet.
Diese Tumoren sind in der Regel gutartig, können aber Unterleibsschmerzen und einen blutigen Ausfluss (Pseudomenstruation) verursachen.

Uterusfibrome
Das Uterusfibrom kann mit Medikamenten behandelt und/oder chirurgisch entfernt werden.
Anfangs können alle Fibrome, die leichte Symptome verursachen, mit Schmerzmitteln behandelt werden.
Besteht eine starke Blutung, sollte man Eisenpräparate einnehmen, um eine Anämie zu verhindern oder zu behandeln.
Eine niedrige Dosis oraler Kontrazeptiva oder Injektionen von Progesteron können zur Kontrolle der durch Fibrome hervorgerufenen Blutung helfen.
Ein sogenannter Hormon-Agonist zur Freisetzung von Gonadotropin dient zur Reduzierung der Fibromgröße und der Blutung.

Endometriose
Das endometriale Gewebe, das den Uterus auskleidet, wird jeden Monat ausgestoßen und mit dem Menstruationsblut ausgeschwemmt. Eine Endometriose tritt auf, wenn das Endometrium beginnt, außerhalb des Uterus zu wachsen; oftmals setzt es sich am Eierstock oder im Eileiter fest, andere Male wächst es an anderen Organen wie dem Darm oder im Bereich zwischen Rektum und Uterus.
Die Endometriose kann zu Blutungen, Krämpfen vor und nach dem Menstruationszyklus und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen.

Beckenentzündung
Die Beckenentzündung wird durch eine bakterielle Infektion verursacht, die das weibliche Fortpflanzungssystem betrifft. Die Bakterien treten beim Geschlechtsverkehr über die Scheide ein und verbreiten sich dann bis in die Gebärmutter und den Schambereich.
Die Bakterien können auch nach Einführen eines Intrauterinpessars, nach einer Geburt oder nach einem Abort in das Fortpflanzungssystem eindringen. Symptome sind: reichlich vaginaler Ausfluss begleitet von unangenehmem Geruch, unregelmäßige Menstruation, Beckenschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Polyzystisches Ovarialsyndrom
Besteht ein polyzystisches Ovar, erzeugen die Eierstöcke eine große Menge Androgene (männliches Hormon) und in den Eierstöcken können sich kleine Säckchen mit flüssigem Inhalt (Zysten) bilden.
Der hohe Androgenspiegel verhindert das Heranreifen der Eizellen, wodurch keine Ovulation stattfinden kann.
Frauen mit polyzystischen Ovarien haben gewöhnlich eine unregelmäßige Menstruation.

 

Menstruation in der Schwangerschaft und mit der Pille
Menstruation in der Schwangerschaft und mit der Pille

 

Wie werden Fälle unregelmäßiger Menstruationszyklen behandelt?

Die Behandlung anormaler Menstruationszyklen hängen von der Ursache ab:

  • Regulierung des Menstruationszyklus: Verschreibung der Pille mit den Hormonen Östrogen und Progesteron, um einen regelmäßigen Menstruationszyklus zu haben;
  • Der Schmerz kann durch die Einnahme eines Analgetikums wie Paracetamol oder nichtsteroidaler Entzündungshemmer wie Ibuprofen verringert werden.
    Aspirin sollte man vermeiden, weil es zu langen und starken Blutungen führen kann. Ein heißes Bad oder eine Dusche können die Schmerzen lindern.
  • Alternative Verhütungsmittel: Wenn nach Einnahme der Antibabypille noch immer Menstruationsblutungen auftreten, kann man andere Verhütungsmittel in Betracht ziehen, zumal viele davon in der Apotheke erhältlich sind.

 

 

Warum treten zwei Menstruationszyklen in nur einem Monat auf?

Zwei Menstruationszyklen in einem Monat erscheinen wie ein Alptraum, der Angst und Panik auslösen kann, die Sache ist jedoch in Wahrheit nicht so ernst, wie sie zu sein scheint. Sie können verursacht sein durch:

  • Hormonschwankungen.
  • Schilddrüsenprobleme.
  • Falsche Ernährung/Alkoholismus.
  • Sexuell übertragbare Krankheiten – Gonorrhoe und Chlamydien sind oftmals die Ursache eines sehr häufigen Menstruationszyklus.
  • Manchmal kann ein Spontanabort die Ursache eines doppelten Menstruationszyklus in einem Monat sein.
  • Manche Medikamente oder Therapien, wie eine Chemotherapie, könnten einen häufigeren Zyklus verursachen.
  • Ein Gebärmutterhalstumor oder eine Dysplasie.

 


 

Menstruationen nach Absetzen oder Aussetzen der Pille

Nach Ende der Medikamenteneinnahme erfolgt manchmal keine Menstruation und manche Frauen haben eine Verspätung, die drei Monate oder mehr dauern kann.

Pille zur Stimulation der Menstruation
Der Gynäkologe kann eine Pille verschreiben, die bei ernsten Erkrankungen oder Nervenstörungen, psychischen Störungen und Unterernährung den Zyklus eintreten lässt, zum Beispiel Medroxyprogesteron (Depo-Clinovir, Farlutal).

Vermeiden der Menstruation im Urlaub
Frauen, die keine Menstruation haben möchten, während sie sich am Meer oder in den Bergen befinden, können mit der Einnahme der aktiven Pille (statt dem Placebo) für ein oder zwei Wochen fortfahren. Doch sollte man dazu zuvor mit dem Gynäkologen sprechen.