Magenkrämpfe und Magenschmerzen

Magenkrämpfe und Magenschmerzen entstehen, wenn sich die Muskeln ungewollt zusammenziehen, und sie sind in der linken Bauchregion direkt unter den Rippen zu spüren.
Die Krämpfe unterscheiden sich deutlich von Magenbrennen, Verdauungsstörungen und Regelschmerzen.

Sie werden häufig als “stark”, “stechend” und “intensiv” bezeichnet.
Die Krämpfe können jederzeit auftreten, auch bei leerem Magen.


Ursachen für Magenkrämpfe

Verschiedene Faktoren können die schmerzhaften Muskelkrämpfe auslösen.

Vielen Personen, die unter Magenkrämpfen leiden, ist die Ursachen unbekannt.

Zu den Hauptursachen gehören:

  • Essen,
  • Veränderungen der Lebensgewohnheiten,
  • stressige Situationen u.ä.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

Ernährung – man kann auf bestimmte Lebensmittel empfindlich reagieren, eine Allergie oder Intoleranz entwickeln, beispielsweise Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).
Einige Lebensmittel können Magenkrämpfe hervorrufen, wie:

  • glutenhaltiges Getreide ((beispielsweise Brot),
  • Kohl,
  • Hülsenfrüchte.

Ein sorgfältig geführtes Ess-Tagebuch kann helfen, die kritischen Speisen ausfindig zu machen.

Laktoseintoleranz – die Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose), der in Milchprodukten vorhanden ist, wie:

  • Milch,
  • Käse,
  • Sahne,
  • andere Speisen, die Milchprodukte enthalten.

Wer an Milchzuckerintoleranz leidet, produziert nicht genug Enzyme, um die Laktose verdauen und spalten zu können.
Die Symptome sind von der Menge der konsumierten Milchprodukte und von der Schwere der Störung abhängig.
Dazu gehören:

Veränderter Lebensstil – eine Veränderung der täglichen Routine (z.B. im Urlaub) kann sich auf den Stuhlgang (Darmentleerung) auswirken.
Die Flugzeug- oder Hoteltoilette mag einem nicht besonders behagen oder man fühlt sich in einer nichtfamiliären Umgebung unwohl.
Auch anderes Essen oder Dehydration, zusammen mit Klimaveränderungen, können sich auf die Verdauungsgewohnheiten auswirken.

Sorgen und Stress – mögliche Auswirkungen von Stress sind:

  • mentale oder emotionale Anspannung,
  • Verstörung,
  • Nervosität,
  • verschiedene Symptome, wie Magenkrämpfe.

Stress macht den Verstand zuweilen empfänglicher für Empfindungen, die vom Magen herrühren, so dass unangenehme Gefühle wahrgenommen werden.
Nervöse Menschen haben häufig Probleme mit dem Magen.

Hormonelle Faktoren – Hormone können den Magen beeinflussen und Frauen in den Wechseljahren unter sehr intensiven Bauchkrämpfen leiden.
Frauen mit Magenkrämpfen berichten, dass die Beschwerden in der prämenstruellen Phase zunehmen.

Lebensmittelvergiftung – die häufigsten Symptome einer Lebensmittelvergiftung sind:

  • Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Magenkrämpfe.

Es ist wichtig, viel Wasser zu trinken, um ein Austrocknen (Dehydration) zu vermeiden. Das gilt besonders für Kinder.
Wenn die Symptome andauern oder schlimmer werden, ist es ratsam, die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

Virusinfektion – es gibt verschiedene Viren, die der Gattung der Noroviren angehören und “Darmgrippe” oder Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis) verursachen. Diese Viren rufen Symptome hervor, die denen einer Lebensmittelvergiftung sehr ähnlich sind:

  • Erbrechen,
  • Magenkrämpfe,
  • Durchfall,
  • Fieber,
  • Kopfschmerzen,
  • Gelenkschmerzen.

Es gibt keine spezielle Behandlung für den Norovirus, außer der Krankheit ihren Lauf zu lassen.
Es ist wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um ein Austrocknen zu vermeiden, besonders bei Kindern.
Kinder sollten sich mit natürlichen, nicht verarbeiteten Lebensmitteln ernähren.

Krämpfe durch Magengase – Magenkrämpfe werden häufig durch im Magen eingeschlossene Gase hervorgerufen.
Das ist ein häufiges Problem, das sehr unangenehm sein kann, sich aber leicht behandeln lässt:

  • durch Ernährungsumstellung,
  • durch den Rat eines Apothekers, der verschiedene rezeptfreie Mittel empfehlen kann, wie Buscopan oder Mebeverin.

Plötzliche Koliken mit Durchfall – plötzliche Magenkrämpfe, die zusammen mit Durchfall auftreten, werden vermutlich durch eine Magen-Darm-Grippe hervorgerufen.
Das bedeutet eine Virus- oder Bakterieninfektion im Magen oder Darm.
Ohne Behandlung sollten die Beschwerden in wenigen Tagen  von selbst verschwinden.
Eine häufige Ursache der Gastroenteritis ist ein Norovirus.
Magenkrämpfen und Durchfall, die ein starkes Unwohlsein bewirken (etwa Fieber oder Schüttelfrost), könnte eine ernsthaftere Infektion zugrunde liegen, wie eine Lebensmittelvergiftung.
Auch hier tritt ohne Behandlung eine Besserung ein.
Wenn Magenkrämpfe und Durchfall länger als ein paar Tage andauern, kann eine chronische Krankheit dahinter stecken, wie das Reizdarmsyndrom.

 

Magenkrämpfe nach dem Essen

  • Einige Krankheiten verursachen Schmerzen und Krämpfe nach dem Essen, etwa 30 Minuten nach der Mahlzeit; einige Beispiele:
    Gastritis (Magenschleimhautentzündung) führt zu einer verlangsamten Verdauung; die Nahrung bleibt somit länger im Magen und führt zu einer Weitung des Organs.
  • Ein Magengeschwür entsteht durch die Verletzung der Magenwand, sodass schutzlose Gewebe mit der Magensäure in Kontakt geraten, was starke Schmerzen und Krämpfe hervorrufen kann.
    Gastritis und Geschwüre können durch die Einnahme von Entzündungshemmern wie Spondylon oder Ibuprofen hervorgerufen werden.
  • Auch Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelvergiftungen können Magenkrämpfe nach dem Essen auslösen.

 

Magenkrämpfe in der Schwangerschaft

Sind Bauchschmerzen während der Schwangerschaft normal?
Leichte Schmerzen und Krämpfe in der Bauchregion sind ganz normal für eine schwangere Frau.
Sie sind in der Regel kein Grund zur Sorge, wenn die Schwangerschaft keine anderen Komplikationen mit sich bringt.

Der Fötus übt einen starken Druck auf Gelenke, Muskeln und Venen aus.
Das kann zu Beschwerden rund um den Magen führen.

Während der Schwangerschaft verlängern sich die harten und biegsamen Gewebestrukturen (Bänder), die die Knochen verbinden, um das Wachstum der Gebärmutter zu unterstützen.
Wenn sie sich verschieben, können leichte Schmerzen auf einer oder beiden Seiten zu spüren sein.

Wenn das Kind wächst, neigt sich die Gebärmutter leicht und die Bauchmuskeln können sich verspannen oder verkrampfen. So sind vor allem auf der Seite schmerzhafte Krämpfe spürbar, nach der die Gebärmutter geneigt ist.

 

Wie lassen sich abdominale Krämpfe in der Schwangerschaft lindern?

Die meisten Bauchkrämpfe lassen sich mit Ruhe und Entspannung lindern, folgende Hausmittel können helfen:

  • Länger Zeit sitzen bleiben.
  • Hinlegen (auf die nicht schmerzende Seite) und die Füße hochlegen.
  • Ein warmes Bad nehmen.
  • Eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen auf die schmerzende Stelle legen.
  • Entspannen.

Manchmal kann Geschlechtsverkehr und das Erreichen des Orgasmus Krämpfe und leichte Rückenschmerzen hervorrufen. Ein Orgasmus kann wellenartige Bewegungen auslösen, die bis zur Gebärmutter reichen und Krämpfe verursachen können.

Bei Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft können diese Wellenbewegungen als Krämpfe oder Verspannungen wahrgenommen werden, besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel. Das ist kein Grund zur Sorge, denn es gibt keinerlei Beweise dafür, dass ein Orgasmus den Geburtsvorgang herbeiführen kann.

Die Krämpfe lassen sich lindern, wenn der Geschlechtsverkehr vorsichtig und mit Bedacht erfolgt; danach kann eine sanfte Rückenmassage helfen.

 

Magenkrämpfe durch Störungen, die nicht die Verdauung betreffen:

  1. Nebenwirkung der Chemotherapie
  2. Verdauungsstörung durch giftige chemische Substanzen
  3. Aneurysma der Aorta
  4. akute kongestive Herzinsuffizienz
  5. Übermäßige körperliche Aktivität
  6. Magenkrebs

 

Symptome von Magenkrämpfen

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Wer an Koliken leidet, beschreibt sie oft als messerstichartige Schmerzen.
Verursacht werden sie durch Spasmen im Verdauungsapparat, die Schmerzen und Beschwerden hervorrufen.

Häufig treten Magenkrämpfe auch zusammen mit anderen Symptomen auf, dazu gehören:

Wenn man ein Gefühl der Beklemmung am Mageneingang verspürt, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, weil als mögliche Ursache auch ein Herzinfarkt infrage kommt.

 

Behandlung von Magenkrämpfen

Medikamente
Bei einer Gastritis kann der Arzt säurebindende Medikamente (Antazida) verschreiben.

Buscopan
Buscopan® enthält den Wirkstoff Butylscopolaminbromid, der eine krampflösende Wirkung hat.
Buscopan entspannt die Muskeln im Verdauungstrakt, sodass die Schmerzen und Beschwerden gelindert werden.
Dieser Arzneistoff ist ein Derivat aus natürlichen Substanzen, die aus den Blättern der Duboisia gewonnen werden.

 

Natürliche Heilmittel gegen Magenkrämpfe

Viele Menschen sind der Ansicht, dass sich Verdauungsprobleme mit Kräutertees lösen lassen, ernähren sich aber weiterhin falsch.
In Wirklichkeit ist das Problem der ‎Population die Ansammlung von Toxinen durch übertriebene Ernährung und unkorrekte Kombinationen.
Der Körper kann Proteine nicht zusammen mit Kohlenhydraten und Fetten verdauen; außerdem muss Obst allein verzehrt werden.
Normalerweise werden folgende Fehler begangen:

  1. Der Verzehr von zu vielen Lebensmittel auf einmal.
  2. Essen, bevor die vorige Mahlzeit verdaut ist.
  3. Trinken am Ende der Mahlzeit.

Die Folgen sind:

  1. Die Fermentation von Zucker und Kohlenhydraten im Darm durch die Bildung von Gas und niedrigen Fettsäuren, die eine Reizung der Darmschleimhaut hervorrufen, sowie:
  • Durchfall,
  • Bauchschwellung,
  • Bauchschmerzen,
  • Blähungen.
  1. Die Fäulnis der Proteine im Darm, die zur Schlackenbildung führt, wie beispielsweise Ammoniak.

Die Toxine sammeln sich im Blut an und können Krankheiten und Symptome hervorrufen, unter anderem Magenkrämpfe.

Ernährungsweise bei Magenkrämpfen
Magenkrämpfe können durch bestimmte Nahrungsmittel verursacht werden, wie:

  • scharfes Essen,
  • frittierte Speisen,
  • Meeresfrüchte,
  • bestimmtes Gemüse, Hülsenfrüchte und Obstsorten, die Fruchtzucker (Fruktose) oder Sorbitol enthalten (z.B. Pflaumen und Aprikosen).

Am besten lässt herausfinden, ob eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln besteht, indem man einen Monat lang ein Ess-Tagebuch führt.
Dort muss alles notiert werden, was gegessen und getrunken wird, und ob und welche Beschwerden auftreten.
Dementsprechend müssen die Essgewohnheiten geändert und auf die schädlichen Speisen verzichtet werden, um zu beobachten, ob die Magenkrämpfe daraufhin nachlassen.

Pflanzliche Heilmittel
Heiße Kräutertees können bei Bauchkrämpfen sehr hilfreich sein.
Empfehlensweirt sind Kräuter und Pflanzen mit beruhigender Wirkung, wie:

  • Kamille,
  • Melisse,
  • Baldrian.

Diese Kräuter bekommt man auch als Extrakt und man kann sie als Tropfen zu sich nehmen.

Sport und Lebensweise
Regelmäßige Bewegung hilft, Stress abzubauen und den Darm zu beruhigen.
Ein täglicher Spaziergang, eine halbe Stunde schwimmen, ein Yoga- oder Pilateskurs machen bereits einen beträchtlichen Unterschied aus.
Die sportliche Betätigung wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus und verbessert die Fähigkeit der Stressbewältigung; außerdem bringt sie eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen mit sich, wie:

  • Senkung des Cholesterinspiegels,
  • Gewichtsabnahme.

Entspannung und Stressbewältigung
Auch Magen und Darm können davon profitieren, wenn man lernt, mit Stress umzugehen, und sich Zeit nimmt zu entspannen.
Versuchen Sie es mit Yoga, das:

  • Tiefenatmung,
  • Meditation,
  • Haltungsübungen

miteinander vereint.

Eine Alternative ist eine Massage oder entspanntes Liegen auf dem Sofa bei ruhiger Musik.

Ein heißes Bad löst muskuläre Spannungen und hilft dem Körper zu entspannen.
Wer sich überlastet fühlt, sollte die Ursache ergründen und Hilfe suchen.
Wer seinen Gefühlen keinen Ausdruck verleiht, kann ängstlich und depressiv werden.

 

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