Google PlusPinterest

Steifer Hals

Was ist ein steifer Hals?

Nackenschmerzen, steifer Hals, Blockade, muskulär, Flexion, Beugen, Schmerzen, Bewegung, Rotation, Drehung, Neigung zur Seite, Entzündung, Kontraktur, Verspannung, Muskel, Physiotherapie, Rehabilitation, Schmerzen, Schmerz, Messerstich, schmerzender Hals

Nackenschmerzen, steifer Hals
© Arman Zhenikeyev – Fotolia.com

Ein steifer Hals charakterisiert sich durch eine seitliche und rückwärtige Blockade der Halsbewegungen (als würde man nach oben sehen).
Das Drehen und Neigen zur gesunden Seite ist möglich und verursacht keinerlei Schmerzen.
Gewöhnlich wacht man morgens mit einem steifen, blockierten Hals auf, am Vorabend waren jedoch keine Symptome zu spüren.

Ein steifer Hals kann zusammen mit Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen auftreten.
Der Betroffene muss den gesamten Körper drehen, um sich zur schmerzenden Seite  zu wenden.

Im Allgemeinen halten die Symptome zwei bis sieben Tage an und verursachen Schmerzen am Nacken, die von leicht unangenehm bis extrem schmerzhaft und einschränkend reichen können. Es kann vorkommen, dass die extreme Halssteifheit ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung ist, in den meisten Fällen jedoch erholen sich die Patienten dank der guten Genesungsfähigkeit der Halswirbelsäule schnell wieder von akuten Nackenschmerzen und einem steifen Hals.

 

 

Die häufigsten Ursachen für einen steifen Hals:

  • Die Ermüdung der Muskeln gehört zu den häufigsten Auslösern von einem steifen Hals; im Grunde handelt es sich um eine Zerrung oder eine Muskelverspannung, im Besonderen des Schulterblatthebemuskels.
    Er befindet sich hinten am Hals und verbindet die Halswirbelsäule mit der Schulter.
    Der Schulterblattheber kann bei vielen alltäglichen Aktivitäten verspannt und gezerrt werden.
  • Beim Schlafen können die Muskeln der Halswirbelsäule überdehnt werden.
  • Sportunfälle können eine Muskelzerrung am Nacken verursachen.
  • Gewohnheitsmäßige Fehlhaltungen, wie falsches Sitzen vor dem Computer.
  • Übermäßiger Stress kann zu Muskelverspannungen an Hals und Nacken führen.
  • Wenn der Hals über längere Zeit in einer unnatürlichen Position bleibt, z.B. wenn das Telefon zwischen Kopf und Schulter geklemmt wird.
  • Kälte oder Zugluft.
  • Ein zu hohes Kopfkissen.

Tritt eine steifer Hals zusammen mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit und anderen Symptomen auf, kann dies ein Anzeichen für eine Hirnhautentzündung (Meningitis) sein, d.h. eine bakterielle Infektion, die die Entzündung der Schutzmembranen von Gehirn und Rückenmark verursacht. Auch andere Infektionen können die Symptome der Nackensteifigkeit hervorrufen, wie die Meningokokkeninfektion der Halswirbelsäule. Wird der steife Hals durch Fieber begleitet, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, damit dies ausgeschlossen werden kann.

Auch Probleme an der Halswirbelsäule können Nackensteifigkeit verursachen. In dem Fall ist sie eine Reaktion auf die Beschwerden der darunter liegenden Wirbelsäule. Ein Bandscheibenvorfall beispielsweise oder Wirbelsäulenarthrose kann einen steifen Hals hervorrufen.
Da die nervlichen Strukturen der Halswirbelsäule alle miteinander verknüpft sind, kann ein Problem in einer beliebigen Zone Muskelkrämpfe und/oder Steifigkeit auslösen.

 

 

Schmerzarten am Nacken

Grundsätzlich ist ein Arztbesuch empfehlenswert, wenn die Symptome eines steifen Halses nach einer Woche nicht nachlassen. Wenn die Nackensteifigkeit infolge eines Traumas oder in Verbindung mit anderen Symptomen, wie hohem Fieber auftritt, sollte dagegen unverzüglich der Notarzt allarmiert werden.
Jeder von uns hat mindestens einmal im Leben mit einem steifen Hals zu tun; normalerweise sind die Ursachen harmlos und kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen ist keine ärztliche Behandlung notwendig, es gibt zahlreiche Mittel, die zur Linderung der Symptome und Genesung des Nackens beitragen.
Ein steifer Hals wird häufig durch Stress und Muskelverspannungen im Nackenbereich verursacht; Ziel der Behandlung ist es, die Muskeln zu entspannen und der Halswirbelsäule ihre Beweglichkeit zurückzugeben.
In Ruheposition, wenn die verspannten Muskeln nicht gedehnt werden, sind keine Schmerzen spürbar.

 

Behandlung

In den meisten Fällen heilt ein steifer Hals in wenigen Tagen von allein, ohne dass eine Behandlung notwendig wäre.

 

 

Schonung und Halsstütze

Eine Art, die Nackenschmerzen zu lindern, liegt darin die Muskeln zu entspannen. Eine weiche Halsstütze kann als hilfreich empfunden werden; sie ist in jedem Sanitätsladen erhältlich oder kann zu Hause selbst angefertigt werden; dazu ein zusammengerolltes Handtuch in den Hemdkragen oder direkt um den Hals legen, so dass die Rolle am Hals anliegt. Nachts sollte in Seitenlage geschlafen werden, mit einem Kissen für den Kopf und einem kleinen Kissen zwischen den Knien, um die Wirbelsäule zu stützen.

Der Hals muss geschont werden, bis die Schmerzen abklingen. Das bedeutet, dass sämtliche verspannungsfördernde Aktivitäten zu vermeiden sind. Nicht laufen, joggen gehen oder Sportarten ausüben, die die Halsmuskeln zusätzlich verspannen würden. Beispielsweise ist Golf ein Sport, der Nackenzerrungen verursacht und den Hals übermäßig belastet; hier ist es besser eine Pause einzulegen, bis der Hals wieder gesund ist.
Es sollten auch keine schweren Gegenstände angehoben werden, denn dabei werden die Muskeln stark angespannt und die bereits bestehende Verspannung verschlimmert sind.

 

Wärme- und Kälteanwendungen

Sind die Nackenschmerzen durch einen Unfall bedingt, kann ein Eisbeutel die Entzündung lindern und die Heilung fördern.
Den Eisbeutel in ein Handtuch wickeln und 3- bis 4-mal täglich jeweils 20 Minuten auflegen.
Nach den ersten 48 Stunden der akuten Entzündung muss die Kältetherapie beendet werden; nun kann Wärme helfen, den Heilungsprozess des Körpers zu beschleunigen.
Eine heiße Dusche oder Wärmflasche im Nacken wird helfen, die Muskeln zu entspannen.

 

Massage und Dehnungsübungen

Eine Massage kann dazu beitragen, die verspannten Muskeln zu lösen und die Steifigkeit zu mindern; sie muss aber äußerst vorsichtig mit sanften, fast streifenden Bewegungen durchgeführt werden, die sich nur auf die Entspannung konzentrieren und nicht verkrampfte Muskeln mit Knetmanövern lösen wollen.
Den Hals vorsichtig nach oben, unten und zur Seite neigen, um die Muskeln zu dehnen. Wird die Nackenmuskulatur weiterhin gestresst, kann sich das Problem verschlimmern, deshalb darf der Hals nicht zu schnell bewegt werden; außerdem sind alle Tätigkeiten, die zur Verschlechterung der Symptome beitragen, zu vermeiden.

 

Natürliche Behandlung

Natürliche Heilmittel können bei der Behandlung von verspannten Muskeln großen Nutzen bringen: wirksam sind Kräuter und Öle wie: Minze, Thymian, Ringelblume und Schafgarbe;  auch die Anwendung von Salben oder Massageöl kann hilfreich sein.
Zur Vorbereitung von therapeutischem Massageöl werden einige Tropfen Aromatherapie-Öl zusammen mit Oliven-, Avocado- oder Traubenkernöl in einem Löffel erwärmt. Das warme Öl wird dann auf die verspannten Muskeln gestrichen.

 

Schmerzstillende Medikamente

Die Nackenschmerzen verschwinden gewöhnlich nicht gleich nach Anwendung der zuvor genannten Maßnahmen, deshalb können Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen helfen.
Entzündungshemmer und Analgetika müssten die Muskelschmerzen lindern.
Die Medikamente helfen dem Körper sich zu entspannen und das ist wichtig, denn bei starken Schmerzen ist es schwierig, entspannt zu bleiben.

 

McKenzie-Methode

foto

steifer Hals, McKenzie, Übung, Kissen, Schmerzen, Schmerz, genesen, zervikal, Nackenschmerzen, Hals

McKenzie-Behandlung bei steifem Hals

Die McKenzie-Methode zeigt bei der Behandlung eines steifen Halses ausgezeichnete Ergebnisse.
Der Physiotherapeut versucht den Hals in die blockierte Richtung zu drehen; dabei liegt der Kopf des Patienten zunächst auf einem Kissen, später wird dieses entfernt.
Bereits nach der ersten Sitzung ist eine deutliche Besserung zu verspüren, nach der zweiten Behandlung müsste der Patient bereits vollständig geheilt sein.

 

Wie kann ich einem steifen Hals vorbeugen

Wer regelmäßig an einem steifen Hals leidet, sollte seine Lebensgewohnheiten untersuchen und die Risikofaktoren reduzieren. Stress, falsche Körperhaltung, Kälte und Wind können für Verspannungen und Nackenschmerzen sorgen. Zum Ausspannen und für Sachen, die wirklich Spaß machen, sollte man sich jeden Tag Zeit nehmen und wenn es nur ein paar Minuten sind. Zugluft ist zu vermeiden und wenn es kalt ist, kann ein Schal helfen, den Hals warm zu halten. Hals und Wirbelsäule müssen nachts ausreichend gestützt werden, das beugt Steifigkeit und Nackenschmerzen vor.

Eine schlechte Haltung kann durch regelmäßig ausgeführte Dehnungsübungen und Haltungsgymnastik verbessert werden. Viele Übungen lassen sich am Schreibtisch, im Bus oder beim Fernsehen ausführen, jede Stunde ein paar Minuten. Der Hals muss in korrekter Position gehalten werden, was vielleicht am Anfang Mühe macht, aber mit der Zeit normal wird und schließlich ganz automatisch erfolgt. Der Computerbildschirm muss auf einer Höhe stehen, die dem Hals eine gerade und entspannte Haltung ermöglicht. Überbelastungen des Halses sind zu vermeiden, dazu gehört das Telefon zwischen Kopf und Schulter zu halten.

 

Wann ein Arztbesuch notwendig ist

In einigen Fällen ist ein steifer Hals ein Symptom für eine andere Krankheit und könnte auf eine schwere Verletzung hinweisen. Lassen die Schmerzen im Laufe einer Woche nicht nach, ist ein Arztbesuch sinnvoll, um herauszufinden, ob eine ernste Ursache für die Schmerzen vorliegt.
Nach einem Autounfall oder einem anderen Trauma könnte ein klassisches Schleudertrauma vorliegen, das Schäden an den Halswirbeln verursacht. Eine Röntgenaufnahme oder ein anderes Diagnoseverfahren kann hier Klarheit bringen, um eine schwere Verletzung auszuschließen. Liegt keine gravierende Fraktur vor, ist eine Halskrawatte nicht empfehlenswert, um die Beschwerden zu lindern.

Es ist nicht gleich ein Grund zur Sorge, wenn sich die Situation nicht in kürzester Zeit bessert, aber wenn Schmerzen und Steifigkeit nicht nachlassen, könnte auch eine andere Pathologie mit den Schmerzen verknüpft sein, was eine gründliche Untersuchung des Arztes notwendig macht.

Werden die Schmerzen schlimmer, breiten sich aus oder werden durch andere Symptome begleitet, könnte eine schwere Erkrankung vorliegen und es sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Taubheitsgefühl oder Verwirrtheit, die zusammen mit Nackensteifheit auftreten, können Symptome einer Erkrankung wie Meningitis sein.
Schmerzen am Nacken und Arm können durch einen Herzinfarkt bedingt sein, besonders wenn sie durch Atemschwierigkeiten, Übelkeit und Schweißabsonderung begleitet werden. In diesem Fall ist sofort ein Notarzt zu alarmieren.

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 [email protected]
P. IVA 02360680355

http://www.facebook.com/fisioterapiarubierese?ref=hl

http://www.fisioterapiareggio.com

© Scott Maxwell – fotolia.com

Lascia un Commento

DISCLAIMER