Symptome des Tinnitus und Behandlung

Tinnitus ist ein Brummen in den Ohren, das leichte und schwere Symptome hervorrufen kann.
Ein pulsierendes Geräusch im Ohr ist ein Symptom, das den Herzschlag hören lässt.

Die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) ist ein Teil des Hörsystems und verbindet das Ohr mit dem Rachenraum.

Diese Struktur gleicht den Druck in den Ohren mit dem Atmosphärendruck aus, und hält so das Gleichgewicht aufrecht.

Symptome des Tinnitus und Behandlung
Symptome des Tinnitus und Behandlung

Jedes Mal, wenn ein Druckunterschied im Ohr besteht, öffnet sich die Ohrtrompete, um den Druck auszugleichen.
Dies geschieht bei einer Flugreise, beim Bergsteigen in großen Höhen, beim Tauchen oder wenn das Ohr einem hohen Schalldruckpegel ausgesetzt wird.
Das Anzeichen, das auf abnormen Druck hinweist, ist ein Knistern.
Man kann es auch in Ruhe bemerken und es kann intermittierend (zum Beispiel an jedem zweiten Tag) auftreten.
Genau genommen bleibt die Eustachische Röhre geschlossen, wenn sie zum Druckausgleich geöffnet sein sollte, und genau das ist das Problem.
Ein fehlendes Schließen kann erfolgen, wenn die Trompete mit Schleim angefüllt ist.
Die Folge ist ein erhöhter Druck im Innenohr, der mit einem Klick beim Essen, Schlucken oder Gähnen behoben wird.

Manchmal entsteht durch den erhöhten Druck im Ohr ein vorübergehender Hörverlust aufgrund einer Starre des Trommelfells. Auf diese Weise nimmt das Trommelfell aufgrund der kontinuierlichen Schleimbewegung im Mittelohr einen dumpfen Klang wahr.


Auch eine übermäßige Ansammlung von Ohrenschmalz im Innern des Ohres ist eine der Ursachen für Ohrendruck, der knisternde Töne beim Gähnen oder Kauen auslösen kann. Ein Ignorieren dieser Symptome könnte zur chronischen Ohrentzündung (Otitis) oder einer Verminderung des Hörvermögens führen.

 

Ursachen des Tinnitus

Bei den meisten Patienten entsteht der pulsierende Tinnitus durch die Zirkulation in den Blutgefäßen, die mit dem Trommelfell verbunden sind.
Das Geräusch des vermehrten Blutflusses in den Arterien und Venen, die sich in Nähe des Innenohrs befinden, erreicht das Ohr und verursacht verschiedene Symptome.
Außerdem manifestiert sich bei Personen, bei denen eine Anämie (Blutarmut) diagnostiziert wurde, einen pulsierenden Tinnitus als Symptom von hohem Blutdruck (Hypertonie) und Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreoidismus).

Sehr selten verweist ein pulsierender Tinnitus auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hin, wie Gefäßtumore im Mittelohr, chronische Infektionen des Mittelohrs, Verhärtung der Arterienwände und Druckerhöhung im Kopf (eine als Hydrozephalus bezeichnete Erkrankung).
Genauer gesagt, die Ursachen sind mehr oder weniger an kreislaufbedingte Probleme gebunden, vor allem im Kopf- und Halsbereich.
Andere Hinweise für einen pulsierenden Tinnitus könnten auch eine Vaskulitis oder eine intrakranielle Hypertension sein.

 

Symptome, die zusammen mit Tinnitus auftreten

In diesem Fall ist das ungewöhnliche Geräusch, das vom Patienten wahrgenommen wird, rhythmischer und regelmäßiger als Symptome anderer Arten von Tinnitus.
Das offensichtlichste Zeichen eines pulsierenden Tinnitus ist ein zischender und konstanter Ton in den Ohren, der oftmals vom Herzklopfen des Patienten begleitet wird.
Der Ton kann einem tiefen Brummen oder hohen Klingeln ähneln.
Manche Patienten berichten von einem windähnlichen Geräusch, das gemeinsam mit der Atmung auftritt.
Andere Symptome sind Kopfschmerz, Schwindel, Schlafstörungen und Depression.

 

Wann muss man sich Sorgen machen?

Treten bei einer Person die folgenden Symptome auf, sollte sie sich an einen Arzt wenden:

  • Wenn ein permanentes Brummen im Ohr in Abwesenheit eines externen Tones auftritt, besonders wenn dieser Ton einem Widerhall des Herzschlags ähnelt.
  • Dieses Brummen im Ohr kann beim Morbus Menière von Schwindel oder Hörverlust (Hypakusis) begleitet sein.
  • Die Person kann auch unter leichten oder intensiven Kopfschmerzen leiden.

 

Therapie bei Tinnitus

Tinnitus (auch bekannt als Ohrensausen) ist im Grunde eine Störung, die durch die Empfindung eines Ohrgeräuschs ohne das Vorhandensein eines Tons von außen gekennzeichnet ist (Phantomgeräusch).
Auch wenn es als Ohrensausen bezeichnet wird, ist es von Person zu Person verschieden.
In einigen Fällen kann der Ton auch einem Brummen, Klingeln, Rauschen, Zischen, Pfeifen oder einem donnernden und hämmernden Geräusch ähneln.
Es ist keine Krankheit, sondern das Symptom zugrunde liegender Erkrankungen wie eine Ohreninfektion, ein Ohrenschmalzpfropf oder eine Trommelfellperforation. Anatomisch wird das menschliche Ohr in vier Bereiche unterteilt:

  • Äußeres Ohr
  • Mittelohr
  • Innenohr
  • Gehirn

Ein Tinnitus kann in jedem dieser Bereiche entstehen. Er kann außerdem in nur einem Ohr oder beidseitig auftreten.

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Ärztliche Behandlung des Tinnitus

Um einen Tinnitus zu behandeln, versucht der Arzt vor allem, eine zugrunde liegende heilbare Krankheit zu identifizieren, die mit den Symptomen in Zusammenhang steht.
Tritt der Tinnitus durch eine Erkrankung auf, kann der Arzt schrittweise Maßnahmen ergreifen, durch die das Geräusch verringert wird.

Einige Beispiele:

  • Entfernung von verstopfendem Ohrenschmalz kann die Symptome des Tinnitus verringern.
  • Benutzung von Ohrenstöpseln: Eine Person kann durch übermäßigen Lärm unter Tinnitus leiden. Deshalb kann das Tragen von Ohrstöpseln empfehlenswert sein.
  • Ohrentropfen: Eine Person mit einer Ohreninfektion kann unter Tinnitus leiden. Zur Behandlung empfiehlt der Arzt Ohrentropfen, die Hydrokortison enthalten. Diese helfen bei der Verminderung des Juckreizes und Ohrgeräuschs. Es wird empfohlen, vor Beginn einer Therapie einen Arzt zu konsultieren.
  • Benutzung eines Absauggerätes: Ist übermäßiges Ohrenschmalz die Ursache, kann man dies behandeln, indem man das Ohrenschmalz durch eine Reinigung mittels Sonde mit Baumwollspitze oder einem Absauggerät entfernt.
  • Behandlung einer Gefäßerkrankung. Vaskuläre Erkrankungen können Medikamente, eine Operation oder eine andere Therapie zur Behandlung des Problems erforderlich machen.
  • Wechsel des Medikamentes. Scheint ein Medikament die Ursache für einen Tinnitus zu sein, kann der Arzt empfehlen, es abzusetzen, die Dosis zu verringern oder ein anderes Medikament verordnen.

 

Geräuschunterdrückung

In einigen Fällen kann ein helles Geräusch den Ton unterdrücken, so dass es weniger lästig ist. Der Arzt kann die Anwendung eines elektrischen Gerätes empfehlen, um das Geräusch zu unterdrücken. Gräte dafür sind:

Gerät für helle Geräusche. Diese Geräte (die simulierte Umweltklänge wie Nieselregen oder Meereswellen erzeugen) sind oftmals eine wirksame Therapie bei Tinnitus. Eine Person könnte ein Gerät zur Erzeugung von weißem Rauschen mit Lautsprechern im Kissen versuchen, was zum Schlaf verhilft. Um das innere Geräusch während der Nacht zu überdecken, könnte auch ein Ventilator, Raumbefeuchter, Entfeuchter und eine Klimaanlage im Schlafzimmer helfen.
Hörgeräte. Diese können bei Gehörproblemen wie Tinnitus besonders hilfreich sein.
Maskierende Geräte. Diese Hörgerät-ähnlichen, im Ohr getragenen Geräte erzeugen ein helles, gleichmäßiges und leises Rauschen, das die Symptome des Tinnitus überdeckt.
Musik bei Tinnitus. Ein Gerät bietet individuell programmierte tonale Musik, die die spezifischen Frequenzen des Tinnitus maskiert. Mit der Zeit kann diese Technik bei Tinnitus dazu verhelfen, dass die betreffende Person sich nicht mehr auf ihn konzentriert. Beratung ist oftmals Bestandteil einer Tinnitus-Retraining-Therapie.

 

Medikamentöse Behandlung bei Tinnitus

Medikamente können Tinnitus nicht heilen, doch in einigen Fällen können sie helfen, die Schwere der Symptome oder Komplikationen zu reduzieren. Zu den verwendeten Medikamente gehören:

Trizyklische Antidepressiva wie Laroxyl und Nortrilen. Allerdings werden diese Medikamente nur bei schwerem Tinnitus angewendet, da sie unangenehme Nebenwirkungen verursachen können, darunter Mundtrockenheit, Verschwommensehen, Verstopfung und Herzprobleme.
Tafil kann zur Verringerung der Tinnitussymptome helfen, doch die Nebenwirkungen können Schläfrigkeit und Übelkeit sein. Es kann auch abhängig machen.

Laser-Therapie
Der Laser ist ein Gerät, das den zellulären Stoffwechsel im Bindegewebe und im Immunsystem erhöht.
Laserstrahlen stimulieren die Energieproduktion in den Zellen und die Folge ist die Regeneration des geschädigten Gewebes.

Chirurgische Operation: Wenn ein chronisches Tinnitus-Problem besteht oder dieser durch einen gutartigen Tumor hervorgerufen wird, ist es besser, einen chirurgischen Eingriff für eine vollständige Heilung in Erwägung zu ziehen.

Andere Therapien bei Tinnitus

Anwendung kognitiver Verhaltenstherapie (KVT): mit Hilfe der kognitiven Verhaltenstherapie untersucht ein Arzt unerwünschte Gedanken, Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen eines Patienten.

Entspannungstherapie: Entspannungstherapien (wie Yoga, Meditation und Hypnose) helfen bei der Behandlung von Tinnitus. Alle dieser Therapieformen können helfen, Stress und Angst abzubauen, die diese Erkrankung verursachen können.

Therapie aus der Drogerie: Bei der Behandlung des Tinnitus benutzt ein Kräuterkenner eine Zusammenstellung von Küchenschelle und Chinesischem Fingerhut.

Diese helfen beim Rückgang folgender Symptome dieser Erkrankung:

  • Schwindel
  • Hörverlust
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Verschwommensehen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Neuralgie

 

Behandlung bei verstopften Ohren

Hier einige wirksame Heilmittel bei verstopften Ohren, die das Knacken im Ohr effektiv behandeln:


Ohren sauber halten. Die Ohren müssen regelmäßig gereinigt werden.

Kieferübungen durchführen
Ohrenknacken beim Gähnen tritt auf, wenn sich eine Schwellung nahe am Gehörgang befindet. Nicht besorgt sein! Den Mund gut öffnen und die Kiefer so dehnen, dass das Ohr den Druck ausgleicht. Dies ist eine der besten Methoden, den Druck im Ohr zu entlasten.


Valsalva-Manöver für Taucher
Ohrensausen tritt sehr häufig bei Tauchern auf.
Sie führen dann das Manöver nach Valsalva durch, um den Luftdruck auszugleichen. Bei dieser Prozedur drücken sie zuerst die Nasenlöcher zusammen, um zu verhindern, dass Luft austritt, dann atmen sie tief ein und atmen gegen die geschlossenen Nasenlöcher aus. Dadurch wird der Druckausgleich forciert.

Massageöle
Therapeutische Öle wie das Öl der kleinblütigen Königskerze (Verbascum thapsus) wird oft angewendet, um Ohren und Atemprobleme zu behandeln.


Gesunde Lebensmittel essen
Die meisten Menschen ignorieren diesen Faktor. Man sollte eine gute Ernährung mit ausreichenden Vitaminergänzungsmitteln aufrechterhalten. Die Einnahme von Vitaminen aus dem B-Komplex ist für ein gesundes Ohr wichtig. Zudem geht man davon aus, dass Gehörstörungen mit einem Mangel an Mineralien wie Mangan verbunden sind.

 

Wie lange dauert ein Tinnitus? Prognose

Die Dauer des Tinnitus hängt von der Ursache ab. Wird er beispielsweise durch hohen Blutdruck hervorgerufen, vergeht er, wenn das zugrunde liegende Gesundheitsproblem gelöst ist.
Bei einem chronischen Tinnitus wird der Patient mit dieser Störung langfristig leben müssen.