Eisprung berechnen

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Der Eisprung (auch Ovulation oder Follikelsprung) ist eine Phase des weiblichen Menstruationszyklus, in dem einer der Eierstöcke eine Eizelle ausstößt.


Häufig ist dies etwa in der Zyklusmitte der Fall, auch wenn der genaue Zeitpunkt variieren kann.

 

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Während jedes Menstruationszyklus beginnen verschiedene Eibläschen unter Einfluss der Hypophysenhormone zu reifen und sich zu entwickeln.
Gewöhnlich entwickelt sich nur ein Follikel vollständig. Anschließend ziehen sich die anderen Follikel zurück, während der entwickelte und dominante Follikel eine Eizelle freigibt, die befruchtet werden kann.

Der Eisprung tritt typischerweise zwischen dem 13. und 15. Zyklustag auf, doch in gewissen Fällen kann er verfrüht oder verspätet sein (zum Beispiel am 17. oder 20. Tag).
Das ist bei Frauen mit einem verkürzten oder verlängerten Zyklus der Fall, zum Beispiel in der Prä-Menopause.
Manche Medikamente, ein Trauma oder die Ernährungsweise können die weiblichen Hormone verändern und zu einem blockierten oder ausbleibenden Eisprung führen.
Das Paradoxe in dieser Situation ist, dass man auch durch einen Geschlechtskontakt während der Menstruation schwanger werden kann.
Spermien bleiben in der Gebärmutter bis zu 6 Tage am Leben. Hat eine Frau am 10. Tag einen Eisprung, jedoch an den Tagen 4-5 ungeschützten Geschlechtsverkehr während noch Blutungen bestanden, kann die Befruchtung noch an Tag 10 mit den im Eileiter verbliebenen Spermien erfolgen.
In der Woche nach der Monatsblutung ist eine Befruchtung möglich, während in der letzten Woche eines regulären Monatszyklus (28 Tage) keine Befruchtung stattfinden kann, weil die Ovulation bereits abgeschlossen ist.

Ovulation nach Fehlgeburt und Ausschabung
Nach einem Spontanabort erfährt die Frau ihre nächste Ovulation nach etwa 2-4 Wochen.


Ovulation nach Einnahme der Antibabypille
Die Antibabypille funktioniert, indem sie die Ovulation verhindert. Beendet man die Einnahme der Pille, kehren die Hormone sehr schnell zu ihrem normalen Spiegel zurück, gewöhnlich innerhalb von ein paar Tagen.
Das bedeutet, dass eine erneute Produktion der Follikel beginnt, die schließlich zum Eisprung führen.
Jeder reagiert auf eine andere Weise, manche können ein paar Wochen bis zur Ovulation benötigen, für wiederum andere vergehen einige Monate, doch im Allgemeinen sollte der Körper innerhalb von zwei bis drei Monaten nach Absetzen des Kontrazeptivums wieder regeneriert sein.
Hatte eine Frau bereits vor der Einnahme der Antibabypille Probleme bezüglich des Eisprungs, bleiben diese danach auch weiterhin bestehen.
Manche Frauen nehmen die Pille bei unregelmäßiger Menstruation und anderen Symptomen. Man kann aber nicht erwarten, dass alle Probleme nach dem Absetzen der Pille gelöst sind.

Wie erkennt man, dass der Eisprung stattfindet?

Während jedes monatlichen Zyklus haben gesunde Paare von zwanzig oder dreißig Jahren, die keine Verhütungsmittel verwenden, eine Chance von 20 %, schwanger zu werden.
Dies ist ein überraschend hoher Prozentsatz, wenn man bedenkt, dass eine Empfängnis nur im Moment um den Eisprung stattfinden kann – ein kurzer Zeitraum, der gewöhnlich 12-24 Stunden im Monat dauert, in denen das Ei zur Befruchtung bereit ist.
Man muss bedenken, dass das Sperma in der Lage ist, drei bis sechs Tage zu überleben und das Ei zu befruchten, ganz gleich, wo es sich befindet.
Das Ei kann außerhalb seiner Umgebung nicht lange überleben.
Das bedeutet, dass nach einem Geschlechtsverkehr, der wenige Tage vor der Ovulation erfolgte, noch eine Menge von Spermien im weiblichen Genitalapparat vorhanden sein können, die die Eizelle befruchten, nachdem sie ausgestoßen wird.


Verzögert sich der Zyklus um einige Tage, sollte man besser einen Schwangerschaftstest durchführen.

Wichtig: Es ist nur eine Samenzelle (Spermatozoon) erforderlich, um ein Kind zu zeugen.

Natürlich wäre es ideal, am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr zu haben. Nach dem Eisprung endet die fruchtbare Zeit bis zum nächsten Zyklus.

Die folgenden Methoden helfen zu verstehen, wann die Ovulation eintritt; sie bieten keine mathematische Sicherheit, doch oftmals kann man damit die Zeit des Eisprungs festlegen:

1. Berechnung der fruchtbaren Tage mit dem Kalender
Oft tritt die Ovulation in der Mitte des normalen Menstruationszyklus ein — der durchschnittliche regelmäßige Zyklus tritt alle 28 Tage ein, vom ersten Tag eines Zyklus bis zum ersten Tag des darauffolgenden. Ein normaler Zyklus kann von 23 bis 35 Tage dauern, er kann darüber hinaus auch von Monat zu Monat leicht variieren. Das Führen eines Menstruationskalenders über mehrere Monate kann helfen, den normalen Zyklus einer Frau zu verstehen.
Instrumente wie der Ovulationstest (auch LH-Test genannt) können helfen, das richtige Datum zu bestimmen. Man bekommt ihn in der Apotheke.
Ist die Menstruation unregelmäßig, sollte man auch auf andere Ovulationszeichen achten.

2. Auf Körpersignale hören
20 % der Frauen werden von ihrem Körper informiert, wenn die Ovulation eintritt.
Man kann einen dumpfen Schmerz oder Krämpfe im Unterleib verspüren. Gewöhnlich sind sie nur auf der Körperseite lokalisiert, auf der die Ovulation erfolgt.
Zentrale Schmerzen gelten als eine monatliche Erinnerung an die Fruchtbarkeit und sind vermutlich das Ergebnis der Reifung und Freisetzung eines Eis aus dem Eierstock.
Darauf ist besonders zu achten, denn es ist wahrscheinlich, dass man dieses Symptom während der Ovulation verspürt.


Pickel, die im Gesicht erscheinen, sind kein Zeichen für den Eisprung. Man sieht sie hingegen wenige Tage vor dem Eintreten der Menstruation.

3. Graphisches Aufzeichnen der Temperaturkurve
Man spricht von einer Basaltemperatur (BT).
Dazu sollte man ein spezielles Thermometer verwenden (ja, Sie ahnen es, ein Basalthermometer).
Das Messen der BT muss als Erstes am Morgen nach mindestens drei bis fünf Stunden Schlaf und noch vor dem Aufstehen aus dem Bett, dem Sprechen oder Sitzen erfolgen. Die BT ändert sich während des gesamten Zyklus in Übereinstimmung mit den Schwankungen des Hormonspiegels. Die Temperatur ist in der ersten Hälfte des Zyklus, der von Östrogenen dominiert wird, am niedrigsten. Während der zweiten Hälfte des Zyklus gibt es einen Anstieg des Hormons Progesteron (nach erfolgtem Eisprung). Progesteron erhöht die Körpertemperatur, denn es muss den Uterus auf die Befruchtung und die Einnistung (Nidation) des Eis vorbereiten.
Das bedeutet, dass in der ersten Hälfte des Monats die Temperatur niedriger ist als in der zweiten Hälfte des Monats nach dem Eisprung. Verwirrt? Hier eine Zusammenfassung: Die BT erreicht ihren tiefsten Punkt während der Ovulation und steigt dann sofort und schnell (etwa um ein halbes Grad) an, sobald der Eisprung stattfindet.
Denken Sie daran, dass der Verlauf der Basaltemperatur in einem Monat nicht die Vorhersage des Tages der Ovulation ermöglicht, sondern ein Beweis dafür ist, dass die Ovulation gerade stattgefunden hat.
Die graphische Aufzeichnung der BT über wenige Monate hilft bei der Erstellung eines Zyklusmodells, so dass man im Voraus den Tag der Ovulation für die kommenden Monate ermitteln kann.
Auf diese Weise weiß man, wann eine Empfängnis möglich ist.

4. Den Gebärmutterhals kennen
Die Ovulation ist kein völlig verborgener Prozess. Wenn der Körper einer Frau hormonelle Veränderungen erfasst, die anzeigen, dass gerade ein Ei aus dem Eierstock freigelassen wird, bereitet er sich auf die Ankunft des Spermas vor, um die Bedingungen für eine Befruchtung zu schaffen. Ein nachweisbares Zeichen der bevorstehenden Ovulation ist die Position des Gebärmutterhalses.
Der Gebärmutterhals (Cervix uteri) ist eine halsähnliche Struktur, die sich zwischen Vagina und Uterus befindet. Er muss sich bei der Geburt weiten, um den kindlichen Kopf passieren zu lassen.
Zu Beginn eines Zyklus ist die Zervix kurz, hart und geschlossen.
Nähert sich jedoch der Eisprung, richtet sie sich auf, wird etwas weicher und öffnet sich, damit das Sperma eindringen und das Ei befruchten kann.
Einige Frauen können diese Veränderung spüren, während andere damit Schwierigkeit haben.
Man kann den Gebärmutterhals täglich kontrollieren, indem man ein oder zwei Finger benutzt und die Differenz zwischen einem und dem anderen Tag in einer Graphik festhält.

5. Ein anderes Symptom der Ovulation ist der veränderte Zervixschleim (die Substanz, die die Unterwäsche klebrig macht).
Zweck des Schleims ist, das Sperma zum Ei ins Innere des Uterus zu bringen.
Wenn sich die Ovulation nähert, verändern sich Menge und Konsistenz des Schleims. Besteht keine Ovulation, kann der Zervixschleim klebrig oder cremig erscheinen oder gar nicht vorkommen. Je näher die Ovulation kommt, umso mehr nimmt der Zervixschleim an Menge zu, bekommt eine helle Farbe und erinnert in seiner Konsistenz an rohes Hühnereiweiß.
Endet der Zyklus, wird die Gebärmutter trocken.

Eisprung berechnen
Eisprung berechnen

Wenn die Zervixposition, die Basaltemperatur und die Art des Zervixschleims in einem Diagramm eingetragen werden, kann man dadurch ein extrem sicheres Instrument erhalten, um den Tag zu bestimmen, an dem wahrscheinlich der Eisprung stattfindet.

6. Ein weiteres Symptom für die Ovulation ist die Steigerung der sexuellen Lust.
Hier zeigt sich, dass die Natur weiß, was sie tut. Die Forschung hat gezeigt, dass die Frauen dann eine Steigerung der sexuellen Lust empfinden, wenn sie am fruchtbarsten sind.
Ein paar Tage vor der Ovulation macht sich der richtige Zeitpunkt bemerkbar, an dem bei Kinderwunsch Geschlechtsverkehr erfolgen sollte.

7. Schmerzende Brüste sind ein anderes Symptom der Ovulation.
Manche Frauen haben kurz vor oder nach dem Eisprung Beschwerden in der Brust. Dies hängt mit den Hormonen im Blut zusammen und dient der Vorbereitung der Frau auf eine Schwangerschaft. Verschiedene Frauen haben bestätigt, dass die letzte Bestätigung für eine Ovulation Schmerzen an den Brüsten sind.


8. Einen Ovulationstest kaufen.
Sie wollen nicht mit dem Schleim herumdoktern?
Das ist heutzutage nicht erforderlich. Das Set für die Ovulations-Vorhersage ist in der Lage, das Datum des Eisprungs 12-24 Stunden vorher zu bestimmen, indem der Spiegel des luteinisierenden Hormons  (LH) gemessen wird, das das letzte der Hormone ist, das vor der tatsächlichen Ovulation einen Spitzenwert aufweist. Alles, was man dazu tun muss ist, das saugfähige Teststäbchen in Urin zu tauchen und abzuwarten, ob die Anzeige einen bevorstehenden Eisprung erkennt.

Wie funktioniert der Ovulationstest?

Die Tests basieren auf einem Anstieg des Hormons LH im Urin.
Dieser erfolgt ein oder zwei Tage vor der Ovulation.
Eine kleine Menge LH ist immer im Blut und im Urin vorhanden, doch in den Tagen vor dem Eisprung erhöht sich die Menge um 100 % bis 500 %.
Die fruchtbarste Periode im Zyklus ist 12 bis 36 Stunden nach dem Spitzenwert des LH.
Das ist der Zeitpunkt, bei dem eine Befruchtung am wahrscheinlichsten ist.

 


Wie wird der Ovulationstest angewendet?

Je nach der Marke des Sets, das den Urin analysiert, kann man Urin in einer Tasse auffangen oder man hält eine absorbierende Kompresse in den Urinstrahl.
Die Farbstriche erscheinen auf dem Teststreifen oder Teststäbchen, um anzuzeigen, ob der Gipfel des LH erreicht wurde.
Das digitale Set verwendet Symbole wie ein lächelndes Gesicht um anzuzeigen, wann die fruchtbarsten Tage sind.
Die Beschreibungen können leicht variieren, je nachdem, welches Set verwendet wird. Im Allgemeinen sollte man versuchen, den Urin zwischen 10 und 20 Uhr zu sammeln. Die beste Zeit ist vermutlich zwischen 14:00 Uhr und 14:30 Uhr.
Den Urin nicht unmittelbar nach dem Aufwachen testen, denn man kann den ersten Tag der LH-Spitze verpassen. Man sollte die Flüssigkeitsmenge, die man trinkt, zwei Stunden vor dem Test reduzieren. Zu viel Flüssigkeit verdünnt den Urin und könnte es erschweren, den Spitzenwert zu erkennen.


Das Ergebnis sollte man innerhalb von 5 Minuten ablesen, um ein verlässliches Resultat zu bekommen. Ein positives Resultat verschwindet nicht, doch einige negative Ergebnisse können eine zweite schwache Farbbande erkennen lassen. Nachdem das Ergebnis abgelesen wurde, wird das Teststäbchen weggeworfen.

 

Symptome der Ovulation

  • Erhöhtes sexuelles Verlangen
  • Geschwollene Brüste
  • Erhöhung der Basaltemperatur
  • Vermehrte Schleimproduktion aus der Cervix uteri

Symptome der Schwangerschaft

Die Symptome der Schwangerschaft können genauso variieren wie die menstruellen Schmerzen und sind bei jeder Frau unterschiedlich.


Einige schwangere Frauen erleben intensivere Symptome als andere oder diese treten in verschiedenen Schwangerschaftswochen auf.
Es gibt Frauen, die in den ersten Wochen keinerlei Symptome bemerken, man kann sich also nicht all zu sehr auf das Gefühl verlassen, um sicherzugehen, dass man schwanger ist.

Zu den Symptomen gehören:

  • Ausfluss durch die Nidation, begleitet von Krämpfen und Empfindlichkeit der Brüste
  • Übelkeit und mögliches Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Geschwollene Brüste
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Heißhunger auf bestimmte Speisen
  • Häufiges Wasserlassen
  • Sodbrennen
  • Verstopfung
  • Stimmungsschwankungen
  • Erhöhte Körpertemperatur