Bluthochdruck oder arterielle Hypertonie

Bluthochdruck oder arterielle Hypertonie ist eine Erkrankung, die durch einen überhöhten Blutdruck in den Arterien charakterisiert ist.

Wer unter dieser Erkrankung leidet, hat dauerhaft hohen Blutdruck, es ist kein gelegentliches Ereignis.

Klassifikation

Arterielle Hypertonie lässt sich einteilen in:

 

Bluthochdruck oder arterielle Hypertonie
Bluthochdruck oder arterielle Hypertonie
  1. Essentiell oder primär, wenn sie ohne erkennbare Ursache entsteht, oft ist sie genetisch bedingt.
  2. Sekundär, wenn sie durch eine Organerkrankung, zum Beispiel Nieren, Nebennieren oder Herz bedingt ist.
  3. Eine maligne Hypertonie wird nicht durch ein Krebsleiden verursacht, sondern besteht, wenn der Blutdruck sehr hoch ist und Organschäden verursacht. Zum Beispiel kann im Auge eine Schwellung hervorgerufen werden, die als Papillenödem bezeichnet wird. Darüber hinaus kann sie zur Insuffizienz von Niere und Herzen führen.

 

Intrakranielle Hypertension

Die idiopathische intrakranielle Hypertension ist eine durch Druck auf intrakranielle Strukturen ausgeübte Erkrankung.
Der innere Schädeldruck wird durch den Liquor cerebrospinalis, das Hirngewebe und das Blut im Schädelinnern bestimmt.
Ein Ungleichgewicht im Volumen oder in der Herstellung mindestens einer dieser Komponenten des Schädels kann zu Hypertension führen.

Ursachen
Ein hoher intrakranieller Druck kann die Reaktion auf Medikamente sein, zum Beispiel Antibabypille, Antibiotika, Tetrazykline und Derivate von Vitamin A.
Zu den sekundären Ursachen, die häufig beobachtet werden, zählt die Verzögerung der Therapie der Schlafapnoe, chronische Nierenkrankheiten und systemischer Lupus erythematodes.


Anzeichen und Symptome
Diese Pathologie zeigt sich in Form von:

  • starken Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • pulsierenden Geräuschen oder Tinnitus (Brummen) in den Ohren
  • Doppelbildern
  • Schwellung der Pupille
  • Müdigkeit
  • Schüttelfrost

Die Diagnose wird mittels MRT des Gehirns und Lumbalpunktion gestellt.
Um Anomalien der Hirnnerven und Lähmungen des Fazialisnervs zu erkennen, ist es notwendig, eine klinisch neurologische Untersuchung des Patienten und eine Augenuntersuchung mit dem Augenspiegel durchzuführen.

Therapie bei erhöhtem intrakraniellem Druck
Die Behandlungsmöglichkeiten zielen darauf ab, den vollständigen Verlust der Sehkraft zu verhindern.
Der Arzt verordnet Medikamente, darunter:

  • Acetazolamid (Diamox) zur Verringerung der Symptome, indem das Enzym Carboanhydrase gehemmt und die Produktion des Liquors verringert wird.
    Zu den Nebenwirkungen zählt die Hypokaliämie (Mangel an Kalium im Blut), die Muskelschwäche hervorruft.
  • Furosemid (Lasix) ist ein Diuretikum, das nützlich sein kann.
  • Der Kopfschmerz wird mit Analgetika und Paracetamol behandelt.

Zu den therapeutischen Möglichkeiten zählt auch die Dekompression der Sehnervscheide.
Der Chirurg führt diese Operation zur Umleitung des Liquors in die Orbita durch.

 

Schwangerschaft,arterielle HypertensionHoher Blutdruck bei Frauen in der Schwangerschaft

Ein Bluthochdruck nach der zwanzigsten Schwangerschaftswoche wird als Gestationshypertonie bezeichnet.
Frauen, die vor ihrer Schwangerschaft einen hohen Blutdruck hatten, neigen eher zu Bluthochdruck während der Schwangerschaft.
Eine leichtgradige Blutdruckerhöhung kann durch Medikamente und Ruhepausen behandelt werden.
Ein sehr hoher Blutdruck muss Sorge bereiten.
Die Präeklampsie kann um die 20. Woche beginnen und Probleme an verschiedenen Organen der Schwangeren verursachen:

  1. Nieren
  2. Gehirn
  3. Plazenta
  4. Leber

Die leichteren Symptome sind Kopfschmerzen und Verschwommensehen, es können aber auch epileptische Anfälle auftreten, die tödlich enden können.

Risikofaktoren:

  1. Übergewicht
  2. Diabetes mellitus
  3. Nierenerkrankungen
  4. Rheumatoide Arthritis
  5. Lupus
  6. Schlaflosigkeit, wer in der Nacht nicht gut ruht, hat ein größeres Risiko für erhöhten Blutdruck
  7. Sklerodermie
  8. Alter unter 20 oder über 40 Jahre

Hoher Blutdruck in der Schwangerschaft kann für Mutter und Kind schädigend sein.

 

Naturheilmittel – empfohlene Ernährung bei Bluthochdruck

Pflaumen: Eine Viertel Tasse Pflaumen enthält 316,6 mg Kalium und nur 1,7 mg Natrium.

Melonen: Melonen sind reich an Kalium und Magnesium. Diese Mineralien tragen zur Senkung des arteriellen Drucks bei. Die in Melonen und Wassermelonen vorhandenen Carotinoide helfen bei der Vorsorge gegen Atherosklerose (Verhärtung und Verengung der Wände von Arterien und Venen) und verringern daher die Wahrscheinlichkeit von Durchblutungsstörungen im Körper.

Avocados: Die Avocado ist reich an Kalium und hilft, das Gleichgewicht zwischen Kalium und Natrium im Körper zu erhalten.
Gewöhnlich ist unsere Ernährung natriumreich, daher ist es wichtig, die Kaliumaufnahme zu erhöhen.
Die Avocado hat einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren, was das LDL oder „böse Cholesterin“ senkt und das HDL oder „gute Cholesterin“ im Körper erhöht.
Die Avocado hat jedoch viele Kalorien, man sollte also in Maßen davon essen.

Beeren: Beerenfrüchte wie Heidelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren sind reich an Vitamin C, Kalium, Ballaststoffen und Antioxidantien.
Heidelbeeren enthalten eine Substanz namens Pterostilbene, die die Plaquebildung in den Arterien verhindert.

Bananen: Bananen sind reich an Kalium und enthalten wenig Natrium.
Zwei Bananen am Tag können die arterielle Hypertonie senken.
Eine mittelgroße Banane enthält 1 mg Natrium und 422 mg Kalium, daher ist dies eine der nützlichsten Früchte gegen Bluthochdruck.

Äpfel: Äpfel sind reich an Antioxidantien wie Vitamin C und Flavonoid und verhindern somit die Degeneration der Blutgefäße. Diese Früchte sind auch reich an Kalium und Phosphor und enthalten wenig Natrium. Auf diese Weise erhält man ein elektrolytisches Gleichgewicht im Körper und verringert das Risiko von Herzkreislauferkrankungen und Herzinfarkt.

Birnen: Birnen sind eine reichhaltige Quelle von Antioxidantien wie Glutathion, die Schäden an den Blutgefäßen verhindern. Der hohe Pektingehalt unterstützt die Senkung des Körpercholesterins.

Aprikosen: Aprikosen sind reich an Kalium und Ballaststoffen.

Zitrusfrüchte: Zitrusfrüchte sind reich an Vitamin C, Bioflavonoiden und pflanzlichen Nährstoffen, die entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Diese Lebensmittel verhindern die Blutgerinnung in den Blutgefäßen.
Bioflavonoide, die sich in der weißen Haut dieser Früchte befinden, helfen den Blutdruck zu senken.
Zu den Zitrusfrüchten zählen: Pampelmusen, Limetten, Zitronen, Mandarinen und Orangen.

Sellerie: Ein zur Blutdrucksenkung hilfreiches Gemüse ist Sellerie.
Sellerie enthält eine phytochemische Substanz, die das Muskelgewebe in den Arterienwänden entspannt.
Die Folge ist eine Erhöhung des Blutflusses, der den Blutdruck verringert.

Chili: Chili enthält Capsaicin, das die Gefäße erweitert.

Karotten: Karotten haben einen hohen Anteil an Beta-Karotin und Kalium, dienen der normalen Blutdruckerhaltung und beugen Herzkrankheiten vor.
Man sollte Karotten roh essen, um die ernährungsphysiologischen Eigenschaften zu erhalten.
Man kann ein Glas Karottensaft mit ein paar Kräutern wie Minze oder Petersilie trinken.

Tomaten: Tomaten sind eine gute Quelle für Kalium und Kalzium, außerdem enthalten sie viele wichtige Vitamine wie A, C und E.
Dieses Nahrungsmittel enthält Lycopin, ein Antioxidans, das den Blutdruck senkt.
Lycopin verhindert die Bildung von LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein).

Spargel: Spargel ist reich an Vitamin A, C, E und K und enthält zudem Glutathion, ein Antioxidans.
Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Spargel helfen der Vorbeugung von Herzerkrankungen. Außerdem enthält er Ballaststoffe und Vitamine der Gruppe B, die das Risiko eines Bluthochdrucks verringern.


Erbsen: Erbsen sind reich an Ballaststoffen und sind kalorienarm.
Die Proteine der Erbsen helfen bei der Senkung der arteriellen Hypertonie. Außerdem begünstigen Folsäure und Vitamin B6 die Herzgesundheit.

Kichererbsen: Das Eisen in Kichererbsen erhöht den Hämoglobinwert und verbessert die Durchblutung des Herzens.

Bockshornklee: Die Blätter von Bockshornklee sind eine reichhaltige Quelle für Ballaststoffe und Kalium.
Beide Nährstoffe helfen, das „böse“ Cholesterin im Blut niedrig zu halten.

Kreuzblütler: Die folgenden Gemüse enthalten Glutaminsäure: Brokkoli, Blumenkohl, Kohl und Rosenkohl.
Diese Aminosäuren helfen bei der Senkung des Blutdrucks und des Risikos eines Schlaganfalls.

Grünes Blattgemüse: Grünes Blattgemüse wie Spinat, Kopfsalat, Kohl, grüner Senfkohl, rote Beete, Chinakohl usw. enthalten viele Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe, haben jedoch wenige Kalorien.
Diese Gemüse enthalten verschiedene phytochemische Substanzen und Antioxidantien, die die Plaquebildung in den Blutgefäßen aufhalten.

Ei: Eine Studie der Clemson University und der Jilin University zeigt, dass Eiweiß den Blutdruck senken kann.

Rotwein: Rotwein hilft bei der Blutdrucksenkung, doch sollte man nicht übertreiben und höchstens 2 Gläser am Tag konsumieren.

 

Wann sollte man einschreiten?

Bei einer Hypertonie, die gegen die Behandlung resistent ist, kann ein chirurgischer Eingriff zur Denervierung der Nierenarterie durchgeführt werden.

Bei der Hypertension besteht eine Übererregbarkeit des sympathischen Nervensystems.
Die Denervierung ist ein Eingriff, bei dem die Verbindung zwischen Nerv und Nierenarterie unterbrochen wird, um die Übererregbarkeit des sympathischen Nervensystems zu blockieren.
Der Chirurg verschafft sich einen perkutanen Zugang (über ein kleines Loch) in die Leistenarterie, es erfolgt also kein Bauchschnitt.
Von hier wird ein Katheter vorgeschoben und eine Ablation (Entfernung) des Nervs mittels Radiofrequenz vorgenommen.
Die Ergebnisse sind nach einigen Monaten bis zu 2 Jahren zu sehen.
Der Krankenhausaufenthalt dauert nur wenige Tage, innerhalb einer Woche kann man seine Alltagstätigkeiten wieder aufnehmen.