Penisschmerzen

Penisschmerzen werden als innere oder äußere Beschwerden des männlichen Geschlechtsorgans wahrgenommen. Der Penis ist ein externes Organ des männlichen Fortpflanzungssystems, das aus vielen Teilen besteht:

  • Wurzel: verbindet den Penis mit der Bauchwand,
  • Schaft,
  • Eichel (Spitze des Penis, fachsprachlich Glans penis),
  • Harnröhre: der „Schlauch“, der Sperma und Urin aus dem Körper befördert.


Die Schmerzen können plötzlich auftreten oder die Beschwerden können nach und nach stärker werden und über längere Zeit fortbestehen.

Sie können auf der gesamten Oberfläche auftreten oder auf der rechten oder linken Seite intensiver sein.

Die Beschwerden können von dumpfen Schmerzen bis zu einem Kribbeln ähnlich einem elektrischen Schlag variieren und auf eine Vielzahl von Krankheiten zurückzuführen sein:

  • Allergie
  • Verletzungen
  • Infektionen
  • Einige sexuell übertragbare Krankheiten (STD)

 

Ursachen für Penisschmerzen

Penisschmerzen können aufgrund folgender Ursachen auftreten:

Peyronie-Krankheit
Die Peyronie-Krankheit ist eine Entzündung, die zur Bildung einer dünnen Schicht aus Narbengewebe (sogenannte Plaque) entlang der Penisseiten verursacht. Bei der Erektion erfolgt eine Biegung des Penis zum Plaque-Bereich. Die Krankheit kann während der Erektion im Inneren des Penis Schmerzen hervorrufen.

Priapismus
Der Priapismus verursacht eine schmerzhafte Spontanerektion, auch wenn der Mann nicht sexuell erregt ist. Kommt häufiger vor bei:

  • Kindern zwischen 5 und 10 Jahren ,
  • Männern zwischen 20 und 50 Jahren.

Ist der Priapismus venöser Natur, muss er sofort behandelt werden, da es sonst zu dauerhaften Schäden am Penis kommen kann, die letztendlich sogar Erektionen vollständig verhindern können.
Ursachen:

  • Es kann sich um eine Nebenwirkung von Medikamenten handeln, die zur Behandlung von Erektionsstörungen, Depressionen, Blutgerinnungsstörungen und psychischen Erkrankungen verschrieben werden;
  • Durchblutungsstörungen;
  • Leukämie;
  • Alkohol;
  • Drogen;
  • Rückenmarksverletzung.


Balanitis
Die Balanitis ist eine Infektion der Eichel (kann sich bis zur Vorhaut ausweiten), die Schmerzen und Brennen in diesen Körperbereichen verursacht.
Meist betrifft sie unbeschnittene Männer und Jugendliche oder Personen, die sich nicht regelmäßig unter der Vorhaut waschen.
Die Balanitis ist eine Infektion, die hervorgerufen wird durch:

  • Bakterien oder Pilze und wird beim Geschlechtsverkehr übertragen;
  • allergische Reaktion auf Seifen, Parfüms und andere Produkte.

Neben den Schmerzen können weitere Symptome auftreten, wie:

  • roter Fleck auf der Eichel,
  • gelbliche oder weißliche Absonderungen,
  • Brennen und Juckreiz,

In schweren Fällen, die auf keine Behandlung ansprechen, kann der Arzt zu einer Biopsie an der Eichel raten, um zu verstehen, ob zugleich andere Störungen vorliegen.

Sexuell übertragbare Krankheiten
Die Infektion einer Geschlechtskrankheit kann Penisschmerzen verursachen.
Sexuell übertragbare Erkrankungen, die Schmerzen verursachen, sind:

  1. Chlamydieninfektion,
  2. Candidose,
  3. Gonorrhoe (Tripper),
  4. Herpes genitalis (Genitalherpes),
  5. Syphilis.

Harnwegsinfekt
Ein Harnwegsinfekt (zum Beispiel eine Zystitis) kommt sehr häufig bei Frauen vor, kann aber auch bei Männern auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, erhöht sich bei immunsupprimierten Personen oder bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Andere mögliche Ursachen sind:

  • Blockade im Harntrakt,
  • Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person,
  • vergrößerte Prostata.


Prostatitis
Eine Prostatitis ist die Entzündung der Prostata, die akut oder chronisch sein kann.
Symptome dieser Krankheit sind:

  • Schmerzen und Brennen beim Urinieren (Dysurie);
  • Gefühl, dringend und häufig urinieren zu müssen;
  • Schmerzen im Unterbauch, Rücken, an der Peniswurzel und am Hoden;
  • schmerzende Ejakulation;
  • leichtes Fieber.

Verletzungen
Wie jeder andere Körperteil kann auch der Penis aufgrund einer Verletzung geschädigt sein, die unerträgliche stechende Schmerzen verursacht.

Es gibt viele Ursachen:

  1. Autounfall;
  2. Verbrennungen,
  3. heftiger Geschlechtsverkehr;
  4. Verwendung eines Penisrings, um die Erektion zu verlängern;
  5. bei oralem Geschlechtsverkehr können Zähne oder ein Piercing Schmerzen durch Reibung verursachen;
  6. Einführen von Gegenständen in die Harnröhre. In diesem Fall verspürt man die Schmerzen auch beim Berühren.

Der Riss des Frenulums ist eine vollständige oder teilweise Läsion des Hautlappens, der den Penis mit der Vorhaut verbindet.
Die Läsion kann während des Geschlechtsverkehrs auftreten und verursacht Schmerzen und Blutungen.

Phimose und Paraphimose
Eine Phimose (Vorhautverengung) tritt bei unbeschnittenen Männern auf, wenn die Vorhaut zu eng ist sich nicht hinter die Eichel zurückziehen lässt.
Sie ist eine der Hauptursachen von Penisschmerzen bei Kindern.
Sie kann hervorgerufen werden durch:

  • Balanitis,
  • mangelnde Entwicklung der Vorhaut in der Kindheit.

Eine damit verbundene Erkrankung, die Paraphimose, tritt auf, wenn die zurückgezogene Vorhaut einklemmt und nicht mehr in ihre Ursprungsposition zurückkehren kann. Die Eichel bleibt unbedeckt.ù
Die Paraphimose ist ein Notfall, da sie das Urinieren verhindern und ein Absterben des Penisgewebes verursachen kann.

Penisschmerzen

Tumor
Peniskrebs verursacht Schmerzen an der Eichel. Glücklicherweise ist diese Erkrankung selten. Einige Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Erkrankung:

  • Rauchen,
  • nicht durchgeführte Beschneidung (dieser Tumor ist bei Juden und afrikanischen, beschnittenen Völkern praktisch nicht vorhanden),
  • Papillomavirus (HPV),
  • mangelhafte Genitalhygiene;
  • Lichen sclerosus,
  • ultraviolette Strahlen, die zur Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt werden,
  • Alter über 50 Jahre.

Hodenkrebs tritt in der Hodendrüse auf.

Zu den Symptomen von Hodenkrebs gehören:

  • Tastbefund in den Hoden;
  • Schmerzen am Hodensack (Skrotum), im Unterbauch und in der Leiste;
  • Starke Kreuzschmerzen (nur bei fortgeschrittenem Krebs mit Metastasenbildung);
  • Flüssigkeitsansammlung im Skrotum;
  • Vergrößerung des Hodens.

 

Was verursacht Penisschmerzen beim Geschlechtsverkehr?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr beeinträchtigen die sexuelle Leistungsfähigkeit. Dadurch können psychologische Effekte auftreten, wie Angst vor der Penetration, die zu psychologischer Impotenz führt.

Es gibt unterschiedliche Ursachen für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr:

  • Infektion: Die Schmerzen können aufgrund einer Infektion mit Herpesviren oder Gonorrhoe auftreten.
  • Vorhautprobleme: Eine zu enge Vorhaut (Phimose), ein Einreißen durch Reibung und eine Entzündung können Schmerzen bereiten.
  • Penisverformung: Krankheiten wie Hypospadie oder Narbengewebe aus früheren Traumen können Ursachen für Schmerzen bei Geschlechtsverkehr sein. Tumoren (gut- oder bösartig) sowie Harnsteine können Beschwerden verursachen.
  • Priapismus: Auftreten einer nicht sexuell verursachten Erektion, die oft schmerzhaft und langanhaltend ist.
  • Allergie: Manche Männer reagieren allergisch auf Vaginalsekret oder chemische Substanzen in Verhütungsmitteln.
  • Es gibt viele Gründe, warum ein Mann beim Geschlechtsverkehr Beschwerden verspüren kann. Wenn man über längere Zeit keinen Geschlechtsverkehr hatte (oder Masturbation), muss man nicht unbedingt Schmerzen verspüren.
    Gegebenenfalls sollte man überlegen, ob in der Vergangenheit in Zeiten der Abstinenz ein Problem aufgetreten war.

 

Behandlung von Penisschmerzen

Wenn man bei der Penetration Schmerzen verspürt, sollte man es mit einem Gleitmittel versuchen, um den Geschlechtsverkehr angenehmer zu machen. Mangelnde Schmierung kann die Penishaut beim Geschlechtsverkehr schmerzhaft verziehen.
Personen, die noch niemals ein Gleitmittel verwendet haben, sollten eines auf Wasserbasis mit neutralem pH-Wert probieren: diese enthalten keine Reizstoffe und wurden konzipiert, um die natürliche Feuchtigkeit der Frau nachzuahmen.

Wenn die Schmerzen nur in einer bestimmten Position auftreten, sollte man die Position ändern. Damit hat man mehr Kontrolle über die Tiefe und den Winkel des Eintritts.

 

Diät und Ernährung bei Penisschmerzen

Grundsätzlich begünstigt oder bekämpft die Ernährung:

  1. die Entzündung,
  2. die Schwellung,
  3. die Überempfindlichkeit der Eichel.

Dem Hygienismus zufolge ist die beste Ernährungsform vegane Rohkost, man sollte also folgendes essen:

  • rohes Obst und Gemüse,
  • Nüsse,
  • Kartoffeln,
  • frische Hülsenfrüchte.

Die Blutgruppendiät ist für jede Blutgruppe anders, es gibt Lebensmittel, die von Angehörigen einer bestimmten Blutgruppe vertragen werden, während sie bei anderen Symptome hervorrufen können.

Grundsätzlich sollte eine eiweißreiche Ernährung mit viel Gemüse (Chicorée, Salat, Sellerie usw.) eingehalten werden.

Zu vermeiden sind:

  • Milch und Milchprodukte,
  • frittierte und geräucherte Speisen,
  • glutenhaltige Getreide (beispielsweise Pizza, die noch dazu Milchprodukte enthält),
  • Kaugummi wegen der darin enthaltenen Süßstoffe,
  • Übermaß an Obst und Nüssen.

Diese Ernährungstheorien sind gegen die Einnahme von Medikamenten, empfohlen werden dagegen natürliche Heilmittel, wie:

  • Tonerde- oder Quarkpackungen,
  • viel körperliche Bewegung.

 

Schmerzen nach dem Geschlechtsverkehr

Der Penis kann nach dem Geschlechtsverkehr schmerzen, die Gründe dafür können vielfältig sein:

  • Mangelnde Gleitfähigkeit
  • Übermäßiges Reiben des Penis
  • Traumen während des Geschlechtsverkehrs

Wenn die Schmerzen in Verbindung mit Hautausschlag, Schwellung usw. auftreten, könnte dieses Symptom auf eine der zuvor beschriebenen Ursachen zurückzuführen sein.

Der Arzt kann dazu raten, nach dem Geschlechtsverkehr eine Creme auf Vitaminbasis auf den Penis aufzutragen. Suchen Eine Lotion mit folgenden Wirkstoffen kann der Eichel Linderung verschaffen:

  • Acetyl-L-Carnitin,
  • L-Arginin, um den Blutfluss zu fördern.

 

Schmerzen bei erigiertem Penis

Peyronie-Krankheit
Bei der Peyronie-Krankheit ist das Hauptsymptom der Penisschmerz bei der Erektion. Mit der Zeit wird der Schmerz leichter, aber die Männer haben Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen. Dieses Symptom wird erektile Dysfunktion genannt.
Die Ursache der Peyronie-Krankheit ist unbekannt, sie tritt vor allem bei 40-jährigen Männern auf.
Diese Krankheit kann zu Veränderungen der Durchblutung im Penis führen.

Erektion während des Schlafes
Einige Männer leiden unter einer Krankheit, die Parasomnie genannt wird und schmerzhafte Erektionen hervorrufen kann. Diese Erektionen treten in einer bestimmten Schlafphase auf: der REM-Phase.
Sie verursachen schmerzhafte Verhärtungen des Penis, die den Mann häufig aufwachen lassen. Wenn der Schlaf unterbrochen wird, verringert sich die Lebensqualität. Diese Erkrankung ist selten und beginnt meinst nach der vierten Lebensdekade. Die Symptome verschlimmern sich mit zunehmendem Alter.

Da dieses Symptom nur nachts auftritt, könnte es laut Blutgruppendiät und Naturmedizin durch die beim Abendessen zu sich genommenen Speisen hervorgerufen sein.

Medikamente,TablettenDer Arzt kann gegen die Penisschmerzen Medikamente verschreiben:

  • Propranolol: Betablocker,
  • Paroxetin: Antidepressivum.

Mit Antidepressiva werden schmerzhafte nächtliche Erektionen behandelt. Das Problem gilt nicht als psychiatrisch.

Injektionen in den Penis
Ergebnisse einer Prostataoperation (wie die Entfernung eines Krebsgeschwürs) können zu einer verminderten Erektion führen. Eine wirksame Therapie besteht aus Injektionen in den Penis, auch wenn heute eher Pharmaka verwendet werden, wie Sildenfil oder Tadalafil in Tablettenform.

Der Arzt kann gefäßerweiternde Medikamente verschreiben, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Schwellkörper des Penis injiziert werden: 

  • Alprostadil (Caverject)
  • Papaverin
  • Phentolamin, z.B. Regitin.

Injektionen in den Penis können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen:

  • Schmerzen am Einstichpunkt
  • Der Nadeleinstich in ein Gewebe mit vielen Blutgefäßen kann Blutungen verursachen.
  • Wenn die Dosis zu hoch ist, kommt es zu einer schmerzhaften Dauererektion.

Diese Medikamente sollten nur nach ärztlicher Beratung erfolgen.

Vakuum-Geräte
Eine weitere Schmerzquelle ist die Verwendung von Erektions-Vakuumpumpen. Diese Geräte stellen eine medizinische Anwendung für Männer dar, die keine Erektion erreichen können.

Priapismus
Bei Männern äußert sich Priapismus in einer schmerzhaften und langanhaltenden Peniserektion. Während der Verhärtung des Penis kann es zu einem starken oder geringen Blutfluss kommen.
Priapismus ist ein medizinischer Notfall. Viele Medikamente können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Priapismus zu entwickeln.
Zum Glück ist es eine seltene Erkrankung.

Übermäßige Belastung
Nicht alle Ursachen für Penisschmerzen sind Symptome einer ernsthaften Erkrankung.
Eine übermäßige Belastung des Penis beim Geschlechtsverkehr kann zu diffusen oder konkreten Schmerzen bei der Erektion im Bereich der Eichel und dem Kranz (kreisförmiger Bereich an der Basis der Eichel) führen. In diesem Fall ist es ratsam, den Geschlechtsverkehr für ein paar Tage zu unterlassen.

Empfehlung: Eine übermäßige Reibung des Penis bereitet Schmerzen, wie bei jedem anderen Gewebe. Er wird schmerzhaft und empfindlich.
Es gibt Reizstoffe, die eine Entzündung der Haut verursachen können.
Auch die Verwendung dieser Produkte verursacht eine schmerzhafte Erektion. Der Schmerz wird an der Außenseite des Penis verspürt. Es ist ratsam, die Verwendung von reizenden Gleitmitteln am Penis zu vermeiden.

 

Wie kann man Penisschmerzen vermeiden?

Man kann einige Maßnahmen ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Schmerzen zu verringern, wie:

  • Verwendung eines Präservativs beim Geschlechtsverkehr;
  • Vermeiden von Geschlechtsverkehr mit einem Partner, der unter einer akuten Infektion leidet;
  • Vermeiden von abrupten Bewegungen, die den Penis verbiegen können;
  • Durchführung der Beschneidung, wenn man unter häufigen Infektionen an der Vorhaut leidet;
  • korrekte Intimhygiene.