Zeckenbiss

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Ein Zeckenbiss oder Zeckenstich kann zur Übertragung einiger Krankheiten auf den Menschen führen.
Zecken sind kleine Insekten, die Blut saugen. Sie können verschiedene Größen haben und klein wie Stecknadelköpfe oder groß wie ein Radiergummi an einem Bleistift sein. Zecken haben acht Beine.

Sie gehören zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida), sind also mit Spinnen verwandt.
Die Spezies können verschiedene Farben haben, von rotbraun bis schwarz.

Zeckenlarven am Menschen

Die Larven der Zecken können sich am Menschen auf mehrere Arten anheften. Im Gegensatz zu Flöhen können Zecken nicht fliegen, um auf ihren Wirt zu gelangen.
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Sie sind auf Wiesen im dichten Gras versteckt und heften sich an Menschen oder Tieren an. Sie haben die Fähigkeit, lange ohne Nahrung zu überleben, sterben also nicht, sofern sie nicht getötet werden.

Viele Larven dringen gemeinsam in den Wirt ein. Zunächst verursachen sie Juckreiz und Irritationen, doch wenn sie sich lange genug ernährt haben, können sie Krankheiten wie das Rocky-Mountains-Fieber, die Lyme-Krankheit, Ehrlichiose und Tularämie übertragen.
Zudem können sie viele Beschwerden und verschiedene Krankheiten bei Hunden verursachen, wie Lähmungen und Fieber.
Man muss die Larven entfernen, damit diese Erkrankungen nicht übertragen werden können.

Die Zecken beißen vor allem in Körperbereichen wie:
1. Leistenbeugen
2. Achselhöhlen
3. Hals
4. Kniekehlen
5. hinter dem Ohr

Man muss Befall und Zeckenbisse verhindern, denn diese sind sehr gefährlich und können tödlich sein.
Oft bemerken Kinder nicht, dass sie dieses Insekt auf der Haut haben.
Es ist ratsam, Kinder und Säuglinge nach einem längeren Aufenthalt im Park oder Wald auf Zecken zu untersuchen.

Was sind die Symptome eines Zeckenbisses?

Gewöhnlich sind Zeckenbisse harmlos und verursachen keine Symptome.
Ist man jedoch allergisch auf diese Bisse, können folgende Symptome auftreten:

1. Schmerzen oder Schwellung in der Bisszone, es entwickelt sich eine Art Pickel
2. Hautbrennen und Entzündung
3. Bläschen
4. Atemnot

Manche Zecken können Krankheiten übertragen, die schwerwiegende Konsequenzen haben.
Gewöhnlich entwickeln sie sich innerhalb der ersten Wochen nach dem Biss.
Mögliche Symptome sind:

1. Rote Flecken (Rötung) oder Erythem in Form einer Schießscheibe
2. Nackenschmerzen
3. Kopfschmerzen
4. Übelkeit
5. Durchfall
6. Schwäche
7. Muskel- oder Gelenkschmerzen
8. Fieber oder Schüttelfrost
9. vergrößerte Lymphknoten

Der Hautausschlag ist ein glatter, runder Fleck, der in der Regel 5 cm groß ist. Er kann aber auch viel größer sein.
Das Ekzem nimmt in wenigen Tagen allmählich an Größe zu. Das Zentrum des Flecks, in dem die Zecke festsaß, kann sich aufhellen, während der Außenring leuchtend rot bleibt.
Das gibt dem Fleck das Aussehen eines Ochsenauges.

Ein roter Hautausschlag, der sich ausdehnt, kann durch die Lyme-Krankheit verursacht sein.
Das Ekzem entwickelt sich nach einer Inkubationszeit von 1 bis 4 Wochen nach dem Biss. Im Durchschnitt erscheint ein Ausschlag innerhalb von 10 Tagen.

Führt ein Zeckenbiss zu anderen Störungen?


In seltenen Fällen können Zecken Krankheiten auf den Wirt übertragen, die sehr schwerwiegend sein können. Die meisten Anzeichen oder Symptome erscheinen innerhalb der ersten Wochen nach dem Biss. Wenn man ungewöhnliche Symptome bemerkt, sollte man sich an einen Arzt wenden.
Hier eine Auflistung von Krankheiten, die durch einen Zeckenbiss auftreten können:

1. Lyme-Krankheit
2. Colorado-Zeckenfieber
3. Rocky-Mountains-Fleckfieber
4. Tularämie
5. Ehrlichiose
6. Menschen, die nicht gegen Tetanus geimpft sind, können diese Krankheit bekommen

Diagnose des Zeckenbisses

Es gibt keine Untersuchungen, um den Zeckentyp zu ermitteln, nachdem diese vom Körper abgefallen ist.
Allerdings können Ärzte eine sorgfältige Untersuchung durchführen und dabei versuchen, noch anhaftende Zecken, Anzeichen einer Erkrankung oder Hautausschläge zu finden. Kann man das Spinnentier identifizieren, ordnet der Arzt die am besten geeigneten Tests an. Zum Beispiel:

Blutuntersuchungen bezüglich Krankheiten wie Lyme-Borreliose, Rocky-Mountains-Fleckfieber, Ehrlichiose und Tularämie sind in der Regel in den ersten Wochen nach dem Auftreten nicht positiv, auch wenn Symptome bereits vorhanden sein können.
Die Blutuntersuchung unter dem Mikroskop ist erforderlich, um den Parasiten zu diagnostizieren, der eine Babesiose verursachen. Die Kenntnis des Zeckentyps, der den Biss verursacht hat, kann die Liste der möglichen Diagnosen einschränken und den baldigen Beginn der entsprechenden Therapie ermöglichen.

Zeckenbiss,EinsatzWas ist die Lyme-Borreliose?

Die Lyme-Borreliose (auch als Borreliose oder Lyme-Krankheit bekannt) ist eine Infektion durch Spirochäten. Das verantwortliche Bakterium heißt Borrelia burgdorferi und wird in der Regel durch den Biss einer „harten Zecke“ wie dem Gemeinen Holzbock übertragen. In Großbritannien ist diese Zeckenart allgemein als Ixodes ricinus (oder als Schafszecke oder Waldzecke) bekannt.
Auch „weiche Zecken“ können Borreliose auslösen. Es wurden plazentare Übertragungen und die Ausbreitung der Infektion des Bakteriums durch Blutübertragungen auf Tiere aufgezeigt.

Therapie bei Zeckenbiss

Gewöhnlich hängt die Behandlung eines Zeckenbisses von den Symptomen ab, die eine Person entwickelt. Die häufigsten Erkrankungen, die nach einem Zeckenbiss auftreten können, sind:

1. Rocky-Mountains-Fleckfieber
2. Babesiose
3. Ehrlichiose
4. rezidivierendes Zeckenfieber
5. Tularämie
6. weniger häufige Erkrankungen sind Anaplasmose, Colorado-Zeckenfieber und Meningoenzephalitis


Die meisten Menschen werden von Zecken befallen, während sie Tätigkeiten wie Gartenarbeit, Camping, Wanderungen und Spiele im Freien durchführen. Im Freien gibt es einige Gegenden, in denen es viele von diesen Spinnentieren gibt, die sich beim Spazierengehen oder bei Kontakt mit befallenen Pflanzen anheften können.

Der erste Schritt ist, die Zecke so bald wie möglich zu entfernen. Dazu gibt es eine besondere Methode: die Verwendung einer Pinzette, um die Zecke dicht an Kopf oder Mund zu fassen. Man sollte sie langsam herausziehen und dabei einen leichten Druck und eine konstante Kraft aufwenden. Dabei sollte man darauf achten, den Körper der Milbe nicht zu durchbohren. Danach sollte man die Zecke in einem Glas aufbewahren, das dicht verschlossen werden muss.
Dann sollte man sich die Hände waschen und den Bereich um den Zeckenbiss mit Wasser und Seife reinigen. Sind noch ein paar Teile der Milbe in der Haut verblieben, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Man braucht sich nicht sofort Sorgen zu machen, denn das Risiko, eine Zeckeninfektion zu bekommen, ist ziemlich gering. Man sollte jedoch den Arzt verständigen, wenn sich danach folgende Symptome entwickeln:

• Ekzem
• Muskelschmerzen
• Fieber
• Gelenkschmerzen und Entzündungen
• Schiefhals
• vergrößerte Lymphknoten
• Symptome wie bei Influenza

Kann man die Zecke konservieren, sollte man sie dem Arzt zeigen. Es wird jedoch empfohlen, die 112 zu rufen, wenn folgende Nebenwirkungen auftreten:

1. starke Kopfschmerzen
2. Atembeschwerden
3. Lähmungen
4. Brustschmerzen
5. Herzklopfen

Die Behandlung hängt von der Erkrankung ab, die die Zecke auf die Person übertragen hat.
In der Regel werden einige Maßnahmen durchgeführt, die die Reinigung des Bereiches und das Auftragen einer antibiotikahaltigen Creme umfassen.
Besteht Juckreiz, kann der Arzt ein Produkt verschreiben, das Diphenhydramin (Betadorm) enthält.
Die Prophylaxe umfasst einen Zyklus von 5 Tagen mit einem Antibiotikum: Doxycyclin (Oraycea), wenn die Zecke länger als 36 Stunden festgesessen hat.
Doxycyclin ist in der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Es können Blutuntersuchungen erforderlich sein, um die Antikörper gegen die von der Zecke übertragenen Borrelia burgdorferi zu finden.

 

 Zeckenbiss
Zeckenbiss

Was tun bei Zeckenbiss?

Das Entfernen von Zecken und vor allem ihrer Larven kann sehr schwierig sein. Das Entfernen einer Zecke muss sehr sorgfältig durchgeführt werden, noch ehe sie sich in die Haut bohrt. Wenn das Insekt auf der Haut oder auf der Kleidung entdeckt wird, sollte es mit einer Pinzette erfasst werden, eine Berührung mit den Fingern ist zu vermeiden. Dann sollte sie langsam angehoben werden, wobei ein leichter Druck auszuüben ist. Nach der Entfernung die Milbe in eine Flasche mit Alkohol geben, um sie zu töten. Eine andere Technik, die zum Entfernen der Larven dient, ist das Aufkleben eines Klebestreifens auf die Zecke, um diese zusammen mit dem Klebestreifen abzuziehen. Ist sie aus der Haut entfernt, sollte man den Bereich gut mit Alkohol oder einer antiseptischen Lösung reinigen, um eine Infektion zu verhindern.

Wie entfernt man den Kopf einer Zecke aus der Haut?


Es kann vorkommen, dass der Kopf einer Zecke in der Haut stecken bleibt. Das sollte keine Angst verursachen.
Bleibt nur das Hypostom (Teil des Zeckenmundapparates) stecken, besteht kein Risiko einer Infektion.
Um das Hypostom und die steckengebliebenen Teile zu entfernen, sollte man sterilisierte Nadeln oder Pinzetten so verwenden, als wolle man einen Splitter aus der Haut ziehen.
Wenn Mund und Speicheldrüsen in der Haut verbleiben, muss man sehr vorsichtig sein. Denn es ist möglich, dass pathogene Bakterien durch das Quetschen der Speicheldrüsen in die Haut penetrieren.
Man kann versuchen, den Mundteil mit einer Pinzette herauszuziehen. Gelingt dies nicht, sollte man einen Arzt aufsuchen.

 

Was man zur Entfernung von Zecken aus der Haut tun und nicht tun darf

Man sollte diese Empfehlungen beachten, denn sie helfen, eine Übertragung von Bakterien in den Körper zu verhindern.
Eine Zecke sollte man niemals mit einer glühenden Zigarette, einem brennenden Streichholz, Vaseline, Azeton oder anderen chemischen Produkten berühren. Dies dient nur dazu, das Spinnentier zu reizen.

Diese Aktionen stimulieren die Zecke, eine große Menge Speichel zu injizieren, der die Mundwerkzeuge schmiert und dazu dient, die Saugröhrchen vorzuschieben, die sich in der Haut verankern.
Dieser Speichel enthält Bakterien der Lyme-Krankheit oder des Rocky-Mountains-Fleckfiebers.
Nach dem Entfernen sollte man kontrollieren, ob sich der Bereich infiziert hat.
Die Zecke sollte man stets vorsichtig entfernen und dabei ihren Körper nicht drehen. Denn dabei besteht das Risiko, dass der Mund aus der Haut gerissen wird und die anderen Teile in der Haut verbleiben.
Man sollte niemals die Finger, sondern immer eine Pinzette dazu benutzen. Ist die Zecke verankert und wird sie mit den Fingern zusammengedrückt, werden Blut und Speichel, die Bakterien enthalten, in die Wunde gedrückt und verursachen eine Infektion.

Prävention bei Zeckenbiss

Nach der Entfernung der Zecke sollte man darauf achten, dass dies nicht erneut geschieht.
Zecken von Tauben können zum Alptraum in den Gebäuden werden, in denen diese Vögel nisten.
Zecken von Tauben befinden sich in den Exkrementen (Guano), dringen in die Gebäude ein und stechen die Menschen nachts.
Sie können eine ernste allergische Reaktion auslösen, zum Beispiel Nesselsucht (Urtikaria).
Man sollte die Nester der Tauben und den verbliebenen Schmutz gründlich entfernen.