Kreislaufprobleme – Ursachen und Lösungen

Kreislaufprobleme und die damit verbundenen Symptome wie „Schwarzwerden vor den Augen“ oder Schwindel kennen viele Menschen.
Bei manchen kann es sogar zu einem Ohnmachtsanfall kommen. Dabei sollte man solche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem, wenn sie häufig vorkommen.

Schließlich stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen dem Robert-Koch-Institut zur Folge die häufigste Todesursache in Deutschland dar.

Davon abgesehen sind auch gelegentliche Kreislaufprobleme unangenehm für Betroffene und können sogar gefährlich werden – zum Beispiel, wenn es bei einem plötzlichen Schwächeanfall zu Stürzen kommt. Doch worin bestehen eigentlich die Ursachen für Kreislaufprobleme und was lässt sich dagegen tun?

Kreislaufprobleme Ursachen und Lösungen
Kreislaufprobleme sollten immer von einem Arzt gecheckt werden. Nicht selten stecken gefährliche Herz-Kreislauferkrankungen dahinter, die sich jedoch behandeln lassen.
pixabay.com © DarkoStojanovic (CCO-Lizenz)

Ursachen für Kreislaufprobleme

Kreislaufprobleme sind in vielen Fällen auf einen niedrigen oder auch einen zu hohen Blutdruck zurückzuführen. Zu niedriger Blutdruck hat eine verminderte Durchblutung des Gehirns zur Folge, was die erwähnten Symptome wie Schwindel auslöst – vor allem, wenn der Blutdruck rapide absinkt. Befindet er sich dauerhaft auf einem niedrigen Niveau, leiden Betroffene zudem unter Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen und einem ausgeprägten Schlafbedürfnis.

Die möglichen Ursachen dafür werden in verschiedene Kategorien eingeteilt:

  • Primäre beziehungsweise anlagebedingte Hypotonie: Sie betrifft häufig Jugendliche in der Pubertät. Hier lassen sich genaue Ursachen nicht feststellen. Wahrscheinlich spielt jedoch eine erbliche Veranlagung eine wichtige Rolle.
  • Sekundäre Hypotonie: In diesem Fall liegen zum Beispiel Krankheiten wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes oder hormonelle Störungen zugrunde. Auch Erkrankungen des Nervensystems und Verletzungen mit erheblichem Blutverlust können als Ursachen infrage kommen.
  • Orhostatische Hypotonie: Hier hat der Körper Schwierigkeiten, den Blutdruck an eine aufrechte Position anzupassen. Grund dafür kann ein schnelles Aufstehen sein. Aber auch nach einer ausgiebigen Mahlzeit und viel Alkohol kann es zu Kreislaufproblemen kommen.

Häufig leiden auch schwangere Frauen unter Kreislaufproblemen. Dies basiert auf einem größeren Blutvolumen und einer höheren Herzschlagfrequenz während der Schwangerschaft. Auch psychische Erkrankungen können den Kreislauf negativ beeinflussen und zu Symptomen wie Schwindel führen. Eine medizinische Studie, die die Welt anführt, kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass sich Depressionen negativ auf das Herz auswirken und so sogar das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, erhöhen

Die Therapie richtet sich entscheidend nach den jeweiligen Ursachen für die Symptome. Dabei werden in akuten Fällen für eine kurze Zeit auch Medikamente eingesetzt, die den Blutdruck steigern. Davon abgesehen gibt es eine ganze Reihe an Maßnahmen, mit denen Betroffene selbst dazu beitragen können, ihren Kreislauf zu stabilisieren. Sie dienen auch zur Vorbeugung.

Ernährungsumstellung als Lösung?

Übergewicht erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen. Dies führen Forscher darauf zurück, dass der erhöhte Insulinspiegel den Spiegel von atrialem natriuretischem Peptid, abgekürzt ANP, senkt. Dieser jedoch wirkt blutdrucksenkend, in dem er die glatte Muskulatur der Gefäße senkt, das Durstgefühl hemmt und zu einer verstärkten Ausscheidung von Harn führt.

Wer sich vor Kreislaufproblemen und daraus resultierenden Erkrankungen schützen möchte, tut also gut daran, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Andererseits kann auch eine Diät zu Kreislaufproblemen führen, nimmt man zu wenige vom Körper benötigte Nährstoffe zu sich.

Damit ist eine Ernährungsumstellung ein vielversprechender Weg bei Kreislaufproblemen. Dabei spielen die folgenden Kriterien eine wichtige Rolle:

  • Noch mehr als auf die Menge kommt es auf die Zusammensetzung der täglichen Mahlzeiten an. In dieser Hinsicht spielen Vitamine eine zentrale Rolle. Gleichzeitig sollten besonders fett- und zuckerhaltige Lebensmittel sparsam konsumiert werden.
  • Eine stabilisierende Wirkung auf den Kreislauf wird Kalzium, Natrium, Vitamin D oder Pantothensäure zugesprochen. Allerdings ist in dieser Beziehung Vorsicht angesagt. Studien kamen zu dem Ergebnis, dass eine erhöhte Einnahme von Kalzium möglicherweise Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen kann.
  • Viel trinken ist wichtig, um für eine gute Blutzirkulation zu sorgen. Das gilt in besonderem Maß bei großer Hitze.

Eine Ernährungsumstellung sollte mit Bedacht angegangen werden. Menschen, die unter chronischem Übergewicht leiden, tun gut daran, sich dabei von einem Fachmann beraten zu lassen. Dafür kommen neben Ärzten Ernährungsberater infrage.

Sport als weiterer Baustein

In der modernen Arbeitswelt verbringen viele Menschen einen Großteil ihrer Zeit sitzend am Schreibtisch. Dies jedoch kann ebenfalls zu Kreislaufproblemen führen. Denn auf diese Art werden Gefäße und Herz nicht ausreichend gefordert. Dadurch sind sie weniger in der Lage, adäquat auf Belastungen zu reagieren.

Abhilfe schafft regelmäßige Bewegung. Besonders durch schnelle Bewegungen kommt der Kreislauf in Schwung. Dafür empfehlen sich Sportarten wie Badminton oder auch eine Kampfsportart. Auf der anderen Seite trägt Ausdauersport dazu bei, Kreislaufprobleme zu vermeiden. Er führt dazu, dass der Körper spürbar besser mit Blutdruckschwankungen umgeht. Infrage kommen Sportarten wie:

  • Joggen
  • Walking
  • Radfahren
  • Schwimmen

Wer wenig Zeit oder Lust hat, sich für lange Joggingrunden ins Freie zu begeben, kann sein Ausdauertraining auch in einem Fitnessstudio oder sogar in den eigenen vier Wänden absolvieren. Dabei sind spezielle Geräte besonders wirksam. Zu ihnen gehören:

  • Laufband
  • Rudermaschine
  • Stepper
  • Standfahrräder
  • Crosstrainer

Als besonders beliebt gilt der Crosstrainer. Er hat mittlerweile sogar dem Laufband den Rang abgelaufen. Dafür gibt es gute Gründe. Denn das Training auf einem Crosstrainer ist nicht nur mit angenehmen Bewegungen verbunden, sondern auch besonders sanft und gelenkschonend.
Damit empfiehlt sich das Trainingsgerät speziell für Menschen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben.


Außerdem trainiert es den ganzen Körper, da die Arme ebenfalls beansprucht werden, und führt zu einem hohen Kalorienverbrauch, weil viele Muskeln gleichzeitig gefordert sind. Eine moderne Ausstattung mit Pulsmesser unterstützt das Training zusätzlich.
Vor dem Kauf eines Crosstrainers sollte man sich die einzelnen Geräte jedoch genauer anschauen. Auf crosstrainer.net werden einzelne Modelle genauer vorgestellt und auf Herz und Nieren geprüft, sodass Interessierte sich ein Bild machen können.

Kreislaufprobleme, Crosstrainer
Mit einem Crosstrainer lässt sich mittlerweile auch zu Hause sehr effektiv trainieren. Dies kann Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.
pixabay.com © janeb13 (CCO-Lizenz)

Kreislaufproblemen vorbeugen lohnt sich

Eine gesunde Ernährung und ausreichend Sport beugen nicht nur Kreislaufproblemen vor.
Beides hat eine Reihe weiterer positiver Auswirkungen auf Körper und Geist.


Dazu gehört, dass es auf diese Art leichter fällt, abzunehmen beziehungsweise eine schlanke Linie zu behalten. Zusätzlich wird der Körper belastbarer.
Die Stimmung hebt sich und alltägliche Belastungen wirken sich weniger schwer auf das eigene Gemüt aus. Auf lange Sicht lässt sich auf diese Art auch gefährlichen Krankheiten vorbeugen, angefangen bei einem Herzinfarkt.