Schmerzen im Knöchel innerhalb und außerhalb

Schmerzen im Knöchel (innerhalb und außerhalb) können die verschiedensten Ursachen haben, unter anderem: Fraktur des Außenknöchels oder Innenknöchels, Verstauchung, Schwellung, Achillessehnenentzündung, Schleimbeutelentzündung der Ferse, Verletzungen; außerdem können sie infolge einer Arthritis oder Überlastung entstehen.
Der Fußknöchel ist ein komplexes Netz aus Knochen, Bändern, Sehnen und Muskeln. Er ist stark genug, um das Körpergewicht zu tragen, aber verletzungs- und schmerzanfällig.

Das dort befindliche Sprunggelenk besteht aus dem körperfernen (distale) Ende des Schienbeins und des Wadenbeins, die mit einem großen Knochen des Fußes, dem Sprungbein artikulieren.

Der untere Teil des Schienbeins stellt den Innenknöchel dar, während der untere Teil des Wadenbeins den Außenknöchel bildet.

Schmerzen können an der Innen- oder Außenseite des Fußknöchels auftreten, aber auch auf dem Fußrücken oder entlang der Achillessehne, die die Wade mit der Ferse verbindet.
In der Regel lassen sich Knöchelschmerzen gut mit Hausmitteln behandeln, es kann jedoch eine ganze Weile dauern, bis sie abklingen.
Starke Schmerzen am Fußknöchel müssen vom Arzt untersucht werden, insbesondere wenn sie infolge einer Verletzung auftreten.

 

Ursachen

Normalerweise werden Knöchelschmerzen nicht durch andere Erkrankungen verursacht.
Wenn der Grund für die Knöchelschmerzen bekannt ist, kann eine angemessene Behandlungsmethode  angewandt werden.
Ohne eine korrekte Diagnose und Therapie heilt die ursprüngliche Verletzung wohlmöglich nicht optimal aus und der Knöchel kann in Zukunft verletzungsanfälliger sein.

Vorderer Knöchelschmerz

Treten die Schmerzen vorn am Knöchel oder am Fußspann auf, könnte eine Verletzung der Gelenkfläche oder ein vorderes Impingement-Syndrom vorliegen.
Läsionen der Gelenkfläche können nur die Knorpelschicht oder Knorpel und Knochen betreffen (osteochondral).
Es kann vorkommen, dass man einen Ball schießen möchte, der Fuß aber versehentlich den Boden trifft.
Dabei kann eine Dehnung der Sprunggelenkbänder auf Höhe des Fußspanns, eine Subluxation des Sprungbeins oder eine Prellung mit Schwellung des Knöchels und des Fußes entstehen.

Das vordere Impingement am Sprunggelenk wird dadurch verursacht, dass das Sprungbein nach oben wächst und die Beugebewegung des Fußes nach oben (Dorsalflexion) blockiert.
Es kann auch durch die teilweise Ausrenkung (Subluxation) des Schienbeins entstehen, das nach vorn verschoben ist und die Bewegung behindert.
Die Ursache für vorn befindliche Knochensporne ist unbekannt, sehr wahrscheinlich sind sie jedoch das Ergebnis von Wiederholungstraumata.
Ein vorderes Impingement durch Knochensporne kommt relativ häufig bei Sportlern vor, vor allem bei Fußball-. Rugby- und Basketballspielern.

Die Betroffenen haben in der Regel Schmerzen beim Gehen, Laufen und Springen. Oft nehmen diese beim Treppensteigen und beim Gehen auf unebenem Gelände zu.

Die Schmerzen können in der Anfangsphase beim Gehen und Laufen stärker werden und nachlassen oder ganz abklingen, wenn man sich weiter bewegt und das Sprunggelenk warm geworden ist.
Die Schmerzen sind beim Laufen im Anstieg, beim Hinaufsteigen einer Treppe und auf Zehenspitzen in Hockstellung stärker, weil in diesen Positionen eine Dorsalflexion des Fußes erfolgt.
In manchen Fällen kann der Patient den Schmerz am Innen- oder Außenbereich des Knöchels lokalisieren. Es besteht eine Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks.

Weitere Symptome bei Problemen im vorderen Knöchelbereich sind: Schwellung, Steifigkeit und Schwäche.
Besteht das Impingement-Syndrom auf der Innenseite des Knöchels, treten die Schmerzen innen auf, umgekehrt sind die Schmerzen außen zu spüren, wenn das Impingement am Außenknöchel vorliegt.

Vorderer Schmerz am Schienbein
Treten die Schmerzen unten am Schienbein auf, gibt es dafür unterschiedliche Ursachen.
Zu den Symptomen der verschiedenen Erkrankungen gehören Schmerzen und Entzündung im unteren Drittel des Schienbeins.
Eine Periostitis ist die Entzündung der Knochenhaut (Periost); am weitaus häufigsten ist davon das Schienbein betroffen.
Die Symptome sind Schmerzen beim Auftreten und Gehen, in schweren Fällen sind sie anhaltend und machen sich auch nachts bemerkbar, aber der Fuß schwillt nicht an.

Seltenere Läsionen
Eine Läsion des Schien-Wadenbein-Gelenks bedeutet einen Riss des Bindegewebes, das Schienbein und Wadenbein zusammenhält und direkt über dem Sprunggelenk liegt; normalerweise tritt sie in Verbindung mit anderen größeren Verletzungen am Fußknöchel auf.
Zu den Symptomen gehören starke Schmerzen im vorderen Fußknöchel, eingeschränkte Funktionsfähigkeit und Taubheitsgefühl beim Abtasten; außerdem schwellen Knöchel und Fuß aufgrund der Ansammlung von entzündlicher Flüssigkeit oder  Blut an (Bluterguss).
Die Entzündung der Gewebestrukturen verursacht außerdem Bewegungseinschränkung und Hinken.

 

Äußerer Knöchelschmerz

Eine Gelenkkapselentzündung (Synovitis), ein kürzlich verstauchter Knöchel, ein Riss der Wadenmuskelsehne oder nicht entdeckte Knochenbrüche, das alles sind mögliche Ursachen für Schmerzen an der Außenseite des Fußknöchels.

Verstauchter Knöchel
Ein verstauchter Knöchel ist möglicherweise die häufigste Sportverletzung, die Schmerzen am Sprunggelenk verursacht.
Nach einer ersten Verstauchung sind Rückfälle wahrscheinlich.
Ein verstauchter Knöchel ist eine unvollständige Ausrenkung des Sprungbeins (der oberste Knochen des Fußes) hinsichtlich Schien- und Wadenbein und wird durch eine abrupte Drehbewegung verursacht.
Die Symptome variieren je nach Schwere der Verletzung; bei einem leichten Trauma treten die Schmerzen möglicherweise nur am Außenknöchel auf und das Gelenk ist nur bei gewissen Bewegungen eingeschränkt.
Bei einer schweren Distorsion schwillt der Fußknöchel stark an, Blutergüsse treten auf, ein Auftreten mit dem Fuß ist nicht möglich, Schmerzen und Funktionseinschränkung bestehen bei allen Bewegungen des Sprunggelenks.
Das Gehen auf Zehenspitzen oder auf den Fußaußenkanten wird äußerst schwierig.
In der akuten Phase erfolgt die Behandlung durch Kühlen und vor allem Hochlegen des Fußes gegen die Schwellung.
Nach den ersten Tagen stellen Gelenkmanipulationen die beste Behandlungsmaßnahme dar, um die Knochen wieder in ihre korrekte Achsenstellung zu bringen und Gelenkblockaden zu lösen.
Eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Rückfällen spielt das propriozeptive Trainingsprogramm, das Übungen für das Gleichgewicht vorsieht.

Fraktur,Bruch,Schienbein,KnöchelFraktur des Außenknöchels
Die Fraktur des Außenknöchels (der Knochenvorsprung außen am Fußknöchel) entsteht normalerweise durch traumatische Kräfte (z.B. ein Sturz aus größerer Höhe) oder durch eine heftige Verstauchung des Sprunggelenks.
Typische Symptome: starke Schmerzen außen am Knöchel (besonders beim Auftreten), Schwellung und Taubheitsgefühl beim Abtasten der verletzten Stelle.
Die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt, bis sich der Knochenkallus gebildet hat. Physiotherapie und Rehabilitation sind wichtig, um den Heilungsprozess erfolgreich abzuschließen.

Schmerzen an den Fußknöchelnerven    
Hat der Patient keine Verletzungen erlitten, können die äußeren Fußknöchelschmerzen durch das Syndrom des tiefen Wadenbeinnervs oder einen Bandscheibenvorfall im Lendenbereich bedingt sein.
Je nach Schwere der Nervenentzündung kann ein stechender  Schmerz entstehen, der die alltäglichen Aktivitäten möglicherweise erheblich einschränkt.
Es kann auch ein Kribbeln in den Zehen oder an der Fußaußenseite auftreten.

Eine Synovitis am Knöchel kann Schmerzen im vorderen Seitenbereich des Knöchels, direkt vor dem Außenknöchel verursachen.
In der Regel nehmen die Schmerzen bei Aktivitäten wie Treppensteigen, Gehen und Laufen deutlich zu und lassen in Ruhephasen nach.
Der Knöchel ist geschwollen und die Bewegung des Sprunggelenks eingeschränkt.

Die Ruptur der langen Wadenbeinmuskelsehne kann die Instabilität des Gelenks zur Folge haben.
Eine Verletzung der kurzen Wadenbeinmuskelsehne kommt im Vergleich häufiger vor.
Gewöhnlich befindet sich der Riss auf Höhe der Wadenbeinspitze. Im Sehnenverlauf macht sich meist eine Schwellung bemerkbar und anschließend treten dauerhafte Schmerzen an der Außenseite des Knöchels auf.
Der seitliche Schmerz sitzt direkt hinter dem Außenknöchel.
Die Schmerzen nehmen bei Aktivität zu, vor allem beim Gehen auf unebenem Gelände und bei Belastung der Fußaußenkante.

Skifahren ist eine häufige Ursache für die Luxation der Wadenbeinmuskelsehne. Sie kann auch in Zusammenhang mit einer Knöchelverstauchung entstehen.
Die Luxation (Austritt der Sehne aus ihrem Gleitlager) wird durch die starke Kontraktion der Wadenmuskulatur erzeugt, wenn der Skifahrer die Ski zur Ausführung einer Wende in den Schnee drückt.
Der Betroffene kann während des Unfalls eine Art Schnalzen vernehmen. Die Peronealsehne kann luxiert bleiben oder wieder in ihre korrekte Position gebracht werden (Reposition), aber es ist leicht möglich, dass sie bei Aktivität erneut verschoben wird.
Schmerzen und Schwellung des Fußknöchels im hinteren, äußeren Bereich, hinter dem Außenknöchel.
Bei wiederholten Luxationen, ist ein Schnappen zu vernehmen.
Die Symptome verstärken sich beim Gehen auf unebenem Boden ober auf den Fußaußenkanten.

Eine Peronealsehnentendinitis ist die Entzündung und Degeneration der Sehnen an der Außenseite des Fußknöchels.
Sie tritt häufig infolge eines verstauchten Knöchels auf oder wird durch die Supinationsstellung des Fußes verursacht.
Die Symptome sind Schmerzen bei Druck und Dehnung der Sehne, außerdem Beschwerden beim Versuch, auf den Fußaußenkanten zu gehen.
Ein Anschwellen des Knöchels und Bewegungseinschränkungen sind selten.
Eine optimale Behandlung umfasst die Korrektur der Fußstellung und manuelle Physiotherapie.

Eine Läsion am Außenband des Sprunggelenks (vorderes Rollbein-Wadenbein-Band) tritt als Begleitverletzung einer Knöcheldistorsion auf.
Die Schmerzen machen sich an der Außenseite des Knöchels bemerkbar, wenn Druck auf das Band ausgeübt und der Fuß nach innen gedreht wird.
Zu den Zeichen und Symptomen gehören Schwellung und Blutergüsse.
Der Knöchel ist instabil, insbesondere dann, wenn auch die anderen Außenbänder des Sprunggelenks gerissen sind.

Snowboarder´s Ankle bezeichnet einen speziellen Knochenbruch; betroffen ist der Processus lateralis tali, ein Fortsatz des Sprungbeins.
Der Patient klagt über punktuelle Schmerzen, Schwellung und Blutergüsse vor dem Außenknöchel.
Der Bereich um den Außenknöchel fühlt sich taub an.
Dieser Knochenbruch ähnelt klinisch einem verstauchten Knöchel.
Er wird auf Röntgenbildern häufig nicht dargestellt, Patienten mit Knöchelverstauchung bekommen die Diagnose des Knochenbruchs oft mit Verspätung.
Die Symptome lassen sich in der akuten Phase nicht durch Physiotherapie beheben und der Patient entwickelt außen am Fußknöchel einen chronischen Schmerz.

 

Hinterer Knöchelschmerz

Wadenbeinfraktur,Schmerzen

Schmerzen im hinteren Bereich des Fußknöchels kommen relativ häufig vor und können durch eine Entzündung der Sehnen (Tendinitis), der Schleimbeutel (Bursitis), durch Knochenbrüche  oder Kreislaufprobleme bedingt sein.

 

 

 

 

Eine Achillessehnenentzündung entsteht durch eine übermäßige Belastung und verursacht Schmerzen und Entzündung hinten am Fußknöchel.
Zu den typischen Symptomen gehören: Rötung und Verdickung der Achillessehne, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit bei Dorsalflexion des Fußes, Schmerzen beim Abtasten und Dehnen der Sehne, Beschwerden bei Kontraktion der Wadenmuskulatur.
In schwereren Fällen tritt der Schmerz auch beim Radfahren auf.
Zur Tendopathie der Achillessehne gehören auch die Degeneration der Sehne (Tendinose) und die Entzündung der sehnenumhüllenden Sehnenscheide (Tendovaginitis).
Mit der Zeit kann die Achillessehnenentzündung dazu führen, dass sich am Sehnenansatz an der Ferse schmerzhafte Kalkablagerungen bilden.
Die Degeneration der Sehne kann – auch ohne heftige Zerrung – die teilweise oder vollständige Ruptur der Achillessehne zur Folge haben.

Die Behandlung einer Achillessehnenentzündung sieht ein Rehabilitationsprogramm mit Lasertherapie, Kinesio-Taping, Sportmassagen, sowie Dehn- und Kräftigungsübungen vor.

Wadenschmerzen
Eine Wadenläsion ist der Riss eines Muskels im hinteren Teil des Unterschenkels, in der Regel ist dies der zweiköpfige Wadenmuskel, der Gastrocnemius.
Eine Wadenmuskelruptur  wird in 1., 2. oder  3. Schweregrad unterteilt.
Die Symptome werden untersucht, um die Behandlungsmaßnahmen und Übungen festzulegen, die zur Rehabilitation nach einer Wadenmuskelzerrung  notwendig sind.
Das Beste bildgebendes Diagnoseverfahren ist die Ultraschalluntersuchung.

Eine weitere Ursache für Wadenschmerzen ist das Kompartmentsyndrom. Das Kompartmentsyndrom ist eine Störung, die durch erhöhte Muskeldimensionen bedingt ist; der Muskel wird durch die Ansammlung  von Flüssigkeit oder Blut zu groß für die ihn umgebende Hülle. Als Folge steigt der Druck innerhalb der Muskelloge an und verursacht Schmerzen.

Die tiefe Venenthrombose oder TVT ist eine Störung des Blutkreislaufs, bei der sich ein Blutgerinnsel in den tiefen Venen bildet. Die TVT ist eine seltene Ursache für Wadenschmerzen, kann aber lebensbedrohliche Ausmaße annehmen; deshalb muss Wadenschmerzen die notwendige Beachtung geschenkt werden, besonders wenn sie auch in Ruhephasen auftreten.
Die TVT tritt vorwiegend in den Beinen auf, vor allem nach längerer Inaktivität, z.B. nach langem Sitzen bei Interkontinentalflügen, aber auch Medikamente kommen als Auslöser infrage, darunter die Antibabypille.
Symptome sind anhaltende Schmerzen in den Wadenmuskeln mit Gefühllosigkeit und Schwellung an einer Stelle tief im Muskel.

Schleimbeutelentzündung
Der Schleimbeutel ist ein kleines, mit Flüssigkeit gefülltes Säckchen, das innerhalb eines Gelenks zwischen Sehne und Knochen liegt. Er soll die Sehne schmieren und eine geschmeidige Bewegung ermöglichen.
Eine Bursitis ist die Entzündung des Schleimbeutels, dessen Flüssigkeitsmenge ansteigt und Schmerzen verursacht.
Die Schleimbeutelentzündung der Achillessehne verursacht eine Schwellung im hinteren, äußeren Bereich des Fußknöchels.
Diese Störung wird als Bursitis calcanea bezeichnet.
Die Schmerzen sind beim Gehen zu spüren, weil die Ferse gegen die Schuhe scheuert; noch schlimmer ist es beim Laufen, weil hier eine erhöhte Reizung erfolgt.

 

Haglund-Syndrom,Schleimbeutelentzündung,Ferse
Haglund-Syndrom und Schleimbeutelentzündung der Ferse.

Das Haglund-Syndrom (Haglund-Ferse) ist eine Deformität des Fersenbeins, ein sichtbarer Knochenauswuchs hinten an der  Ferse.
Die ständige Reibebewegung des Schuhrandes kann den Schleimbeutel an der Ferse in einen Reizzustand versetzen und eine Schleimbeutelentzündung verursachen.

Fersenbeinfrakturen haben eine äußerst einschränkende Wirkung, weil sie das Auftreten des Fußes unmöglich machen.
Sie entstehen häufig bei Unfällen mit hohem Energieaufwand, wie ein Sturz aus großer Höhe oder ein Autounfall. Aus diesem Grund sind Brüche des Fersenbeins häufig gravierend und können langfristige Probleme verursachen.
Typische Zeichen und Symptome:

  • Schmerzen,
  • Bluterguss,
  • Schwellung,
  • Verformung der Ferse,
  • Fuß und Ferse können nicht belastet werden.

Bei kleineren Frakturen des Fersenbeins sind die Schmerzen meistens nicht so stark, dass sie das Gehen unmöglich machen, gewöhnlich hinkt der Patient.
Das passiert, weil die Achillessehne beim Gehen Kraft auf das Fersenbein ausübt, um das Körpergewicht zu tragen.
Ist das Fersenbein aufgrund einer Verletzung verformt, können Muskel und Sehne nicht ausreichend Energie erzeugen, um das Körpergewicht auszuhalten. Fuß und Ferse fühlen sich instabil an.
Konservative Behandlung
Wenn sich die Bruchstücke des Knochens bei der Verletzung nicht verschoben haben, muss nicht unbedingt operiert werden. Der Fuß wrid durch eine Bandage o.ä. ruhig gestellt, damit die Knochenenden während des Heilungsprozesses in korrekter Position gehalten werden.
Operative Behandlung

Haben sich die Knochenenden verschoben (dislozierte Fraktur),  kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.
Innerer Knöchelschmerz

Die häufigsten Ursachen sind Frakturen des Innenknöchels, Tendinitis des hinteren Schienbeinmuskels und innen liegende Knöchelverstauchungen.

Innenknöchelfraktur
Bei einer Fraktur des Innenknöchels bricht der Knochenvorsprung auf der Innenseite des Knöchels. In der Regel wird sie durch traumatische Verletzungen verursacht, wie bei einem Sturz aus größerer Höhe oder wenn der Fuß falsch aufgesetzt wird und umknickt.
Im Fußknöchel treten sehr starke Schmerzen auf (besonders beim Gehen, wenn die gebrochene Seite belastet wird), Druckbeschwerden und Schwellung von Knöchel und Fuß.

Eine Tendinitis des hinteren Schienbeinmuskels verursacht starke Schmerzen auf der Innenseite des Sprunggelenks.
Als Ursache kommen Traumata oder eine Fußfehlstellung infrage: Plattfuß oder Valgusstellung des Knöchels.
Die Symptome treten bei Druck auf die Sehne, Dehnung oder Anspannung des hinteren Schienbeinmuskels auf.
Wenn die Sehnenentzündung nicht behandelt wird, kann das Gehen problematisch werden, insbesondere wenn die Innenseite des Fußes belastet wird.

 

Diffuse Schmerzen

Arthritis
Arthritis ist keine häufige Ursache für Schmerzen am Knöchel, das Sprunggelenk ist wesentlich seltener betroffen als andere Gelenke.
Jedoch kann sich die Knorpelschicht des Sprunggelenks aufreiben, was häufig äußerst schmerzhaft ist. Die Entzündung des Sprunggelenks kommt vermehrt bei Patienten mit Gicht, rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis vor und tritt seltener auf als eine Arthrose.
Eine Beschädigung des Sprunggelenks ist selten; in Italien werden jedes Jahr tausende von künstlichen Knie- und Hüftgelenken eingesetzt, die Zahl für Sprunggelenkprothesen liegt dagegen bei unter hundert.

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunkrankheit, die die chronische Entzündung und Schmerzen vieler Gelenke verursacht.
Gicht ist eine Form von Arthritis, die sich durch eine hohe Konzentration von Harnsäure kennzeichnet, die sich in den Gelenken ablagert.
Die Behandlung besteht in entzündungshemmenden Medikamenten oder Wärmetherapie.

Folgende Formen der Arthritis können Knöchelschmerzen verursachen:

  • rheumatoide Arthritis
  • Arthrose
  • Psoriasis-Arthritis
  • chronische Gicht-Arthritis
  • septische Arthritis

Eine Beschädigung des Gelenkknorpels kann infolge eines verstauchten Knöchels, einer Fraktur oder anderer bedeutender Verletzungstraumata entstehen.
Knorpelschäden können sich auf eine kleinere Region beschränken  oder eine diffuse Arthritis verursachen.

Pott-Fraktur

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Die Fraktur einer oder beider Knochenvorsprünge am Fußknöchel (Innen- und Außenknöchel) wird normalerweise durch eine traumatische Verletzung verursacht, wie ein Sturz aus größerer Höhe oder eine Verstauchung.
Zu den Symptomen gehören Schmerzen (besonders beim Auftreten), Schwellung, zuweilen Verformung und Taubheitsgefühl beim Druck auf die verletzte Stelle.
Ein Knochenbruch wird anhand einer Röntgenaufnahme diagnostiziert, selten wird eine CT oder Magnetresonanz durchgeführt.

Schmerzen an den Fußknöchelnerven
Wenn der Fußknöchel von morgens bis abends und auch im Bett Schmerzen bereitet, könnte es sich um eine Entzündung der Beinnerven handeln.
Die häufigsten Neuralgien des Knöchels sind das Tarsaltunnelsyndrom an der Innenseite des Fußes und das Syndrom des tiefen Wadenbeinnervs (eine Abzweigung des Ischiasnervs), wenn die Symptome außen am Fuß auftreten.
In diesem Fall ist der Knöchel nicht geschwollen und die Bewegung nicht eingeschränkt, aber die Schmerzen sind konstant auch in Ruhephasen und nachts vorhanden.
In der Regel verspüren Patienten mit Ischialgie die Schmerzen hinten oder außen am Knöchel und in der Wade.
Die Behandlung kann manuell mit Übungen und Manipulationen erfolgen, die die eingeklemmten Nerven befreien.
Wenn sich die konservative Therapie als unzureichend erweist, kann zur Befreiung des Nervs ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden.