Therapie bei Tendinitis am Fußknöchel und Genesungszeiten

Therapie bei Tendinitis am Fußknöchel und Genesungszeiten

Die meisten Sehnenentzündungen heilen durch Schonung, Physiotherapie und Medikamente, ohne dass ein chirurgischer Eingriff notwendig wäre.
Das ist deshalb möglich, weil diese Verletzung durch Überbelastung entstanden ist und somit durch Ruhigstellung heilen kann.

Selbstbehandlung

Sind die Schmerzen sehr stark, sollte für einige Wochen eine Stützbandage angelegt werden.

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Fußaußenseite

Besteht keine Steifigkeit beim Gehen, könnte ein Knöchelschützer Nutzen bringen.
Die Patienten sollten lange Stehzeiten und Spaziergänge vermeiden, bis die Schmerzen nachlassen.
Das dauert gewöhnlich einige Wochen. Die Wiederaufnahme der Aktivitäten muss sehr langsam und in Abhängigkeit zum Schmerzempfinden erfolgen.
Tendiert der Patient dazu, die Ferse in Varus-Stellung zu drehen, kann eine Einlage helfen, das Fußgelenk zur gegenüberliegenden Seite zu neigen, wodurch die Peronealsehnen entlastet werden.
Ein Gespräch mit dem Arzt ist wichtig und hilft bei der Korrektur des Trainingsverhaltens, z.B. durch Anraten zur Verwendung neuer Laufschuhe.
Auch die physikalische Therapie ist sehr wichtig.
Bei einer Verstauchung des Fußgelenks beispielsweise kann sie zur Stärkung der Sehnen eingesetzt werden.
In letzter Zeit haben Injektionen von plättchenreichem Plasma (PRP) zur Anregung der Heilungsprozesse großes Interesse erregt.
Derzeit gibt es keine Studien, die den Nutzen einer solchen Behandlung für die Peronealsehnen belegen. Kortison-Injektionen sind eher zu vermeiden, weil sie die Sehne schwächen können.
Ein chirurgischer Eingriff ist nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn die Schmerzen durch konservative Behandlungsmethoden nicht besser werden. Diese können auch bis zu einem Jahr andauern, bevor an eine Operation zu denken ist.
Liegt eine Läsion oder Fissur vor, d.h. ein Riss der in Längsrichtung der Sehnen verläuft, kann ein Eingriff zur Reinigung oder Reparatur der Sehnen erwägt werden.
In einigen Fällen kann die von den Sehnen durchlaufene Rinne hinten am Wadenbein vertieft werden, so dass die Sehnen mehr Platz haben.
Bei einer fortgeschrittenen Degeneration der Sehne kann es letztlich notwendig werden, die Sehne zu durchtrennen und kurzen und langen Wadenbeinmuskel zu vereinen.
Normalerweise ist nur einer der beiden Peronealsehnen betroffen, in seltenen Fällen kommt es jedoch vor, dass beide verletzt sind.

 

Konservative Behandlung
Eine Tendinitis der Peronealsehnen, bei der kein bedeutender Schaden vorliegt, lässt sich ohne chirurgischen Eingriff erfolgreich behandeln. Die Behandlung zielt darauf ab, die Peronealsehnen zu entlasten und dann die Entzündung einzudämmen.

Die konservative Behandlung umfasst:

  • entzündungshemmende Medikamente zur Linderung der Sehnenentzündung;
  • Verwendung einer Stützbandage oder eines Knöchelschoners zur Minderung der Inversionsbewegung;
  • Vermeidung symptomverstärkender Aktivitäten für ein paar Wochen, damit die Entzündung abklingen kann;
  • Anwendung physikalischer Therapiemaßnahmen (z.B. Lasertherapie und Ultraschall) und Krankengymnastik zur Linderung der Entzündung und Stärkung des Fußgelenks;
  • ruckartige und schnelle Bewegungen vermeiden, die die Peronealsehnen erneut belasten würden, so dass die Entzündung abklingen kann. Dazu gehören Grätschbewegungen und Richtungswechsel;
  • Verwendung von Einlagen, bei denen der Bereich unter dem Kopf des ersten Mittelfußknochens abgesenkt ist. Im Falle eines Hohlfußes kann eine solche Einlage die Stellung des hinteren Fußes ganz oder vollständig korrigieren. Intuitiv geht man davon aus, dass ein Hohlfuß durch eine Einlage mit hohem Fußgewölbe gestützt werden sollte. In Wirklichkeit empfiehlt sich solch ein hohes Fußgewölbe jedoch nicht, weil der Fuß dadurch tendenziell nach innen gedreht wird (Supination) und die Außenstrukturen wie die Peronealsehnen verstärkt belastet werden.
  • Kältekompressen für jeweils 10-20 Minuten auf die betroffene Stelle anbringen, um die akuten Symptome zu lindern.
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Taping für Tendinitis der Peronealsehnen am Fußknöchel

Kinesio-Taping für Verstauchung, Anschwellen des Fuß-und Sprunggelenk: Aktion: Entleerung. Form: Zwei Streifen-Fan. Länge: 25cm. Übernehmen Sie die Streifen so einen Doppel-Lüfter-förmigen Querschnitt auf den Knöchel zu bilden. Legen Sie in der Dehnung des Sprunggelenks und gelten ohne Spannung.

 

Chirurgische Behandlung

Ein chirurgischer Eingriff kann Abhilfe schaffen, wenn eine schwere Läsion der Peronealsehnen oder ein Knochenvorsprung vorliegt, der die Sehnen reizt; das kann ein hervorstehender Peronealtuberkel oder ein Knochensporn hinten am Wadenbein sein. Die Operation besteht in einer Wundreinigung der Sehnen (Debridement) oder einer Synovialektomie, um größere Sehnenschäden zu reparieren.

Häufig liegt ein Riss (Ruptur) der Peronealsehnen vor. Umfasst der Einriss in Längsrichtung weniger als 50% der Sehne, wird der eingerissene Teil der Sehne entfernt. Ist er größer, wird die Sehne gereinigt und die betroffene Sehne mit anderen Sehnen vernäht.

 

Wiederherstellung

Für gewöhnlich wird der Gesundheitszustand wieder vollständig hergestellt. Das kann jedoch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Man darf nicht ungeduldig sein und muss der Sehne Zeit geben auszuheilen, bevor die Aktivitäten wieder aufgenommen werden.
Nach einem chirurgischen Eingriff ist völlige Ruhigstellung notwendig.
Normalerweise dürfen die Patienten den Fuß für etwa 6 Wochen nicht aufsetzen.

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Übung auf dem Stepper

Sobald der Chirurg Physiotherapie und Rehabilitation verordnet, muss zur Wiedererlangung von Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht ein Übungsprogramm begonnen werden.

 

Behandlungsergebnis

Das Endergebnis ist gewöhnlich gut. Dennoch ist die Heilung manchmal äußerst schwierig und braucht mehr Zeit, wenn die Patienten ihre Aktivitäten wieder aufnehmen müssen. Entwickelt sich ein chronischer Schaden, bildet sich eine Sehnenverdickung, was auf keine guten Aussichten hoffen lässt.

 

Komplikationen
Ohne einen Besuch beim Physiotherapeuten kann die Tendinose chronisch werden und die Gefahr eines Sehnenrisses erhöht sich. Außerdem können die geschwächten Sehnen zu einer Verstauchung des Fußgelenks führen.
Bei einem chirurgischen Eingriff besteht Infektionsgefahr.
Der Nervus suralis läuft außen am Bein entlang und übernimmt die sensible Versorgung des Fußes.
Eine Überdehnung oder Zerrung dieses Nervs kann gravierende Symptome verursachen, wie Sensibilitätsverlust und Muskellähmung des Fußes.

Eine Instabilität des Fußgelenks kann zahlreiche Verstauchungen  zur Folge haben, was zu Schäden am Knorpel im Fußgelenk und der Peronealsehnen führen könnte.

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Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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