Venenentzündung im Bein

Die Thrombophlebitis ist die Entzündung einer oder mehrerer Venen aufgrund der Bildung eines Thrombus.
Tiefe BeinvenenthromboseThromben bilden sich gewöhnlich in den Venen der unteren Extremitäten, sie können aber auch in den Venen der Arme und des Halses auftreten.
Die Phlebitis, die die Venen der äußeren Hautschicht betreffen, wird als oberflächliche Phlebitis bezeichnet, während Blutgerinnsel in den tieferen Venen als tiefe Venenthrombose (TVT) bezeichnet werden.
Die oberflächliche Phlebitis ist nicht schwerwiegend.
Alle können eine Phlebitis entwickeln, doch bei älteren Menschen ist die Wahrscheinlichkeit höher, vor allem für Kranke, die ans Bett gefesselt sind.

Art der Phlebitis:

  1. Chemisch – Sie wird durch reizende Substanzen oder Medikamente, wie bei der Chemotherapie, verursacht.
  2. Mechanisch – Sie kann aufgrund einer Blutentnahme entstehen, bei der ein Trauma der Venenwand verursacht wird.
  3. Infektiös oder septisch – Sie kann durch eine bakterielle Infektion nach Legen einer Nadel für eine Infusion entstehen.
  4. Die Lymphangitis ist die Entzündung eines Lymphgefäßes.


Ursachen der Venenentzündung

  • Einführen einer Kanüle (ein flexibler Schlauch, der der Übertragung von Medikamenten oder Flüssigkeiten dient) kann eine oberflächliche Vene verletzen.
  • Ein chirurgischer Einschnitt in eine Vene für einen Aderlass, die Behandlung von Krampfadern oder Varizen mittels Sklerotherapie.
  • Intravenöse Injektionen von Medikamenten können zur Verletzung einer oberflächlichen Venenwand führen und somit eine Venenentzündung verursachen.
  • Die traumatische Thrombophlebitis ist die häufigste Form der Venenentzündung. Einige Krankheiten können diese Störung begünstigen.
  • Das Trousseau-Syndrom (oder Thrombophlebitis migrans) ist eine Erkrankung, die durch wiederholte Entzündungen der Venen gekennzeichnet ist. Sie kann manchmal im Rahmen einer Krebserkrankung innerer Organe auftreten.
  • Krampfadern können mit oberflächlichen Venenentzündungen einhergehen.

 

Ursachen der tiefen Venenthrombose

Die häufigste Ursache ist ein Trauma der Gefäßwand.

Eine Phlebitis kann auch Folge langer Inaktivität sein.
Menschen, die über eine lange Zeit sitzen oder liegen haben ein größeres Risiko für diese Erkrankung, zum Beispiel während einer langen Reise im Flugzeug oder in der Rekonvaleszenz nach einer Operation.


Zu den Risikofaktoren zählen:

  1. Übergewicht
  2. Rauchen
  3. Schwangerschaft
  4. Antybabypille
  5. Medikamente (zum Beispiel bei einer Chemotherapie)
  6. Hormonersatztherapie
  7. Sonnenbrand
  8. Insektenstiche (selten)
  9. Einige Tumorarten

 

Mondor-Krankheit

Das Mondor-Syndrom ist selten und durch eine sklerosierende Thrombophlebitis der subkutanen vorderen Thoraxvenen gekennzeichnet.

Man sieht ein plötzliches Auftreten eines subkutanen Stranges, der anfangs gerötet und schmerzhaft ist. Später wird er zu einem schmerzlosen, derben und fibrösen Strang.
Die darüberliegende Haut ist angespannt und zieht sich ein.
Diese harmlose Erkrankung kann sich zu einem Brusttumor (Mammakarzinom) entwickeln.
Sie benötigt nur eine symptomatische Behandlung.

Die subkutane Thrombose des Penis (Mondor-Syndrom der Penisvene) tritt plötzlich wie eine Fibrose nahezu schmerzlos an der dorsalen Oberfläche des Penis auf.
In seltenen Fällen können ähnlich Stränge auch in der Leiste, an Bauch, Arm, Unterarm und in der Achsel auftreten.
Im letztgenannten Bereich kann er nach der Biopsie eines axillären Wächterlymphknotens erscheinen.

 

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Symptome einer Venenentzündung

Ein Mensch mit tiefer Beinvenenthrombose kann Hautrötungen und Schwellungen an den Gliedmaßen haben.
Die Symptome hängen von der Art der Phlebitis ab.

Gemeinsame Symptome einer oberflächlichen und tiefen Thrombose sind:

  1. Rötung
  2. Schmerzen
  3. Schwellung
  4. Gefühl von Brennen auf der Haut
  5. Taubheitsgefühl
  • Die Entzündung einer oberflächlichen Vene verursacht Schmerzen in der Umgebung der betroffenen Vene bis in die Hände oder Füße.
  • Rötung auf der Haut entlang der oberflächlichen Vene am Arm oder Bein.
  • Die Haut in der Umgebung der Vene kann überwärmt sein.
  • Bei einer Infektion kann Fieber auftreten.

Die Symptome können sich verschlimmern, wenn die Gliedmaße nach unten gesenkt wird, vor allem wenn man morgens aus dem Bett steigt.

Spezifische Symptome der Thrombophlebitis
Bei der TVT kann sich das Blutgerinnsel in andere Körperteile (wie Herz, Lungen usw.) fortbewegen und zu einer Lungenembolie führen.
Ein Mensch, der unter einer TVT leidet, kann folgende Symptome aufweisen:

  1. Herzrasen
  2. Atemnot
  3. Brustschmerzen

Eine Thrombophlebitis kann ein Unterschenkelgeschwür verursachen oder verschlimmern.

 

Wie erkennt man eine Venenentzündung? Diagnose

Der zuständige Facharzt ist der Angiologe, der die klinische Untersuchung vornimmt und die Anamnese erhebt. Er kann darüber hinaus folgende Untersuchungen anordnen:

Doppler,TVT

Doppler-Sonographie bei tiefer Venenthrombose

Doppler-Sonographie: Bei dieser Untersuchung werden Hochfrequenzschallwellen in den betroffenen Bereich ausgesendet.
Die Reflexion erzeugt auf dem Monitor ein Bild, über das das Vorhandensein eines Gerinnsels verifiziert werden kann.

Blutuntersuchung: Die Analysen werden durchgeführt, um erhöhte Werte von D-Dimer (eine koagulationshemmende Substanz) festzustellen.

 

Therapie bei Thrombophlebitis

Die Behandlung der Thrombophlebitis hängt von der Art und der betroffenen Körperregion ab.

Eine TVT muss unverzüglich behandelt werden, denn wenn sie vernachlässigt wird, können Komplikationen wie eine Embolie entstehen.
Der Arzt verordnet Gerinnungshemmer, um die Entwicklung weiterer Blutgerinnsel zu verhindern.
Heparin und Enoxaparin (Clexane) sind Medikamente, die injiziert werden und das Blut schnell verdünnen.
Warfarin (Coumadin) wird sofort verabreicht, jedoch braucht es ein paar Tage, um den therapeutischen Bereich im Blut zu erreichen.
Die Prothrombinzeit ist eine Blutuntersuchung, die die Schnelligkeit der Blutgerinnung misst. Sie wird zur Dosisbestimmung für Warfarin verwendet.

Gegen die Schmerzen können nichtsteroidale Entzündungshemmer angewendet werden, während Antibiotika bei Infektionen angezeigt sind.

 

Wann sollte man operieren?

Selten ist die Entfernung einer Vene notwendig (zum Beispiel der Vena saphena oder der Poplitea an der unteren Extremität).

 

Venenentzündung im Bein

Venenentzündung im Bein

Worin besteht die Therapie?

Die oberflächliche Phlebitis kann äußerlich behandelt werden.

➞ Die Behandlung sieht in der Regel die Auflage von heißen Kompressen im betroffenen Bereich vor.
➞ Schmerz und Entzündung verringern sich durch Analgetika und nichtsteroidale Entzündungshemmer.
➞ Ein Kompressionsverband kann hilfreich sein. Man kann zur Verringerung der Schwellung eine Binde benutzen, die Zinkoxid enthält.
➞ Auch wenn bei einer oberflächlichen Thrombophlebitis keine gerinnungshemmenden Medikamente verschrieben werden, können Ärzte diese Medizin Patienten verordnen, die außerdem an einer tiefen Beinvenenthrombose leiden.

Achtung, eine Physiotherapie ist bei einer tiefen Beinvenenthrombose kontraindiziert, denn sie kann ein Ablösen des Thrombus begünstigen, der eine gefährliche Lungenembolie auslösen könnte.
Insbesondere müssen manuelle Lymphdrainage, Massage, Pressotherapie und Gerätetherapie gegen Schmerzen, wie Tecar, Laser und Ultraschall vermieden werden.

In der ersten Phase empfiehlt der Arzt, Sport und insbesondere das Laufen zu unterlassen.

Naturheilmittel bei Phlebitis

Die Behandlungen der Phlebitis zielen darauf ab, die Entzündung im Gefäßsystem unabhängig von ihrer Ursache zu verringern.
Die hilfreichsten Hausmittel aus Großmutters Zeit, die die Durchblutung und Entzündung regulieren, sind Zitrone, Cayennepfeffer und Melasse.
Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Zirkulation zu fördern.


Melasse
Melasse ist eine nahrhafte, hoch konzentrierte Substanz.
Sie enthält Magnesium, Kalium, Eisen und viele andere Nährstoffe.
Melasse hilft, freie Radikale zu eliminieren, und verdünnt das Blut.

Cayennepfeffer
Diese Substanz ist reich an Capsaicin, das blutverdünnend wirkt und die Durchblutung reguliert. Cayenne dient auch der Linderung von Schmerzen und zur Verringerung der Entzündung.

 

Wie lange dauert die Erkrankung? Prognose

Die tiefe Beinvenenthrombose heilt in einer Zeit von zwei bis vier Monaten, doch in schwerwiegenden Fällen kann es auch länger dauern.

Vorbeugung

Um einer Venenentzündung vorzubeugen, sollte eine länger andauernde sitzende Position und das Tragen von engen Hosen vermieden werden.
Regelmäßige Bewegungsübungen helfen bei der Durchblutung und beugen einer Phlebitis vor.