Matratze bei Rückenschmerzen

Die Bedeutung einer Matratze bei Rückenschmerzen
Etwa ein Drittel des Tages verbringen wir im Bett. Ob wir uns in dieser Zeit erholsam ausruhen oder unruhig im Bett drehen und wenden hängt stark von der Matratze ab.
Eine gute Matratze und korrekte Schlafstellung können die Schlafqualität verbessern, man muss allerdings wissen, auf welche Dinge man beim Kauf achten sollte.
Eine neue Matratze kann eine Investition darstellen. Wer sich ein neues Bett anschafft (oder nur eine neue Matratze, weil die andere alt und abgenutzt ist), sollte sich schon ein wenig Zeit nehmen, um die richtige Wahl zu treffen.

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Eine bequeme Matratze für einen gesunden Schlaf ohne Schmerzen.
AnmFoto/ bigstock.com

Es gibt eine Unmenge an Matratzenangeboten, deshalb ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf ausgiebig zu informieren; auf www.mattress-wiz.com finden Sie online eine Reihe von hilfreichen Bewertungen und Rezensionen.
Haben Sie sich für eine Matratze entschieden, können Sie zunächst im Internet Preise und Preisnachlässe miteinander vergleichen, denn die Verkäufer sind bekanntermaßen etwas aufdringlich. In einem Geschäft können Sie die Matratze dann ausprobieren, um herauszufinden, ob Sie wirklich die richtige Wahl getroffen haben.

 

Warum ist die Schlafstellung so wichtig?

“Eine Matratze kann den Schlaf des Menschen beeinflussen”, sagt Michael Decker, Professor an der Georgia State University und Sprecher der American Academy of Sleep Medicine.
Ein Aspekt, wie die Matratze Einfluss auf unseren Schlaf nehmen kann, hat mit dem Netzwerk der kapillaren Blutgefäße zu tun, die unter der Haut liegen.

Decker sagt: “Wenn man sich längere Zeit auf einen beliebigen Körperteil stützt, wird der Blutfluss in den Blutgefäßen durch das Gewicht vermindert und der Haut werden Sauerstoff und Nährstoffe vorenthalten”. Deshalb senden die Nervenzellen und Schmerzrezeptoren in der Haut eine Nachricht ans Gehirn, die Position zu verändern. Durch das Umdrehen kann das Blut zwar wieder fließen, aber der Schlaf wurde kurz unterbrochen.
Im Idealfall müsste eine Matratze, die den Auflagedruck vermindert, den Nachtschlaf verbessern, meint Decker. Und trotzdem sieht die ideale Matratze für jeden von uns anders aus.
Man geht davon aus, dass die Matratze die Wirbelsäule in allen Punkten angemessen stützen und sie in derselben Position halten sollte, wie im Stehen.
Eine zu harte Matratze kann an den Stellen Schmerzen erzeugen, wo am meisten Körpergewicht aufliegt, beispielsweise am Becken.

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Auflagepunkte und Entladung des Körpergewichts auf die Matratze.
alila/bigstockphoto.com

Die Patienten, die an einer Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung am Oberschenkel) leiden, können eine zu harte Matratze als besonders schmerzhaft empfinden. Seitenschläfer verspüren einen erhöhten Auflagedruck an Hüfte und Schultern, wo der Körper auf der Matratze aufliegt.

 

Welche Matratze ist die Richtige?

Die richtige Matratze zu finden, bedeutet weder die Suche nach der besten Marke noch einen tieferen Griff in den Geldbeutel. Decker sagt: “Eine teurere Matratze ist nicht automatisch besser.” In einem teuren Preisschild finden sich die Kosten für die verwendeten Materialen und der Aufwand für das verkaufsfördernde Marketing wieder.
Statt sich auf den Preis zu konzentrieren, sollten wir uns lieber bewusst machen, was wir von einer Matratze erwarten. Decker sagt: “Die Wahl einer Matratze ist eine sehr persönliche Angelegenheit.” Manche Menschen bevorzugen harte Matratzen, andere weiche.

Auch wenn es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass eine Matratze im Gegensatz zu einer anderen für einen besseren Schlaf sorgt, schlafen viele Menschen mit Rückenschmerzen nur auf einem bestimmten Matratzentyp.
Wer an Kreuz-, Rücken– oder Nackenschmerzen leidet, sollte beim Kauf einer neuen Matratze besonders aufpassen: sie darf nicht zu hart und nicht zu weich sein.
“Bei einer zu weichen Matratze sinkt man ein.


Ist sie dagegen zu hart, ist der Auflagedruck an Schultern, Kreuzbein und Nacken zu groß”, meint Howard Levy, Assistenzprofessor an der Emory University für Orthopädie, Sportmedizin und Rehabilitation.
Eine mittelharte Matratze mit weicherem Bezug bietet die ideale Mischung aus Stützung  und Bequemlichkeit.
Wer mit erhöhtem Kopf schläft, könnte über den Kauf eines regulierbaren Bettes nachdenken. Die Ärzte raten Menschen, mit Raucherlunge (chronisch obstruktive Lungenerkrankung kurz COPD), die Kopflage beim Schlafen zu erhöhen, um nächtliches Sodbrennen und Magenreflux zu unterbinden. Bei solchen Betten kann außerdem die Winkeleinstellung von Knien und Hüfte bis zu 90° reguliert werden, was den Druck von schmerzenden Gelenken nimmt, erklärt Levy.

 

Brauche ich eine neue Matratze?

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Matratze

Hat man Schlafprobleme oder ist man beim Aufstehen müder als beim  Zubettgehen, sollte analysiert werden, wo und wie man schläft. Eine gute Matratze mit Federholzrahmen begünstigt einen erholsamen Schlaf und stützt die Wirbelsäule.
Matratzen halten nicht ewig. Meistens wird zu lange gewartet, bevor die alte Matratze ausgetauscht wird. Wird sie bereits seit über 10 Jahren benutzt, sollte sie sehr wahrscheinlich ausgewechselt werden.

Folgende Anzeichen können einen Anhaltspunkt bieten:

  • Man wacht müde auf und der Körper schmerzt. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Matratze für die nächtliche Erholung keine ausreichende Stützung bietet. Wenn man morgens nicht erfrischt aufwacht, könnte der Zeitpunkt für einen Matratzenwechsel gekommen sein.
  • Der Stoff ist alt geworden, verschlissen oder ausgefranst. Die Unterlage knarrt oder quietscht. Das könnten Hinweise darauf sein, dass Matratze und Unterlage abgenutzt sind.
  • Das Bett wird nicht länger als bequem empfunden. Die Matratze ist zu weich oder weist eine Mulde an der Schlafstelle auf? Wenn man in die Mitte rollt oder einfach nicht die richtige Stellung zum Einschlafen findet, dann ist das der Moment, um über einen Neukauf nachzudenken.
  • Spielt die Schlafposition eine Rolle? Auf jeden Fall! Das Schlafen auf der Seite, mit angewinkelten Knien und einem Kissen zwischen den Beinen ist die beste Stellung für eine korrekte  Körperhaltung. Wer lieber auf dem Rücken schläft, sollte ein Kissen unter die Knie legen, um die natürliche Rundung unten am Rücken zu unterstützen.
  • Wird auf dem Bauch geschlafen oder liegt der Kopf auf einem besonders hohen Kissen, wird die natürliche S-Form der Wirbelsäule invertiert und der Druck auf Zwerchfell und Lungen erhöht. Diese Stellungen können zur Folgen haben, dass sich der Schläfer die ganze Nacht dreht und wendet und der Schlaf als weniger erholsam empfunden wird.
  • Es ist wichtig, die Matratze häufig umzudrehen, um ihre Lebensdauer zu verlängern und die Stützfähigkeit zu verbessern.

 

Weitere Artikel: Kreuzschmerzen  –  Welche Matratze passt zu mir? 

 

Dr. Massimo Defilippo Fisioterapista Tel 0522/260654 Defilippo.massimo@gmail.com
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