Behandlung von Tinnitus und Naturheilmittel

Tinnitus (auch bekannt als Ohrensausen) ist eine Störung, die durch die Wahrnehmung eines Ohrgeräuschs ohne das Vorhandensein eines Tons von außen gekennzeichnet ist (Phantomgeräusch).
Auch wenn es allgemein als Ohrensausen bezeichnet wird, kann das Geräusch von Person zu Person stark variieren.
In einigen Fällen ähnelt der Ton einem:

  • Brummen,
  • Klingeln,
  • Rauschen,
  • Zischen,
  • Pfeifen,
  • Tromeln.

Es ist keine Krankheit, sondern das Symptom zugrunde liegender Erkrankungen wie:

  • Ohreninfektion,
  • Ohrenschmalzpfropf,
  • Trommelfellperforation.

Der Tinnitus kann in drei Bereichen entstehen:

  • im Außen-, Mittel- oder Innenohr;
  • im Hörnerv, der das Innenohr mit dem Gehirn verbindet;
  • in dem Teil des Gehirns, der die auditiven Signale verarbeitet.

Er kann außerdem in nur einem Ohr oder beidseitig auftreten.

 

Ärztliche Behandlung des Tinnitus

Um einen Tinnitus zu behandeln, versucht der Arzt vor allem, eine zugrunde liegende heilbare Krankheit zu identifizieren, die mit den Symptomen in Zusammenhang steht.
Tritt der Tinnitus durch eine Erkrankung auf, kann der Arzt folgende Maßnahmen empfehlen:

  • Entfernung von Ohrenschmalz: Die Entfernung von Ohrenschmalz kann die Symptome des Tinnitus verringern.
    Ist übermäßiges Ohrenschmalz die Ursache, erfolgt die Behandlung, indem man das Ohrenschmalz ausspült oder mit einer Vorrichtung absaugt.
  • Benutzung von Ohrenstöpseln: Eine Person kann durch übermäßigen Lärm unter Tinnitus leiden. Deshalb kann das Tragen von Ohrstöpseln empfehlenswert sein.
  • Ohrentropfen: Eine Person mit einer Ohreninfektion kann unter Tinnitus leiden. Zur Behandlung empfiehlt der Arzt Ohrentropfen, die Hydrokortison enthalten oder oral einzunehmende Antibiotika. Diese helfen bei der Verminderung des Juckreizes und Ohrgeräuschs. Es wird empfohlen, vor Beginn einer Therapie einen Arzt zu konsultieren.
  • Behandlung einer Gefäßerkrankung: Vaskuläre Erkrankungen können mit Medikamenten, einer Operation oder einer anderen Therapie behandelt werden.
  • Wechsel des Medikamentes: Scheint ein Medikament die Ursache für einen Tinnitus zu sein, kann der Arzt empfehlen, es abzusetzen, die Dosis zu verringern oder ein anderes Medikament verordnen.
  • Laser-Therapie: Der Laser ist ein Gerät, das den zellulären Stoffwechsel im Bindegewebe und im Immunsystem erhöht.
    Laserstrahlen stimulieren die Energieproduktion in den Zellen und die Folge ist die Regeneration des geschädigten Gewebes.
  • Chirurgische Operation: Wenn ein chronisches Tinnitus-Problem besteht oder das Ohrensausen durch einen gutartigen Tumor hervorgerufen wird, kann man einen chirurgischen Eingriff für eine vollständige Heilung in Erwägung zu ziehen.

 

Medikamentöse Behandlung bei Tinnitus

Medikamente können Tinnitus nicht heilen, doch in einigen Fällen können sie helfen, die Schwere der Symptome oder Komplikationen zu reduzieren. Zu den verwendeten Medikamente gehören:

Trizyklische Antidepressiva wie Laroxyl und Nortrilen. Allerdings werden diese Medikamente nur bei schwerem Tinnitus angewendet, da sie unangenehme Nebenwirkungen verursachen können, darunter:

  • Mundtrockenheit,
  • Verschwommensehen,
  • Verstopfung,
  • Herzprobleme.

Tafil kann zur Verringerung der Tinnitussymptome helfen, doch zu den Nebenwirkungen gehören:

  • Schläfrigkeit,
  • Übelkeit.

Es kann außerdem zu Abhängigkeit führen.
Bei plötzlicher Schwerhörigkeit kann der Arzt Kortison verschreiben.

Geräuschunterdrückung

In einigen Fällen kann ein helles Geräusch den Ton unterdrücken, so dass es weniger lästig ist. Der Arzt kann die Anwendung eines elektrischen Gerätes empfehlen, um das Geräusch zu unterdrücken. Gräte dafür sind:

Gerät für helle Geräusche. Diese Geräte (die Umweltklänge wie Nieselregen oder Meereswellen erzeugen) sind oftmals eine wirksame Therapie bei Tinnitus. Eine Person könnte ein Gerät zur Erzeugung von weißem Rauschen mit Lautsprechern im Kissen versuchen, was zum Schlaf verhilft.

Man kann mithilfe eines Computers Webseiten aufrufen, die weißes Rauschen erzeugen, wie:

Um das innere Geräusch während der Nacht zu überdecken, könnte auch ein Ventilator, Raumbefeuchter, Entfeuchter und eine Klimaanlage im Schlafzimmer helfen.

Hörgeräte. Diese können bei Gehörproblemen besonders hilfreich sein. Aufgrund eines Hörverlusts sind die akustischen Reize nicht in der Lage, die auditiven Neuronen zu stimulieren.
Die Folge ist eine Überreizbarkeit der Neuronen, die der Person erlaubt, Geräusche wahrzunehmen, das heißt die Nervenzellen aktivieren sich auch bei schwachen Reizen.
Diese Art von Tinnitus kann durch Hörprothesen behandelt werden, die die normale Funktionsfähigkeit des Systems wiederherstellen.
Man muss Hörgeräte wählen, die den Gehörgang nicht verschließen, dann sonst hallen die äußeren und inneren Stimmen oder Geräusche im Ohr nach.
Man muss nicht stark schwerhörig sein, um einen Tinnitus zu vernehmen.

Maskierende Geräte. Diese Hörgerät-ähnlichen, im Ohr getragenen Geräte erzeugen ein helles, gleichmäßiges und leises Rauschen, das die Symptome des Tinnitus überdeckt.

Musik bei Tinnitus. Ein Gerät erzeugt individuell angepasste Musik, die die spezifischen Frequenzen des Tinnitus maskiert. Mit der Zeit kann diese Technik bei Tinnitus dazu verhelfen, dass die betreffende Person sich nicht mehr auf ihn konzentriert.

Die Musiklautstärke soll den Tinnitus nicht übertönen, sondern sollte minimal eingestellt sein, um:

  • die Wahrnehmung des Pfeifens zu hemmen,
  • den Patienten vom Ohrensausen abzulenken.

 

Andere Therapien bei Tinnitus

Muskel-Skelett-Therapie: Wenn der Tinnitus vom Kiefergelenk herrührt, gibt es drei Spezialisten, bei denen der Patienten Hilfe finden kann:

  • Der Zahnarzt kann Okklusionsstörungen der Zähne korrigieren.
  • Der Osteopath kann die Gelenke lösen, die Muskulatur, die den Unterkiefer bewegt, entspannen und die Spannungen der Bindegewebsfaszien mindern.
  • Der Gnathologe ist ein wichtiger Berater, um zu entscheiden, ob eine Zahnschiene oder andere Geräte notwendig sind.

Anwendung kognitiver Verhaltenstherapie (KVT): Mit Hilfe der kognitiven Verhaltenstherapie untersucht ein Arzt unerwünschte Gedanken, Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen eines Patienten.

Entspannungstherapie: Entspannungstherapien (wie Yoga, Meditation und Hypnose) helfen bei der Behandlung von Tinnitus. Alle dieser Therapieformen können helfen, Stress und Angst abzubauen, die diese Erkrankung verursachen können.

Therapie aus der Drogerie: Bei der Behandlung des Tinnitus benutzt ein Kräuterkenner eine Zusammenstellung von Küchenschelle und Chinesischem Fingerhut. Diese helfen beim Rückgang folgender Symptome dieser Erkrankung:

  • Schwindel
  • Hörverlust
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Verschwommensehen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Neuralgie

 

Behandlung bei verstopften Ohren

Hier einige wirksame Heilmittel bei verstopften Ohren, die das Knacken im Ohr effektiv behandeln:

Ohren sauber halten
Die Ohren müssen regelmäßig gereinigt werden.

Kieferübungen durchführen
Ohrenknacken beim Gähnen tritt auf, wenn sich eine Schwellung nahe am Gehörgang befindet. Nicht besorgt sein! Den Mund gut öffnen und die Kiefer so dehnen, dass das Mittelohr den Druck ausgleicht. Dies ist eine der besten Methoden, den Druck im Ohr zu entlasten.

Valsalva-Manöver für Taucher
Ohrensausen tritt sehr häufig bei Tauchern auf.
Sie führen dann das Manöver nach Valsalva durch, um den Luftdruck auszugleichen. Bei dieser Prozedur drücken sie zuerst die Nasenlöcher zusammen, um zu verhindern, dass Luft austritt, dann atmen sie tief ein und atmen gegen die geschlossenen Nasenlöcher aus. Durch diese Kraft wird der übermäßige Druck im Mittelohr abgelassen.

 

Natürliche Heilmittel bei Tinnitus

Die nachfolgend genannten Heilmittel können zu Hause angewandt werden:

Ginkgo-Extrakt ist eines der am häufigsten verwendeten Heilmittel.
Nach einer Revision der wissenschaftlichen Literatur (von Alexander von BoetticherEar, Nose and Throat Surgery, Lüneburg, Deutschland) sollte die Tagesdosis 120-240 mg betragen.

Die Behandlungsdauer bei chronischem Tinnitus beträgt 12 Wochen.
Laut der Studie zeigt der Ginkgo-Extrakt eine bessere Wirkung als das Placebo und verbessert die Lebensqualität.

Es gibt verschiedene Kräuter und natürliche Nahrungsmittel, die seit Jahrhunderten zur Verminderung des Tinnitus benutzt werden. Dazu gehören:

  • Sesamsamen
  • Actaea racemosa
  • Schale der Myrica
  • Große Klettenwurzel
  • Hydrastis
  • Blätter und Blüten des Weißdorn
  • Kleines Immergrün
  • Spinat
  • Kräutertee von griechischen Heublumensamen, Fencheltee oder Kräutertee von Römischer Kamille
  • Rizinusöl
  • Saft der Zwiebel

Andere Heilmittel auf der Basis von Kräutern:

  • Misteltee
  • Schachtelhalm
  • Bärlauchsaft
  • Passionsblume

Trotz allem ist ein Besuch beim Arzt angeraten, ehe mit irgendwelchen Kräuteranwendungen begonnen wird.

Außer den oben genannten Heilmitteln kann man sehr einfachen Ratschlägen folgen, um die Ohren gesund zu erhalten, wie Dampfinhalationen, Nasenspülungen bei Schnupfen, um Verstopfungen zu lösen und Gurgeln mit heißem Wasser zweimal täglich.
Im Falle schwerwiegender Ohrblockaden empfehlen Ärzte abschwellende Mittel wie Pseudoephedrin.

 

Diät und Ernährung bei Tinnitus

Der Betreffende sollte vermeiden zu essen:

  • verarbeitete Lebensmittel, vor allem Süßspeisen mit Creme und Milchprodukten;
  • Speisen, die gesättigte Fettsäuren enthalten;
  • anregende Getränke (Kaffee, Tee usw.) und kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol;
  • Salz.

Laut Hygienismus (eine Naturmedizin) sollte die normale Ernährung viel Obst und Gemüse enthalten.
Das sind die Hauptnahrungsmittel zusammen mit:

  • Schalenfrüchten,
  • Kartoffeln.

Viele Menschen glauben nicht, dass sich der Tinnitus allein durch die Ernährung heilen lässt, dennoch kann diese natürliche Behandlungsform das Blut entgiften und die Ursache für das Pfeifen im Ohr beseitigen.

Wer kein Vegetarier oder Veganer werden will, kann es mit der Blutgruppendiät versuchen, die ausgezeichnete Ergebnisse erzielen kann, aber sie muss konsequent eingehalten werden.
Nach dieser Ernährungstheorie ist die Ursache für den Tinnitus eine Störung, die durch die Verdauung von Lebensmitteln entsteht, die mit dem Immunsystem der Person inkompatibel sind.
Laut Blutgruppendiät gibt es Lebensmittel, die dieses Symptom hervorrufen können, aber Milch und Milchprodukte (Joghurt und Käse) sind dabei die Hauptverantwortlichen.
Außerdem kann ein Angehöriger der Blutgruppe 0 das Ohrensausen nach dem Genuss einer Tasse Kaffee vernehmen und eine Person mit Blutgruppe B nach dem Verzehr von Haselnüssen.
Einige Nahrungsmittel sind morgens und nachmittags bis 17 Uhr erlaubt, aber nicht am Abend, weil der Körper die dort enthaltenen Zucker nicht ausreichend schnell verarbeiten kann, dazu gehören:

  • Zucker,
  • Wein.

Wichtig wäre, in die Ernährung auch Nahrungsmittel aufzunehmen, die einen hohen Anteil an Vitamin A, B und E, Magnesium, Zink usw. enthalten. Getränke wie Tee, Kaffee und Alkohol verschlimmern das Problem.

 

Natürliche Behandlungsformen bei Tinnitus

Alternative Behandlungsmethoden
Man sollte regelmäßig Sport treiben, um dieser Erkrankung vorzubeugen.

Es gibt viele alternative Behandlungsmethoden, die manchem Patienten geholfen haben, doch es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise für zum Beispiel:

  • Akupunktur,
  • traditionelle chinesische Medizin,
  • Pranotherapie,
  • craniosacrale Therapie.