Schmerzen im großen Zeh

Schmerzen im großen Zeh können verschiedene Ursachen haben. In der Regel betrifft es Erwachsene und kommt bei Kindern sehr selten vor.

Dieses Symptom verspürt man vor allem beim Gehen und während des Laufens, doch kann man es auch beim Radfahren spüren, weil dabei der Zeh leicht nach oben gebogen wird.
Der Halluxschmerz tritt rechts genauso häufig auf wie links.

Fraktur Großzehe,Röntgenaufnahme,reponiertUrsachen des Großzehenschmerzes

Gicht
Gicht ist eine Stoffwechselkrankheit, die die Großzehe betrifft. Gicht tritt auf, wenn sich die Harnsäure im Blut anreichert.
Kristallisiert die Harnsäure, lagern sich die Kristalle in den Gelenken ab und verursachen einen akuten Gichtanfall.
Die Symptome der Gichtarthritis manifestieren sich in der Haut.
Die Haut ist rot, überwärmt und schmerzhaft.
Wenn die Attacken einer Arthritis urica fortbestehen und nicht behandelt werden, können sie Gelenkschäden verursachen.

Arthritis
Die Arthrose des Großzehengelenkes ist die häufigste Form einer Arthritis, die dieses Gelenk betrifft. Arthrose wird durch Verschleiß verursacht. Die häufigsten Symptome sind plötzlich auftretende Gelenkschmerzen und Steifigkeit.
Die Arthritis der Großzehe entwickelt sich durch Fußprobleme.
Die Störungen können in der Struktur des Fußes oder in seiner Funktionsweise liegen.
Diese Veränderungen führen zu Gelenkverschleiß.
Ein Trauma, das zu einer Fraktur, Luxation usw. führt, kann die Bildung einer Arthrose begünstigen.
Andere Arten von Arthritis der Großzehe sind rheumatoide Arthritis und Psoriasisarthritis.

Prellung oder Trauma
Ein Trauma kann zu einer Knochenläsion oder zu Schäden im umgebenden Weichgewebe der Großzehe oder auch nur zur Bildung eines Hämatoms und einer Entzündung führen.
Eine der Folgen, die entstehen können, wenn ein Gegenstand auf die Füße fällt, ist ein schwarzer Zehennagel.
Nach vielen wiederholten Traumen kann sich der Nagel auch ablösen.
In den ersten 2-3 Tagen nach dem Trauma sollte die Zehe nicht mehr schmerzen, doch kann es Beschwerden bereiten, mit einem Ball zu spielen.


Hallux valgus
Der Hallux valgus ist eine häufige pathologische Veränderung beim Menschen und er tritt zusammen mit einer Entzündung des Schleimbeutels oder des Ballens, der sich an der Gelenkinnenseite befindet, auf.
Der Hallux valgus verursacht eine Verlagerung der Großzehe: sie biegt sich im Verlaufe der Zeit gegen die zweite und dritte Zehe.
Unten am großen Zeh bildet sich auf der Innenseite eine Blase (Schleimbeutelentzündung), der Zeh ist geschwollen, gerötet und schmerzhaft.
Der größte Teil von Bursitiden ist durch ein biomechanisches Problem des Fußes verursacht.
Die rheumatoide Arthritis ist eine andere Störung, die zu Hallux valgus führt.
Meistens hat derjenige, der diese Beschwerden hat, auch X-Beine (Genu valgum).
Der Hallux valgus wird durch einige Deformationen der anderen Zehen begleitet, die sich an die neue Position des großen Zehs anpassen.

Hammerzehen treten auf, wenn der distale (nahe der Zehenspitze) Gelenkteil einer Zehe hammerartig gebeugt ist. Enge Schuhe mit hohen Absätzen sind die hauptsächlichen Ursachen zur Bildung von Hammerzehen.

Klauenzehen treten auf, wenn sich das distale Zehengelenk nicht mehr begradigt. Die Zehenspitze biegt sich nach unten oder nach oben. Dies kann zu Irritationen des Fußes und zu anderen Problemen führen. Empfohlen wird, orthopädische Schuhe zu tragen.

Eingewachsene Zehennägel treten auf, wenn eine scharfe Ecke des Nagels in das umgebende Gewebe eindringt.
Ein eingewachsener Nagel kann schmerzhaft sein und Infektionen verursachen.
Die Behandlung wird im Folgenden zusammengefasst:

  • Mindesten viermal am Tag ein lauwarmes Fußbad machen.
  • Die Haut mit einem nassen Gazestreifen feucht halten.


Eine Verstauchung der Großzehe wird oft durch sportliche Aktivitäten verursacht.
Sie bedeutet eine Zerrung der Sehnen und Bänder, die schnell beim Laufen oder Springen geschehen kann.
Bei dieser Pathologie vergehen der lancierende Schmerz und die Schwellung in wenigen Tagen.
Eine Fraktur kann an jedem Zehenknochen auftreten, einschließlich der Großzehe. Kleinere Frakturen werden durch Ruhigstellung, Eis und Schmerzmittel behandelt. Bei schwerwiegenden Frakturen kann der Orthopäde den Bereich ruhig stellen oder chirurgisch versorgen.

Steife Großzehe (Hallux rigidus)
Fußarthritis zeigt sich häufig am Großzehengrundgelenk (MTP-Gelenk). Dieses Gelenk befindet sich zwischen dem ersten Mittelfußknochen (Metatarsale) und dem proximalen Zehenendglied (Phalanx proximalis).
Dieses Gelenk muss sich bei jedem Schritt beugen. Ist das Gelenk versteift, wird das Gehen schmerzhaft und ist schwierig.
Im MTP-Gelenk sind die Knochenenden von Gelenkknorpel überzogen. Wenn der Knorpel durch Verschleiß geschädigt wird, können sich die Knochenenden berühren.
Die Knochenoberfläche wird geschädigt und verformt sich.
Das kann zu einem übermäßigen Knochenwachstum führen. Dieses exzessiv zugenommene Knochengewebe kann Gelenkversteifungen verursachen: die Zehenspitze biegt sich beim Gehen nicht mehr ab.
Der Hallux rigidus bildet sich bei Erwachsenen oder älteren Menschen, die Symptome verschlimmern sich bei Wetterwechsel und kaltem Wetter.

Ursachen

Die Krankheit wird durch wiederholte Belastung auf die Gelenke der Großzehe verursacht.
Ein Trauma der Zehenspitze kann zu einem Hallux rigidus führen. Manchmal kann eine Krankheit wie Gicht eine Steifigkeit begünstigen.

Symptome

  • Schmerzen beim Gehen
  • Geschwollene Großzehe
  • Ballen am Vorderfuß
  • Steifigkeit bei Aufwärts- und Abwärtsbewegungen der Zehe

Fraktur der Großzehe
Häufig verursachen Traumen an den Zehen Frakturen, zum Beispiel:

  • Der Fall eines schweren Gegenstands auf die Zehe.
  • Ein Tritt gegen den Boden oder Stolpern auf unebenem Gelände.
  • Eine Zehe kann auch unter wiederholter und anhaltender Belastung brechen.
    Diese Verletzungsart wird Ermüdungsbruch genannt.

Luxation,Fraktur,Großzehe,SchmerzSymptome einer Zehenfraktur
Nach dem Trauma treten Schmerz, Schwellung, Blauverfärbung und Steifigkeit auf. Ist die Fraktur verschoben, stellt sie sich in einer unnatürlichen Position dar. Der Knochen kann dabei die Haut durchstoßen. Das Gehen ist sehr schwierig, denn es ist äußerst schmerzhaft.
Es kann schmerzen, wenn man den Schuh anzieht.
Es können sich nach der Fraktur andere Komplikationen entwickeln.
Komplikationen treten unmittelbar nach der Verletzung (nach Minuten und Tagen) oder viel später (nach Wochen und Jahren) auf.

Sofortige Komplikationen
Hämatom: Unter dem Fußnagel entsteht eine Ansammlung von Blut, auch subunguales Hämatom genannt.
Ist das Hämatom groß, muss es der Arzt absaugen.
Um das subunguale Hämatom zu drainieren, bringt der Arzt eine kleine Öffnung in dem Nagel an. Schmerzt die Blutansammlung oder ist sie sehr ausgedehnt, kann der Arzt den gesamten Zehennagel entfernen.
Dislozierte Fraktur: Selten dringt der gebrochene Knochen durch die Haut. Der Chirurg reinigt die Wunde und verschreibt ein Antibiotikum um einer Knocheninfektion vorzubeugen.

Späte Komplikationen
Nach der Heilung der Zehe kann der Betreffende unter Arthritis, Schmerz, Steifigkeit oder Gelenkdeformierung leiden.
Selten heilt ein gebrochener Knochen unvollständig. Die Chirurgie kann dieses Problem lösen.
Die Therapie besteht in Ruhigstellung und manchmal auch in einer Operation, wenn die Fraktur disloziert und instabil ist.
In jedem Fall ist eine Magnetfeldtherapie empfehlenswert, um die Heilungszeit zu verkürzen.
Sobald wie möglich erfolgen Rehabilitation und einige leichte Aktivitäten wie Radfahren.

Andere Ursachen:

Hühneraugen und Schwielen
Hühneraugen und Schwielen bestehen aus abgestorbenen Zellen, die sich durch Druck und Reibung bilden.
Während Schwielen asymptomatisch sind, verursachen Hühneraugen Schmerzen und Beschwerden.

Hammerzehe
Die Hammerzehe betrifft jeweils die zweite, dritte und vierte Zehe.

Pilzinfektion
Pilze gedeihen in warmen und feuchten Bereichen wie in Umkleideräumen von Sportvereinen und Duschen in Turnhallen.
Pilze können in Schönheitssalons vorkommen, die nicht die entsprechenden hygienischen Bedingungen bei Maniküre und Pediküre einhalten.
Wenn ein Mikroorganismus unter die Fußnägel gelangt, findet er dort einen geeigneten Ort zum Überleben.

Schmerz Großzehe,Infektion,PilzDer Umlauf ist eine Mykose (Pilzinfektion), die an Fuß- und Fingernägeln auftritt und durch Bakterien oder Pilze (zum Beispiel Candida) verursacht wird.

Symptome sind Schmerzen, Schwellung und Rötung an der Basis und den Seiten der Nägel. In schweren Fällen bilden sich Bläschen, die mit Eiter (Abszess) gefüllt sind.

 

Schmerzen unter der Großzehe

Entzündung
Eine Entzündung an der Fußsohle verursacht Schmerzen und Steifigkeit.
Die zwei Entzündungskrankheiten sind Sesamoiditis und Gicht, selten entwickelt sich eine Sehnenentzündung des langen Großzehenbeugers (Flexor hallucis longus).
Eine Sesamoiditis ist eine Entzündung des Sesambeins.
Die Sesambeine sind zwei kleine runde Knochen zwischen der Großzehe und dem ersten Mittelfußknochen.
Ruhigstellung, Entzündungshemmer und eine Einlegesohle können den Schmerz verringern.
Gicht besteht, wenn eine hohe Konzentration von Harnsäure vorliegt, die sich in den Gelenken ablagert.
Diese Ablagerungen sind in allen Körpergelenken vorhanden, auch in der Großzehe.
Reichlich Wasser trinken und Schmerzmittel sowie Kortikosteroide verringern Schwellung und Schmerz.

 

Nächtlicher Schmerz am großen Zeh

Symptome der peripheren Neuropathie variieren je nach Art der Neuropathie. Frühe Symptome sind:

  • Taubheitsgefühl,
  • Ameisenkribbeln,
  • Fußschmerz,
  • Handschmerz.

Die Schmerzen an der Großzehe sind pulsierend und verursachen ein Gefühl von Brennen.
Eine periphere Neuropathie kann Schmerzen in der Großzehe verursachen.
Die diabetogene Neuropathie ist die häufigste Form.
Diese Symptome treten vor allem nachts auf und verlaufen vom Fuß aus nach oben bis ins Bein.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Diabetiker müssen die Blutzuckerspiegel kontrollieren.
Auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung achten.
Der Arzt verschreibt Schmerzmittel und Antidepressiva.
Ein chirurgischer Eingriff ist erforderlich, wenn ein Nerv eingeklemmt ist.
Die Behandlung kann nicht für alle Menschen gleich sein.

Morton-Neurom
Eine Verdickung des Nervengewebes am Fuß verursacht Schmerzen im Vorfuß, an den Zehen und im Fuß.

Symptome
Die Erkrankung verursacht eine Verdickung des Nervengewebes am Fuß. Durch die Verdickung wird der Nerv zwischen dritter und vierter Zehe geschädigt.
Symptome sind:

  • Schmerzen an der Fußsohle,
  • Schmerz am Fußrücken (oder Rist),
  • Zehenschmerzen,
  • Taubheitsgefühl,
  • Kribbeln,
  • brennendes Gefühl.

Behandlung
Kortisoninfiltrationen erfolgen zur Behandlung der Schwellung des Nerven. Eine angepasste Fußsohleneinlage verringert den Schmerz und die Symptome.
Haben die genannten Behandlungsmethoden keinen Erfolg, kann ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden.
Die Operation erfolgt zur Entfernung der Strukturen, die den Nerv komprimieren.
Zu den Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs gehört bleibende Taubheit in den Zehen.

Tarsaltunnelsyndrom
Das Tarsaltunnelsyndrom entsteht durch die Kompression des Nervus tibialis (Schienbeinnerv).
Der Tarsaltunnel ist ein enger Kanal, der sich an der Innenseite des Sprunggelenks unterhalb des Innenknöchels befindet.
Die Kompression des Nervus tibialis in diesem Kanal verursacht:

  • Taubheitsgefühl,
  • Ameisenkribbeln,
  • Schwellung,
  • Brennen,
  • Schmerzen entlang dem Nervenverlauf, von der Innenseite der Ferse bis zu den Zehenspitzen.

Die Symptome sind am stärksten nahe dem Knöchel ausgeprägt und strahlen zu den Zehen aus.
Während der Nacht verschlimmern sich die Symptome. Eine Sehnenentzündung oder eine Zyste in Knöchelhöhe ist die häufigste Ursache für ein Tarsaltunnelsyndrom.

Behandlung
Der Arzt verschreibt Schmerzmittel und NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) zur Verringerung von Schmerzen und Entzündung.
Manche Patienten benötigen Kortisoninjektionen.
Physiotherapie und die Benutzung einer Stützbandage können hilfreich sein.
Eiskompressen sind ein Hausmittel zur Schmerzlinderung.
Das Schuhwerk ist ausschlaggebend. Die Schuhe dürfen nicht zu eng sein und sollten einen Absatz von mindestens 1 cm haben. Flipflops sind daher nicht zu empfehlen.
Andere Mittel sind Arnikasalbe oder Teufelskralle.