Therapie bei Tennisarm

Die Therapie bei Tennisarm kann verschiedene Maßnahmen umfassen; dazu gehören Arzneimittel, Schiene bzw.
Bandage zur Ruhigstellung des Gelenks, Kinesio-Taping sowie ein Übungsprogramm, das unter der Aufsicht eines Physiotherapeuten ausgeübt wird.

In der Anfangsphase muss der betroffene Arm geschont werden, bis der akute Schmerz nachlässt.
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), wie Aspirin und Brufen können in dieser Phase hilfreich sein.

Der Physiotherapeut kann eine manuelle Therapie durchführen, die Cyriax oder Querfriktion genannt wird, und die Reparatur der Sehne und die Ausrichtung der Kollagenfasern stimuliert.

 
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Isometrische Übung für Epicondylitis
Danach können Stretching-Übungen zur  Dehnung der Handgelenkstrecker durchgeführt werden.
Die Übungen werden zunächst mit gebeugtem und dann mit gestrecktem Ellbogen ausgeführt. In der dritten Phase müssen die Muskeln gestärkt werden. Treten bei diesen leistungssteigernden Übungen Schmerzen auf, muss zur vorherigen Phase zurückgekehrt werden.
Ergänzend zu diesem Programm können Kortisoninjektionen hilfreich sein, aber damit sollte möglichst lange gewartet werden, weil sie die Sehne verletzen und dauerhaft schädigen könnten.
Es ist wichtig, alltägliche Beschäftigungen, die die Symptome verstärken, ruhen zu lassen. Müssen Lasten angehoben werden, sollte dies mit nach oben zeigender Handfläche erfolgen. Bei der Ausübung von Wiederholungstätigkeiten sollten häufig Pausen eingelegt und sowohl vor als auch nach der Aktivität Dehnübungen durchgeführt werden.

 

Bandagen

Die Verwendung einer Epicondylitis-Spange ist bei einem Tennisarm sehr empfehlenswert. Dieser Riemen wird am Unterarm, aber nicht an der entzündeten Stelle angelegt; er wird ca. 3 cm unterhalb des Epikondylus befestigt, wobei die Pelotte auf dem betroffenen Muskel liegt, so dass der Muskelansatzbereich am Ellbogen entlastet wird.

Diese Bandage kann bei Tätigkeiten angelegt werden, die die Symptome hervorrufen, hat aber in Ruhepausen keine Wirkung. Auch eine Bandage, wie sie beim Karpaltunnel-Syndrom verwendet wird, kann hilfreich sein. Diese Schiene stützt die Muskeln beim Strecken des Handgelenks.

 

Vorbeugung eines Tennisarms

Die häufigste Ursache für einen Tennisarm ist die falsche Technik beim Ausführen eines Tennisschlags.
An Epicondylitis leidende Tennisspieler entwickeln diese Tendinitis häufig bei der Ausführung von Rückhandschlägen, auch wenn sie prinzipiell durch jede andere Bewegung ausgelöst werden kann.
Ein Amateur-Tennisspieler sollte unbedingt Tennisstunden bei einem Tennislehrer nehmen, um eine korrekte Grundtechnik zu erlernen.
Ein weicher Platzbelag ist einem harten Aschenplatz vorzuziehen.
Es ist hilfreich, häufig neue Tennisbälle zu verwenden.
Der Tennisschläger sollte angemessen dimensioniert sein und einen gutem Griffkomfort aufweisen.

Chirurgie

Die Mehrzahl der an Tennisarm leidenden Patienten wird nicht chirurgisch behandelt. Nur Patienten, deren Schmerzen trotz monatelanger konservativer Behandlung weiterhin andauern, kommen für einen operativen Eingriff in Betracht.

Die Operation kann ambulant bei Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt werden. Der degenerierte Sehnenansatzbereich wird entfernt und/oder repariert.
Häufig wird ein Teil des Knochens abgeschabt, um die Bildung von Blutgefäßen in der betroffenen Region zu begünstigen.
Der Ellbogen muss für einige Wochen ruhiggestellt werden, danach ist ein Übungsprogramm zur Rehabilitation zu befolgen.
Die Gefahren bei einem chirurgischen Eingriff sind: andauernder Schmerz, Steifheit und Infektionen.

 

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Taping

Prognose

Bei insgesamt 90-95% der an Tennisarm leidenden Patienten verbessert sich ihr Zustand durch konservative Behandlung bzw. heilt gänzlich aus.
Die Dauer der Genesung hängt sehr vom Patienten ab; wenn er die Symptome auslösenden Tätigkeiten unverzüglich ruhen lässt und sich gleich in Behandlung begibt, kann er in weniger als einem Monat genesen; andernfalls können auch 6-8 Monate für die Heilung erforderlich sein.
Es wird geschätzt, dass bei ca. 5% der Patienten keine Verbesserung eintritt und somit eine Operation notwendig wird.
Der Eingriff zielt darauf ab, die beschädigte Muskel-Sehnen-Einheit am Ellbogen zu reparieren.
Bei 80-90% der operierten Personen kommt es zu einer vollständigen Heilung und Wiedererlangung  ihrer Muskelkraft.

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Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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