Schmerzen an Fuß, Fußsohle und Fußrücken

Schmerzen an Fuß, Fußsohle und Fußrücken sind ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist; es kann eine Entzündung, ein Trauma, eine Verletzung oder innere Krankheit vorliegen.

Um die Ursache zu ergründen, muss der Arzt wissen, ob die Schmerzen plötzlich auftreten oder sich allmählich entwickelt haben.
Wichtig sind auch die folgenden Fragen:
Nehmen die Schmerzen bei Bewegung von Fuß und Zehen zu?
Werden die Beschwerden stärker, wenn der Fuß aufgesetzt und belastet wird?


Verschlimmern sich die Schmerzen beim Gehen?

Die Fußknochen werden durch die Bänder zusammengehalten.
Eine Verstauchung oder Zerrung tritt ein, wenn die knochenvereinenden Bänder übermäßig gedehnt werden, in manchen Fällen können die Fasern auch reißen.
Zu den typischen Symptomen einer Zerrung gehören Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwellung und Instabilität eines Gelenks.

 

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Zehenfraktur
Alila/bigstockphoto.com

Der Bruch der Fußknochen kann durch ein einzelnes Verletzungstrauma, eine heftige Drehung oder wiederholte Mikrotraumen verursacht werden; letztere werden als Stressfrakturen bezeichnet.
Jeder beliebige Zehenknochen kann einen Knochenbruch erleiden.
In der Regel ist nicht Osteoporose die Ursache dafür, die Fraktur entsteht eher infolge eines Sportunfalls oder bei Läufern.
Kleinere Frakturen können allein durch Schonung, Kältekompressen und Schmerzmittel behandelt werden; bei den schwereren Fällen muss der Fuß immobilisiert und operiert werden. Ein vermeintlicher Knochenbruch sollte immer von einem Arzt untersucht und die Diagnose durch eine Röntgenaufnahme bestätigt werden.
Bei einer Fraktur ist der Schmerz am gebrochenen Knochen lokalisiert.
Möglicherweise lässt sich an der Bruchstelle eine Verformung erkennen.
Eine Fraktur oder Luxation kann einen Zeh oder die ganze Fußspitze in Rotationsstellung halten.

Die Muskeln und Sehnen haben die Aufgabe, die Knochen auf Höhe der Gelenke zu bewegen.
Eine Muskelläsion wird durch die übermäßige Dehnung eines Muskels verursacht, was ein Reißen der dort befindlichen Muskelfasern bewirkt.
Die Muskeln und Sehnen des Fußes können infolge einer Überdehnung, starker Beanspruchung, Überlastung oder Prellung verletzt werden und sogar durchreißen.
Muskuläre Probleme verursachen Schwäche, Schwierigkeiten bei der Stabilisation der Gelenke und Schmerzen bei Bewegung und Kontraktion.
Symptome und Zeichen einer Läsion sind Schwellung, Schmerzen, Funktionsverlust und Bluterguss an der verletzten Stelle.

Prellungen (Traumen)  sind die Auswirkung einer direkten Gewalteinwirkung auf den Körper.
Eine Fußprellung kann in den verschiedensten Situationen entstehen, beispielsweise wenn einem jemand auf den Fuß tritt oder man gegen einen Stein stößt.
Verletzungstraumen am Fuß bewirken: Schmerzen, Blutergüsse und Schwellung; hinkt die verletzte Person, könnten ernstere Verletzungen, wie ein Knochenbruch vorliegen.
Schmerzen und Steifigkeit der plantaren Sehnenplatte treten an der Unterseite des Fußes zwischen Ferse und Zehenansatz auf.
Die Symptome können sich bei Dehnung der Fußsohle verschlimmern.
Die Betroffenen verspüren beim Aufwärmen des Fußes geringere Schmerzen, bei weiterer Benutzung dagegen werden die Symptome stärker.
Am schlimmsten ist es morgens beim Aufstehen, weil der Fuß in der Nacht gestreckt ist, d.h. die Fußspitze zeigt nach unten (Plantarextension); morgens beim Aufstehen wird der Fuß nun nach oben gebeugt (Dorsalflexion) und die Sehnenplatte “in kaltem Zustand” abrupt gedreht.

Scheuert eine Stelle am Fuß und beginnt zu brennen, ist dies normalerweise bereits das erste Anzeichen für eine Blase.
Juckreiz und Brennen zwischen den Zehen oder am Fuß können auf eine Infektion der Haut oder Fußpilz hinweisen.
Schmerzen und Rötung am Rand des Zehennagels sind in der Regel die Folge eines eingewachsenen Nagels.

Hühneraugen und Schwielen stellen eine Verdickung der Hornhaut dar und entstehen als Reaktion auf Reibung oder Druck.
Hühneraugen treten meist auf den Zehen auf, an Stellen wo das Körpergewicht nicht direkt auf dem Fuß lastet, und sie sind schmerzhaft.
Hornhautschwielen bilden sich meist unter der Fußsohle, dort wo der Fuß das Körpergewicht trägt; sie sind großflächiger als Hühneraugen und bereiten keine Schmerzen.
Hühneraugen und Schwielen werden normalerweise durch falsches Aufsetzen des Fußes oder enges Schuhwerk verursacht.

Tipps zur Behandlung von Schwielen und Hühneraugen:
gut sitzendes Schuhwerk verwenden;
die Haut mit einem Bimsstein oder einer speziellen Feile abschaben;
Einlagen benutzen, die das Aufsetzen des Fußes optimal unterstützen.

 

Schmerzen unter der Fußsohle

Normalerweise werden Schmerzen unter der Fußsohle durch eine Plantar fasciitis verursacht, die die Ferse, das Fußgewölbe oder beide gleichzeitig betreffen kann.
Die Behandlung der entzündeten Sehnenplatte unter der Fußsohle ist stets dieselbe, unabhängig davon wo die Schmerzen auftreten.
Bleibt die Selbstbehandlung ohne Erfolg, kann eine Kortisoninjektion zusammen mit einem Betäubungsmittel Abhilfe schaffen.
Plattfüße sind eine Fußfehlstellung, bei der das Fußgewölbe beim Stehen oder Gehen reduziert oder abgeflacht ist; diese Anomalie verursacht Schmerzen und andere Beschwerden.
Bei Plattfuß helfen: Schonung, Eis, Einlagen, Schuhwechsel, Verwendung einer Bandage, physikalische Physiotherapie, insbesondere Stoßwellenbehandlung.
Selten ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.

 

Schmerzen im Vorderfuß und in den Zehen  

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Hallux valgus.

Der Hallux valgus ist eine Schiefstellung der Großzehe am Grundgelenk, der Großzehenballen am Fußinnenrand tritt deutlich hervor.
Diese Fehlstelllung kann grundsätzlich bei jedem auftreten, aber da sie meistens durch enge Schuhe und hohe Absätze verursacht wird, sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Folgende Behandlungsmaßnahmen sind bei einem Hallux valgus sinnvoll:

  • Umstellung auf bequeme Schuhe;
  • sollten die Fußschmerzen dadurch nicht besser werden, können Einlagen verwendet werden;
  • wenn auch die Verwendung von Einlagen erfolglos bleibt, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.

Eine Arthritis, dazu gehört auch die Gicht, kann Schmerzen im großen Zeh verursachen; der Zeh weist Rötung, Schwellung und Taubheit auf. Die Gicht ist eine entzündliche Erkrankung, die sich durch die Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken charakterisiert, wodurch Schmerzen und Schwellung verursacht werden. Der große Zeh und das Sprunggelenk sind häufig von Gicht befallen.
Therapiemöglichkeiten bei Gicht:

  • Schonung,
  • Medikamente wie Colchicin, entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) oder Kortison,
  • Schmerzmittel (Analgetika),
  • eine fleisch-  und proteinarme Ernährung, um die Ablage von Harnsäure zu vermeiden.

Eine Verstauchung des großen Zehs verursacht Schmerzen zwischen großem Zeh und erstem Mittelfußknochen.
Die Ursache liegt in einer sportlichen Aktivität, die den Fuß mit wiederholten Überdehnungen übermäßig beansprucht, wenn das Lauf- und Springpension zu groß ist.
Diese Verletzung kann eine Art von Entzündung oder eine Fraktur der Sesambein darstellen.

 

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Hammerzehen

Hammerzehen sind oft bei Personen mit Hallux valgus zu beobachten.

Man spricht dann von Hammerzehen, wenn das Gelenk zwischen den ersten beiden Zehengliedern permanent gebeugt ist und ein “hammerförmiges” Aussehnen annimmt.
Gleichzeitig bleibt das Endgelenk zwischen den letzten beiden Zehengliedern gestreckt.
Die Hauptursache für die Bildung von Hammerzehen sind enge Schuhe.
Es gibt ringförmige orthopädische Hilfsmittel, die das Gelenk strecken sollen.

Von Krallenzehen spricht man, wenn sich die letzten beiden Zehengelenke (Mittel- und Endgelenke) nicht mehr strecken lassen.
Es handelt sich um eine Kontraktion, die die letzten beiden Zehenglieder in extremer Flexion hält.
Diese Fehlstellungen können die Füße reizen und andere Störungen verursachen.

Behandlung
Bei Krallen- und Hammerzehen sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
zu bequemem und geeignetem Schuhwerk wechseln;
hohe Absätze und enge Schuhe vermeiden;
Dehnungsübungen für die Zehen und Fußgelenke ausführen;
Spezialschuhe für Krallenzehen verwenden;
orthopädische Hilfsmittel zur Zehenstreckung anlegen.

 

 

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Krallenzehen

Wenn die Behandlungsmaßnahmen erfolglos bleiben, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.

Die Verstauchung des Vorderfußes kann auftreten, wenn man über die Fußspitze abrutscht oder über ein Hindernis stolpert und die Weichteilgewebe verletzt werden. Wenn keine Fraktur besteht, müssten die durch die Verstauchung des Vorderfußes entstandenen Schmerzen und Schwellung nach wenigen Tagen abklingen.

Eine  Sesambeinfraktur ist der Bruch der winzigen Knochen, die in den Sehnen des großen Zehs eingebettet sind.
Das Hauptsymptom sind Schmerzen im und unter dem großen Zeh.

Die Behandlung einer Sesambeinfraktur umfasst:

Von einem eingewachsenen Nagel spricht man, wenn dieser die Haut seitlich der Zehen durchdringt. Eingewachsene Nägel sind schmerzhaft und können Infektionen verursachen.
Ursache ist ein – vor allem an der Seite – zu kurz oder schief geschnittener Nagel.
Wenn der Nagel nachwächst, kann er seitlich in die Haut einwachsen.
Behandlung
Ein warmes Fußbad nehmen, viermal am Tag.
Ein antibakterielles Mittel auf den Nagel sprühen.
Nachdem die Haut unter dem Nagel hervorgeholt wurde, den Zeh verbinden.
Einen Wattebausch zwischen Haut und Nagel legen, damit ein gewisser Abstand verbleibt und der Nagel korrekt nachwachsen kann.

 

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Röntgenbild der steifen Großzehe.

Ein Hallux rigidus, eine steife Großzehe, ist eine degenerative Arthritis am Großzehengrundgelenk.
Das Gelenk weist Zeichen von Arthrose auf, denn der Gelenkspalt hat sich verschmälert, was einen Abrieb des Knorpels bedeutet.
Die Symptome sind Schmerzen und Gelenksteifigkeit, die mit der Zeit zunehmen.
Dem Patient gelingt es nicht, den großen Zeh nach oben zu ziehen, auch nicht mit Hilfe des Arztes oder Physiotherapeuten.
Die Diagnose erfolgt durch Röntgenaufnahme und eine klinische Untersuchung.
Die Behandlung umfasst Medikamente gegen die Schmerzen und Dehnungsübungen.
In einigen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.

 

 

 

Schmerzen am Fußaußenrand

Die Fraktur des fünften Mittelfußknochens (am Außenrand des Fußes) ist der häufigste Knochenbruch des Fußes. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung und Blutergüsse an der Fußaußenseite.
Der Arzt untersucht den Fuß und kann eine Röntgenaufnahme anfertigen lassen.
Die Behandlung ist bei allen Knochenbrüchen des Fußes in den ersten Tagen dieselbe: Schmerzmittel, Schonung, Eis und Hochlage.
Nach 1 – 2 Tagen muss das Gelenk immobilisiert werden, in seltenen Fällen empfiehlt der Chirurg zu operieren.
Um die Bildung des Knochenkallus zu beschleunigen und die  Heilungszeiten somit zu verkürzen, empfiehlt sich die Magnettherapie, die durch die Anbringung von Magnetfeldern zur Knochenkonsolidierung beiträgt.

 

Diffuser Fußschmerz

Diabetes kann die Fußnerven beschädigen, dabei handelt es sich um eine periphere Neuropathie.
Zu den Symptomen gehören Brennen, stechende oder stromschlagartige Schmerzen.
Fußschmerzen, die durch eine diabetische Neuropathie bedingt sind, können überall im Fuß auftreten.
Die Behandlung konzentriert sich auf die Symptomursache, den Diabetes.
Medikamente, die auf die Nerven einwirken, können die Schmerzen im Fuß lindern.

Eine Verletzung kann auf vielerlei Art und Weise entstehen, beispielsweise durch einen heftigen Aufprall oder durch enge oder unbequeme Schuhe.

Eine Tendinitis ist die Entzündung und Reizung der Sehnen, das sind bindegewebige Stränge, die Muskeln und Knochen miteinander verbinden.
Die Sehnen verlaufen oberfläch im Fuß und können an verschiedenen Stellen Schmerzen verursachen. Eine Tendinitis wird mit Schmerzmitteln und Ruhe behandelt.
Nur selten muss bei einer Sehnenentzündung operiert werden.

 

Fersenschmerz

Bei Fersenschmerz können folgende Erkrankungen zugrunde liegen:
Eine Achillessehnenentzündung ist die Entzündung der großen Sehne, die Wade und Ferse miteinander verbindet.
Eine Bursitis calcanea ist die Entzündung des hinten an der Ferse befindlichen Schleimbeutels.
Ein Fersensporn ist ein Knochenauswuchs im unteren und inneren Bereich des Fersenbeins.
Eine Plantar fasciitis besteht aus einer Reihe von Mikroverletzungen des Bindegewebsbandes auf der Unterseite des Fußes.

Hausmittel
Die nachfolgend angeführten Maßnahmen können helfen, die Fersenschmerzen zu lindern:
Im Rahmen des Möglichen sollte der Fuß mindestens eine Woche lang geschont werden.
Die schmerzende Stelle kann mit Kältekompressen behandelt werden. Das Eis sollte mindestens zweimal täglich für 10-15  Minuten angebracht werden, besonders in den ersten beiden Tagen.
Gegen die Schmerzen kann Paracetamol (Ben-u-ron) oder Ibuprofen (Dolormin) eingenommen werden.
Geeignetes Schuhwerk tragen.
Fersenkissen aus Silikon oder orthopädische Einlagen verwenden.
Eine nächtliche Bandage anlegen.
Weitere Behandlungsmaßnahmen sind von der Ursache der Fersenschmerzen abhängig.

 

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