Schwere Beine

Schwere und müde Beine können die Folge von Durchblutungsstörungen oder anderen Beschwerden sein.
Das Blut gelangt über die Arterien in alle Bereiche des Körpers und fließt über die Venen zum Herzen zurück.

Dadurch, dass sich das Herz in einer höheren Position als die Beine befindet, muss das Blut aus den unteren Extremitäten gegen die Schwerkraft gepumpt werden.

Die Muskelkontraktionen in den Beinen funktionieren bei Bewegung wie eine Pumpe und indem die Venen zusammengedrückt werden, gelangt das Blut nach oben.
Damit sich das Blut bei jeder Bewegung durch die Muskelkontraktion stets nach oben bewegt, verhindern kleine unidirektionale Venenklappen während der Muskelentspannung seinen Rückfluss.
Frauen leiden aufgrund der Hormone mehr als Männer unter niedrigem Blutdruck, wodurch das das Blut Mühe hat, zum Herzen zurückzukehren.

Während langer Untätigkeit, zum Beispiel wenn man über längere Zeit in derselben Position steht oder sitzt, komprimiert sich die Beinmuskulatur nicht ausreichend, um das Blut nach oben zu befördern.
Folge ist, dass sich das Blut in den Venen staut und somit die Drainage aus dem Gewebe begrenzt ist.
Das kann zu einem Gefühl von Schwere und Spannung im Bein führen, macht es schmerzhaft und schwer.

Wenn diese Krankheit fortbesteht und nicht behandelt wird, funktionieren letztendlich die kleinen Venenklappen nicht mehr richtig und es kommt zu Knöchelschwellungen, Krampfadern und möglicherweise auch zu einer tiefen Beinvenenthrombose.

Außer langem Sitzen oder Stehen sind die Gründe einer schlechten Durchblutung in den Beinen:

  • Schwangerschaft, Übergewicht, bewegungsarme Lebensweise, Tragen zu enger Kleidung oder übereinandergeschlagene Beine können die Durchblutung behindern.
  • Hitze, Feuchtigkeit oder übermäßiger Alkoholgenuss können die Venen erweitern und das Blut in den Beinen stauen.
  • Im Sommer sind die Beine besonders schwer.
  • Hohe Absatzschuhe oder Schuhwerk mit starren Sohlen können die korrekte Funktion der Muskelpumpe behindern.
  • Die Tageszeit wirkt sich auf die Schwere der Beine aus. Tatsächlich sind am Abend oder nachts, sobald man zu Bett geht, die Beine stärker geschwollen und schwerer.
  • Rauchen und andere Arten von Tabakkonsum, hohe Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck (arterielle Hypertension) schädigen die Venen.
  • Angst, zu den Symptomen von Angst und Stress gehören schwere Beine (vor allem bevor man zu Bett geht), Schwindel und Kribbeln in Händen und Füßen.
  • Hat man Eltern oder enge Verwandte, die schmerzende Beine haben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dieselben Symptome zu bekommen. Dies kann auf eine genetische Verbindung hinweisen.
  • Hormone und Menstruationszyklus; das prämenstruelle Syndrom verursacht Schwellungen am ganzen Körper, auch an den Beinen. Die Antibabypille kann schwere Beine verursachen.
  • Schilddrüsenerkrankungen; Hypothyreoidismus verursacht Flüssigkeitsretention in den unteren Extremitäten.
  • Tumoren; Krebs kann einen negativen Einfluss auf den gesamten Körper haben und in den Endstadien geschwollene und schwere Beine verursachen.

Schwere Beine verursachen ein Gefühl von Schwere, Schmerzen in den Beinen und Schwellungen.
Diese Beschwerden können durch eine Veneninsuffizienz verursacht sein, eine Erkrankung, bei der die Venen nicht genügend Blut zum Herzen transportieren.

Symptome der Veneninsuffizienz sind:

  1. Schmerzen in den Beinen
  2. Geschwollene Beine
  3. Geschwollene Knöchel und Füße
  4. Blaue Flecke
  5. Krämpfe
  6. Krampfadern
  7. Brennen an den unteren Extremitäten


Diese Symptome können auch durch eine schlechte Durchblutung hervorgerufen werden oder mit einem bewegungsarmen Lebensstil zusammenhängen.
Oft weisen Patienten, die über längere Zeit gesessen haben, das Gefühl der Schwere in den unteren Extremitäten auf.
Die Betroffenen, die unter diesen Beschwerden leiden, können das Gefühl haben, als hätten sie Gewichte an den Beinen, vor allem wenn sie gehen oder Treppen steigen.
Manchmal kann das Gefühl der Schwere auch von Schmerzen begleitet sein. Doch nicht alle Patienten mit schweren Beinen haben diese Symptome.
Ist Schmerz vorhanden, kann er in einem oder beiden Beinen auftreten, doch in der Regel nimmt man ihn gleichzeitig in beiden Beinen wahr.

Menschen mit schweren Beinen können auch kalte Füße haben.
Der Grund ist, dass die schlechte Durchblutung an den unteren Extremitäten das Blut nicht frei strömen lässt.
Meist wird Patienten, die diesen Nebeneffekt haben, eine Lymphdrainage empfohlen.

Schwere Beine können schwierig zu diagnostizieren sein, weil es keine Untersuchungen gibt, die die Höhe des Drucks, der in den Beinen verspürt wird, messen können.
Aus diesem Grund verlassen sich Ärzte auf die Schilderung der Person, wenn sie die Diagnose erstellen.
Viele Ärzte sind über diese Beschwerden skeptisch und halten ihre Patienten für Hypochonder oder meinen, dass sie die Empfindungen, die mit diesen Beschwerden zusammenhängen, übertreiben.

Schwere Beine können Anzeichen ernsthafter Erkrankungen sein, die typischerweise mit Durchblutungsstörungen einhergehen. Menschen, die das Gefühl von Schwere und Schmerz in den unteren Extremitäten verspüren, sollten eine Kontrolluntersuchung in Erwägung ziehen, um eine Herzkrankheit auszuschließen.

 

Symptome schwerer Beine

Die ersten auftretenden Symptome sind Beschwerden in Füßen und Beinen am Ende des Tages.
Gewöhnlich vergehen die Symptome unter Ruhebedingungen.
Die Beschwerden können Muskelkrämpfe in den Beinen, kalte Füße oder Spannungsgefühle in den unteren Gliedmaßen verursachen, die als schwer, müde und schmerzend empfunden werden. Die Knöchel können anschwellen und es kann zu Juckreiz und Farbveränderungen an den Beinen kommen. Hautläsionen oder Abschürfungen könnten nur sehr langsam heilen.

 

Therapie bei schweren Beinen

Es gibt Nahrungsergänzungsmittel zur regelmäßigen Einnahme, die natürliche Extrakte wie Flavonoide enthalten, um die Beinvenen gesund zu erhalten.
Flavonoide sind pflanzliche Antioxidantien, die wirken, indem sie die aus den Kapillaren in die Venen austretende Flüssigkeit auf einem normalen Niveau halten, auch dann, wenn man länger steht oder sitzt.
Es gibt auch Gels, die zur Stimulation der Durchblutung ins Bein einmassiert werden können. Sie kühlen ermüdete Beine und lindern die Spannungszustände der Gliedmaße.
Wird der Schmerz im Bein zu einem Problem, kann man Analgetika wie Paracetamol oder Ibuprofen anwenden.

Die bevorzugte Therapie bei schweren Beinen ist das Hochlagern der unteren Extremitäten beim Schlafen oder bei längerem Sitzen. Andere Menschen glauben, dass leichte gymnastische Übungen wirksam sein können. Das Trinken von heißem Tee, das Tragen von Kompressionsstrümpfen und Massagen sind Möglichkeiten, den Beschwerden zu begegnen.

 

Heilmittel für schwere Beine

Einige einfache Veränderungen des Lebensstils können helfen, die Beine gesund zu halten und die Durchblutung der Venen zu unterstützen.

  • Regelmäßige Übungen zur Kräftigung der Beinmuskeln und Verbesserung der Muskelpumpe, die das Blut zum Herzen treibt, ausführen.
  • Wenn man längere Zeit sitzt oder steht, die Beinmuskeln anspannen und entspannen, die Füße kreisen und die Zehen bewegen.
  • Tagsüber Beine, Knöchel und Füße in Bewegung halten.
  • Versuchen, die Beine nicht für zu lange Zeit zu überkreuzen, denn das behindert die Durchblutung in den Venen.
  • Am Arbeitsplatz bequeme Schuhe und Stützstrümpfe tragen, wenn man längere Zeit stehen muss.
  • Versuchen, das Körpergewicht in regelmäßigen Abständen von einem Bein auf das andere zu verlagern, anstatt die meiste Zeit nur ein Bein mit der Hauptlast zu belasten.
  • Hat man Übergewicht, sollte man abnehmen.
  • Eine ausgewogene Ernährung befolgen, den Anteil von Obst und Gemüse erhöhen, weniger Snacks und gesättigte Fette zu sich nehmen.
  • Unter den pflanzlichen Heilmitteln sind Kräutertees mit folgenden Bestandteilen: Wassernabel, schwarze Johannisbeere, Mäusedorn und Hagebutte.
  • Viel Wasser zur Erhaltung der Hydratation trinken.
  • Keine enganliegende Kleidung tragen, vor allem solche, die im Taillenbereich, an den Oberschenkeln und an den Beinen eng ist. Diese Kleidungsstücke behindern den Blutfluss zum Herzen und können die Schmerzen im Bein verstärken.
  • Falls man raucht, sollte man sich das Rauchen abgewöhnen.
    Das Abgewöhnen des Rauchens verringert nicht nur die Beinschmerzen, sondern ist auch der wirksamste Weg zur Verbesserung der Gesundheit und der Möglichkeit, einen vorzeitigen Tod zu verhindern.
  • Verursachen die Beine starke Schmerzen, kann man es mit einem kalten Wasserstrahl in der Dusche oder Badewanne versuchen.
  • Ein Hausmittel aus Großmutters Zeit ist ein Fußbad in lauwarmem Wasser mit Backpulver, um überschüssige Flüssigkeit zu absorbieren.
  • Die Durchblutung kann man durch tägliches Trockenbürsten mit Naturborsten oder durch sanftes Massieren der Beine stimulieren.
  • Sind die Beine müde und schmerzend, hilft es, bei Ruhepausen die Beine auf einem Kissen über die Höhe des Herzens zu lagern.

Bei geschwollenen und schweren Beinen kann der Arzt einige Medikamente verschreiben, darunter Venoruton mit dem Wirkstoff Oxerutine.

Schwere Beine
Schwere Beine

Nützliche Tipps für geschwollene und schwere Beine

  • Einfache Übungen für Beine und Füße durchführen.
  • Aktiv bleiben und regelmäßige Übungen machen.
  • Viel Wasser trinken – empfohlen werden 8 Gläser am Tag.
  • Die Beine nicht übereinanderschlagen.
  • Bequeme Schuhe tragen.
  • Stützstrümpfe tragen.
  • Beine massieren.
  • Beine mit kaltem Wasser abbrausen.

 

Welchen Sport kann man machen?

Rennradfahren, Wandern, Schwimmen und Skifahren sind erlaubt.
Reiten ist nicht zu empfehlen, weil es dazu zwingt, eine feste Position einzuhalten, die den venösen und lymphatischen Rückstrom verlangsamt.

 

Schwere Beine beim Laufen

Ursachen
Man kann nach dem Laufen schwere Beine haben, wenn die Beine nach übermäßigem Laufen ohne die notwendigen Pausen ermüdet sind, vor allem beim Laufen auf harten Oberflächen oder mit ungeeignetem Schuhwerk. Ein Wettkampf oder Wettlauf kann die Menge der Milchsäure im Körper erhöhen und dadurch Müdigkeit in den Beinen hervorrufen.
Außerdem kann sich eine Schwere der Beine entwickeln, wenn häufig Arbeiten in großer Höhe ausgeführt werden oder oft ein Sprint eingelegt wird.
Traumen und Muskelverletzungen in den Beinen wie Distorsion oder Überanstrengung, können während des Laufens zu schweren Beinen führen.
Man kann sie auch als Folge einer Erkrankung wie Periostitis, Tendinitis und Kompartmentsyndrom entwickeln.

Therapie bei schweren Beine während des Laufens
Pause machen und hinsetzen, sobald sich Symptome entwickeln. Eine Eispackung oder in ein Handtuch eingewickelte Eiswürfel auf den Beinen lindern Entzündung, Schwellung und Schmerz.
Auch das Auflegen einer Heizquelle, beispielsweise eines Heizkissens oder einer Decke auf die Beine bewirkt eine schnelle Linderung der Symptome.
Die Gliedmaßen mit einer Bandage umwickeln oder vom Arzt verschriebene Stützstrümpfe tragen und die Beine hochlegen, um den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu erleichtern.

 

Müde Beine am Morgen

Wenn man beim Erwachen ein ungutes Gefühl aufgrund müder und schwerer Beine hat, könnte es an ungenügendem oder schlechtem Schlaf liegen.

Fühlt man sich beim morgendlichen Erwachen müde, kann das bedeuten, dass das Gehirn und andere Körperteile (die Beine inbegriffen) während des Schlafens nicht genügend Sauerstoff erhalten haben – das könnte durch Probleme der Atmung wie Schnarchen oder eine Krümmung der Nasenscheidewand (Nasengangsverengung oder Nasenkrümmung), durch Nasennebenhöhlenentzündung, Heuschnupfen oder andere Allergiearten, die die Nase verstopfen, durch virale oder bakterielle Infektionen der oberen Atemwege (Nase und Hals) und eine ernstere Krankheit verursacht sein, bei der ein Mensch die Atmung für einige Sekunden im Schlaf unterbricht – diese nennt man Schlafapnoe.

Das Gefühl von Müdigkeit kann auch von einem Vitamin D-Mangel herrühren.
Kürzlich wurde entdeckt, dass der Mangel an Vitamin D nicht nur für die Knochen und das Herz schlecht ist, auch der restliche Organismus ist davon betroffen und man kann sich in der Konsequenz müde und erschöpft fühlen.

 

Schwere Beine in der Schwangerschaft

Ein anderes häufiges Beschwerdebild in der Schwangerschaft (besonders zum Ende hin) ist das Gefühl von „schweren“ Beinen.

Manchmal besteht das Gefühl, mit Bleischuhen unterwegs zu sein, besonders wenn man für längere Zeit gestanden oder gesessen hat.
Grund ist eine verlangsamte Durchblutung, die durch die Hormone in der Schwangerschaft verursacht wird.
Man sollte so aktiv wie möglich sein, weil dies die Durchblutung verbessert.
Andere Möglichkeiten, „schwere Beine“ zu lindern, sind:

  • Kalte Umschläge auf den Beinen.
  • Massage der Wadenmuskulatur.
  • Stützstrümpfe tragen.
  • Sich mit kaltem Wasser waschen oder ein erfrischendes Gel für die Beine benutzen (oft findet man dies in Geschäften für Schwangere).
  • Ausruhen mit über den Hüftbereich hochgelagerten Beinen. Das reduziert Wassereinlagerungen und verbessert die Durchblutung.